Beiträge von Vilo

    Fonkysepp


    Den RAL Farbton weiss ich nicht. Ich hatte mit dem Lacker tiefschwarz glänzend abgesprochen und so kam es dann auch. Allerdings sieht man darauf wirklich jeden noch so kleinen Kratzer. Wenn ich es nochmal machen würde, dann in Matt.


    Zur Bremse: Ja, ohne Kröpfung passt an den Bremssätteln.Wenn du genau das gleiche wie ich bei Spiegler bestellen möchtest, kannst du dich auf die Bestellung 087820 und die Belegnummer 2020-211313 beziehen. Dort ist alles drin, was du ab ABS Modul brauchst. Ich habe an der Bremspumpe den axial-radial Hel Adapter genommen (mit 2 x H10 x 1.0), Link dazu ist irgendwo in den Bremsen Postings. Dadurch kann ich die Originalleitung von Bremspumpe zu ABS Modul weiter verwenden.


    Hinterer Bremssattel ... hm... da bringst du mich auf Ideen ... leise rieselt der Schnee und sähe natürlich deutlich besser aus.


    Willst du mit dem Umbau auch zum TÜV?


    Grüße

    Vilo

    Das meiste in diesem Thread ist IMHO kein Murks, auf den letzten beiden Seiten läuft es aber ein bisschen aus dem Ruder. Im Grunde gehört die Diskussion, ob die R Fahrwerke für den Anfänger nötig sind oder was denn nun mit der 690er ist, nicht hierher.


    Für mich sieht es so aus, es ist schon alles gesagt, aber noch nicht von jedem.


    Grüße

    Vilo

    HF Carbon hat, ich zitiere, keinerlei Papiere. Also gehe ich das Wagnis ein mich so dem so gefürchteten Graukittel-Endgegner zu stellen.


    Über Meinungen zum Sport möchte ich hier nicht diskutieren. Wer unbedingt möchte, kann ja einen Extrathread dafür aufmachen, z.B. "Ich will leichter als meine Maschine werden", "Walken - Pussysport oder feines Training?", "Jogging - der Mensch ist nicht zum Laufen gebaut, sondern fürs KTM-Fahren" oder auch "Lockdown, ich komm nicht vom Sofa hoch, was tun?"


    Aber bitte nicht hier.


    Grüße

    Vilo

    ... aber ich lasse mich nicht von einem Kauf einer KTM abschrecken, weil im Forum jemand etwas zu eventuellen Problemen schreibt. Ich denke immer, dass wohl mehr Leute negativ berichten, als positiv. Nicht zuletzt, weil der, der nichts an Problemen hat, derzeit vermutlich auf seinem Motorrad sitzt. Von daher kann sowas auch schnell verfälschen. Lieber selbst ein Bild machen oder auf besondere Häufung von Problemen achten.

    Genau. In Foren sind naturgemäß Probleme und Problemchen im Vordergrund. Und dazu kommt noch die persönliche Disposition der Leute, vieles ist halt subjektiv und manchmal auch emotional. Fahr du mal schön Probe und dann kaufste die 890er ;)


    Grüße

    Vilo

    Hm. Hm. Hab noch nie davon gehört, dass der TÜV bei Carbonteilen an einer Naked rumgemosert hat. Anyway, ich frag mal HF Carbon, ob sie ein Materialgutachten o.ä. haben. Und beim TÜV rufe ich auch nochmal an, auch wenn ich da vielleicht schlafende Hunde wecke. Ich werde berichten ...


    Nach dem was ich gemessen und gewogen habe, müsste die Maschine zwischen 9 und 10 Kilo abgespeckt haben. Die Carbonteile haben etwa 1.2 kg gebracht.


    75kg schaffe ich übrigens nie, mein Ziel ist 80kg. Krafttraining mache ich übrigens auch, aber da komme ich kaum in die Fettverbrennung. Ich bin da wegen eines Schlüsselbeinbruchs noch etwas eingeschränkt. Normalerweise würde ich Fahrradfahren anstatt zu laufen, ich hasse joggen. Aber wat mutt dat mutt.


