Beiträge von hakim

    Hallo,

    auf meiner 1290SA (2016) habe ich die Erstausrüsterkette von CZ nach 20tsd km runtergeworfen. Da war sie eigentlich schon überfällig, da wie bei Dir trotz untadeliger Pflege und Durchhangkontrolle sehr ungleich gelängt. Außerdem den Angaben der Bedienungsanleitung folgend schon am Verschleißmaß angelangt. Meiner Erfahrung nach sind die CZ-Erstausrüsterketten von KTM sowohl als 520er Kette (bei der 690R) wie als 525er (bei den LC8) billige Qualität und keinesfalls mit z.B. einer DID ZVM-X zu vergleichen. Bei meiner 690RallyRaid wie auch der 690Enduro R meiner Frau habe ich deshalb schon am Neufahrzeug(!) die 520CZ demontiert und in den Müll geworfen. Bei der 1290SA wollte ich der 525CZ mal ´ne Chance geben, leider nur um bestätigt zu finden, daß sich nichts gebessert hat.

    Hakim

    Hallo Tom,

    da gebe ich dir Recht, danke für deinen Hinweis!

    Na, dann ist es ja im Sinne einer allgemein gültigen Anleitung am Besten, grundsätzlich das Vorderrad gegen eine Wand zu blockieren.

    Hier also nochmal ergänzt - für wen es hilfreich ist:


    1. Achse durchstecken und Achsmutter handfest anziehen

    2. Achsklemmschrauben des in Fahrtrichtung rechten Gabelholms provisorisch anziehen um die Achse zu halten

    3. Hauptachsmutter mit Drehmoment anziehen

    4. Achsklemmschrauben rechts wieder lösen

    5. Achsklemmschrauben des in Fahrtrichtung linken Gabelholms gleichmässig mit Drehmoment anziehen

    6. Motorrad vom Ständer nehmen und Bremse aufpumpen

    7. Vorderrad gegen z.B. eine Wand blockieren und Gabel mehrfach soweit möglich eintauchen lassen

    8. Achsklemmschrauben des in Fahrtrichtung rechten Gabelholms gleichmässig mit Drehmoment anziehen.


    Hakim

    Hallo,

    wie Olli schrieb: unbedingt und umgehend reklamieren - diese unfachliche Vernietung ist ein Sicherheitsrisiko!! Der Kopf des Hohlniets muß exakt und gleichmäßig aufgespreizt und nicht breit geklopft werden wie bei einem Vollniet, sonst hält das nicht zuverlässig. Für Ketten mit Hohlnieten wie bei der genannten DID gibt es passendes Werkzeug für ein sicheres, dosiertes Vernieten. Dann wird auch kein X-Ring beschädigt wie in deinem Fall. Ich kann für Hohlnietketten den Kettennieter KTW 2.5 von Kellermann empfehlen - gibt es für rund 120 Euro z.B. bei LOUIS.

    Hakim

    Hallo Tom,

    ich möchte deine gute Anleitung durch das parallele Ausrichten der Gabelholme erweitern wie folgt:

    1. Achse durchstecken und Achsmutter handfest anziehen

    2. Achsklemmschrauben des in Fahrtrichtung rechten Gabelholms provisorisch anziehen um die Achse zu halten

    3. Hauptachsmutter mit Drehmoment anziehen

    4. Achsklemmschrauben rechts wieder lösen

    5. Achsklemmschrauben des in Fahrtrichtung linken Gabelholms gleichmässig mit Drehmoment anziehen.

    6. Motorrad vom Ständer nehmen und Bremse aufpumpen

    7. Gabel mehrfach soweit möglich eintauchen lassen

    8. Achsklemmschrauben des in Fahrtrichtung rechten Gabelholms gleichmässig mit Drehmoment anziehen.

    Fertig!

    Mit etwas Übung geht einem dieses Prozedere in Fleisch und Blut über. Wichtig ist dabei, daß beim Eintauchen der Gabel die rechte, noch offene Gabelfaust auf der Achse gleiten und sich ausrichten kann. Man kann nötigenfalls die Gabelfaust leicht aufspreizen, z.B. mit einem eingeschobenen Schraubendreher.

    Hakim

    ...Gehe mal stark davon aus, dass die Felge beim Händler zentriert wurde und auch das LKL passt (stelle selbst kein Spiel fest).

    Hallo,

    Du hast oben geschrieben, Du hättest auf Garantie eine neue Felge bekommen. Wenn dem so ist, wird die Händlerwerkstatt die einfach eingebaut haben, ohne nochmals die gute Zentrierung zu prüfen. Frag´ einfach mal nach. Wobei ich leider weiß, daß die Motorradmechaniker, die überhaupt noch Speichenräder zentrieren können, am Aussterben sind. Dafür heißen sie neuerdings Mechatroniker. :Daumen runter:

    KTM hat seit Jahren Probleme mit schlecht zentrierten 19"-Vorderradfelgen. Reklamierst Du das, wird gegen eine neue getauscht - und mit etwas Pech ist die genauso schlecht zentriert. Stell´ einfach sicher, daß Deine jetztige Felge gut ist, vorher sind alle Reifenwechselüberlegungen verfrüht. Bis 1,5mm Toleranz sind viel zuviel. Mit ein paar Handgriffen auf einem einfachen Zentrierständer bekommt man die auf 0,1 bis 0,2mm zentriert, selbst als Ungeübter. Nur der Roboter im Werk schafft das nicht...aber man kann ja auch einfach die Toleranz großzügiger bemessen, oder?

    Hakim

    Hab zur Zeit den Anakee Wild drauf. Im Nassen wesentlich besser als TKC80 und im Gelände auch.

    Hallo,

    das kann ich so bestätigen - der TKC80 ist einfach veraltet, nicht zuletzt von der Gummimischung her gesehen. Mit dem WILD hatte ich jederzeit ein sicheres Fahrgefühl. Wobei man ihn nicht unnötig hart aufpumpen sollte. Selbst mit Gepäck bin ich ihn im Alpenpässe/Schotter-Mix maximal mit 1,8bar gefahren.

    Hakim

    Und dann vergisst man mal den Kippschalter "ein zu schalten" und in weiterer Folge nascht dir ganz gepflegt ein Auto hinten drauf, weil dein Bremslicht ja dann auch nicht funktioniert hat :nein:


    Nicht immer ist weniger auch mehr :zwinker:

    Hallo,

    ich kann Dich beruhigen! Bei meiner 690R handelt es sich um die Sicherung 6 für Fernlicht, Abblendlicht, Rücklicht und Kennzeichenbeleuchtung. An deren Ausgang habe ich meinen Cockpitschalter eingeschleift. Bremslicht, Blinker und auch die Hupe laufen über Sicherung 10 und sind somit immer funktionsfähig.

    Ich mache diesen Umbau grundsätzlich bei allen meinen Motorrädern, sofern technisch halbwegs einfach möglich. Bei meiner 990Adventure konnte ich die rechte Schalterarmatur komplett gegen eine von den ersten 990er Modellen mit Lichtschalter tauschen, das war einfach Plug+Play. Denn hier wurde die Dauerlichtschaltung lediglich durch eine einfache Brückung an der armaturseitigen Steckverbindung realisiert. Das sollte ebenso für andere 990er Modelle möglich sein.

    Meine 1290SuperAdventure hatte keinen Umbau nötig, denn die steht im Menü auf Tagfahrlicht(TFL). Wobei ich erfreut festgestellt habe, daß hierbei sinnvollerweise auch das Rücklicht mitleuchtet. Ganz im Gegensatz zu vielen Pkw mit serienmäßigem TFL, bei denen die Rücklichter eben nicht mitleuchten. Erschreckend, wie viele sich dann im Nebel gedankenlos auf ihre Lichtautomatik verlassen und nicht merken, daß sie immer noch ohne Abblend- und Rücklicht unterwegs sind.

    Hakim

    Hallo,

    ich bevorzuge einfache Lösungen. Um die Beleuchtung meiner 690 Enduro R (2014) abschalten zu können, habe ich schlicht einen Minischalter in die Seite der Cockpitverkleidung gesetzt. Die komplette Beleuchtung - Front wie Heck - läuft nämlich über eine einzige Sicherung. Leitung am Sicherungsausgang getrennt und nach vorne bis zum Minischalter am Cockpit verlängert. Nutze ich zur Batterieschonung beim ersten Starten sowie um unbemerkt bei der Zeltplatzsuche am Berg zu verschwinden. Kleine Kippschalter (on/off) in guter Qualität und mit ausreichender Belastbarkeit gibt es im Elektronikzubehör, mit Gummischutzkappe.

    Hakim

    Hallo,

    diese OXFORD-Heizgriffe sollten laut Montageanleitung nicht an Zündungsplus (ACC2), sondern an Dauerplus (ACC1) angeschlossen werden. Ich weiß, traditionell geht man an Zündungsplus, damit die Batterie nicht leergezogen wird, wenn man das Abschalten der Griffe vergißt. Aber diese OXFORDs haben eine intelligente Steuerung, welche anhand der auf Ruhespannung absinkenden Bordspannung feststellt, daß der Motor abgestellt wurde. Nach etwa 2 Minuten weiterem Heizbetrieb geht die Steuerung für nochmals 5 Minuten in Standby (LED blinkt, Heizleistung Null), um sich erst dann komplett abzuschalten. Der Vorteil: Du machst eine kurze Pause zum Tanken, Karte lesen oder mußt einen Moment auf den Kumpel warten... , stellst den Motor ab und machst die Zündung aus. Du fährst wieder los, die OXFORD-Heizgriffe waren so lange in Standby ohne nennenswert Strom zu ziehen und nehmen automatisch mit Anlaufen des Generators ihre Arbeit in derselben Einstellung auf wie zuvor. Konventionell über Zündungsplus angesteuerte Heizgriffe muß man dagegen nach jeder kurzen Pause wieder einschalten und ggfls.die Heizstufe neu anwählen.

    Ich selbst habe an vier Motorrädern diese OXFORDs an Dauerplus hängen und kann bestätigen, daß diese intelligente Steuerelektronik einwandfrei funktioniert. Dafür betreibe ich an ACC2 mein Garmin-GPS - das schaltet sich ja nach dem Tanken automatisch wieder zu, sowie ich den Motor starte.

    Warum einen Vorteil verschenken? Ich kann Dir guten Gewissens raten, die OXFORDs umzuhängen auf ACC1.

    Hakim

    Hallo,

    bei der Tieferlegung aus o.a. Link sehe ich nur ein orange unterlegtes Ausrufezeichen aber kein rotes. Das heißt also "ABE in Vorbereitung", aber bedeutet keine Einschränkung für Sozius/Gepäckbetrieb. Trotzdem sollte man die Tieferlegung über den Austausch des Federbein-Umlenkhebels plus Durchstecken der Gabel auf ein Minimum beschränken, zugunsten eines guten Fahrverhaltens. Vor einem Umbau würde ich erst einmal hinten den dynamischen Durchhang auf mein Gewicht anpassen, die Werte sollten auch bei der ´19er Enduro in der Bedienungsanleitung stehen. Das kann schon reichen, denn ab Werk ist dieser Durchhang für kleinere/leichtere Fahrer zu gering eingestellt, und das Heck sinkt beim Aufsitzen zu wenig ein. Man hat dann auch zu wenig Negativfederweg, was sich vor allem offroad durchaus negativ auswirkt. Wenn danach die Maschine beim Einlenken etwas störrisch wirkt, kann man die Gabel etwas durchstecken. Wobei hier jeder Millimeter bereits spürbar wird, also bitte erst einmal nur um 4-5mm. Die o.a. 3cm sind heftig. Ich frage mich, ob da beim vollen Einfedern der Vorderreifen noch freigängig zu Fender und Kühler bleibt.

    Hakim

    Nun, wenn das stimmen würde, hätte ich eine 2019er. Bei mir steht an beschriebener Stelle nämlich ein „J“, wurde aber im Februar 2018 gebaut und im März 2018 geliefert...

    Nochmal nachgezählt - wenn 2010 ein „A“ war, dann sollte das „J“ sogar 2020 sein, oder gehen meine Finger falsch?

    Hallo,

    also 2010 war definitiv A. Ich habe gerade recherchieren können, daß ein "I" in einer VIN grundsätzlich nicht erlaubt ist, vielleicht wegen Verwechselungsgefahr mit einer "1"? OK, dann Modelljahr 2018 = J, 2019 = K usw.

    Hakim

    Hallo,

    schau´ Dir die VIN an. Zuerst kommen einige Buchstaben, dann einige Ziffern. Dann wieder Buchstaben, der Erste ist ein "I" beim Modell 2018. Die Logik dahinter: ab 2010 hat KTM von Ziffern für das Modelljahr umgestellt auf Buchstaben. Das Modelljahr 2010 war A, dann einfach weiter abzählen. Meine 2016er ist demnach G.

    Hakim

    KTM liefert wohl keine neue Felge, also wird die vorhandene Felge durch neues Einspeichen gerichtet.

    ...

    Hallo,

    Marie hat es inzwischen bereits geschrieben...

    Wenn ich Dich richtig intepretiere, dann wird nicht neu eingespeicht werden, sondern lediglich der Reifen von der Felge gezogen und diese nachzentriert. In der Regel ist das auch erfolgreich und dauert vielleicht eine Stunde inklusive aller Demontage-/Montagearbeiten. Sofern die Händlerwerkstatt das selbst zu machen in der Lage ist... Sollte das der Fall sein, würde ich nochmal nachhaken, ob es nicht doch noch gemacht werden kann vor den Feiertagen. Wenn die natürlich das Rad zum Zentrieren weggeben müssen, weil heutzutage - das ist Fakt - keiner mehr das Einspeichen und Zentrieren in der Berufsschule mehr beigebracht bekommt, dann dauert es.

