Regler/Gleichrichter liefert zu wenig Ladespannung

  • Hallo Leute,




    mein alter Regler hat nicht mehr die Batterie geladen, so dass beim
    längeren Fahren das Abblendlicht und die anderen Verbraucher irgendwann
    die Batterie komplett leergesaugt haben. Beim Messen konnte ich auch
    keinen Ladestrom feststellen. Also habe ich mir einen gebrauchten Regler
    besorgt, der genau das gleiche Problem hatte. Also bin ich heute
    schnell zum übernächsten KTM-Händler gefahren nach Fürth, der hatte
    einen neuen Regler da. Eingebaut: und wieder das gleiche Problem! Keine
    Ladespannung, parallel an den Batteriepolen gemessen. Ebenso keinerlei
    Spannungserhöhung beim Gasgeben. Da die Batterie schon etwas leer war,
    hatte ich mit Abblendlicht einen Abfall auf ca. 8 V. Bin echt ratlos, da
    ich nächste Woche eine Alpentour machen wollte und ich erst eine neue
    Zündspule und Stator eingebaut habe. Trotz Verzweiflung versuche ich
    -hoffentlich mit Euch- eine logische Erklärung zu finden.




    Meine Untersuchungen:




    - wenn ich den Reglerausgang von den Steckern abziehe und direkt die
    Spannung an den nackten Steckern (also ohne Anschluss an Kabelbaum,
    Kondenstor und Batterie) messe, habe ich im Leerlauf eine Spannung von
    ca. 4 V (Gleichstrom, analog und digital gemessen). Beim Gasgeben fällt
    die Spannung sogar noch ab gegen Null. Taugt diese Messung überhaupt
    was? Braucht der Reglerausgang eine gewisse Last wie
    Batterie/Kondensator zum Glätten? Normalerweise müsste die Spannung doch
    12-14V sein und abfallen dürfte sie beim Gasgeben doch erst recht
    nicht? Ich dachte immer, dass ein kaputter Regler die Ausgangsspannung
    dann erhöht bis zur Eingangsspannung kommend vom Stator




    - Wenn ich die Stator-Spannung zwischen den 3 einzelnen Phasen messe
    (Wechselstrom), kommt im Leerlauf eine Spannung von 12 V, beim Gasgeben
    bis auf ca. 30 V oder höher heraus. Und das bei allen
    Phasenkombinationen. Ebenso der Widerstand aller 3 Spulen liegt bei ca. 1
    Ohm. Scheint in Ordnung zu sein, oder?




    - Was mich irritiert, ist die 3-Phasengeschichte. Der Stator hat 3
    Phasen (zwei gelbe und eine blaue) und der Gleichrichtereingang
    ebenfalls 3 gelbe Phasen. Der Kabelbaum nach dem Statorstecker vereint
    allerdings 2 Statorphasen zu einer, und der Regler wird nur mit 2 Phasen
    versorgt, die dritte bleibt nicht angeschlossen. War schon immer so und
    hat bisher jahrelang funktioniert... Wißt ihr, warum das so ist? Was
    passiert eigentlich, wenn man zwei Phasen kurzschließt? Welche Spannung
    kommt dann zwischen den beiden kurzgeschlossenen und der 3. heraus?




    - Der Kondensator scheint in Ordnung zu sein, jedenfalls lädt und
    entlädt er (Prüflampe). Die Kapazität konnte ich nicht messen. Kann der
    trotzdem kaputt sein und könnte das eine Ursache für den fehlenden
    Ladestrom sein?




    - Ist es möglich, dass die Batterie trotzdem kaputt ist und fehlende
    Kapazität für dieses Verhalten schuld ist? Man kann die Batterie schon
    laden auf 12 Volt mit einem Ladegerät und das Ablendlicht brennt dann
    für ca. 1 Stunde, bis die Batterie in die Knie geht und dann auch dass
    Blinkerrelais nicht mehr sauber funktioniert




    Hoffentlich könnt ihr mir helfen, mir bleibt nur noch eine Woche, bis meine Kati wieder laufen muss...

  • Habe grade noch ein paar Messungen gemacht, da ich den Verdacht habe, dass nicht nur der (neue) Gleichrichter einen Hau hat, sondern auch die Lichtmaschine.


    Bei den 3 Kabeln des Stators messe ich etwa den gleichen Widerstand, aber wenn der Motor läuft und ich die Spannungen zwischen den Phasen messe, kommt im Leerlauf ca. 12 V raus. Messe ich jedoch jede Phase gegen Masse, dann haben jeweils die beiden gelben 8 V und die blaue Phase zur Masse nur 4 V. Da stimmt doch was nicht, oder? Alle drei Phasen müssten doch exakt die gleichen Werte bringen?!


    Und trotzdem: am nicht angeschlossenen, nackten Reglerausgang kommt nicht mal 1 V heraus und wird auch nicht mehr, wenn die Drehzahl erhöht wird. Auch wenn am Reglerausgang kein Verbraucher oder Kondensator angeschlossen ist, so muss doch hier eine deutlich höhere Spannung zu messen sein, oder? Dieses Fehlerbild hat dann doch nichts mit der Batterie oder Kondensator zu tun?


    Neue Hauptfragen:
    Was haltet ihr von den Lichtmaschinenmessungen mit der einen Phase mit zu wenig Spannung?
    Muss am Reglerausgang ohne Verbraucher nicht schon deutlich mehr an Spannung zu messen sein?
    Wie bekomme ich sicher raus, ob es nur der Stator ist oder nur der Regler? Oder beides?

  • Habe heute einen neuen Stator und Batterie eingebaut, jetzt gehts wieder! Hatte keinen Bock mehr rauszufinden, ob es jetzt nur an der Batterie oder dem Stator gelegen hat. Jedenfalls war der Gleichrichter und Kondensator nicht kaputt, das zeigt, dass die Messungen am Regler mit abgezogenen Steckern nichts taugen...