    Grüße

    Vilo

    Becane


    10 Ampere sollten reichen. Beim Test gleichzeitig mit Bremslicht ist jedenfalls nix passiert. Also nicht nix, sondern MÖÖÖP.


    @Weity1980


    IMHO sind Carbonverkleidungsteile nicht eintragungspflichtig, solange sie nicht sicherheitsrelevant sind. Stress würde der TÜV machen, wenn die Anbauteile, obwohl originale Form, aus ungeeignetem Material gefertigt wären. Carbon ist aber, wie Fiberglas, GFK usw. ein geeignetes Material für Verkleidungsteile. Anders sieht es z.B. bei Carbonlenkstummeln oder auch Carbonfelgen aus, die möchte der TÜV mit entsprechendem Materialgutachten eingetragen haben.


    Grüße

    Vilo

    Schlanker geht immer!


    Der Winter ist noch nicht vorbei und mein Basteltrieb ist ungebrochen. Das Thema Gewichtsoptimierung hat mich voll im Griff, sowohl für die 790er als auch für mich selbst.


    Ich geh' regelmäßig joggen und bin inzwischen bei 85 Kilo, bei der Duke hilft vermehrte Bewegung leider nicht. Dafür kann man bei ihr Anbauteile durch leichtere ersetzen, was bei mir widerum nicht gut funktioniert. Das Zauberwort heißt Carbon. Also hab ich bei HF Carbon kräftig am Baum geschüttelt und diese Preziosen fielen herunter:


    20210113_142144.jpg20210122_131552.jpg


    Das passte alles plug&play, nur der Hinterrad Spritzschutz war elendig fummelig ein- und auszubauen. Falls noch jemand das vorhat: Nimm das Hinterrad raus, dann kommt man einfachst an die beiden Schrauben dran, die den Spritzschutz halten.


    Also ich finde es auch optisch geil:


    20210122_150533.jpg20210122_150609.jpg


    Auch das Problem mit dem Bremsflüssigkeitbehälterhalter (was für ein Wort!) habe ich gelöst. Von Rizoma gibt es einen schmalen Halter, der links neben der Notaus/Startschalterarmatur seinen Platz findet. Der Bremsflüssigkeitsbehälter bleibt aber so, wie er ist:


    20210122_150509.jpg


    Zu guter Letzt habe ich mich noch um die Hupe gekümmert. Das "Äh-dürfte-ich-untertänigst-darauf-aufmerksam-manchen"-miiiep der Originalhupe sollte durch ein standesgemäßes "HEY-DU!" MÖÖÖÖÖP ersetzt werden. Der Platz am Originaleinbauort ist zwar beschränkt, aber mit ein bisschen guten Willen und Bereitschaft zum Verbiegen der Originalaufnahme ließ sich dieses Horn gut unterbringen.


    Jetzt steht die Duke abgedeckt im Schuppen und wartet auf den TÜV-Termin ...


    Grüße

    Vilo

    Fragxit


    Etwas amüsiert hat mich deine Frageformulierung, ob 890er Fahrer ihr Motorrad einem relativen Anfänger empfehlen würden. Natürlich empfehlen sie es jedem, der nicht bei drei aufm Baum ist, garniert mit den Hinweisen es gäbe auch andere Moppeds für Anfänger und auffe Klappe kann man sich auch mit ner Puch Maxi legen ... dem würde ich mich vollinhaltlich anschließen (obwohl ich als 790er Fahrer streng genommen gar nicht mitreden dürfte).


    Der Entscheidung für ein bestimmtes Motorrad ist eine Kombination aus Emotion, Vernunft und Geldbeutel. Die von dir angedachten Alternativen gehen alle in die Richtung "zackiges" Design und +100PS und sind technisch auf vergleichbarem Stand (Ich gehe mal davon aus, dass du die aktuelle Z900 meinst und nicht die aus den 70er/80ern). Klar kommen wirst du mit allen dreien, wenn du deine rechte Hand im Griff hast.


    Vernunft ... Einsatzzweck ist wohl die gepflegte Landstraßenrunde, wenn ich das richtig interpretiere. Dazu passen die Maschinen. Sozia eher selten (oder ist dir wurscht), Gepäck ist ebenfalls nebensächlich, genauso wie lange Autobahnetappen oder Geländeausritte. Auch das legt die Auswahl der Maschinen nahe. Wenn du wirklich auch Rennstrecke in Erwägung ziehst, würde ich auch die Anschaffung eines Extra Moppds dafür in Erwägung ziehen.

    Emotionen ... das Optische hast du ja schon grundsätzlich geklärt und wie du dich drauf fühlst, tja, da hilft nur (probe)fahren.

    Geldbeutel ... was ist es dir wert? Die 890er ist die teuerste, Z900 und 790er gibt's deutlich günstiger gebraucht.


    Just my2cent

    Vilo

    Äh, ich habe die Gruppe gewechselt, über Mittag in die zweitschnellste und am zweiten Tag dann in die schnellste. Den ersten Turn in der Anfängergruppe mitzufahren fand ich damals keine schlechte Idee. War natürlich eine, aber so hatte ich mich auch an Brünn rangetastet, da hat das gut funktioniert.


    Der Uwe war schon ein guter. Das Problem war die Orga. Der Veranstalter war ein Motorradhändler aus Ichweissnichtmehrwo in Kooperation mit einem professionellen Veranstalter, wie hieß er nur ... Egal. Uwe sollte nur drei Runden vorfahren. Er sagte mir später auch, dass das absolut bekloppt war und nicht seinen Ansprüchen entspach. Aber die Motorradhändlerleute wollten das so haben ... die Leute vom professionellen Veranstalter (dazu gehörte Uwe, der Motorradhändler hatte überhaupt keinen Instruktor dabei!) und die Leute vom SaRi waren nicht amused über das wilde Treiben dieser Partytruppe. Das war wirklich ein unangenehmes Volk. Die fuhren auch alle gemeinsam in den ersten beiden (langsameren) Gruppen, die beiden schnelleren Gruppen waren mit vernünftigen Leuten vom professionellen Veranstalter gebucht.


    Ich habe vergleichbares weder vorher noch nacher erlebt. Deshalb war mir das damals auch den Bericht wert.


    Grüße

    Vilo

    Hier mein Erfahrungsbericht von meinem ersten Auftritt auf dem Sachsenring Anno 2005 oder auch "So sollte es nicht laufen". Allerdings war die Anfängergruppe auch wirklich schlecht organisiert. Und die Teilnehmer ... aber lest selbst:


    ----- Zitat Anfang -----

    Am Sonntagabend die Plünnen gepackt und fünfeinhalb Stunden bis kurz vor Chemnitz mit dem Hänger über die BAB. Herrlichstes Wetter, nicht zu kalt, nicht zu warm, kein Regen. Weil ich ja noch nie am Sachsenring gefahren bin, hatte ich mich in die Krabbelgruppe eingeschrieben, weil da so ein netter Herr mit gelben Leibchen erstmal vorweg fährt und die Linie zeigt.

    Der erste Turn ging also am Montagmorgen 8:45 Uhr los und der Instruktor fuhr vorn, dahinter ca. 20 hochmotivierte Adepten. Nach drei Runden winkte der Instruktor die Horde auf der Zielgeraden vorbei und das Schicksal nahm seinen Lauf. Der Erste aus der Gruppe, mit einer R1 bewaffnet und SEINE ERSTE Kurve OHNE AUFSICHT vor Augen kriegte diese nicht und sauste ins Kiesbett. Der Zweite hielt schon länger durch. Turn 7, der schnelle Linksknick hinter der Audibrücke, war seine Endstation. Nr. 3 lag dann in der nächsten Runde im Eingang Omega (wie kann man da stürzen??), der Vierte dann Ausgangs Turn 6. Dazu wurden noch drei Leute mit zu lauten Maschinen per scharzer Flagge aus den Verkehr gezogen. Das Feld der Konkurrenten um die goldene Ananas hatte sich also innerhalb eines Turns um 1/3 gelichtet.

