Hallo Sushi,
unsere Erfahrungen sind da nicht ganz deckungsgleich. Ich bin bei meinen Islandreisen durchweg mit nur ca. 0,4 Bar unter Reifendruckvorgabe gefahren, egal ob Asphalt, Lavagestein oder eben die von Dir gezeigten Sand- und Ascheflächen. Mit LC4 oder LC8, immer mit vollem Campinggepäck und teils mit Sozia. Du mußt dafür auch nicht im Dakar-Modus fahren, nur eine je nach Motorrad etwas unterschiedliche Mindestgeschwindigkeit einhalten. Bei einigermaßen tragfähigem Sand/Asche waren das ca.50km/h, bei tieferem und grob verspurten Sand/Asche bei 60-65km/h - stehend gefahren selbstverständlich. Im Sitzen klappt das nicht so gut, da kannst du das auskeilende Hinterrad nicht ausreichend kontrollieren. Ich hatte zu dieser Zeit keine Schlauchlosfelgen, wobei ich meine daß auch eine Schlauchlosfelge mit einem offroadtauglichen Reifen drauf, zwischen 1,5 und 2,0 bar Reifendruck keine Probleme machen dürfte. Die von dir streckenweise gefahrenen 0,5 bar sind nach meinem Dafürhalten selbst mit Schlauchfelgen und Reifenhaltern riskant. Zum einen wegen des Gewichts der beladenen Maschine und auch dessen Verteilung. Tendenziell führt das relativ leichte Vorderrad dann zu wenig im verspurten Geläuf und der schwer beladene Hinterrad-Reifen kann durchschlagen oder wird gar vom Felgenhump gezogen. Zumal sich auch immer wieder Lavabrocken in der Vulkanasche verstecken. Die 0,5 bar sind Trial-Druck, wenn man maximale Traktion in technischen Passagen braucht - insgesamt gesehen viel zu niedrig für Touren im isländischen Hochland.
So jedenfalls meine Meinung. Wobei ich sicherlich anfangs auch eher unsicher war - aber die Erfahrung kommt zwangsläufig mit der Übung. Als ich allmählich gelernt hatte auf Sand zu fahren, habe ich das mehr genossen als die Holperfahrten durch Lavagestein.
In diesem Sinne: dir weiterhin schöne, erlebnisreiche Offroad-Reisen!
Hakim