Ich schreibe während der Blaupunkt MotoPilot installiert meine ersten Erfahrungen auf. Das Gerät kommt mit einer völlig veralteten Software und muss zuerst ein Update bekommen. Das UpdateProgramm „BlauUp“ läuft nur unter Windows und ich musste das alte Notebook meiner Frau entstauben, um das Update zu machen. Nach einigen Versuchen wird das Navi auf dem alten XP Notebook erkannt und der Download des Updates kann gestartet werden. Mit einer 16MBit Verbindung dauert es gute 30 Minuten, die Update Daten zu saugen. Zeit die Anleitung zu lesen, die wirklich einfach verständlich und gut geschrieben ist. Wichtigste Info: Wie bekomme ich eine Route auf das Navi. Das geht sogar mit dem Mac, indem man sie einfach in die Root einer microSD Karte kopiert.
Viele schreiben, dass man den magnetischen USB Anschluss für das Update mit Tape oder einem Gummi fixieren müsste. Ich habe das Navi einfach auf den Bildschirm gelegt, dann ist der Anschluss oben und es kann nichts verrutschen.
Vor dem Update habe ich die Grundeinstellungen gemacht. Der Touchscreen reagiert gut und gefällt mir besser als beim Garmin 390LM, das ich gestern testen durfte. Die Bedienung läuft erfreulich flüssig und ist intuitiv. Morgen geht es in den Spessart und der MotoPilot muss seine Feuertaufe bestehen. Er tritt gegen das Garmin von Claus an und muss die mit BaseCamp geplante Route (29 Punkte) im Idealfall genauso fahren wie das Garmin.
Nach dem Download wird zunächst ein Backup gespeichert. Weitere 20 Minuten gehen ins Land. Dateien entpacken dauert wieder 15 Minuten (OK, auf einem aktuellen Rechner geht das sicher schneller, aber ich habe halt nur diesen). Danach wird das Update aufgespielt. Auch das dauert noch einmal 60 Minuten. Man muss am Anfang schon viel Geduld mitbringen 
Die Feuertaufe im Spessart hat der MotoPilot bestanden. Bei der Anfahrt hatte er sogar eine bessere Route vorgesehen, als Garmin. Zumindest wäre ich so gefahren. Danach hat er genau die Route abgefahren, die geplant war. Auf Abweichungen unsererseits wurde mit Neuberechnung reagiert. Das dauert einen Moment, war aber noch OK. Insgesamt wurde für meinen Geschmack die Route etwas zu oft neu berechnet. Einmal war es ziemlich knapp vor der nächsten Abbiegung erst fertig. Aber alles noch im Rahmen. Mir ist aufgefallen, das Geschwindigkeitsbeschränkungen nur selten erkannt werden. Wenn also auf der Landstraße vor einem Abzweig auf 70 reduziert wird, zeigt das der MotoPilot nur in einem von 5 Fällen an. Ich hatte es einmal, dass an einer T Kreuzung links abgebogen werden musste und der Pfeil geradeaus gezeigt hat. Auf der Karte hat man aber deutlich gesehen, dass man links muss. Ich vermute, dass das der Verlauf der Landstraße war. Im Prinzip kein Problem, aber doch nicht perfekt. Der Versuch per Karte auf dem Navi selbst eine Route zu planen, ging schief. Das muss ich nochmal in Ruhe versuchen.
Ansonsten gibt es nur positive Eindrücke. Der Akku (Strom ist noch nicht verlegt) hat nach 4,5 Stunden noch einen von drei Balken. Der Spurassistent und auch die eingeblendeten Schilder funktionieren hervorragend. Der Pfeil mit der Info, wann die nächste Abbiegung erfolgt ist groß und man kann ohne Probleme auch ohne Headset fahren (meins kommt erst noch). GPX Dateien werden aufgezeichnet. Man muss nur daran denken, bevor man den MotoPilot ganz abschaltet, die Aufzeichnung zu beenden. Sonst fehlt der XML Datei der Schluss. Ein kurzer Test der Routenplanung über kurvige Strecke hat gut funktioniert. Ich möchte es aber noch über eine größere Distanz testen.
Fazit: Ich war skeptisch, ob man für 155 Euro ein vernünftiges Moped Navi bekommt. Deshalb habe ich es auch bei Amazon bestellt, um es einfach zurückgeben zu können, falls es nicht vernünftig funktioniert. Aber ich muss sagen, der erste Eindruck war überzeugend und der MotoPilot wird mich künftig auf meinen Touren begleiten.