    Und was machte Vilo? Er suchte sich seine Linie durch das Schlachtfeld und versuchte, so gut es ging, am Leben zu bleiben. Dies geht am besten, indem man die Flucht nach vorn ergreift. Was sich nicht ganz einfach gestaltete, weil die aufgeregten Frischlinge die wildesten Sachen machten:
    - Auf den Geraden auf der Ideallinie mal kurz Gas wegnehmen um zu schauen, wo der Kumpel bleibt
    - Innovative Linienwahl
    - quer über die Strecke schwenken und wieder zurück
    - am Scheitelpunkt bremsen

    Ja, ich habe es überlebt.

    Im Laufe des Vormittags hatte ich dann die Gelegenheit mit Uwe, dem Instruktor, allein rauszufahren und nochmal die Linie zwischen Omega und Turn 6 zu vertiefen. Das hat dann nochmal richtig was gebracht und ich war fit für die genauere Definition von Bremspunkten.

    Am Nachmittag waren dann erste vorzeigbare Zeiten zu notieren. 1:55 ... 1:53 ... 1:51 ... Turn 7 geht eindeutig schneller! ... 1:48 ... ab Ende Omega bis Mitte Turn 5 darf das Knie ruhig durchgehend am Boden kleben ... 1:49 ... Turn 10 geht mit Vollgas ... 1:46 ... Sachsenkurve kann man später bremsen und den Rest der zuviel-Geschwindigkeit in der Kurve verlieren ... 1:44 ... hier noch ein bischen, da noch ein bischen ... 1:42 ... dann kam der fiese Hinterradrutscher und ich hab es gut sein lassen.

    Am nächsten Tag dann die Mission 1:40, war klar. Hab ich aber nicht geschafft, entweder Verkehr oder irgendetwas verhauen. Handgestoppte 1:41 war Ende Gelände. Außerdem war mein Hinterreifen links völlig fertig. Und ich ab Mittag dann auch.

    Fazit: Ein sehr schöner und schneller Kurs mit Achterbahncharakter, sehr flüssig zu fahren. Gefällt mir besser als Oschersleben, könnte meine neue Lieblingsstrecke werden. Was nicht so schön war, waren einige der Teilnehmer. Nachts bis in die Puppen Party im Fahrerlager, auf der Strecke dann unkonzentriert und schlecht berechenbar. Andere waren mit ihrer Akrapovic oder sonstwas Komplett-Racinganlage da, haben aber die wild geschwenkten schwarzen Flaggen mannhaft ignoriert und so mit dafür gesorgt, dass am ersten Tag um 15:30 Uhr das Lärmkonto voll war und somit Feierabend. Ein ganz gewitzter fuhr im ersten Turn mit DB-Eater, schraubte ihn für den zweiten raus, klebte vor seine Startnummer 81 noch eine 1, röhrte über den Kurs, wurde natürlich rausgewunken und verwarnt, trat beim nächsten Mal wieder mit DB-Eater und der 81 an, während der arme Kerl mit der 181 ziemliche Schwierigkeiten bekam. Aber den Sack hammse dann doch noch erwischt. Ich finde die Lärmbegrenzung gut, manche Leute tun ja glatt so, als ob ihre Maschine ohne Racingauspuff unfahrbar wäre.
    ----- Zitat Ende -----


    Natürlich sind solche Zustände die Ausnahme! Aber es ist schon so, dass in der Anfängergruppe die verschiedensten Charaktertypen und Fahrkönnen aufeinander treffen, was, wenn die Instruktoren nicht mehr dabei sind, zu sehr unterschiedlichen Geschwindigkeiten führt. Das, gepaart mit wahlweise Unsicherheit oder grandioser Selbstüberschätzung, hat großes Unfallpotential.


    Grüße

    Vilo

    Um vielleicht mal von der ganzen Versicherungssache wieder zum eigentlichen Thema zurück zu kommen ...


    Mit welchem Mopped man auf die Rennstrecke fährt ist ziemlich wumpe. Prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten: Man/Frau besorgt sich eines extra nur dafür oder nimmt halt das Alltagsmöppi bzw. was halt da ist. Wenn man/frau das Alltagsmotorrad nimmt, empfehle ich sich vorher ein Kurventraining anzutun. Schadet nix, kostet wenig und gibt einen Vorgeschmack auf die Rennstrecke. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. RS sind übrigens genauso "schmierig" wie Kartbahnen, wenn damit der Gummiabrieb gemeint ist, den Autos oder Karts hinterlassen. Es gibt auch RS mit dem Gripniveau eines gefrorenen Löschteiches; wer damals mal auf dem A1 Ring unterwegs war, weiss was ich meine. Und mit Kartbahn meine ich nicht Indoor, sondern richtige Strecken wie z.B. der Vogelsbergring, Oberbergischer Kartring etc. ... ich schweife ab.


    Dann kann man immer noch entscheiden, ob erstens RS überhaupt ein ernsthaftes Thema ist, zweitens ob man/frau sich das mit dem Alltagsmopped antun möchte oder nicht doch z.B. ne gut abgehangene billige 600er dafür herhalten sollte. Und dann kommt vielleicht sogar die Versicherungsfrage ernsthaft ins Spiel.


    Grüße

    Vilo

    Hi,


    ja, es ist so wie Kondos schrub. Bei einem Renntraining sind die normalen Versicherungen raus, bei Fahrsicherheits und Kurventrainings meistens nicht, da diese anerkanntermaßen (also von der Versicherern anerkannt) zu einer Verbesserung der Fahrerfähigkeiten dienen und somit das künftige Unfallrisiko vermindern können. So die Versicherungsargumentation. Ich bin zwar der Meinung, dass Renntrainings ebenfalls die Fahrkünste verbessern, aber dem folgt man bei den Versicherern natürlich nicht.


    Aber man sollte sicher gehen, dass das geplante Training von der Versicherung abgedeckt ist ... ich hab da mal angerufen und bei mir sind Fahrsicherheits und Kurventrainings abgedeckt. Hab das aber nicht in Anspruch nehmen müssen.


    Es gibt auch spezielle Renntraining Versicherungen, da bin ich aber nicht im Thema (gab's zu meiner aktiven Zeit so nicht).


    Grüße

    Vilo

    Hi,


    mein Tipp für diejenigen, die das erste mal mit ihrem Alltagsmopped auf den Kringel wollen: Gönnt euch vorher ein gutes Kurventraining (auf ner Kartbahn oder so), da wird auch in Gruppen von langsam bis schnell gefahren. Man ist in Gruppen zu 5-6 FahrerInnen unterwegs, jeweils Instruktoren vorweg bzw. im weiteren Verlauf muss jeder mal ein paar Runden vorwegfahren und der Instruktor guckt sich das von Platz 2 aus an.


    Dort lernt man seine persönlichen Grenzen erstmal kennen und, je nach Willen und Mut, auch die Verschiebung derselben Richtung mehr Schräglage, späteres & härteres Bremsen, früheres rausbeschleunigen. Dazu viel Grundsätzliches zu Blickführung, Linienwahl und Sitzposition. Es hängt auch ein bisschen vom Veranstalter ab, inzwischen gibt es einige, die auch mit Videoanalyse arbeiten. Das Unfallrisiko ist sehr gering und die Versicherung macht keinen Stress, wenn man doch eine Bodenprobe nehmen sollte. Das Tempo ist natürlich nicht so hoch wie auf einer Rennstrecke, aber das Prinzip ist das Gleiche.


    Man lernt auch seine eigene Maschine und ihre Reaktion auf Fahrmanöver besser kennen. Solcherart mental gerüstet ist der erste Ausflug zur Rennstrecke deutlich entspannter. Und günstiger ist so ein Kurventraining allemal.


    Just my 2cent

    Vilo, 1:37:23 in OSL, 1:39:87 am SR, ist aber schon was her

    Moin,


    für diejenigen, die auf der Suche nach ABEs oder Teilegutachten für diesen Umbau sind:


    ABE für die Braking Wave Disks: ABE_Braking_wave_disks.pdf

    ABE für die Brembo M4 Bremssättel: ABE_M4_KBA 61242.pdf

    ABE für die Brembo RCS19 Premspumpe (gilt auch für die RCS16): ABE_RCS19_16.pdf

    Teilegutachten für Spiegler Stahlflex Bremsleitungen: Teilegutachten_spiegler.pdf

    Genehmigung der KTM PP Anbauteile (z.B. unter 13 die Fussrastenanlage): ktm790_pp_teile.pdf

    ABE WP Apex Pro 6500 Cartridge: KBA_91820_WP_AP_6500_cartridge.pdf

    ABE WP Apex Pro 6746 Federbein: KBA_91819_WP_AP_6746_Federbein.pdf


    Bei den ABEs für Bremssättel, Bremspumpe und Bremsscheiben ist zu beachten, dass da die KTM Duke 790 nicht aufgeführt ist. Aber die Dokumente sind bei einer EBE (Einzelabnahme) sehr hilfreich, da man damit nachweisen kann, dass man nicht irgendeinen Krempel drangewurschtelt hat, sondern in Deutschland zugelassene Teile. Besonders bei den Brembo M4 Bremssätteln muss man aufpassen, dass die KBA Nummer auch auf den Sätteln eingestempelt ist. Das ist z.B. bei Triumph, die die M4 als Originalausstattung verbau(t)en, nicht der Fall. Damit wird's dann schwierig beim TÜV ...


    Eine kleine Bemerkung noch zu "die Basis (der 890er) ist eine Bessere": Ja, kann man so sehen. Dann allerdings dürften sich dann alle Hobbyschrauber dieser Welt nur an den jeweils bestgetesteten Motorrädern versuchen. Aber bei mir ist auch der Weg das Ziel, die Kreativität, der Spaß beim Schrauben (Ausnahme: Assholeschrauben, die nicht losgehen, siehe oben), Problemlösungen, eine gewisse Genauigkeit & Penibilität. So einem Harleyschrauber, der sich seine Shovelhead aufbaut, kommt man ja auch nicht mit "Ey, nimm doch die neue E-Glide, viel bessere Basis".


    Viele Grüße und allen frohe (coronagerechte) Weihnachten!

    Vilo

    Hi,


    oha, da muss ich passen. Ich hab das irgendwo aufgeschnappt und einfach mal geglaubt mit den 18mm und nicht nachgeprüft. Die Größe erschien mir für die 30/34mm Bremskolben auch plausibel.


    Wie kommst du darauf, dass ich ein Windschild haben möchte?


    Ich möchte übrigens Easyliving danken, der mich hier zu der Bremsenarie inspiriert hat!


    Grüße

    Vilo

    @Malakov


    Leider sind die Gabelfüße bei 790er und 890er nicht ganz gleich. Bei der 890er sind die Spacer schon in die Gabelfüße "integriert", damit die Brembos passen. Ich hab mir das vorher bei der 890er angeschaut, weil ich zuerst auch dachte, die Gabeln sind gleich ...


    Hier der direkte Vergleich:


    790er 890er

    790_fork.JPG890r_fork.JPG


    Da die benötigten Spacer 10mm dick sind, müssen auch die Bremssattelschrauben von 55mm auf 65mm verlängert werden.


    Grüße

    Vilo

    Die Bremsen, Teil II


    Als erstes habe ich wieder mal das Vorderrad ausgebaut, also Bremssättel ab, Vorderrad raus, ABS Sensor usw. … siehe „Das Fahrwerk“.

    Anschließend mit dem Vorderrad, Heißluftfön, 20er Torx Nuss, Verlängerung, Drehmomentschlüssel und einem Plastikhammer in den Hobbyraum. So sieht das Vorderrad mit den originalen Bremsscheiben aus:


    20201209_124924.jpg


    Dort dann Bremsscheibenschraube für Bremsscheibenschraube erst erhitzt, mit der 20er Torx Nuss, Verlängerung und dem Plastikhammer einen beherzten Schlag versetzt und anschließend mit Gefühl gelöst. Ging nach dieser Methode völlig ohne Probleme, hat aber ne Stunde gedauert für die 10 Bremsscheibenschrauben. Nachdem die Schrauben draußen waren habe ich die Bremsscheiben incl. ABS-Ring abgenommen, die Felge gründlich gereinigt (besonders da, wo die neuen Bremsscheiben draufkommen) und die neuen Bremsscheiben nebst ABS-Ring montiert. Die Braking Bremsscheiben sind laufrichtungsgebunden, Auch hier wieder der Hinweis: Sicherheitsrelevant, Drehmoment und Schraubensicherung beachten!


    20201209_134845.jpg


    Mit dem Vorderrad wieder in die Garage, die Brembo M4 Bremssättel, Titan Bremssattelschrauben und die vorläufige Spacer auch dabei. Dann alles einmal vormontiert, passt:


    20201209_140432.jpg


    Nun wusste ich ja, dass die Spacer 10mm hoch sein mussten, also konnte ich die bestellen. Auch die Winkel der Bremsleitungen an den Bremssätteln war nun klar. ich habe die alten Bremsleitungen vom ABS Modul bis zu den Bremssätteln ausgebaut und vermessen. Es ergaben sich 43 cm pro Leitung, tatsächlich waren die Leitungen von den Bremssätteln zum Verteiler und die vom Verteiler zum ABS Modul gleich lang. Die ausgebaute vordere Bremsleitung:


    20201210_173157.jpg


    Hier die Nachricht, die ich an Spiegler schrieb und anhand der sie mir (nach telefonischer Rücksprache) den konfektionierten Bremsleitungssatz liefern konnten:


    spiegler.pdf


    Geduld ist ja nicht meine Stärke. Die Bremsleitungen brauchten nur ein paar Tage, aber die Spacer … letztendlich war alles da und vor lauter Tatendrang habe ich keine Fotos von den Teilen gemacht. Egal, die neuen Bremsleitungen und die Spacer waren schnell montiert. Das Bremsleitungsensemble von Spiegler ist übrigens eine echt tolle Arbeit, passt 100%ig!


    20201219_090312.jpg20201219_090441.jpg



    Nachdem alles montiert war, entlüften, entlüften, entlüften. Zuerst an der Bremspumpe, wenn dort keine Luft mehr kommt an den Bremssätteln. Das ABS Modul hat keine eigene Entlüftung (oder ich hab sie nicht gefunden). Doch irgendwie fühlte sich das immer noch teigig an. Auch eine Probefahrt bestätigte nur, was vorher schon zu fühlen war: Ich musste den Bremshebel fast bis zum Anschlag ziehen damit überhaupt eine Bremswirkung eintrat. Das ABS Modul? Hatte ich einen Fehler gemacht? Irgendwas noch undicht? Der böse Watz? Kurz, nein.


    Die originale Bremspumpe hat einen 18mm Kolben (der Hub ist mir unbekannt, ich schätze so 17-18mm) und ist damit auf die originalen Bremssättel mit 30/34er Bremskolben richtig abgestimmt. Die Brembo M4 haben 34/34er Bremskolben. Es gibt ein cooles Tool zur Berechnung, welches Kolbendurchmesser/Hub Verhältnis man für welche Bremskolbengrößen benötigt. Das warf aus, eine 19er Bremspumpe muss es schon sein, mit Hub 18-20mm. Genau sowas hat Brembo StVO-konform im Angebot, die radiale RCS19 18-20 Bremspumpe. Also bestellt, zusammen mit dem passenden Bremsflüssigkeitsbehälter und einem Adapter, der den Bremsleitungsanschluss an der Bremspumpe um 90° umlenkt, damit die Originalbremsleitung dranpasst. Als kleines Goodie noch dazu, dass die Bremspumpe zwischen 18mm Hub (weicherer Druckpunkt/weniger Handkraft/mehr Weg) und 20mm (härterer Druckpunkt/mehr Handkraft/weniger Weg) umgeschaltet werden kann.


    Die RCS19 ist aber so gebaut, dass sie direkt neben der Gas-Armatur montiert werden muss. Sonst schlägt der Bremshebel am Gasgriffgehäuse an. Also musste der Notaus/Startschalter weiter nach innen wandern. Dabei traf ich wieder auf eine dieser unlösbaren Schrauben mit dem üblichen Procedere bis zum Ausbohren und Helicoil einsetzen … 4 Stunden Rumwürgerei bis der Schalter 3cm weiter innen am Lenker saß. Die Brembopumpe hat einen schworzen Hebel, also wurde der Kupplungshebel dann auch wieder gegen den Originalen ausgetauscht. Soviel Zeit muss sein.


    Das Ergebnis sah dann so aus:


    20201219_090409.jpg20201219_090337.jpg


    Der Halter für den Bremsflüssigkeitsbehälter gefällt mir nicht wirklich, aber was solls, form follows function ...


    Wieder mal entlüften bis der Arzt kommt, auf 18mm Hub gestellt und auf zur Probefahrt. Was soll ich sagen … WOW, genau so soll es sein. Glasklarer Druckpunkt ... nach ein paar Bremsungen, damit sich die neuen Beläge und Scheiben aneinander gewöhnen auch astreine, gut dosierbare Bremsleistung bei geringer Handkraft. Sagen wir, eine 2-Finger-Bremse.


    Fazit:


    Neben fahrtechnischen Verbesserungen und Optimierung von Sitzposition/Sicht nach hinten/Optik hat die Duke auch nicht unwesentlich abgespeckt. Allein die Bremsscheiben sind 500g pro Stück leichter, die Batterie satte 2,5kg, Cartridge und Federbein bringen zusammen auch nochmal 3,5kg, der Kennzeichenträger etwa 1kg. Macht 8kg, die ich nicht mehr abnehmen muss. Dazu kommen noch 2kg für Soziussitz und die Soziusrasten (ok, die zählen nicht wirklich). Die Fußrastenanlage bringt noch ein paar Gramm und die Spiegel auch, weil die Lenkergewichte wegfallen. Das verrechne ich aber großzügig mit den etwas schwereren Bremssätteln und sonstigem Krams, den ich angebaut habe.


    Die Sitzhöhe ist auf 865mm an vorderen und 890mm am hinteren Ende der Sitzbank gestiegen. Die Maschine steht auch insgesamt etwas höher, das WP Pro Fahrwerk ist etwas straffer und die Maschine sinkt im Stand etwas weniger ein. Die Schräglagenfreiheit ist ebenfalls höher.


    Wirklich spannend wird es nochmal im Frühjahr, wenn ich beim TÜV vorstellig werde und mir die Bremsanlage eintragen lassen möchte. Nach Lage der Dinge sollte es dort aber keine Showstopper geben. Ich habe im Vorfeld mit dem TÜV telefoniert, es wird eine Einzelabnahme werden. Ich bin nicht ja auch nicht der erste, der etwas in der Art eintragen lassen möchte.


    So, und jetzt mach ich das Gekabel am Lenker ordentlich!


    Grüße

    Vilo