Beiträge von deutz

    Habe den Fehler bei mir gefunden. Wie vermutet Masseschluss der gelb-roten Adern im Kabelbaum. An einer etwas zu kurz geratenen Schweißnaht verblieben hier ein paar Millimeter eines scharfkantigen Bleches, das den Kabelbaum aufgerieben hat. Den Fehler habe ich leider erst erkannt, nachdem ich den Kabelbaum vollständig ausgebaut hatte. Die Schadstelle war so klein, dass ich sie erst unter einer hellen Lampe als solche erkennen konnte.

    Die beiden gelb-roten Adern laufen außen im Hauptkabelstrang, also dort wo dieser den Rahmen berührt. Damit hast du einen Anhaltspunkt, wo du suchen kannst. Eigentlich kommen da nur ganz wenige Stellen in Frage. Nämlich dort, wo es Gratbildungen an irgendwelchen angeschweißten Rahmenteilen geben könnte.

    IMG_20220729_122121.jpg

    IMG_20220729_162318.jpg

    Meine 690er Enduro zeigt die gleichen Symptome. Nach dem ersten Auftreten des Fehlers und spontanem Verschwinden nach einigen Stunden der Fehlersuche lief sie ein halbes Jahr lang einwandfrei. Dann trat der Fehler erneut auf, was mir den kompletten Sommerurlaub versaute. Also ignoriere es besser nicht.


    Ich habe zwar keinen Schaltplan der Duke, nehme aber an, dass der bei beiden Mopeds viele Ähnlichkeiten aufweist.


    Der Kurzschluss erfolgte in meinem Fall auch dann noch, wenn alle für F1 relevanten Betriebsmittel vom Kabelbaum getrennt waren. Eine Rolle spielen hierbei der Killschalter, das Zündschloss, das Relais der Benzinpumpe (K40, das ist das mit der gelb-roten Ader), die Sicherung F3 (ebenfalls Benzinpumpe), das Steuergerät und der TC-Modus-Schalter (Stecker in der Lampenmaske). Alle diese Teile würde ich mir mal näher ansehen. Bzw. deren Anschlüsse und Stecker. Bei der Duke anscheinend zusätzlich die Blinker, ggf. mal den Schalter öffnen. Wenn da alles i.O. scheint, dürfte der Fehler im Kabelbaum zu suchen sein. Konkret verdächtige ich bei mir eine der gelb-roten Adern im Hauptkabelstrang.


    Vermutlich finde ich nächste Woche die Zeit, den Kabelbaum meiner Enduro freizulegen und näher zu untersuchen. Allerdings befindet sich die auch gerade wieder in einer symptomfreien Phase, was die Fehlersuche nicht eben erleichtert. Ggf. werde ich berichten.

    Die F2 versorgt nur Komponenten, die Daten an Steuergeräte liefern bzw. von ihnen angesteuert werden und die SG selber mit Strom.

    Das SG schaltet Zündspulen, Sekundärluftventil, Kraftstoffverdunstungsventil und Einspritzventil über Masse (nicht die Drosselklappe). D.h. die Plusleitung wird von F2 aus direkt auf diese Komponenten geführt (auch bei der '19er noch orange).

    Vielleicht ist dann das Kabel, welches zum Mikroschalter am Kupplungshebel führt, nicht mehr ganz koscher

    Das kommt vom SG bzw. von Masse.

    So ein Schwachsinn

    Danke für die Blumen. Ich komme aus der Branche und kann durchaus Stromlaufpläne lesen. Vielleicht solltest du dich aber mal im sinnerfassenden Lesen üben, bevor du so nette Kommentare verfasst.


    Im Übrigen brauche ich keinen Stromlaufplan um zu wissen, dass "nix laufen kann und darf wenn die Zündung aus ist". Das ist doch genau mein Argument: Wenn der Motor heiß ist, ich anhalte und die Zündung ausschalte, während der Lüfter noch läuft, dann geht dieser damit aus (obwohl er noch weiter laufen würde, wenn ich die Zündung nicht ausschalten würde). Das ist Standard und davon nimmt der Motor keinen Schaden. Und würde er doch Schaden nehmen, dann hätte KTM das anders gelöst. Haben sie aber nicht.

