Beiträge von cay-uwe

    Chris3012 habe ein klein wenig im ersten Post vom Thread dazu geschrieben :zwinker:

    Im Stand oder bei niedrigen Drehzahlen, wirkt der KTM 1290 SD-R 2.0 Motor etwas charaktervoller, spricht man spürt ihn etwas stärker und das macht sich beim Sound auch bemerkbar. Geht es in höhere Drehzahlen, ist der Sound aus meiner Sicht bei der KTM 1290 SD-R 3.0 EVO gefälliger und wirkt präsenter bzw. sonorer als bei der KTM 1290 SD-R 2.0.

    Aber: das was kt-shifter schrieb stimmt immer noch. Mit verhärteter Gabel beim sportlichen Anbremsen über Verwerfungen zu fahren bedeutet den Vorderreifen massiv zu belasten.

    Ich bin heute zur 1000er Inspektion zu meiner Vertragswerkstatt gefahren und habe auf den Weg dorthin mit den ANTI-DIVE etwas gespielt.

    Auf gerader Strecke stärker gebremst und siehe da, gefühlt taucht die Dämpfung nicht so tief ein. Dann ohne und das ist auch vernehmbar.


    Nach der Inspektion hatte ich nur kurz Zeit weitere Szenarien zu testen weil Regen drohte und machte mich schnell an eine Strecke,

    die zum Einen ein paar enge Kurven hat, und zum Anderen etwas wellig im Belag ist. In den kurzen Zwischengeraden kann man gut beschleunigen.


    Da habe ich das ANTI-DIVE als eine Verbesserung im Handling wahrgenommen, denn der Vorderbau sinkt weniger ein und schnellt wenig aufwärts.

    Die Maschine hat eine idealere Ausgangsposition für mich gehabt wenn es nach den Bremsen in die Kurve ging.


    Etwas später in der gewählten Teststrecke bin ich einige engere Kurven gefahren, dann aber mit guter Straßenbeschaffenheit.

    Hier war der Vorteil eindeutig und unter solchen Bedingungen bestimmt gut nutzbar.


    Ende der Woche werde ich in Südtirol sein und unsere Unterkunft ist nahe des Lavazè Pass. Die Strecke sollte ideal für den Test sein :driften:

    Ich weiß nicht was dein Sohn für eine S 1000 R fährt.

    Es war eine S1000R Bj. 14 und das war mein Gefühl wenn ich sie mit der KTM 1290 SD-R 2.0 verglichen habe. Meinen Sohn ging es ähnlich, mit den Bremsverhalten der KTM 1290 SD-R 2.0 konnte er nichts anfangen.


    Bin gespannt wie das mit dem ANTI DIVE wird. Versuche das mal morgen zu eruieren :zwinker:

    Aber wie sagt man doch noch so schön - Gott sei Dank sind die Geschmäcker verschieden !

    Die SS125 ist ja nur ein Beispiel und es ging mir eigentlich darum, dass im Großen und Ganzen, in Sardinien die Strecken, die ich bis jetzt kennengelernt habe recht flüßig in der Führung sind und man sich schön von eine in die andere Kurve schwingen lassen kann :kapituliere:

    Lass bissle Platz auf der SS125.

    Lass Du Platz, wir sind erst ab den 21.9 auf den Straßen in Sardinien unterwegs :grins:


    Um etwas beim Thema zu bleiben. Ich bin gespannt wie sich die KTM 1290 SD-R 3.0 EVO dort macht, denn die Streckencharakteristik entspricht zu 100% mein Geschmack, nämlich schön flüßig verlaufende Kurven und die SS125 ein Paradebeispiel dafür.


    Durch meine Euphorie habe ich ganz vergessen eines der Features des semiaktiven Fahrwerks zu testen, nämlich die ANTI DIVE Funktion, die für ein noch geringeres Eintauchen der Dämpfung beim Bremsen sorgt. Da habe ich nicht darauf geachtet, da diese Einstellung standardmäßig auf AUS steht ...


