Beiträge von MrDuke

    für Bj 05/06 ?

    wenn das nicht klappt hätte ich noch einen Tank kostengünstig abzugeben.

    Allerdings ohne Garantie.

    Das wäre schon extrem cool :) Ich würde mich dann melden.



    Da bin ich ja mal gespannt, was da rauskommt. Bei einem Motorrad aus 2006 mit natürlich Lückenlosem Service bei KTM......

    Ich bezweifle, dass die den Tank servicen und wenn denen sowas auffällt, dann tauschen die den auch, aber auf meine Kosten. Die Maschine ist Bj. 05, aber die hören ja mit der Plastikscheiße bei neueren Maschinen auch nicht auf.

    bei meiner SDR 1290 2.0, die auch einen Plastiktank hat,hab ich davon noch nie gelesen


    meine K 1300 S BMW hat auch Plastetank, gab nie Probleme, weder bei mir noch im Forum


    KTM verbaute Sachen...

    Die Tanks sind sicherlich beschichtet, aber auch das hält nicht ewig bzw. Ethanol kann da durch diffundieren. Deine SDR ist vermutlich einfach noch zu neu :) Gib ihr ein paar Jahre und du hast das Problem auch.


    Ich hab aktuell eine Kulanzanfrage bei KTM laufen und wenn die abgelehnt wird, werde ich mich mal eine Anfrage ans Kraftfahr Bundesamt machen. Ein Tank unter Spannung bzw mit der Möglichkeit das Lenkverhalten einzuschränken ist nämlich ein Sicherheitsrisiko. Ich schreib dann mal was vor, vielleicht möchten sich da noch ein paar anschließen.

    Hallo zusammen,

    Nach ein bisschen denken macht es für mich eigentlich gar keinen Sinn, das der Tank wächst. Woher soll de3 Konststoff diese Fähigkeit besitzen? Reagiert der mit dem Benzin und dehnt sich dann wirklich aus? Kann theoretisch sein ja. Genausogut gut könnte sich aber auch der Rahmen über die Jahre soweit verbogen haben. Klingt für mich irgendwie wahrscheinlicher...

    Hallo Michael,


    Kunststoffe (PE, PP, PA-6 usw.) bestehen aus Polymerketten, welche du dir wie gekochte Spaghetti vorstellen kannst. Zwischen den Ketten ist Platz und es kann Wasser oder im Falle der PA-6 Tanks Ethanol aus dem Kraftstoff eindringen. Der Alkohol diffundiert zwischen die Ketten und macht das Polymer weicher und quillt auf. Im angebrachten Vergleich, wäre es wie Tomatensoße die zwischen die Spaghetti läuft.

    Ein Stahlrahmen verzieht sich selten ohne äußere Einwirkung. Das Problem mit den Tanks haben viele KTM und Dukati Fahrer, da die Hersteller lieber günstige Plastiktanks verbaut haben. Was ich jedoch nicht verstehe ist, dass es bislang keine erfolgreiche Massenklage gab. Es kann doch nicht sein, dass ein Kraftstofftank ein Verschleißteil ist und in seinem normalen Anwendungsbereich Probleme verursacht.


    Falls es dazu eine Sammelklage gibt, bitte ich um Verlinkung.

    Meiner ist auch um weniger als 5mm gewachsen, konnte den aber einfach vorne ein wenig anziehen und hinten mit ein bisschen drücken einfach wieder einbauen.

    Bevor da jetzt eine Doktorarbeit drauß machst, probier besser hinten die Halter etwas zu vergrößern. Vorne besser nicht, nicht dass dir den Lenker blockierst.

    Klar kann man das DIY anpassen, aber ist halt keine geile Lösung und wenn das andere klappen sollte, wäre es schon super. Zum einen fahre ich eh nicht bis März und zum anderen hab ich aktuelle ein Labor zur Verfügung, wo ich sowas auch mal testen kann.

    Auch mich hat das Problem nun erwischt. Lange Zeit dachte ich, mein Rahmen sei verzogen. Ohne eure Hilfe wäre ich nicht auf die Ursache gekommen, obwohl das Problem eigentlich naheliegend ist. Dass KTM hier die Verantwortung ablehnt, ist einfach lächerlich – zumal die Tanks auch nicht gerade günstig sind.


    Es ist längst bekannt und gut untersucht, dass PA-6 Ethanol, wie es im Benzin enthalten ist, leicht aufnimmt.


    Solvent-uptake-at-the-equilibrium-as-a-function-of-the-ethanol-content-in-fuel-for-PA6_W640.jpg


    Solvent uptake at the equilibrium as a function of the ethanol content in fuel for PA6 and HDPE immerged at 40°C in ethanol/toluene/isooctane mixtures.

    (https://hal.science/hal-01931337/document)


    Es ist bekannt, dass PA-6 nach der Aufnahme von Ethanol quillt und dadurch an Volumen zunimmt (Quelle). Ein Glasfaseranteil von nur 30 % hätte dieses Problem erheblich reduziert – KTM entschied sich jedoch offenbar dagegen, vermutlich aus Kostengründen. Mit den Folgen dieser Entscheidung müssen nun alle leben.