    Ja, aber die Wärme ist dennoch im Motor und sollte raus.

    Bei der Euro4 läuft er bei Zündung ein nach.

    Wenn dieses Nachkühlen wirklich wichtig wäre, sollte der Lüfter auch bei "Zündung aus" weiterlaufen. Das ist aber auch bei meiner '19er nicht der Fall.


    Nach der Elektrik habe ich gefragt, weil meine auch so einen dubiosen Elektrikfehler hat, den KTM "noch nie" hatte. Aber ganz andere Symptome als bei euch. Allerdings funktionierte bei mir bisher auch der "workaround", ein paar Stunden zu warten, dann lief sie wieder.

    Ausgeschnitten aus "690er Defekte"

    - - - - - -

    Über "3. Lüfter läuft nur bei Motor - an." würde ich mir keinen Kopf machen. Wenn der Motor aus ist, kann er ja nicht mehr wärmer werden.


    "Totalausfall der Elektrik" heißt genau was? Ohne Elektrik läuft auch der Motor nicht.

    Meine 690er hat ein nicht so krasses aber zumindest in diese Richtung gehendes Fehlerbild. Statt Sicherung F2 fliegt bei mir allerdings F1 raus. Mal nach kurzer Fahrt, mal beim Beschleunigen, mal direkt nach dem Einschalten der Zündung. Manchmal funktioniert aber auch einfach alles, die Fehlersuche ist also schwierig.


    Wenn dann mal die Sicherung bereits beim Einschalten der Zündung durchbrennt, ist eine Fehlersuche gut möglich. In einer solchen Situation hatte ich den Fehler zuletzt auf den Kabelbaum eingrenzen können (alles drumherum war abgeklemmt). Und zwar tippe ich auf den Strang unterhalb der Batterie. Zumindest glaube ich das aktuell noch ... denn am nächsten Morgen lief die Karre dann wieder, so dass ich das Ganze nicht reproduzieren konnte.


    Angesichts der Vielzahl der Fehler, die sich bei deinem Moped zeigen und der Unregelmäßigkeit des Auftretens würde ich in dem Fall auch erst mal beim Kabelbaum auf die Suche gehen.


    Fehlerhafte Massepunkte dürften wohl kaum die Ursache sein, denn durch einen Massefehler kann keine Sicherung durchgehen.

    Woher nimmt ihr eigentlich die Daten für den Durchhang? Statisch und Fahrbetrieb? Im Bedienungsheft ist davon nichts aufgeführt bei mir (2021 MJ SMC) und bei 2019-2020 hab ich auch keine Angaben darüber gefunden.

    Die Daten stehen nicht in der Bedienungsanleitung, sondern in der Reparaturanleitung. Für die Enduro '19 sind es 38mm statisch und 85...95mm dynamisch. Die Werte für die SMC habe ich nicht. Entscheidend ist der dynamische Werte, da kannst du als Anhaltspunkt minimal 1/4 bis maximal 1/3 des Federwegs ansetzen.

    Es handelt sich um einen Hall-Effekt-Sensor und einen Magneten am Seitenständer. Der Sensor erkennt beim Ausklappen des Seitenständers die Änderung des Magnetfeldes. Nässe oder Verschmutzungen beeinträchtigen das Magnetfeld nicht nennenswert und sollten daher keine Rolle spielen.

    Laut Händler passt bei der geänderten Übersetzung das im Vorfeld einprogrammierte Verhältnis zwischen Gang, Motor-Drehzahl und Rad-Drehzahl nicht mehr zusammen.

    Das würde ja dann mindestens einen Gangsensor voraussetzen. Meine 19er hat sowas nicht und ich kann mir nicht vorstellen, dass die da eine völlig andere TC eingebaut haben.


    Grundsätzlich sollte das Übersetzungsverhältnis keine Rolle spielen. Die Raddrehzahlen werden mit Hilfe der ABS-Sensoren von Vorder- und Hinterrad abgenommen und verglichen. Wozu sollte man da noch eine komplizierte Berechnung einbauen?


    Ich fahre ein 14er Ritzel und TC wie auch ABS funktionieren gefühlt wie zuvor.