Ein Kumpel von mir war kürzlich mit uns auf seiner 390er auf Renne und hatte einen kleinen Rutscher. Bei relativ niedriger Geschwindigkeit ging die Kleine in Schräglage weg und rutschte über den Asphalt. Nix passiert, er konnte gleich weiterfahren, allerdings stand der Lenker etwas schief. Ich war da allerdings schon wieder aufm Weg nach Hause und habs nicht selbst gesehen.
Mein Tipp war, Lenker und Lenkeraufnahmen kontrollieren, Federbeine entspannen und ausrichten.
Hat er nach seiner Angabe alles probiert, angeblich alles ok, Lenker blieb krumm. Also ist er zum Händler gefahren.
Relativ schnell hatte er eine Diagnose: Gabelbrücken verzogen
!! Der Meister des Fachs hat ihm dann erklärt, dass es üblich ist, das bei einer USD-Gabel zuerst die Gabelbrücken verziehen.
Ich kann das nicht glauben: Der Sturz passierte in Schräglage, also aus geringer Höhe, und kein Teil der Gabel hatte Kontakt mit der Fahrbahn. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Kräfte, die in den Lenker eingeleitet werden, ausreichen, um die (massiven) Gabelbrücken zu verbiegen. Ein rutschender Reifen bringt sicher keinen großen Hebel auf. Die Lenkeraufnahmen liegen ziemlich mittig, sind in Gummi gelagert und liegend rutschend gibt's kaum einen Hebel/Widerstand. Eher sind Lenker und/oder Lenkeraufnahmen krumm.
Habe ihn danach gefragt, ob sich das Vorderrad problemlos, also ohne Verspannungen oder vorher nicht vorhandenen Distanzen einbauen ließ - Rad ging problemlos rein.
Er hat dann für 500 € neue Gabelbrücken einbauen lassen...
.
Hat schon mal jemand von der Aussage des Meisters gehört? Ist für mich nicht vorstellbar...
.
Ach ja - der Lenker steht immer noch leicht krumm. Jetzt werden auch noch die Lenkeraufnahmen getauscht... ![]()