    Wäre der Tank ein kleines, preiswertes und unbedeutendes Bauteil, wäre das weniger problematisch. Doch hier handelt es sich um ein zentrales Bauteil, das sogar den Lenker streifen und die Funktion beeinträchtigen kann. Auch wenn es vermutlich nicht so beabsichtigt ist, scheint KTM damit in Kauf zu nehmen, dass Motorradtanks eine Art Mindesthaltbarkeitsdatum haben. Ein ziemlich fragwürdiger Gedanke.


    Es gibt eigentlich zwei Möglichkeiten:


    1. Kulanzanträge / Sammelklagen mit entsprechenden Belegen, dass ein Tank kein Verschleismittel ist / nicht darauf hingewiesen wird und KTM mittlerweile sicherlich schon viel Geld damit gescheffelt hat Ersatztanks zu verkaufen.
    2. Weiterhin das Problem DIY lösen. Es gibt viele beschriebene Lösungen, wobei eine, wo der Tank nicht beschädigt werden müsste, wäre noch die beste.
    3. Tank schrumpfen / deformieren


    Das im PA-6 adsorbierte Ethanol wirkt als Weichmacher, wodurch das Material aufquillt und fließt. Diese Formveränderung ist nur teilweise reversibel. Man kann dies mit einem PA-6-Probestück testen; bei Gelegenheit werde ich das auch ausprobieren. Um das Ethanol aus dem PA-6 wieder zu entfernen, könnten die Tanks geleert und gut belüftet werden. Da Ethanol im PA-6 stabil bleibt, könnte die Kombination von Wärme und Vakuum diesen Prozess beschleunigen. Im besten Fall wird der Tank etwas kleiner; andernfalls bleibt nur das Ethanol im Kunststoff zurück.

    Eine zusätzliche Möglichkeit zur Rückformung wäre, den Tank beim Trocknen in seine ursprüngliche Länge zu pressen. Da das Ethanol den Kunststoff erweicht, lässt er sich in diesem Zustand leichter verformen. Für reines PA-6 liegt die Übergangstemperatur bei etwa 45 °C, und mit Ethanol in der Polymermatrix noch etwas niedriger. Um ein Überpressen zu vermeiden, wäre eine Haltevorrichtung mit passenden Abständen hilfreich, die das Material in die gewünschte Form bringt. Zum Glück kann man so einen Tank relativ leicht abdichten und damit auch ein internes Vakuum leicht anlegen.


    To Do


    PA-6 in Ethanol einlegen und die physische Veränderung dokumentieren. Anschließend im Ofen / unter Vakuum trocknen und schauen, was passiert. Wenn es nicht reversibel ist, dann im Anschluss das Gleiche unter Krafteinwirkung testen.

    Hallo,


    danke für die freundlichen und reichtlichen Antworten. Ich konnte dank euch das Problem endlich nachvollziehen und meine Sorgen wegen dem Rahmen beiseite legen.

    Im Gegensatz zu anderne, hatte ich den Tank jedoch nie ausgebaut und er war direkt nach dem Lösen der Schraube schon dermaßen verformt :(


    Ich werde mich in dem anderen Artikel auch noch einmal hierzu äußern, aber um vielleicht einen DIY Lösungsansatz zu finden, wäre es schon einmal interessant zu wissen aus welchem Material der Tank genau ist. Ich hab PVC und PA-6 gelesen, aber keine definitive Info mit Quelle finden können. Beide Materialien adsorbieren Ethanol unterschiedliche stark, was ja scheinbar das Problem ist. Ich bin nicht genau sicher, aber vielleicht bekommt man das Ethanol mit Vakuum und/oder Wärme wieder aus dem Polymer raus. Theoretisch sollte dies möglich sein. Fragt sich jedoch, ob das Geschwollene Material sich dann auch wieder zusammenzieht.

    Siehst Du am Rahmen was? Bruch stauchungen etc? Kann es nicht der Halter sein?

    Ich erkenne nichts :( Die Aufhänigung sieht aus wie original und da ist alles OK. Interessanter Weise ist passt auch die Verkleidung ...


    Ich denke eher, dass sich der Kunststofftank mit den Jahren ausgedehnt hat. So etwas wäre zumindest nicht ungewöhnlich.

    Das ist ja interessant. Das müsste man ja über den Tank nachmessen können. Falls jemand da Maße hat, werde ich das gerne mal machen.

    Servus zusammen,

    ich hatte vor etwas längerer Zeit mal einen kleinen Un(m)fall mit der LC8 990 von 2005. Mit etwa 20 bis 30 ist die Maschine weggerutscht und anschließend auf der Straße etwas gerutscht - alles halb so wild. Die Verkleidung war beschädigt, der Kühler etwas angeschliffen und der Schalthebel war abgebrochen. Alles repariert und jetzt musste ich den Tank anheben um die Benzinpumpe / Schläuchte zu überprüfen und musste feststellen, dass da was verzogen ist (siehe Bild).


    KTM-Tank-klein.jpg


    Der Tank ist viel näher am Lenker und lässt sich ohne Kraftaufwand nicht einmal mehr am Lenker vorbei bringen.

    Kann der Rahmen von einem leichten seitlichen Aufprall wirklich so frontal gestaucht sein? Hat hier jemand Erfahrung, eine Idee, was es noch sein kann, oder ein paar Rahmenmaße, die ich nachmessen kann?


    Wäre super, wenn hier jemand helfen könnte, da Rahmen richten doch recht teuer ist.