625 smc vs 690 smc

  • Hey Leute, hier mal wieder so ein Neuling der sich am orangenen Fieber angesteckt hat.
    Der Motorradschein (leider A2) ist seit kurzem mein. Mein Auto macht in den letzten Monaten immer und immer wieder Probleme und ich habe einfach die Lust am Fahren verloren. Habe nun nach reichlicher Überlegung den A-Schein gemacht und werde komplett auf ein Motorrad umsteigen, also auch so lang wie nur igendwie möglich und täglich ca 5 km zur Uni fahren.
    Nun haben es mir Supermotos einfach angetan und was kommt da als Österreicher anderes in Frage als eine Kati? :grins:
    Die Suche nach dem richtigen Modell gestaltet sich da leider schon etwas schwieriger. Habe mich schon ein bisschen eingelesen und bin zu dem Schluss gekommen, dass die 640 eher nichts für mich ist, da die 625 SMC prinzipiell das selbe Motorrad ist nur mit einem besseren Vergaser und etwas leichter ist. Die 660 fällt wegen fehlendem E-Starter ebenfalls weg. Bleibt also noch die 690 SMC und die 625 SMC.


    Vorteile der 690 sind ganz klar das hammer Aussehen, bessere Bremsen, besseres Handling, weniger Vibrationen, zuverlässigerer Motor, 6-Gänge Getriebe(bessere Landstraßen und Autobahn tauglichkeit).
    Nachteil ist natürlich der doch deutlich teurere Preis und das man selbst relativ wenig schrauben kann, aufgrund der Einspritzer Technik.


    Vorteile der 625 sind das Ersatzteile zahlreich und günstig verfügbar sind, man kann selbst noch etwas schrauben und sie hat besseren Durchzug von unten. Im Gegensatz zur 690 schon mit einer für den Stufenführerschein passenden Leistung eingetragen.
    Nachteil sind die starken Vibrationen und die doch etwas sensiblen Motoren.
    Wie alltagstauglich sind die Dinger wirklich? Und vor allem Lohnt sich der üppige Aufpreis für die 690?



    Sorry für den langen Text und danke für eure Antworten.


    LG Thomas

    Einmal editiert, zuletzt von Samoht953 ()

  • Servus,
    als Autoersatz für täglich 5km zur Uni ist meiner Meinung nach überhaupt keine KTM, schon gar ned die großen Einzylinder und schon überhaupt gar ned die alten Lc4´s! :nein:
    Das sind einfach keine Brot und Butter-Kurzstreckenmotorräder und sie werden dir das nicht mit Haltbarkeit und Zuverlässigkeit danken!
    5km, da wird ja das Öl ned mal ansatzweise warm. Mir graut vor dem Gedanken, daß das jemand mit meiner 690er machen könnte! Hätt ich so einen kurzen Arbeitsweg, gäbs für mich nur eins: Fahrrad!
    Ausserdem, ist dir klar was mit so einem Motorrad von KTM für Kosten für Unterhalt etc. auf dich zu kommen? Das ist so einiges, wenn man das Gerät ordentlich pflegt! :ja:
    Btw: Schrauben kann man (muß man auch manchmal :grins: ) auch an der 690er mit Einspritzung noch genug! :ja:


    Meine Meinung!

    READY TO REPAIR

  • Für 5km zur Uni sind beide Motorräder nicht geeignet - PUNKT.


    Die alte LC4 nicht:
    - Weil Belastung bei kaltem Öl für den Motor (Kurbelwellen- und besonders Pleuellager) absolutes Gift ist - und du wirst SICHER nicht zur Uni schleichen (Betriebstemperatur i.d.R. erst nach 15-20km).
    - Zwar die passende Leistung für den A2 eingetragen ist, aber offen bekommst du die Kiste legal nicht (die 640er dagegen schon). Ich habe damals bei meiner 625er ein Sondergutachten machen lassen (Bei meinem damaligen Händler), hat mich 300€ "Schmiergeld" für den TÜVler gekostet und so wirklich legal war es trotzdem nicht (Lautstärke!!). Aber wenigstens standen dann 40kw im Schein (auf der Rolle waren es echte 45kw)...


    Die neue LC4 nicht:
    - Wieder natürlich wegen dem kalten Öl. Der Motor ist zwar nicht mehr ganz so empfindlich, aber die entstehende Kondensate im Öl sorgen auf Dauer für chemische Korrosion im Motor mit allen netten Beieffekten.
    - Der Verbrauch wegen den ewigen Kaltstarts exponentiell steigen wird (habe ich schon bei meiner 990er... 14km zur Arbeit im Stadtverkehr = 8,5L/100km :sehe sterne: )


    Bei beiden wird dir die Wartung aber auf Dauer sehr viel Geld kosten, wenn die Kisten nur im Kurzstreckenpendelbetrieb genutzt werden... Ein 50er Roller für 500€ macht da VIEL mehr Sinn (wenn ÖPNV und Fahrrad nicht in Frage kommen).



    Wenn du allerdings ein Spaßgerät mit einem gewissen Showwert suchst, mit dem du mehr wie 15km pro Strecke fahren willst, dann sind beide nicht verkehrt - jeder eben mit seinen Eigenarten.
    Die 625er:
    - Unheimlicher Bums von unten heraus, hart am Gas, vergleichsweise leicht, sehr puristisch, intensiver Sound, gewisser Seltenheitswert, Kickstarter (Posingwert A+++) --> Insgesamt eher die "echte" KTM
    Die 690er:
    - Moderne (zuverlässigere) Technik, noch mehr Schub oben herum (dafür unten "sanfter"), ebenfalls recht leicht, modernes Design, volle Leistung eingetragen, A2 möglich,... --> KTM der "neuen Generation", alltagstauglicher, fahrbarer


    Informiere dich am besten mal bei den LC4-Experten vom http://www.ktm-lc4.net Forum :Daumen hoch: