Sodele... heute habe ich mich mit allgemeinen Einstellungen (Mäusekino und Hebeleien) und natürlich dem Fahrwerk der "R" beschäftigt.
Ich weiß... man kann die jeweiligen Setups nicht 1:1 übertragen, jeder hat seine Vorlieben, und jedes Bike hat so seine Serienstreuungen, allerdings bei den präzise gearbeiteten Fahrwerkselementen von WP dürften keine großen Steuungen möglich sein.
Ich persönlich liebe sehr sensible und weiche Einstellungen für die Landstraße, allerdings darf der Bock nie schwammig wirken und muss vor allen Dingen noch immer knackig präzise einlenken, bzw. in der Schräge muss die Linie gehalten werden, trotz Wellen oder Flickstellen.
Aus Zeitgründen (die "perfekte" Einstellung kommt später) habe ich die beiden Negativwege, also die Federn in Ruhe gelassen.
Die "R" ist ja vorn und hinten für Einmann-Betrieb gefedert, bedeutet von Haus aus besser für den Solo-Betrieb geeignet, als die "ohne R".
Ich habe die "R" zunächst im Ausliefer-Setup gefahren, bedeutet:
Luft vorn 2,7 und hinten 2,9 bar
Hinten Druckstufen Low: 15 Klicks offen, High 1,5 U offen.
Hintere Zugstufe 10 Klicks offen
Gabel Druck: 10 Klicks offen, Zug 10 Klicks offen.
Die "R" war damit selbst für mein Gewicht hinten knackehart, vorn... ging so...
Schöne Schrägen... hm... nicht so richtig...
Minimale Vorarbeiten: Gleitrohre mit Silikon-Öl abgewischt, Kabelbinder um`s rechte Rohr.
Die Gabel habe ich allerdings nicht entspannt, ich denke, dass das im Werk geprüft wurde.
Habe dann aus Faulheit (jaja... meine persönlich "perferkte" Einstellung kommt später) einfach mal
das Komfort-Setup eingestellt:
Luft vorn und hinten 2,5 bar
Hinten Druckstufen Low: 20 Klicks offen, High 2 U offen.
Hintere Zugstufe 15 Klicks offen
Gabel Druck: 15 Klicks offen, Zug 15 Klicks offen.
Und los ging`s: Landstraßen möglichst kurvig, wellig, Flickstellen aber auch längere Bögen, plan, auch mit Wellen.
Lufttemp.: 18° +/- 2°
Das ging schon deutlich forscher umme Ecken, spürbar mehr Grip, keine Tritte in den Popo mehr.
Synchron lief es auch, habe mich auch öfter in die Rasten gestellt und mit Schwung diese stark belastet, den Lenker natürlich auch etwas.
Vorn und hinten gleichtiefe Federbewegungen, sowie gleiche Ein- und Ausfedergeschwindigkeiten.
Also... die KTM-Einstellempfehlungen scheinen echt zu funktionieren.
Vorn scheint die relativ weiche Druckstufe zu passen, brutalste Bremsungen auf welligem Belag brachten den Kabelbinder einen knappen Daumenbreit vor dem Gabelfuß zum stoppen, ohne durchzuschlagen. Fein-fein...
Nur... irgendwie war mir das innerhalb der Zugstufen-Dämpfung zu weich... eine Regeneinstellung?
Das Einlenken war etwas zu indifferent, sehr schnelle Bögen mit Wellen ließen einen sauberen Strich vermissen.
Ergo: Gleich vorn und hinten die Zugstufen zwei Klicks weiter zu, beide nun 13 Klicks offen.
Überraschung!!! Zu hart! Und das bei nur 2 Klicks weiter zu.
Mein Öhlins am Ninchen musste immer mindestens mit 2 Klicks beaufschlagt werden, um eine minimal spürbare Veränderung herbeizuführen.
WP hat da wohl einen weiteren und knackigeren Einstellbereich.
Also beide Zugstufen einen Klick weiter auf und dann lief es recht befriedigend.
Mein vorläufiges Setup sieht für einen knapp über 100 KG Mann, bei um die 18° und unterschiedlich ruppiges, trockenes Landstraßenterrain so aus:
Luft vorn und hinten 2,5 bar
Hinten Druckstufen Low: 20 Klicks offen, High: 2 U offen.
Hintere Zugstufe: 14 Klicks offen
Gabel Druck: 15 Klicks offen, Zug: 14 Klicks offen.
Damit hat man ein wirklich gut funktionierendes "R"-Setup mit guten, gleichmäßigen Federbewegungen und ausreichendem Komfort, gepaart mit der nötigen Stabilität / Agilität.
Aber ich werde noch weiter spielen und berichten. Jedenfalls machen die Fahrwerkselemente Fun! 