KTM 520 EXC Vergaser Problem

  • Hallo in die Runde!


    Ich bin schön langsam am Verzweifeln mit meinem Vergaser. Da ja meine Kati nun schön langsam in die Jahre gekommen ist und der Vergaser immer Fetter wurde (Nadel hing schon auf der letzten Raste), habe ich meinem Vergaser neue Düsen mitsamt Düsenstock und Düsennadel gegönnt. Alles original KTM und die gleichen Größen die drinnen waren. Weiters wurde auch das Schwimmernadelventil samt Sitz getauscht und die Schwimmerkammerdichtung sowie die O-Ringe bei der Kraftstoffzuleitung da diese auch schon porös und undicht waren. Wenn das Moped dann auch mal läuft, geht sie so gut wie eh und je, doch ich hab extreme Startschwierigkeiten. Sie säuft ständig ab. Schwimmerniveau wurde korrekt auf 9mm zur Gehäusekante bei Berührung des Schwimmernadelventils eingestellt. Um sie irgendwie an zu kriegen muss ich immer mit geschlossenem Benzinhahn starten. Ganz schlimm ist es dann wenn sie mal im warmen Zustand aus ist und der Benzinhahn noch offen. Dann muss ich den Benzinhahn schließen und ca. 5min kicken bis sie wieder läuft.


    Schwimmer selbst sollte dicht sein, da beim Öffnen der Schwimmerkammer kein Benzin im Schwimmer ersichtlich ist bzw. auch keiner dort raus läuft.

    Was sagt ihr dazu? Gibts da noch was was ich kontrollieren kann?

    Ach ja, Kerzenbild ist natürlich extrem Richtung schwarz/verrußt. Kerze ist aber ebenfalls neu.


    Lg, Florian

  • Also Kolben und Ventile sind noch original. Ventile wurden vor ca. 500 reine Straßenkilometer eingestellt.

    Das einzige was defekt ist, ist die Autodekompression.

  • Wie viele Betriebsstunden bzw KM ist das Motorrad denn schon gelaufen?

    Das ist ja ein Motorsport Gerät und braucht halt deutlich mehr Wartung als eine Straßenmaschine.

    Wenn das Motorrad mehr als 100 Stunden gelaufen ist, dann würde ich so oder so den Kolben samt Steuerkette tauschen und in jedem Fall prüfen ob die Ventile dicht sind.


    Das kann man als Hobbybastlermetode so prüfen, dass man Bremsenreiniger auf die geschlossenen Ventile gibt und dann sollte der Flüssigkeitsstand innerhalb von 10 Minuten sich nicht verändern wenn die Ventile dicht sind.

  • Ja, mittlerweile sind es ca. 6800 km ... benötige sie nur mehr zum arbeitenfahren (ca. 3km eine Seite) da ich bei der Arbeit keinen Parkplatz fürs Auto habe. Ist ja auch nicht ideal nur Kurzstrecken zu fahren. Weiss nicht ob sich das noch bei der auszahlt. Hab vor fast 20 Jahren damals 3300,- Euro (4 Jahre alt) gezahlt. Naja, vielleicht finde ich noch die Motivation über den Winter.


    Vielen Dank erst mal für deine Einschätzung!

  • Naja, es kam halt irgendwie schleichend. Dann habe ich die Düsennadel auf den tiefsten Punkt gehängt - es war ja nur mehr eine Raste frei - und es wurde deutlich besser aber noch nicht optimal. Dann habe ich alle düsen + Nadel + Schwimmernadelventil getauscht und es wurde nochmals merkbar besser...Nadel ist derzeit in der mittleren Position, könnte ich aber sicher mal noch eine Raste tiefer setzen. Zwischenzeitlich hat sich dann die Schwimmerkammerdichtung verabschiedet, dann die Dichtungen für den Benzinzulauf in den Vergaser usw.

    Dann gings eigentlich einigermaßen mit dem Starten (auch E-Starter), solange man beim Abstellen die letzten 10m mit geschlossenem Benzinhahn fuhr. Sobald sie aber bei etwas Temperatur abgestellt wurde ohne den Benzinhahn zu schließen, ging gar nichts mehr. Irgendwie hat sich dann der Autodeko (vermute die Feder ist gebrochen) verabschiedet und der E-Starter hat den Motor nicht mehr über den Totpunkt gebracht. Dachte zuerst es ist die Batterie zu schwach oder der Starter (ist ein Nachbau aus China) ist schuld. Dies konnte ich aber ausschließen. Die Kompression ist "Fußbrecherisch" stark und wenn sie läuft, geht sie wie die Hölle. War anfänglich wieder des Öfteren am Hinterreifen unterwegs da ich es nicht mehr gewohnt war... :wheelie: