Beiträge von Necrol

    Kann mir nicht Vorstellen, dass BMW einen als Kunden so behandelt... Von KTM sowie von meinem Händler echt enttäuscht

    Stimmt, wenn du bei BMW mit einem 8 Jahren alten Auto in die Vertragswerkstatt kommst steht das nach Reparatur hinter der Halle, du bekommst die ein oder andere Gehirnwäsche bzgl. deren Marktanalysen und was du doch bitte antworten sollst. Dafür zahlst dann auch noch diverse % Erschwernisszuschlag auf den Stundenlohn weil der Teiletauscher das nicht in 100% korrekter ergonomischer Arbeitsposition erledigen konnte.:der Hammer:


    Bei meiner Duke ist aktuell ein Garantiefall wegen Riss im Display offen, da werde ich von meinem Händler regelmäßig informiert das sich bei KTM wohl aktuell auch wenige Rädchen drehen wegen Corona.

    Das ist eine ziemlich heroische Ansage von Dir.

    Nur zur Verdeutlichung: Bremsflüssigkeit ist hygroskopisch. Woran, Deiner Meinung nach, sterben ABS-Aktuatoren?


    Sehe ich nicht also so heroisch.

    Das Bremsflüssigkeit hygroskopisch ist, ist klar. Empfohlen wird der Wechsel der Flüssigkeit alle 2 Jahre - Derartige Empfehlungen in Deutschland sind eher auf der strengen und sicheren Seite des Lebens.

    Je nach Fahrweise habe ich eine geringe Durchmischung der alten und der neuen Flüssigkeit wenn ich einen Wechsel auslasse. Prinzipiell ist die Flüssigkeit in der Leitung, meiner Erfahrung nach, aber eher eine stehende Säule als ein strömendes Fluid. (Mein Nachbar hat sich da mal eine billige Karre angelacht die in erbärmlichem Zustand war. Da kam nacheinander gelb, braun, blau und wieder Gelb aus der Leitung... Farben waren einigermaßen klar getrennt und der Vorbesitzer als auch mein Nachbar (jung & naiv) sind so ne ganze Weile gefahren:sehe sterne:)


    Wenn 4 Jahre derart kritisch wären, wie du das darstellst, warum fallen dann nicht deutlich mehr der vergleichsweise alten und oft fragwürdig gewarteten Autos auf unserer Straße wegen defektem ABS durch den TÜV? Bei meiner Dose steht da alle 2 Jahre oder 40tkm für die Bremsflüssigkeit.


    Nicht das wir uns falsch verstehen: Ich will hier sicherlich keinem nahe legen an der Instandhaltung der Bremsanlage oder sonstigen sicherheitsrelevanten Teilen zu sparen.

    Dem TE ging es darum, die Wartung weitestgehend selbst zu erledigen. In dem Zuge halte ich einen regelmäßigen Tausch der Bremsflüssigkeit und ggf bei jedem zweiten Tausch ein durchspülen des ABS-Moduls, sofern Bauart bedingt nötig, für ausreichend. Nicht mehr und nicht weniger wollte ich sagen.


    Aber gerade weil das Zeug so billig ist mache ich das einmal am Saisonanfang bei meinen 3 Karren und Ruhe ist. So brauche ich mir auch nicht zu merken ob gerade ein gerades oder ungerades Jahr ist. Wenn ich aber für die Spülung des ABS-Moduls dabei jedes Mal in die Werkstatt müsste, würde ich diese Praxis wohl hinterfragen. Und wohl auch schief angeschaut werden, wenn das Jahr für Jahr das einzige ist weswegen ich dahin komme.

    Es steht halt immer eine gewisse Menge Flüssigkeit im Modulator bzw in der Leitung dahin. Ohne diesen über die Software ansprechen zu können ist ein Tausch der Flüssigkeit bzw Entlüften dieses Teils vom Bremssystem kaum möglich.

    Bei meiner Streety konnte ich das bis vor kurzem nicht selber. Habe da die Bremse vorher penibel entlüftet und dann mal den ABS-Modulator entlüftet. Da kamen zu meiner Überraschung deutlich mehr Bläschen als ich gedacht hatte. Kann aber nicht sagen wann das zuletzt Entlüftet wurde.

    Alle zwei Jahre muss man das bei derartigen System sicherlich nicht zwingend machen. Aber hin und wieder, so bei jedem zweiten Flüssigkeitswechsel, würde ich das schon als sinnvoll ansehen.

    Die Frage an der Stelle ist: Wie dick ist das Material des ESD und wie tief wurde eingeschweißt. Da die Naht etwas übersteht kann man nach dem polieren im dümmsten Fall die ein oder andere undichte Stelle provozieren. So wie die Naht an meinem ESD aussieht halte ich das für unwahrscheinlich, aber man hat ja angeblich schon Pferde kotzen sehen.

    Auf der anderen Seite, Original ESD kostet gebraucht ganz kleines Geld, das Risiko ist also überschaubar.

    Einen Download kannst ja ohne Probleme kopieren.


    Wir kaufen auf der Arbeit Normen digital, da hatte unser Admin auch die Idee die "freier zugänglich" zu machen als unsere Lizens das vorsieht. Ist wohl auch bei der Idee geblieben.

    ich suche für die Duke 790 einen ESD, bei dem ich auch mit einer großen Schuhgröße den rechten Fuß über auf der Raste über den "Vorderfuß eindrehen" kann ohne mit der Ferse an dem ESD anzustehen.

    Der Arrow GP2 ist da auch eine deutliche Verbesserung. Sound ist Klasse, noch etwas 'rotziger' als der original ESD, war mir aber leider auf Dauer zu laut. Laut den Hinterherfahrenden, bzw selber mal hinter dem eigenen Karren hergefahren war das nicht wirklich auffällig. Wenn der Karren neben einem her fuhr als ich an der Straße stand war das aber schon recht präsent.

    Liegt aktuell im Keller, Interesse? :grins:

    Die scheinen da irgend eine Art Sicherung drauf zu haben, die Schrauben gingen bei mir auch über den kompletten Weg schwer.

    Wenn Torx nicht (mehr) geht: Die original Schrauben haben auch einen Außenseckskant, 10er Langnuss war das meine ich. Passt gerade so in die Rohre der Soziusrasten.


    Mit den Drehmomenten hat man das bei der Montage meiner 790 auch nicht all zu genau genommen. Beim ersten Reifenwechsel hatte ich so meine Not die hintere Achsmutter los zu bekommen. Hab dann Spaßeshalber mal mit meinem Drehmomentschlüssel versucht herauszufinden wie fest das war: Leider geht der Schlüssel nur bis 220 Nm, das war zu wenig :D

    Laut Handbuch hätten um die 100 auch gereicht :respekt:

    alles klar. Danke für den Tipp. Muss bei der Montage der Bremspumpe sonst noch irgendwas beachtet werden?

    Ja. Position der Ringösen für die Bremsleitungen ist von Pumpe zu Pumpe unterschiedlich. Im dümmsten Fall brauchst du neue Leitungen von der Pumpe zum ABS-Modul.


    Ansonsten schließe ich mich da Hobbit an. Wenn man nicht sicher ist was man da tut, sollte man solche Sachen von Leuten erledigen lassen die wissen was Sie da tun.

    Ich frag mich grad wie "dazwischen" noch Platz für einen Reifen ist. Ist ja nicht so als wäre der 2 Evo so extrem viel schlechter als der 3er oder?

    Aus eigener Erfahrung mit 4 Satz CRA2 Evo und 2 Satz CRA3:

    Den 2er Evo empfinde ich im direkten Vergleich als spürbar handlicher mit der Tendenz zum kippeligen Einlenkverhalten. Im Regen er mir nie viel Vertrauen vermittelt.

    Der CRA3 lenkt etwas behäbiger ein, gibt aber viel mehr Vertrauen im Regen als der 2er Evo.


    Grip im trockenen haben beide mehr als genug.

    Für zu Hause habe ich Proxxon und Gedore red (hieß mal Carolus). Qualität von beiden Marken ist mehr als ausreichend, auch wenn man viel und regelmäßig damit werkelt.

    Das hier ist ne ganz solide Basis: Gedore Rot

    Hab noch ne Rolle mit einem Satz Ringschlüsseln, paar Zangen, Hammer, Schonhammer, und Kleinkram die mit an die Rennstrecke kommen. Das erschlägt das allermeiste.


    Drehmomentschlüssel bis 30, wie Jörg schon schrieb, und einen für das gröbere. Ich hab 1-24 Nm, 20-120 Nm und einen ganz groben 40-250 Nm.


    Ansonsten kauft man sich halt immer das was gerade fehlt und stellt irgendwann fest: Ganz schön viel Werkzeug gesammelt :winke:

    100k km wird kaum eine 790Duke/ADV erreichen. Da hat der Hersteller vorgesorgt.

    Warum sollte KTM da vorsorgen? Ist doch keine Waschmaschine.

    Auf der einen Seite sind sie scheinbar recht überzeugt von ihrem Produkt (16k km Intervalle) und die Literleistung ist weder besonders niedrig noch besonders hoch für einen Zweizylinder.

    Auf der anderen Seite ist man aber immer sehr bemüht, das zumindest auch die viel fahrenden Neukäufer möglichst wenig Theater haben. Diese sind zu einem großen Teil nun mal auch die Neukäufer für das nächste Motorrad in 2-4 Jahren. Das machen die aber woanders wenn der Karren regelmäßig wegen irgendwas außerplanmäßigem beim Händler steht.


    Bei allem in der Gattung zweirädriges Spielzeug sind 50k km ja schon hohe, kaum mehr verkäufliche Laufleistungen. Die ballert dir der ein oder andere Neukäufer innerhalb der Garantiezeit da auch drauf, und da ist es im Interesse des Herstellers das der Karren hält. Alle, die eine 790 Duke mit 4+ Jahren und 30k km und mehr kaufen sind für KTM keine relevanten Kunden. Und danach ereilt die Spielzeuge oft genug das Schicksal der fehlenden Pflege/Wartung und/oder des sich kaputt stehens.

    Was ich mich immer Frage,

    gehen solche Mehrleistung nur durch Mehrbelastung/verringerte Haltbarkeit hervor oder haben die Motoren ab Werk "extra" etwas weniger Spitzenleistung/Drehmoment bekommen, um die Normen Einhalten zu können (Geräusch und Abgasverhalten)


    Breites Feld...

    Alle Teile im Motor unterliegen gewissen fertigungstechnischen Streuungen. Die Motorabstimmung des Herstellers ist am Ende immer ein Kompromiss. Dieser sieht oftmals so aus, dass der schlechtest mögliche Motor innerhalb der Vorgaben (Abgas- und Geräuschemissionen und erwartete Leistungsabgabe bei erwarteter Standfestigkeit) funktioniert und dabei (nah) an die Nennleistung im Prospekt kommt.

    Das bedeutet im Umkehrschluss natürlich auch, das der bestmögliche Motor nach oben hin immer noch etwas Luft hat. In den letzten Jahren/Jahrzehnten sind die Fertigungsprozesse allerdings so gut geworden, dass die Abweichung hier meist überschaubar ist.


    Thema Haltbarkeit: Das hängt in meinen Augen ganz wesentlich vom Umgang mit dem Motor ab. Umgang meint in dem Sinne sowohl die (Warm)fahrweise als auch die Pflege. Wenn ich mal von meiner Fahrweise auf der Straße ausgehe (zügig beschleunigen, Punkte in Flensburg vermeiden) behaupte ich, das der Motor sich zu 98% dabei langweilt.


    Meine Streety, die nur noch auf der Rennstrecke bewegt wird, hat natürlich völlig andere Belastungen. Aber auch deutlich öfter Service. Trotzdem erwarte ich nicht das der das ewig durchhält :)

    Änderung der Sekundärübersetzung sind, in einem gewissen Rahmen, laut meinem TÜV-Menschen zulässig.

    Dieser hat mir +-8% zur Serienübersetzung mit auf den Weg gegeben, ohne das Geräusch und Abgasmessungen erforderlich wären. Wurde bei meiner Triumph um Zuge eines neuen Hinterradquerrschnitts mit eingetragen. Ob es innerhalb dieses Rahmens generell eintragungspflichtig ist kann ich aber nicht mehr sagen.

    Mein Kette quietschte keine 200 km nach dem ich den Karren vom Händler geholt habe.

    Kette gereinigt und mit HKS beträufelt und seit dem ist Ruhe. Wechsel aber demnächst auch auf einen Kettenöler, war bis jetzt nur zu bequem den anzubauen :D

    Auf Straßen mit vielen Löchern ist schon ordentlich Bewegung geschaukel in der Duke. Das kann ne Street R oder RS tatsächlich deutlich besser.


    Ich werfe statt der Brembo RCS mal ne Galespeed VRC 17-17 in den Ring.