Der Punkt ist, z.B. deine BMW R1100GS war einmal dieses Höchstpreismaterial als sie neu auf den Markt kam. Sie hat die neue Motorradklasse der Riesenenduros erschaffen, heute fährst du sie als alte Gebrauchte weil es eben kein Decatlon/Aldi/etc. Material war.
Mag sein. Das Billigmoped schlechthin, eine Honda CB500, hielt im Test der Moto Revue 300000km durch.
https://www.lamotoclassic.com/…00?utm_source=chatgpt.com
Davon können viele GS ohne grundlegende und teure Reparaturen nur träumen. Gerade die 1100er halten motormäßig zwar ewig, aber Getriebe, Endantrieb, Kupplung, etc. sind "anfällig" und nur sehr teuer zu reparieren, falls man sich gar nicht selbst helfen kann.
Beispiel Kupplungstausch (Quelle: https://boxerdoc.com/nehmerzylinder-bmw-r-modellen/):
pasted-from-clipboard.png
Macht richtig Spaß!
Bei den ABS-Modellen gehts dann nahtlos weiter: ABS kaputt? >1000€ für eine Pfuschreparatur bei einem bekannten Elektronik"spezialisten". Nur Ausbau und Austragung hilft. Bei den 1200ern aufwärts wirds dann auch immer wilder.
Was ich damit sagen will? Billig ist nicht immer schlecht und teuer nicht immer gut; teurer ist auch nicht immer besser als "nicht ganz so teuer" und manches ist einfach nur "überteuert".
Wichtig find ich einfach genau die beste Schnittmenge zu finden. Ist doch in allen Bereichen so. Komplett OT: HiFi. Was da an Kohle rausgeschoben wird, das kann man sich gar nicht vorstellen. Dabei kann man guten (und auch richtig guten) Ton für solch einen schmalen Kurs bekommen ...
Kurz, Billigzelte halten nicht lange, Mittelklassezelte halten für die meisten lange genug, hochpreisige Qualitätszelte halten am längsten.
Ich denke hier im Thema geht es hauptsächlich um Reisen im Umfang eines "normalen Urlaubs". Jedes "teure" Zelt aus dem Decathlon macht das locker für 10 Jahre mit. Für den Preis eines >1000€ Zeltes kann man sich dann fast 10 davon kaufen.
Natürlich hast Du damit Recht, dass wenn man ins Extrem geht auch tief in die Tasche greifen muss, aber das ist doch bei fast niemandem der Fall. Wie andere auch schon meinten: Beim Zelt kann man sparen, bei Schlafsack und Isomatte eher nicht.
Wohl nur ganz wenige hier im Forum können eine KTM bewegen wie Chris Birch, dürfen dann alle die das nicht können/machen keine KTM kaufen und müssen daher die billigsten Moppeds am Markt kaufen?
KTM sind doch mit die billigstem am Markt.
Mal im Ernst: Das war doch überhaupt nicht meine Aussage. Ich werd nur nicht gern "abgezockt" und wenn ich sehe wie in manchen Bereichen, beispielsweise Camping, die Preise für alles Mögliche ins Absurde getrieben werden und das bei meist sinkender Qualität, dann suche ich mir Alternativen.
Wie viele Nutzermeinungen und Bewertungen zu allen möglichen Produkten, die schon ewig am Markt sind, kennt ihr denn, die ungefähr so lauten: "Hatte das Vorgängermodell 20 Jahre lang. Super Qualität. Nie ein Problem. Das aktuelle Modell war nach kurzer Zeit defekt."? Es sind so unfassbar viele, dass es mir schwer fällt, den Überblick zu behalten, was denn nicht einfach nur in der Herstellung verbilligt und gleichzeitig mit Hilfe von viel Marketing hinsichtlich des Verkaufspreises verteuert wurde.
Richtig interessant wird es dann, wenn China-Dropshippingzeug als "deutsche Qualitätsware" angepriesen wird. Immerhin sind viele Dinge dann TÜV-geprüft und mit ABE.
Hatte gestern erst nach Brems- und Kupplungshebel für einen Kollegen gesucht:
Raximo: 119€, mit ABE
Aliexpress: 12,59€ ohne ABE
Das ist einfach 100% die selbe Ware und selbst bei 12,59€ macht da noch irgendwer Gewinn. Finds halt irsinnig, dass man für knapp den 10-fachen Preis eben nicht "bessere Qualität", sondern nur einen Stempel extra bekommt.
Nur in Bezug auf die Mopeds: Im Mittelklassendurobereich (XT600, DR650, XR600, DRZ400) sind über mittlerweile 20 Jahre fast keine neuen Modelle auf den Markt kamen und es keinen guten Gebrachtmarkt mehr gibt. Die einzigen Fahrzeuge in der Hubraumklasse, die durchgehend gebaut wurden, sind eben die 690er KTM. Sonst gabs dann keine Motorräder "eine Klasse kleiner", sondern nur "3 Klassen kleiner" (Honda CRF250, Kawasaki KLX250). Ganz ehrlich: Eine DR650 erfüllt meine Ansprüche hinsichtlich der Performance ausreichend gut, aber hat sich einfach als unzuverlässig erwiesen, weil alt und abgenudelt. Da kann man irgendwann mit noch so viel Schrauberei nichts mehr rausreißen, wenn man nicht genau so viel Geld ausgeben möchte wie für ein neueres Motorrad - nur gibts in "neuer" eben nur Zeug von KTM.