Beiträge von hakim

    Hallo,

    zu Anfang - also ab der 950er Adventure aus 2003 - waren keine Beilagscheiben unter den Muttern für die vier Stehbolzen der Zylinderkopfverschraubung. Dafür war ein Anzugsdrehmoment vorgegeben von ursprünglich 25Nm in Stufe 1 und 43Nm in Stufe 2, und das ungeölt. Nachdem Probleme mit sich allmählich lösenden Verschraubungen auftauchten, wurde das in der Serie abgeändert wie folgt: Beilagscheiben dazu, alles eingeölt(!), Anzug wie bisher mit 25Nm in Stufe 1 aber nur noch 38Nm in Stufe 2. Die Abweichung im vorgegebenen Anzugsdrehmoment - nur 23/34Nm - bei der einen äußeren Mutter, an welche man mit normaler Nuß + Drehmomentschlüssel nicht rankommt - ergibt sich aus der Hebelverlängerung des Drehmomentschlüssels mittels des KTM-Spezialwerkzeugs. Im Endeffekt liegt dann das echte, aufgebrachte Anzugsdrehmoment doch wieder bei 38Nm, wie bei den anderen Muttern auch. Mit viel Gefühl im Ellbogen kann man sich hier so tatsächlich auch mit einem einfachen Maul-/Ringschlüssel behelfen...

    Was mich jedoch sehr wundert, ist daß Deine 2008er Adventure ohne diese Beilagscheiben sein soll. Denn KTM hat das Problem recht früh entdeckt, es gab jedenfalls eine TI zur verpflichtenden, nachträglichen Umrüstung an allen Motoren, die noch ohne diese Beilagscheiben ausgeliefert worden waren. Hat man sich das bei deiner Maschine eventuell gespart?

    Hakim

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    Hallo,

    ich weiß nicht, ob HOLAN (Polen) hier schon erwähnt wurde:

    https://holan.pl/en/137-105011901290-adv-r

    Ich habe an meiner 1290SuperAdventure das PRO pannier system 2x38Ltr mit Ausschnitt am rechten Koffer speziell für meinen REMUS-Schalldämpfer. Das verringert die Baubreite (rund 95cm), ist symmetrisch und man verliert etwas weniger Volumen als mit dem größeren Ausschnitt für den Serien-Topf. Weiterer Vorteil: die Verschlüsse sind so gefertigt, daß man entweder den Deckel aufklappen (nach vorne oder hinten), oder ganz abnehmen kann. Kleine Minuspunkte: diese REMUS-Version gibt es nur in Alu natur zusammen mit einem pulverbeschichteten Träger (kein VA). Innen gibt es keine Auskleidung gegen Abrieb (einfach Folie einkleben), und die Schlösser gehen extra (kann man montiert bestellen). Berücksichtigen muß man auch, daß der Kofferträger sich nach unten an den Soziusrasten abstützt. Die Serienbolzen der Rasten werden durch eine längere Schraube ersetzt. Das ist sehr stabil - allerdings nicht kompatibel mit einer eventuellen Tieferlegung der Rastenaufnahmen. Die Lieferzeit betrug bei mir wie angekündigt rund 3 Wochen, Abwicklung bestens.

    Hakim

    Hallo,

    interessante Liste, da scheint man sich zumindest Mühe gegeben zu haben... Zunächst zu meinem obigen Vorschlag einer Druckverlustprüfung: da eine Kompressionsprüfung bestanden wurde, sind die Kolbenringe wohl i.O. Trotzdem: das viele Öl in der Airbox hat eine Ursache. Banalerweise zuviel Motoröl eingefüllt - besser immer unter MAX bleiben. Oder ein Defekt in der Motorentlüftung. Gab es da nicht mal Ventildeckel mit unvollständiger Bohrung für den Entlüftungsschlauch (Modelljahr weiß ich nicht mehr)?

    Aber das erscheint jetzt nebensächlich, und ich würde mich nun auch auf die Elektronik konzentrieren. Wie Linsi schrieb: Fehler in der Kommunikation der Steuerkomponenten? Die bisher geschilderte Symptomatik wäre ohne Weiteres erklärbar durch einen versteckten Kabelbruch. Gemeint ist ein Bruch in der Kupferseele, bei intakter Isolierung. Das würde einen Übergangswiderstand erzeugen, der aber nicht gleichmäßig ist, sondern variiert. So würden die Signalspannungen mal mehr, mal weniger verfälscht werden. Sehr schwer sowas gezielt ausfindig zu machen! Manchmal ist auch nur ein Pin in einem Stecker verrutscht und gibt einen Fehlkontakt - aber man kann davon ausgehen, daß das bereits an allen relevanten Steckverbindungen untersucht wurde.

    Meine Fragen an Dich: Weißt Du Näheres, warum der Kabelbaum so verbastelt und schlecht verlegt wurde? ...und was genau war am Kabel zur Kraftstoffpumpe defekt, daß es instandgesetzt werden mußte? Wenn hier ein Kabelbruch war, kann das auch noch woanders leicht der Fall sein. Dann wäre der Komplettaustausch des Kabelbaums zu überlegen. Neu 625 Euro, kann man gut Stecker für Stecker selbst umbauen. Oder gebraucht mit Risiko ab rund 100 Euro.

    Hakim

    PS: Deine Supermoto sollte - um eine ordentliche Meßgrundlage zu bekommen - komplett(!) in den Serienzustand versetzt sein für eventuelle, weitere Untersuchungen an der Elektrik/Elektronik. Also Serienmap(ungedrosselt), Serienauspuff, Serienairbox mit sauberem Papierfilter, Lambdasonde aktiv, SLS aktiv, dazu vollgeladene Batterie, saubere Zündkerze, frischer Sprit usw. Und wenn die Motorentlüftung tatsächlich zuviel Öl einbringt (Test mit Papiertaschentuch), dann zieh´ den Schlauch vorübergehend von der Airbox ab und verschließe deren Stutzen. Um auch dieses Nebenproblem mal außen vor zu halten soweit möglich.

    Hallo,

    ja, etwas Blowby ist normal. Sind Kolbenringe verschlissen/gebrochen, gelangt zum einen nicht abgestreiftes Öl direkt in den Brennraum. Es wird dort mitverbrannt, d.h. es wird mehr Energie entwickelt. Das würde ich als fettere Verbrennung bezeichnen. Das kann dann im Extremfall sogar dazu führen - wenn schlagartig das Öl aus dem Kurbelraum angesaugt wird, daß der Motor "durchgeht".

    Zweitens wird bei einem Kolbenringschaden die Luft in der Kurbelgehäuseentlüftung nicht nur mit mehr Öltröpfchen angereichert, sondern auch mit unverbranntem Gemisch. Alles zusammen gelangt auf die Reinseite des Luftfilters und von dort direkt in den Ansaugstutzen. Auch das würde ich als Anfetten bezeichnen. Daß ein Teil der Öltröpfchen daneben landet und sich am Boden der Airbox sammelt, ist klar. Aber es ist ja geradezu Sinn und Zweck der "geschlossenen" Kurbelgehäuseentlüftung, diese mit Öl und ggfls. Kraftstoff angereicherte Luft wieder der Verbrennung zuzuführen.

    Hakim

    UPDATE:


    habe heraus gefunden, dass wenn ich die hand vor den luftfilter schnorchel halte und eingesaugte luft mit der hand reguliere, dass das problem weg ist ... heist meine hand macht eigentlich die arbeit der Drosselklappe... kann man dadurch das Problem noch weiter eingrenzen?


    Außerdem habe ich öl im Luftifilterkasten gefunden ... denke kommt von fehlfunktion der Drosselklappe ...

    Hallo,

    vorweg: eine Ferndiagnose an Deiner offenbar sehr hergenommenen und verbastelten SM zu machen ist ziemlich aussichtslos. Ebenso Dein zu ungezieltes Diagnostizieren - was letztendlich verständlich ist und kein Vorwurf sein soll. Schade, daß die bisherigen Werkstätten nicht erfolgreich waren, warum auch immer. Man kann bei einem solchen Problem an einer verbastelten Maschine selbst als Fachmann unsinnig viel Zeit versenken und hört irgendwann auf, weil man das dem Kunden kaum mehr nachvollziehbar in Rechnung stellen kann.

    Trotzdem, ich versuche mal ganz einfach zu denken:

    1.Mit der Hand vorm Schnorchel kommt weniger Luft zur Einspritzung, das Problem ist weg. Schlußfolgerung: der Motor läuft grundsätzlich zu mager. Folgen: instabiler Leerlauf, Motor kann ausgehen.