    Das geringe Eintauchen beim Bremsen hat mir z.B. bei der BMW S1000R von meinen Sohn sehr gefallen. Wenn man stark vor Kurven abbremst hatte ich immer das Gefühl Kurven besser nehmen zu können. Meine vorherige KTM 1290 SD-R 2.0 sank in solchen Situation recht tief ein und schnellte dabei beim Loslassen der Bremsen wieder hoch. Das brachte Unruhe in die Fahrt, weshalb ich mich gerne in Kurven rollen ließ und dabei viel die Motorbremswirkung nutzte.


    Eventuell schaffe ich da morgen noch ein Nachtrag zu liefern, wenn ich die Maschine zur 1000er Inspektion bringe :zwinker:

    Heute habe ich eine weitere Tour mit meiner neuen KTM 1290 SD-R 3.0 EVO gemacht und dabei die 1000km überschritten. Am Tagesende bin ich bei 1111km zuhause gewesen :grins:


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    Die Tour habe ich mit meiner Frau unternommen und führte uns an den Rhein, hier am Pfalzblick.


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    An der Stelle hatte ich die 1000km fast erreicht und kaum losgefahren in Richtung Oberwesel überschritt ich die 1000km Marke :ja:


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    Zuhause angekommen, bei 1111km, hat mich interessiert wie der Bridgestone S22 in den letzten 400km abgenutzt wurde.


    Ich habe versucht an ähnlichen Stellen zu messen, wie bei 700km Stand. Hinten mittig sind ca. 0,5mm abgefahren worden und der Reifen hat noch ca. 4,2mm Profiltiefe.

    Seitlich, nicht ganz außen, sind es 3,8mm und hat damit 0,2mm abgebaut. Im Prinzip entspricht das der Streckencharakteristik die wir bei uns vorfinden und meinen Fahrstil.


    Vorne hat er recht wenig Abnutzung erfahren und liegt mittig, wie auch etwas außen, bei 3,7mm, davor waren es 3,8mm.


    Die Mitte als Referenz am Hinterreifen, dann sind das ca. 0,5mm / 400km, womit dieser rechnerisch noch 2000km halten sollte, also ca. 3100 km insgesamt :Daumen runter:


    Das sind Laufleistungen wie ich sie schon von den Metzeler M7RR oder andere Sportreifen her kenne.


    Heute bin ich etwas moderater gefahren, weil ich mit meiner Frau unterwegs war, aber die Reserve meldet sich unbeeindruckt von geringerer Durchschnittsgeschwindigkeit auch bei ca. 200km.

    Somit bekräftigt sich das Verhalten, dass man sobald die Reserve aufkommt, spätestens nach 50km eine Tankstelle anfahren sollte. 200 - 250km mit einen Tank sind realistisch.


    Nach den 1000km konnte ich die Maschine das erste Mal etwas mehr aufdrehen und einige Streckenpassagen, die ich gut kenne, in gewohnter Manier fahren.


    Mit dieser neuen Erkenntnis kann ich ein für mich entgültiges Fazit nach 1111km ziehen:


    1. Die KTM 1290 SD-R 3.0 EVO ist agiler, flinker und handlicher als die KTM 1290 SD-R 2.0
    2. Das Fahrwerk bietet mehr Sicherheit und Vertrauen, insbesondere in Kurven
    3. Der Motor zeigt sich ruhiger im Lauf und das Ansprechverhalten beim Gasgeben ist geschmeidiger.
      Dies verleiht Kurvenfahrten ein sichereres Fahrverhalten, insbesondere beim Herausbeschleuningen.
    4. Der Motor ist gefühlt drehfreudiger und williger nach oben heraus. Subjektiv gesehen,
      glaubt man die Gänge weiter ausfahren zu können, ohne das Gefühl zu haben, den Motor zu quälen.
      Kraft hat er, wie bereits vorher schon, ohne Ende, dass ich froh bin, dass es ein Anti-Wheelie gibt ...

    Das soll es von mir im Moment gewesen sein, Alles in Allen, eine Entscheidung, die ich nicht bereue. Das Biest lebt weiter :knie nieder: :wheelie: :driften:

    Komme gerade von meiner heutigen Tour und der Vorbeifahrt bei meinen Reifenhändler zurück. Nach meinen Urlaub wird man sich der 190 / 55 ZR17 annehmen und wird kein Problem :zwinker:


    Ansonsten habe ich die Federung mal auf COMFORT gestellt und bin unsere holprige Straßen, die ich gut kenne mal in den Modus gefahren. Der Unterschied zu STREET oder SPORT ist bei solchen Straßenverhältnissen deutlich spürbar und für mich auf den ersten Blick sehr angenehm. Ich spürte ein etwas leichter werdendes Vorderrad, man könnte sagen leichtfüßiger und mit weniger Anpressdruck.


    Wie gesagt, im Prinzip ganz gut und der Einstellung entsprechend. Allerdings, als es in schnellere und etwas engere Wechselkurven ging, empfand ich das Fahrverhalten nicht mehr so sicher wie in STREET oder SPORT. Meines Erachtens lag das daran, dass der Vorderreifen leichtgängiger wurde und in dieser Art von Passagen etwas zappliger und nervöser wirkte. Desweiteren empfand ich dass das Motorrad mehr in die Kurve gedrückt wurde und beim Wechsel etwas schaukelnd daher kam. Insgesamt machte das für mich einen weniger sicheren Eindruck und gefiel mir nicht.


    Um meinen Eindruck zu bekräftigen fuhr ich die gleiche Strecke nochmals in STREET Modus und da war es wieder, das mittlerweile von mir liebgewonnene Gefühl von Sicherheit und Vertrauen. Im Moment bin ich mit den STREET Modus bei unseren Straßenverhältnissen sehr zufrieden, so einfach habe ich das mit der KTM 1290 SD-R 2.0 nie hinbekommen und werde vorläufig so weiter fahren.


    Nach mittlerweile fast 1000km Fahrt kann ich sagen, dass bei mir bei ca. 200km die Reserve angeht und bei ca. 250km die rote Kontrollleuchte, die einen leeren Tank signalisiert.


    Morgen und eventuell am Wochenende werde ich noch ein paar kleinere Touren unternehmen, dann geht es Montag zur 1000km Inspektion und zwei Tage später nach Südtirol und Sardinien :zwinker:

    Das Thema 190er Reifen eintragen gibt es ja als Thema.

    Habe ich bereits gemacht und Beispiele zu unseren TÜV genommen, die wie gesagt, das nicht machen, weil es nicht den internen Richtlinien entspricht.


    Wie auch immer, das sollte hier nicht groß zum Thema werden. Habe das nur erwähnt, weil mich das ursprünglich von der KTM 1290 SD-R 3.0 abgehalten hat.


    Ich berichte wie es bei mir weiter geht. Werde heute kurzfristig versuchen bei meinen Reifenhändler, zu den der TÜV kommt, das zu klären :zwinker: :kapituliere:

    Wie ich schrieb, mache ich mir etwas Gedanken um die Laufleistung der Reifen, da diese zum Einen Sportreifen sind, und zum Anderen nur 200er zur Auswahl stehen. In dieser Größe sind praktisch nur Sportreifen zu finden und meine Erfahrungen damit sind, dass egal was welchen man nimmt, sie schon auf meiner KTM 1290 SD-R 2.0 im Schnitt ca. 3000km gehalten haben wenn sie auf 1,6mm runter gefahren wurde.


    Vorhin habe ich meine neue KTM 1290 SD-R 3.0 RVO etwas geputzt, weil ich gestern in einen Regenguß kam, und da dachte ich messe ich mal die Profiltiefe meiner Reifen nach 700km Fahrt.


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    Links im Bild der Vorderreifen, rechts der Hinterreifen.


    Da ich nicht auf ein Laufleistungstest gefasst habe, kann ich nicht sagen, wie die Anfangstiefe der jeweiligen Profile war.

    Ich meine gelesen zu haben, dass der Hinterreifen ca. 6mm besitzt, aber da bin ich mir nicht ganz sicher ...


    Wenn dem so wäre, dann wird der Hinterreifen nicht lange halten, heißt für mich < 3000km :staun:


    Interessant finde ich, dass ich bis jetzt, aufgrund des Einfahrens bis 1000km, eher touristisch unterwegs bin :ja:


    Zum Glück geht es nächste Woche erstmal nach Südtirol / Italien und da gilt laut http://www.bussgeldkatalog.org/italien:


    Zitat

    Die Mindestprofiltiefe in Italien ist durch eine EU-Verordnung festgesetzt, welche auch in Deutschland gilt. Daher liegt sie bei 1,6 mm für Pkw und Lkw.

    Motorradreifen besitzen eine Ausnahmeregelung in puncto Mindestprofiltiefe in Italien. Sie dürfen ein Profil von mindestens einem Millimeter besitzen


    Viva Bella Italia :Daumen hoch:

    TomE : Gib mir noch etwas Zeit. Ich fange doch erst an die EVO Möglichkeiten auszuloten :kapituliere:


    Ansonsten kann ich nur sagen, dass die elektronischen Einstellungen eine sehr bequeme Sache ist und man sehr schnell Unterschiede ausmachen kann.

    Da habe ich an meiner KTM 1290 SD-R 2.0 immer wieder rumgefummelt ohne wirklich ein Optimum zu finden. Am Ende ließ ich alles auf SPORT ...

    Heute habe ich eine weitere Tour mit meiner neuen KTM 1290 SD-R 3.0 EVO unternommen und dabei bekomme ich immer mehr gezeigt, wie unterschiedlich sie von der Abstimmung zu meiner KTM 1290 SD-R 2.0 ist.


    KTME06farewell8i.jpg

    Ich erlebte den ersten herbstlichen Tag des Jahres ...


    Ich musste hier halten, weil zum Einen das Visier von außen so stark beschlagen war, dass ich es erstmal trocknen musste,

    und zum Anderen weil zufälligerweise die Reserve bei mir aufleuchtete.


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    Wie schon die anderen Tage, bei ca. 200km und man bemerke die 80km Reichweite.


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    Kurz bevor ich die nächste Tankstelle erreichen konnte leuchtete die Tankanzeige rot und warnte, dass getankt werden sollte.


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    Da war ich gerade mal 40km weit gefahren, obwohl mir bei der Reserveanzeige davor noch 80km Reichweite vorhergesagt waren.


    KTME06farewellDi.jpg

    Ich würde sagen, das war knapp und von den Berechnungen recht optimistisch.


    Heute bin ich fast 300km gefahren und der Spaß lässt nicht nach. Das hat im Wesentlichen drei Gründe:


    1. Wie schon ein paar Mal gesagt, die Maschine ist viel agiler und handlicher, was die Kurvenfahrten erleichtert.
    2. Die Fahrwerksabstimmung ist aus meiner Sicht sehr gut, auch in den STREET Modus in dem ich zu Zeit fahre.
      Heute bin ich besonders viele holprige Straßen gefahren, die mir mit meiner KTM 1290 SD-R 2.0 kein Spaß mehr gemacht haben.
      Das ist mit der KTM 1290 SD-R 3.0 EVO ganz anders, denn sie vermittelt viel mehr Vertrauen und Sicherheit.
      Dazu kommt noch, dass ich Stöße am Lenker gedämpfter und ruhiger empfinde. Auch das vermittelt mehr Vertrauen und Sicherheit.
    3. Die KTM 1290 SD-R 3.0 EVO hängt sehr feinfühlig am Gas und dreht auch aus unteren Drehzahlen < 3000rpm willig auf.
      Das kommt meinen "runden" Fahrstil sehr entgegen, denn ich lass mich z.B. gerne mit der Motorbremse in die Kurven rollen,
      um dann die Maschine am Gas zu halten und gegen Ende der Kurve herausbeschleuningen. Das läuft wesentlich ruhiger ab,
      und lässt ein gechilltes, dennoch zügiges Fahren zu, das ich sehr entspannend finde. Das ging mit der KTM 1290 SD-R 2.0 nicht so.

    Alles in Allen, bin ich froh um die Entscheidung, und freue mich auf die nächsten Ausfahrten bis zur 1000km Inspektion.

    Was hat es für die SDR 2.0 noch gegeben ?

    Ich habe für meine KTM 1290 SD-R 2.0, mit über 82000km, mehreren Umfallern und sogar noch einen Unfall, bei der die Verkleidung recht gelitten hat, noch EUR 5.000,00 bekommen.

    Das Motorrad war allerdings technisch einwandfrei und wurde jedes Jahr von der KTM Vertragsverwerkstatt gewartet. Privat hätte ich versucht sie für ca. EUR 6.000,00 anzubieten :zwinker: