Beiträge von Baron

    Hallo knatterton,


    auf der einen Seite ist Highscore der die "Künstlerische Freiheit" hat, zu forschen, was technisch und mit gewissen Kosten machbar ist.
    Auf der anderen Seite ist KTM, die sich an EU-Gesetze halten müssen. Stichwort: "Emissionsgrenzwerte EURO 3" und Geräuschemissionen unter Anderem von der Airbox >> "Beschleunigte Vorbeifahrt". Aber auch Profitmaximierung spielt eine große Rolle, in dem man nur suboptimal geeignete Technik von einer 125'-Maschine übernimmt (Gleichteile).


    Deine Vermutung "Haltbarkeit" dürfte da ganz hinten angesiedelt sein.
    Gruss Baron

    Im August 2013 kam mal hier im Forum der Artikel aus der 110-Jahre- Jubiläumsausgabe „Das Motorrad“ zur Sprache. Es ging um den Artikel „Alpen-Masters: 48-PS-Bikes“ in dem die "eklatante Durchzugsschwäche der KTM 390 Duke in Höhen um 2000m, bei sonst sehr guten Fahrleistungen in niedrigen Regionen" zum Ausdruck gebracht wurde.


    Ich hatte damals meine Vermutung geäußert, dass bei der 390' KTM die ja, abgesehen vom Motor, weitestgehend auf der 125/ 200'er basiert, möglicherweise ein zu kleiner Luftfilter oder Ansaugrüssel von den kleinen Modellen übernommen worden ist.


    Highscore hat ja nun fundiert und beeindruckend nachgewiesen, dass in der Tat, der für die max. Leistung der125' Duke optimierte Ansaugrüssel, der Flaschenhals ist und sich für den Luftmengendurchsatz der 390'er suboptimal herausstellt.


    Man mag ja von dem "Kastl" halten was man will, aber ich denke diese fundierten Erkenntnisse die uns Highscore hier mitteilt, sind das Salz in der Suppe, was das Forum so interessant macht.


    Meine Meinung zu "Kastl": sicher schon ein großer Schritt, aber der ganz große Wurf ist wahrscheinlich erst erreicht ist, wenn es gelingt auch im Teillastbereich (im "closed loop" ) bei Drehzahlen ab 2500 aufwärts mehr oder weniger "Fetter" zu fahren. Ich vermute die Geschmeidigkeit und das (gutmütige) Fahrverhalten unter Teilast würde dadurch enorm zulegen.
    Aber der Winter ist ja noch lang, warten wir's ab.

    Ich weiß, es ist nicht die richtige Jahreszeit, aber hat hier schon der Eine oder Andere Erfahrungen mit dem offenen Luftfilterdeckel und dem Kastel auf der Straße sammeln können?
    Ins Besondere würde mich interessieren wie das Fahrverhalten im Teillastbereich bei konstanter Geschwindigkeit zwischen 3.500- 5.000 U/min so ist (also das typische dahingleiten im 3. oder 4. Gang in der Stadt >> Stichwort "Konstantfahrruckeln" und ruppige Gasannahme).
    Wie ist Euer Eindruck?

    Dass das Drehmoment satt zugelegt hat, ist schon klar, das zeigt ja das Prüfstanddiagramm eindeutig.

    Hallo Highscore,


    vielen Dank für Deine ausführlichen Beschreibungen.


    Das die 390'er mit solch geringen Maßnahmen ein so fülliges Drehmoment in den unteren Drehzahlen bekommt, ist schon beeindruckend.
    Die Fahrfreude beim gemächlichen Tourenfahren dürfte hierdurch sicherlich auch eine gesteigerte Qualität erhalten, da, so hoffe ich, auch das "Magerruckeln bzw. Teillast-Ruckeln" der Vergangenheit angehören wird.
    Ist dem so; kannst Du dazu etwas sagen?


    Was sollen die beiden unterschiedlichen Bilder vom Luftfilter uns sagen? (beides 390'er???).


    Ist, im Bezug auf Regen/ Nässe, an Stelle des Papierluftfilters nun nicht besser ein K&N Filter angebrachter?

    Wenn ich die Leute von Viaterra in Indien richtig verstanden habe (ohne Gewähr), werden alle Einfuhrsteuern von FedEx beglichen und sind im Frachtpreis bereits einkalkuliert.
    Das erleichtert den Transport der Ware bis an die Haustür und erklärt die hohen Luftfrachtkosten etwas.
    Sollte jemand andere Erfahrung gemacht haben bitte hier melden.

    Ja, je eine 12 Liter Ortlieb PS10 in jede Indientasche für Wäsche, etc.. Weiterer Kleinkram in normale Plastiktüten. Die originalen Regenhauben blieben zuhause>> die nehmen nur Platz weg, sind bei Regen fummelig anzubringen und schützen gerade zum Reifen hin nicht gegen Nässe.


    Das Volumen lässt sich voll nutzen und es passt letztlich mehr in die Indientaschen als in das 40 Liter Topcase meiner Transalp. Die Wäsche ist allerdings gestopft und nicht so sauber gestapelt wie im Topcase.

    Es sind im Oktober weitere 4.500km Fernreise nach Spanien hinzugekommen.


    Die Packtaschen aus Indien haben sich wieder bestens bewährt, mit innen wasserdichten Packsäcke (PS10) von Ortlieb.
    Die Taschen haben nun 12.100km voll bepackt ihren Dienst getan.
    Je eine 12 Liter Ortlieb PS10 in jede Indientasche für Wäsche, etc.. Weiterer Kleinkram in normale Plastiktüten. Die originalen Regenhauben blieben zuhause>> die nehmen nur Platz weg, sind bei Regen fummelig anzubringen und schützen gerade zum Reifen hin nicht gegen Nässe.


    Das Volumen lässt sich voll nutzen und es passt letztlich mehr in die Indientaschen als in das 40 Liter Topcase meiner Transalp. Die Wäsche ist allerdings gestopft und nicht so sauber gestapelt wie im Topcase.

    Es sind im Oktober weitere 4.500km Fernreise nach Spanien hinzugekommen(Kilometerstand 14.000, nach 4 Monaten).


    Keine besonderen Vorkommnisse: nur Benzin (3,3 L/100km), einmal Kette gespannt, 2 mal ganz wenig HKS auf die Kette (kein Regen auf der gesamten Fahrt).
    Die Packtaschen aus Indien haben sich wieder bestens bewährt, mit innen wasserdichten Packsäcke (PS10) von Ortlieb.

    Schon erstaunlich, dass wir da so krass unterschiedliche Erfahrungen haben.
    Wie gesagt, auf der Honda Transalp in 20 Jahren recht gute Erfahrungen gemacht, wobei es schon eine starke Regenfahrt sein muss, wenn nach 100 km alles blank ist. Auf nur feuchten Straßen hält es durchaus 300 km.
    Möglicherweise spielt es eine große Rolle, wie stark die Kette vom Reifen oder sonst wo her mit Wasser bespritzt wird. Ein Freund von mir hat eine BMW GS 700, dort hält das HKS auf der Kette bei Regen deutlich kürzer als auf der Honda.
    Allerdings hatten wir jetzt auf dem Balkan einige male Regenfahrten und auch leicht nasse Fahrbahnen; das HKS verhielt sich auf der 390 Duke nicht wesentlich anders als auf der Transalp.
    Letztendlich hat auf den Transalp (300.000km Gesamterfahrung bei zwei Personen) jede Kette (D.I.D.) min 30.000km gehalten, nachdem wir keine Werkstattmonteure mehr an die Ketten gelassen haben :grins: (siehe "Überspannen und Reinigen in #10).


    PS.: muss mich in der Flaschengröße in #1 korrigieren.
    Das Fläschchen mit dem Pinsel hat nicht 50ml sondern nur 15ml (hatte auf dieser Fahrt davon zwei Flaschen mit, aber nur eine verbraucht).

    Auffallend ist schon, dass sich offensichtlich einige Leute durch diesen THREAD angepisst fühlen.


    Warum eigentlich, wenn Ihr keine Probleme mit Euren 390' Motor habt?


    Leute entspannt Euch und nehmt einfach zur Kenntnis, dass Andere zum Teil massiven Ärger mit dem Teillastruckeln haben und gerne eine Lösung hätten.

    Wäre mal interessant zu wissen, ob dieses "Magerruckeln bzw. Teillast-Ruckeln" an Vorführmaschinen bislang noch gar nicht aufgetreten ist?
    Denn auffallend ist es schon, dass alle Testzeitschriften von der 390'Duke des Lobes voll sind, kein Teillast-Ruckeln erwähnen und durch die Bank 46 PS an der Kupplung bescheinigen (Nennleistung +/- 5%, OK. alles im Rahmen der Legalität).


    Kann es sein, das Vorführgeräte etwas "fetter" eingestellt sind (alles im Rahmen legaler Toleranzen natürlich).


    Also, ich mag es nicht glauben, den langfristig ist der Ärger dann mit der gekauften Serienmaschine um so größer und gerade die Fahrzeugbranche lebt von treuen Stammkunden.


    Also ich habe mich zumindest wie der letzte Depp gefühlt, als, nach zwei tadellosen Testfahren bei unterschiedlichen Händlern, dann die gekaufte Maschine diese bescheidene Laufkultur an den Tag legte.
    Um so schlimmer, dass mein Kumpel als Käufer dann der Leidtragende war.

    das "ein gewisses Teillastruckeln" vorhanden ist, ist eigentlich allgemein bekannt
    warum und wieso das so ist, darüber wurde schon viel spekuliert und diskutiert
    leider gibt's keine konkreten Abhilfen bzw. Lösungen, einzig die "Sport"Auspuff Besitzer berichten von Verbesserungen (bei mir auch so)


    dafür eine Umfrage zu starten...?
    will ich einen ruhigeren Lauf kauf ich mehr Zylinder oder was mit Automatik...


    Kann Deine Meinung nicht teilen.
    Bedingt durch nur einen Arbeitstakt pro 720° Kurbelwinkel hat der Einzylinder- 4-Takter natürlich einen unrunden Motorlauf, wenn er niedrigtourig bewegt wird.
    Das wird mit zunehmendem Hubraum und/ oder kleinerer Schwungmasse ausgeprägter.
    Dieser unrunde Lauf tritt bei der 390' Duke bei unter 3.500- 3.000 Umdrehungen in Maßen, noch erträglich auf (bei der 690'Duke bekommt man da schon verschärftes Sodbrennen).


    Aber um diese physikalische Eigenschaft des Einzylinders geht es hier doch überhaupt nicht!!!!!!


    Hier geht es um Teillastruckeln bzw. Konstantfahrruckeln und der daraus ruppigen Gasannahme, was durchaus auch mit höheren Drehzahlen auftreten kann (zB. bei 5.000 u/min).


    Dieses Motorverhalten hat nichts mit ein-, zwei-, etc.-Zylinderzahl zu tun, sondern damit, ob die Motorenkonstrukteure/bauer Ihren Job gut oder weniger gut gemacht haben.
    Selbst renommierten Firmen wie Mercedes und BMW haben sich dieses Teillastruckeln bzw. Konstantfahrruckeln an Ihren Serienfahrzeugen in der Vergangenheit geleistet.


    Bei der 390'Duke handelt es sich offenbar um Serienstreuungen in der Qualität der Einspritzanlage.


    Ich habe drei 390'er Dukes fahren können:
    Zwei verschiedenen Probefahrt-Maschinen hatten bei ausgiebigen Probefahrten das Phänomen des Teillastruckeln bzw. Konstantfahrruckeln gar nicht (zumindest von mir nicht wahrnehmbar).
    Ich war von den Motoren begeistert und auf meine Empfehlung hin hat mein Kumpel die kleine Duke gekauft.
    Die Maschine meines Kumpels hatte nun im Neuzustand extrem das Konstantfahrruckeln im Teillastbereich (z.B.: 3.Gang,50km/h in der Stadt). Auch die 1.000'er Inspektion änderte nichts (der Händler hätte hierzu auch keine Einstellmöglichkeiten).
    Erst längeres Laufleistung und die Verwendung von Super-Plus hat die Situation etwas gemildert und erträglich gemacht.>> siehe auch hier: [390] 390 Duke für die Fernreise
    Wenn bei meinen ersten Probefahrten dieses Konstandfahrruckeln aufgertreten währe, eine Kaufempfehlung an meinen Kumpel hätte ich nie ausgesprochen (weil ich genau weiß, dass er mit solchen Unzulänglichkeiten schwer umgehen kann).


