Guten Tag KTM-Forum,
meine 125er Duke 2020 hat nach 31 000km spürbar Leistung verloren. Meine Werkstatt meinte, eine Motorrevision würde sich nicht lohnen, deshalb riskiere ich das jetzt einfach mal im Selbstversuch. Ich bin technisch versiert aber leider kein Mechaniker. Motor habe ich ausgebaut, Ventildeckel ab, Zylinderkopf und Zylinder sind runter. Ich werde das Gehäuse nicht spalten. Ich habe festgestellt, dass das Ventilspiel zu gering ist. Ventilfedern muss ich noch prüfen und die Schaftdichtungen werde ich tauschen. Beim Zerlegen war eine Zylinderkopfschraube voller Ruß. Vielleicht war eine Dichtung defekt? Der Zlinder fühlt sich rundum glatt an, ich erkenne an der Wand den Kreuszschliff. Der Kolben ist von oben schwarz. Die Kolbenringe sind intakt. Das Spiel habe ich noch nicht gemessen. Ich habe in diversen YT-Videos gesehen, dass man den Zylinder exakt vermessen kann, um dann eventuell einen etwas größeren Kolben einzusetzten. Das kann ich aber mangels Spezialwerkzeug und Wissen unmöglich selbst machen. Wenn ich in Online-Shops gucke, gibt es nur eine Kolbengröße zur Auswahl. Nun meine Frage: Hat schonmal jemand so eine Motorrevision gemacht? Ich würde gerne die Teile auf Verdacht tauschen, die für den Kompressionsverlust verantwortlich seien könnten. Meint ihr, ich kann einfach einen neuen Kolben samt Ringen einbauen? Oder muss ich auf ein teures Zylinder-Kit zurückgreifen wo Kolben und Zylinder aufeinander abgestimmt geliefert werden? Bin für jeden Tip dankbar!
Viele Grüße,
Nurbi