Und wieder ein Stückchen weiter…
Die Hinterradbefestigung, die bei der 1290er mit 200 Nm angezogen wird, besteht im Original aus fünf Teilen. Konusring, Scheibe, Kronenmutter, Aussensicherungsring und Innensicherungsring.
Das nervt bei schnellen Wechseln und somit haben wir uns selbst kurzerhand sechs einteilige Muttern gefräst.

Dabei haben wir direkt breitere Freiräume zwischen den einzelnen Zacken der Krone frei gelassen, um das Ganze mit dem Sicherungsring einer Fremdmarke ;-) besser handhaben zu können.
Die Idee hierzu hatten wir zu Beginn schon, aber hatten uns dagegen entschieden, da die Gleitfunktion zwischen Konus und Mutter beim anziehen und lösen nicht mehr gegeben ist.
Hier haben uns die Jungs vom Frostbeulen Racing- Team aber eines besseren belehrt, da sie mit diesen einteiligen Muttern seit drei Jahren bei ihren Ducati´s problemlos arbeiten.
Für Ducati gibt´s wohl kaufbare Plug & Play Muttern, für unsere M 50 x 1,5 Hinterradachse leider nicht. Deshalb selfmade.
Der Konus muss natürlich mit Gleitmittel flutschig gemacht werden
. Wie mein alter Drehereimeister schon sagte: " Wer juht schmiert, der juht fiehrt."
Gestern habe ich selbst zum ersten Mal unseren 24 liter Alutank live auf der Superduke gesehen.
Das ist nicht unser Einsatzmoped, sondern ein Anpassungsdummy von… ne schreib ich lieber nicht, denn der Enes denkt, dass sein Moped schon längst wieder fertig für ihn aufgebaut ist :-D.

Da hinten sitzt übrigens Chef vom Dienst - Don Roberto, der Reisser bei seiner tariflich zugesicherten Kuchenpause(n).
Gleichzeitig war das für uns drei aber auch die erste Montage auf einem komplett fertigen Moped. Heisst mit Kabelbaum, mit Spritpumpe, Akku, Relais und allem was sonst noch so Platz braucht.
Und da kamen dann natürlich wieder zwei, drei kleinere Probleme zu Tage. Keine Katastrophen, aber schon wieder neue kleine Baustellen ;-). Wird also nicht langweilig.
Dann haben wir noch das Stuergerät hinters Fderbein versetzt. Mit Spritzschutz, Halterung usw. Wie immer - kompatibel mit den Originalteilen, was das Ganze nicht einfacher macht.
Auch das Zündschloß musste noch versetzt und gegen spontan eintretenden Kiesbettsteinschlag geschützt werden.

Und - wischtisch - der Lohmann Quickshifter ist endlich angekommen und eingebaut :-)

Und zwanzig Rasten sind vorsichtshalber auch schon gedreht und gefräst worden. Wer weiß wofür man die braucht 