    KTM hat hier, nach meiner Meinung, ein Qualitätsproblem.


    Nachtrag:
    In dem was "Highscore" in #6 dazu sagt, liegt sicher der Schlüssel.

    Andererseits, nach einer längeren Regenfahrt sind die Rollen in der Regel blank.
    Was aber der Lebensdauer der Kette, nach meiner Erfahrung, keinen Abbruch tut, wenn man nach der Regenfahrt, wieder etwas HKS aufpinselt.
    Wobei es in der Eile schon reicht, wenn nur einige Rollen (30-40 Stück) etwas abbekommen. Das Zeug verteilt sich gleichmäßig während der späteren Fahrt (kurzzeitig leichter "Flugrost" macht gar nichts).
    Nach meiner nun über 30 jährigen Erfahrung mit 0-Ring-Ketten hat sich gezeigt, dass das Einzige was der Kette in der Lebensdauer wirklich schadet, zu viel unsachgemäße Zuwendung ist:
    - Kette reinigen, womöglich noch mit einem Dampfstrahler oder Lösungsmitteln (Super für die O-Ringe und der Fettfüllung unter den Rollen).
    - Kette so einstellen, dass sie beim Einfedern der Schwinge stramm gedehnt wird (Super für die Kettenlaschen, Lager der Getriebeausgangswelle und Ritzel). Wenn man sich da unsicher ist>> das Heck durch eine zweite Person im Stand belasten, sodass die Feder eintaucht.>> die Kette darf dann höchstens eine ganz ganz leichte Spannung haben.

    Hast Du das HKS vor dem Auftragen oder vor dem Umfüllen in ein anderes Gefäß auch seeeeeeeeehr gut aufgeschüttelt?
    Die Festschmierstoffe setzen sich nämlich hartnäckig am Boden ab.


    Und nach dem Auftragen auf der Kette min. 15 Minuten mit dem Losfahren warten, bis das Lösungsmittel (Waschbenzin) verflüchtigt ist.

    Ja, man kann mit dem originalen Ständer irgendwie leben.
    Wenn man sich aber ein für alle mal keine Gedanken mehr machen will, ob die Fuhre sicher steht, weil gerade mal wieder die Fahrbahn nach rechts etwas abschüssig ist oder gerade mal wieder ein kleiner Huppel unter dem Ständer ist, dann kommt man um eine Kürzung nicht herum.

    Also ich kann nicht empfehlen, das jeder Grobmotoriker, der das Schrauben nicht gelernt hat, alle Tausend Schrauben an seinem Moped überprüft.
    Anzugsdrehmoment, Losbrechmoment, Schmierzustand, etc., alles will berücksichtigt sein.


    Nach "ganz fest" kommt bekanntlich "ganz ab" (alte Weisheit von der Innung "Gas,Wasser,Scheiße").

    Jeder Arsch ist anders.
    Ich persönlich bevorzuge auch die hinten breiten aber härteren Sitzbänke, da ich weiche Bänke bei längeren Touren durch sitze (85kg) (die originale Duke -Bank ist in der Härte OK, aber in der Fläche ein absoluter Witz).
    Aber mein Kumpel mit unter 70kg und ohne "Sitzfleisch" auf den Knochen kommt ohne weiche Polsterung nicht zurecht.
    Das Airhawk Kissen, welches ursprünglich für Rollstuhlfahrer entwickelt wurde, wir wohl auf langen Strecken allen gerecht, weil Druckspitzen generell abgebaut bzw. auf eine größere Fläche verteilt werden.
    Natürlich ist eine Ergo Sitzbank unter einem Airhawk eine Fehlinvestition, es sei denn, man fähr öffters auch ohne Kissen.