    Hakim

    Hallo,

    Serienhupe angeschlossen(!) lassen und dort nur den Steuerstrom für´s Relais der Zusatzhupe(n) abzweigen. Dann sollte die Last für das Steuergerät weiterhin stimmen und keine Fehlermeldung auftreten.

    Hakim

    Hallo,

    ich hatte auch zunächst Probleme mit den Griffen (1290SA 2006, serienmäßig mit den recht dünnen KTM-Heizgriffen). Der wulstige, äußere Griffrand drückte mir vor allem an der rechten Hand bald unangenehm in die Handkante rein. Erst Grip-Puppies montiert. Schon besser, allerdings für mich etwas dick. Letztendlich war die Ursache für den unangenehmen Druck an der Handkante die für mich zu starke Kröpfung des Serienlenkers. Nach Umrüstung auf den weniger gekröpften Serienlenker der 690 DukeR aus 2013 (Teile-Nr. 7600210100033S) konnte ich auch die Grip-Puppies wieder entfernen und habe ein gutes, direktes und druckstellenfreies Griffgefühl mit den Seriengriffen.

    Hakim

    Hallo,

    nach Abziehen des Sicherungsclips wirst Du den Bolzen der Soziusraste mit Durchschlag und Hammer rausschlagen müssen - der sitzt sehr fest! Schau´ Dir beim Demontieren genau die Position der beiden dünnen Bleche innerhalb der Rastenaufnahme an. Diese haben je eine Bohrung, in welche eine kleine Kugel einrastet, wenn man die Raste hochklappt. Diese Bohrungen sind halbrund ausgeformt für die Aufnahme der Kugel - also nicht spiegelverkehrt einbauen. Wenn MFW inzwischen nichts geändert hat, dann paßt bei der Montage der neuen Rasten evtl. nur noch eines dieser Bleche rein, was aber für die Funktion ausreicht. Federn und Kügelchen werden von MFW separat mitgeliefert, beim Auspacken nicht verlieren! Die Federchen beim Einsetzen mit wasserfestem Fett, Keramikpaste o.Ä. bestreichen gegen Korrosion. Den Bolzen verwendest Du wieder, er muß bündig eingeschlagen werden, damit der Sicherungsclip montiert werden kann. Ich weiß nicht, wo genau Du diese Rasten gekauft hast. Aber wenn Du mal Ersatzteile brauchen solltest, es gibt alles einzeln direkt bei MFW zu kaufen. Z.B. die Gummiauflagen, die mit der Zeit verschleißen. Einfach anrufen bei MFW in Teningen unter 07663-9148865, ich war sehr zufrieden mit dem Service.

    Hakim

    Hallo,

    einen eventuellen Höhenschlag des Rades kannst Du leicht selbst feststellen. Vorderrad entlasten. Dann einen langen Schraubendreher oder Ähnliches quer über dem Reifen an einem Gabelholm anlegen und das Rad von Hand drehen. Bleibt der Abstand zwischen Profilmitte und Lineal nahezu gleich? Läuft die Profilmitte tatsächlich immer auch mittig durch? Einen Höhenschlag kann man nicht auswuchten! Entweder sitzt der Reifen nicht richtig auf der Felge (Montagefehler), oder der Reifen hat selbst einen Höhenschlag (Fabrikationsfehler), oder der Reifen ist OK aber die Felge hat einen Höhenschlag. Diesen Felgenmangel kann man feststellen, wenn man z.B. den Schraubendreher etwas tiefer ansetzt und gegen den oberen Rand des Felgenhorns peilt. Sollte keinerlei Höhenschlag feststellbar sein, dann den Reifen auf der Montiermaschine beidseitig von der Felge lösen und etwas weiter drehen. Die Farbmarkierung kennzeichnet die leichteste Stelle des Reifens und sollte beim Ventil liegen. Nur als Beispiel: Felgenhöhenschläge gab es reihenweise ab Werk bei den 19"-Vorderradfelgen der 1290 SuperAdventure. Und für Reifenhöhenschläge durch Fabrikationsfehler ist u.a. der Pirelli MT90 in 90/90R21 bekannt... Der K60 ist ja recht steif und schwer - wird keinerlei Höhenschlag festgestellt, dann bringt wohl ein Neupositionieren des Reifens am ehesten Erfolg und weniger Wuchtgewicht. Nebenbei: bei statisch gewuchteten Rädern müssen die Wuchtgewichte links und rechts am Felgenrand gleich schwer aufgeklebt werden! Bei dynamischem Wuchten ist das anders, aber bei einer so schmalen Motorradfelge ist das unüblich. Da wurde wohl nicht sorgfältig gearbeitet, oder Du hast ein Gewicht verloren...

    Hakim