    2.Öl im Luftfilterkasten - wie Du später noch schreibst, sogar recht viel. Schlußfolgerung: erheblicher Blowby, meist bedingt durch defekte Kolbenringe. Unter Last - also in Fahrt bei geöffnetem Gasgriff - wird vermehrt Motoröl in die Motorentlüftung mitgerissen und von da in die Ansaugluft. Jetzt läuft der Motor zu fett. Folge: Beschleunigung wird zäh. Bei Deiner unter 1.genannten Prüfung bei stehendem Motorrad wirkt sich dieses Phänomen nur wenig aus, weil der Motor nicht belastet wird.

    Worauf ich hinaus will: Mechanik vor Elektronik! Im Klartext: sollte tatsächlich ein Kolbenschaden vorliegen und viel Öl in die Airbox eingebracht werden, ist alles herumdoktern an der Einspritzelektronik vergebene Liebesmüh´! Ich vermute zwar stark, daß Deine Supermoto mehr als nur eine Baustelle hat und man schon noch mal auf die Elektronik schauen muß. Trotzdem wäre aufgrund Deiner Beschreibungen das allererste, sich per Druckverlustprüfung zu vergewissern, ob auf der mechanischen Seite alles i.O. ist oder nicht.

    Hat eine der Werkstätten diese Prüfung gemacht?

    Hakim

    Hallo,

    bitte kein Topcase draufschrauben! PERUN macht zwar keine Angaben zur maximalen Beladung. Aber vergleichbare Racks wie z.B. von RallyRaid(UK) oder Touratech begrenzen die Gepäcklast auf 2,5kg! Viel mehr würde ich auch nicht draufpacken, weil die eigentliche Gepäckplatte - also der hintere Teil - freischwebend ist bzw. nur lose auf dem Heckfender aufliegt. Kommt die Platte mit zuviel Gepäck drauf ins Wippen, zieht es die vorderen zwei der vier Gewindehülsen aus dem Tankplastik raus. Ich habe schon Fotos davon gesehen, leicht zu reparieren ist das auch nicht. Einen schweren Kanister à la Rotopax würde ich also nie direkt darauf befestigen wollen, obwohl PERUN das so auf einem Foto zeigt. Was gut geht ist die Verwendung von Softgepäck, dessen Gewicht mehr aufgenommen wird vom vorderen Teil des Gepäckträgers bis hin zum hinteren Teil der Sitzbank. Mit meinem hufeisenförmigen HEMISPHERE-Saddlebag (45Ltr) und zusätzlich verschnalltem Zelt hatte ich nie Probleme mit den Heck meiner 690RR. Größere Gewichte weiter hinten nur mit zusätzlichen Softtaschenträgern, welche sich bei den Soziusrasten abstützen.

    Angehängt als Beispiel die Links zur Gepäckplatte von RallyRaid(UK) mit max.2,5kg, und zum damit kombinierbaren Softgepäckträger.

    Hakim

    http://www.rally-raidproducts.…/ktm-690-enduro-rear-rack

    http://www.rally-raidproducts.…ack-kriega-wolfman-coyote

    Hallo,

    wenn Du die Zündung der 1290SuperAdventure einschaltest, erscheint ganz kurz im linken Display ein Fenster. Darin steht, wann der nächste Service fällig ist. Dieser ist weg- und zeitabhängig.

    Zur Einstellung des Service-Intervalls Zündung ausschalten, dann am Lenkerschalter für das Menü:

    - up+down gleichzeitig drücken und halten,

    - weiter halten und Zündung einschalten,

    - weiter halten, das Display läuft durch´s Menü,

    - Settings/Einstellungen wird erreicht,

    - und springt automatisch auf "next service".

    - up+down loslassen,

    - mit "Set"-Knopf kann jetzt bei Bedarf die Fälligkeit des nächsten Service korrigiert werden.

    Hakim

    Hallo,

    B hat eine stärkere Kröpfung als A. Der von mir montierte Lenker der 690DukeR entspricht A, ist also gerader als der Serienlenker der 1290SA. Ich bin von den Enduros her einen recht geraden Lenker gewohnt, Lenker nah bei mir, Oberkörper etwas nach vorne, Ellbogen breit. Die typische Sportenduro- oder auch Supermotohaltung. Mit dem Serienlenker der SA mußte ich die Handgelenke zu stark abwinkeln. Überprüfe mal, wie bei Deiner SA die Lenkerböcke montiert sind. Drehe diese ggfls so, daß der Lenker näher zu Dir kommt. Probleme hatte ich außerdem mit den sehr dünnen, serienmäßigen KTM-Heizgriffen. Auch das könnte Dein Daumengelenk zu sehr beanspruchen. Ich habe einfach Grip-Puppies drübergezogen, für entspanntere Hände durch den größeren Griffdurchmesser und den weicheren Gummi. Die Griffheizung braucht etwas länger, bis sie durchschlägt, aber sie funktioniert spürbar.

    https://www.ebay.de/itm/Grip-Puppies-ideale-Erganzung-alle-Motorrader-Ergonomie-Komfortgriffe-/121353651903

    Speziell bei Problemen an der Kupplungshand würde ich auch an eine für Dich ungünstige Einstellung und/oder Form des Kupplungshebels denken. Schon diese Grip Puppies ändern die Handhaltung. Ich habe aber dazu auch andere Handhebel montiert. Denk dran: an ergonomische Änderungen muß man sich rantasten, also immer nur ein Ding ändern und testen.

    Ich denke jedenfalls nicht, daß eine noch stärkere Lenkerkröpfung Deinem Daumengelenk helfen wird. Außerdem würde das m.E. die Kontrolle des Motorrads über den Lenker verschlechtern (Chopperfeeling). Setz´ Dich beim Händler doch wirklich mal für ein paar Minuten auf eine 690DukeR, oder ersatzweise auch auf eine 950/990ADV oder ´ne alte LC4. Die haben alle geradere Lenkstangen als 1190/1290.

    Hakim

    Hallo,
    meine 1290SA (´16) habe ich wegen der unangenehm starken Kröpfung umgerüstet auf den Lenker der 690Duke R. Ist wesentlich angenehmer. Und da darauf sichtbar eine KTM-Teilenummer aufgebracht ist, verzichte ich auf eine extra Abnahme beim TÜV (Zubehörlenker sind eintragungspflichtig). Deine 1290ADV-S hat zwar der Nummer nach einen anderen Lenker als meine 1290SA, aber vielleicht schaust Dir beim Händler einfach mal eine 690Duke R von einem Kunden an. Denn das theoretische Vergleichen von Abmaßen hat zumindest mir selbst nicht viel weitergeholfen... Die Teilenummer des schwarzen Lenkers lautet 7600210100033S, verbaut nur auf der 690Duke R(!), nicht auf der normalen Duke, zwischen 2013 bis einschließlich 2017. Und die TT-Lenkererhöhung für die 1190ADV ist laut meiner ABE auch gültig für die 1290SA ab ´15. Einfach mal bei TT nachfragen, ob diese ABE mittlerweile erweitert wurde auf die 1290SA ab 2017.


    Hakim
    PS: Habe mich vor einiger Zeit mal vorgestellt unter [Vorstellung] Hallo Leute!

    Da ich echt gern im Gelände unterwegs bin habe ich die USD Gabel vorn und den Dämpfer hinten mithilfe des Handbuchs bei jeder Einstellung auf 15 Klicks im Uhrzeigersinn eingestellt ( Sport ).
    Standartmäßig ( vom Händler ) waren 10 Klicks eingestellt.


    Hallo,


    kann es sein, daß Du die Anleitung falsch verstanden hast? Dort steht jeweils: "Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Dämpfung, drehen gegen den Uhrzeigersinn verringert die Dämpfung." Zur Einstellung der Dämpfung also erst im Uhrzeigersinn ganz zudrehen, dann für z.B. "SPORT" 10 Klicks gegen den Uhrzeigersinn öffnen. Je mehr Klicks, desto weicher die Dämpfung. Das gilt in gleicher Weise für alle Dämpfungseinstellungen am Fahrwerk Deiner 690er Enduro. Das Federbein ist nicht ganz einfach abzustimmen, weil Du zum einen an Deiner 690er nur noch serienmäßige 250mm Federweg zur Verfügung hast (frühere R-Modelle hatten 275mm). Und zum anderen, weil Du hier am Federbein Highspeed- und Lowspeed-Druckstufendämpfung getrennt einstellen mußt. Dabei überschneidet sich deren Wirkung allerdings. Es geht hierbei nicht um Deinen gefahrenen Speed, sondern um die Einfedergeschwindigkeit am Hinterrad - also harte, schnelle Stöße fallen in den Bereich der Highspeed-Dämpfung, während langezogene Bodenwellen mehr die Lowspeed-Dämpfung fordern. Ein fertiges Setup für Deinen Einsatzzweck kann ich Dir leider nicht nennen - ich fahre meine 690RR nur im Endurowanderbetrieb.
    Hakim