Gestern ist für mich Saisonende gewesen und ich bin wiedererwarten doch noch etwas mehr gefahren als ich ursprünglich gedacht habe.
Meine KTM 1290 SD-R 3.0 EVO geht mit 7697km in den Winterschlaf und nach zwei Monaten intensiver Fahrleistung bin ich immer noch sehr zufrieden mit den Kauf.
Im Wesentlichen liegt es daran, dass das Fahrwerk und der Motor aus meiner Sicht sehr gut gelungen sind und das obwohl ich noch nicht viel mit den Einstellungen probiert habe.
Im Moment fahre ich die Dämpfung auf STREET und den Fahrmodus auf STREET. SPORT ist mir in der Gasannahme etwas zu ruppig und unruhig. Das gefällt mir weniger.
Der Tankinhalt ist zwar ausreichend, aber mit 16 Liter Fassungsvermögen muss man nach ca. 200km anfangen eine Tankstelle anzufahren. Bei 250km ist Ende...
Wie bereits erwähnt, ist die Menu-Führung am Display eine Katastrophe und das habe ich gestern wieder gemerkt, als der Reifendruck niedrig gemeldet wurde.
Da muss man mit unendlich lang empfundene Tipperei durch mehrere Menues maschieren bis man endlich die Anzeige erreicht, die man sich wünscht.
Die Hinterreifengröße hatte ich auch schon angesprochen und finde ich für den Normalfahrer wie ich unpassend. 200/55 ZR17 gibt es leider nur als Sportreifen.
Schon bei meiner KTM 1290 SD-R 2.0 haben diese Art Reifen bei mir nur 3000 - 3500km gehalten und das ist für Vielfahrer eine zu geringe Laufleistung.
Der gelieferte Bridgestone S22, der auch noch eine KTM Version ist, hat bei mir legal ca. 3400km gehalten und bei 4100km war er runter.
Nichts desto trotz empfand ich den Reifen als sehr handlich und agil und hat somit gut zum sportlichen Charakter der KTM 1290 SD-R 3.0 EVO gepasst.
Auch der Grip auf unseren Straßen, in Südtirol und Sardinien war jederzeit vertrauenserweckend und hat mich auch bei flotterer Gangart nicht enttäuscht.
In Sardinien habe ich auf Empfehlung von nairolF den Dunlop SportSmart MKIII montieren lassen, da er gute Erfahrungen mit der Laufleistung hatte.
Das scheint sich auch auf der KTM 1290 SD-R 3.0 EVO zu bewarheiten, denn mittlerweile habe ich ihn ca. 3600km gefahren und er besitzt immer noch gut Profil.
SSMKIII4i.jpg
Zur Erläuterung der Messungen sei gesagt, dass an der Stelle an dem sich der Stern befindet ich die Profiltiefen messe und zwar links und rechts.
Daraus bilde ich ein Mittelwert, da ich festgestellt habe, dass ich die linke Seite des Reifens etwas stärker abfahre als rechts.
Die gelb dargestellten Werte habe ich nach ca. 2000km Fahrt in Sardinien gemessen, die rot gezeigten nach ca. 3000km und türkis nach ca. 3600km.
Im Schnitt werden ca. 0,9mm für 1000km gebraucht und ich schätze ich werde bei ca. 4500km Laufleistung landen, was für Sportreifen recht gut ist.
Das liegt auf dem Niveau vom Dunlop RoadSmart 4, ein Sporttourenreifen, den ich auf meiner KTM 1290 SD-R 2.0 bereits gefahren bin.
Mit etwas gutmütigen Einsehen der Rennleitung kann man sagen, dass 5000km mit dem Dunlop SportSmart MKIII durchaus möglich sein werden...
Außerdem kommt noch hinzu, dass ich die ersten 2000km in Sardinien gefahren bin und der griffige Straßenbelag dort, höheren Abrieb verursacht.
Manche sagen bi zu 50% mehr, aber ich würde eher sagen 25% mit meinen Fahrstil und das würde ein Bonus von ca. 500km bedeuten.
Der Dunlop SportSmart MKIII wäre diesbezüglich eine Option für mich, zumal auch er auf Sardinien und auf den Touren hierzulande, gut funktioniert.
Der Grip liegt auf meine Fahrweise bezogen im Bereich des Bridgestone S22, wobei ihn anfänglich das agile Handling fehlt und in Kurven behäbiger wirkt.
Das kannte ich vom Dunlop RoadSmart 3 auch und wie bei den Reifen lässt das mit zunehmender Laufleistung nach, oder man gewöhnt sich daran.
Trotzdem, gestern bei meiner letzten Tour am Rhein, fand ich ihn recht flink im Handling und sehr gut und ruhig in der Kurvenführung.
Nochmals, den Kauf habe ich nicht bereut und kann jeden empfehlen auf die aktuell geltenden Angebote zurückzugreifen. Die sind mehr als verlockend 