Beiträge von clown10

    Zwischen Rolle und Kettenrad. Deshalb sollte da ja auch ein geringer Ölfilm drauf sein.


    Aber Leute, die alle 20tkm das Motorrad wechseln oder nie bei Nässe fahren, betrifft das Thema sowieso eher nicht.

    Nun, das stimmt leider nicht. Die Hauptreibung ensteht zwischen Bolzen und Hülse, weil die sich gegeneinander verdrehen. Darum ist der Raum ja auch geschmiert und abgedichtet.

    Auf den zweiten Satz gehe ich nicht ein...

    Und wo entsteht die Reibung? Zumindest die Hauptreibung, die für den Verschleiss der Kette verantwortlich ist?


    Der Bolzen und die Hülse reiben sich zueinander auf und bekommen Spiel. Das ist Kettenlängung. Bei einer gelängten Kette hat keiner so Gas gegeben, dass man die Außenlaschen lang zieht, wie einige meinen, sondern die Kettengelenke sind ausgenudelt.
    Schmiert man die Fläche zwischen Rolle und Hülse genügend unf wirklich alle gleichmäßig ab, dann bleibt das Fett in der Fettkammer und die Kette hällt entsprechend länger.

    Stimme ich dir voll zu.

    Nur, wie kommt das Öl vom Öler oder Kettenspray dahin, wenn die Dichtringe in Ordnung sind?

    Ketten, die stets Spray, aber in der Regel keine Reinigung bekamen, waren nach rund 20tkm fertig. Zudem finde ich es auch praktisch, auf Reisen keine Dose mitzunehmen und mich auf solchen Touren auch mal 6tkm nicht um die Kette zu kümmern. Aber jeder wie er will.

    Nun, ich sprach auch nicht davon, dass man die Kette nicht reinigen sollte. Wenn man mit ner total verdreckten Kette fährt, ist es normal dass die schneller verschleisst. Mit der Dose mitnehmen auf ne Tour, da gebe ich dir recht. Finde ich auch doof.

    "Wenn Dichtringe verloren gehen, ist die Fettkammer zwischen dem Bolzen und der Hülse verloren gegangen. Dass passiert, wenn zwische Rolle und Hülse die Schmierung nicht vorhanden war"

    Ähmmm, das sollte wohl eher anders rum sein, oder?
    Der Dichtring ist ja grade dafür da, dass das Fett zwischen Hülse und Bolzen nicht verloren geht. D.H. erst wenn der Dichtring kaputt ist, verlierst du das Schmiermittel.

    Bei O- oder x-Ring Ketten schmiert man den wichtigen Teil (die Fettkammer zwischen Bolzen und Hülse) gar nicht wenn man von aussen Kettenspray oder mit dem Öler aufträgt. Wenn die Dichtringe intakt sind wird lediglich verhindert, dass die Kette rostet (was der Lebensdauer der Dichtringe zugute kommt), und die Kette läuft leiser, weil zwischen Ritzel/Kettenrad und Kette ein Schmierfilm ist. Zwischen Ritzel/Kettenrad und Kette ist nämlich nur vernachlässigbare Reibung. Da reibt fast gar nichts.

    Die Dichtringe verschleissen vornehmlich durch 3 Ursachen:
    1: Reibung zwischen Dichtring und Lasche (innen ist aber der Fettfilm)
    2: Wassereintritt bei intaktem Dichtring z.B. durch Hochdruckreiniger welche dann das Fett verseifen lässt und die Schmierwirkung verringert (und dann kann, muss aber nicht, der Dichtring kaputt gehen)
    3: Falsches Schmiermittel (oder Reinigungsmittel). Das ist ein ganz wichtiger Punkt!!! Wenn das Schmiermittel nicht für den Dichtring geeignet ist, kann es zum Aufquellen und weichwerden des Dichtrings führen. Und dann kann er platzen. Und das passiert häufiger als man denken würde.

    Darum ist grade bei Kettenölern darauf zu achten ein geeignetes Öl einzufüllen. Ich kenn welche, die fahren mit altem Motoröl, Getriebeöl oder was auch immer, hauptsache billig.

    Die Ironie dabei ist, dass man der Kette etwas Gutes tun will, aber sie damit zerstört.

    Wie Rockymountain oben auch bestätigt, haben viele Tests gezeigt, dass die Lebensdauer nicht sonderlich unterschiedlich ist, ob man die Kette nun schmiert, oder nicht. Zumindest solange die Dichtringe in Ordnung sind. Ist ja auch logisch

    Wenn Du den "Neutral"-Gang einlegst (bei der Evo unter dem Ersten), sollte das Moped auch rückwärts rollen können.
    Natürlich kannst man dann das Hinterrad nicht über die Kupplung bremsen, sondern nur über die Hinterradbremse - insofern ist das eine Einschränkung des Automatik-Getriebes ohne Kupplungshebel.

    Wenn das so wäre, wäre das natürlich noch unglücklicher und fürs Gelände komplett unbrauchbar. Vielleicht gibt es deshalb die Automatik auch nicht für die R. Aber mal abwarten, bis das jemand alles bestätigen kann, der eine 1390er hat.

    Danke!

    Hallo zusammen, evtl. gibt es zu diesem Thema ja schon einen Thread, aber ich habe leider nichts dazu gefunden.

    Es geht um Folgendes:
    Ich würde gerne die Maps an meiner 1290er (>21) auslesen und modifizieren, und danach dann die modifizierte Map wieder aufspielen.

    Bei meiner Aprilia benutze ich dazu Tune ECU, aber soweit ich gelesen habe, funktioniert Tune ECU bei den neueren KTMs nicht mehr.

    Mir geht es auch nicht um Leistungssteigerung, sondern nur um das Motorbremsverhalten etwas zu erhöhen. Die Maps ansonsten finde ich gut

    Kennt jemand eine Software mit der das bei den neueren KTMs funktioniert?

    Bei der 1390 durch eine Fliehkraftkupplung, das ist schon technologisch ein nicht geringer Unterschied, wie der sich in der Praxis auswirkt müsste "ertestet" werden.

    Weltenfresser hat schon recht (mit dem Schalten). Geschaltet wird durch Stellmotoren (die übernehmen einfach nur den Part, den normalerweise dein Fuss bewerkstelligt). Die Fliehkraftkupplung ist nur dafür da um den Kraftschluss zum Leerlauf hin zu unterbrechen (genau wie eine Kupplung von Rekluse). Das ist halt notwendig, weil kein Kupplungshebel mehr vorhanden ist. Wärend der Fahrt beim Schalten wird die Kupplung nicht aktiviert.

    Für mich wäre das ein tolles System, wenn KTM den Kupplungshebel noch dran gelassen hätte. Dann hätte man wirklich zwischen Manuell und Automatik hin- und herschalten können.

    Ich z.B. will definitiv nicht auf einen Kupplungshebel verzichten, da er mir in engen Kurven oder im Gelände mehr Kontrolle ermöglicht. In der Stadt dagegen fände ich Automatik prima.

    So ähnlich sehe ich das auch - allerdings, und darauf gehen die bisherigen Berichte nicht ein, sollte sich die Motorcharakteristik durch die variable Nockenwellensteuerung geändert haben. Wenn's da nennenswerte Optimierungen des ohnehin schon netten Triebwerks gibt, könnte ich auch schwach werden

    Ja, das wäre für mich auch der ausschlaggebende Punkt bezüglich der Änderungen. Was aber auffällt, ist dass bisher kein Tester darauf eingegangen ist. Finde ich schon seltsam. Als BMW den Shiftcam Boxer eingeführt hat, war das das grosse Thema. Hier...Nichts.
    Was noch dazu kommt ist meine Grundregel, nie das erste Modelljahr zu kaufen. Und wie man bei der 1390er Duke sieht, gibt es wohl mit dem Shiftcam (Oder Camshift?,...) Probleme. Was ich auch gerne wissen würde ist, ob der neue Motor mechanisch lauter ist. Bei dem BMW 1300er ist das für mich unerträglich. In den Tests wird da nie drüber gesprochen, dass der so klappert.

    Schraubix

    Du schreibst: "Den Steuerkettenspanner habe ich nicht im ölgefüllten gespannten Zustand verbaut. Ich habe den SKS im Ölbad komplett zusammen gefahren und dann entspannt auf volle Länge entspannen lassen. Den auf ganzer Länge und völlig mit Öl gefüllten SKS habe ich dann mit etwas Druck eingeschraubt."

    Wenn du das wirklich so gemacht hast, riskierst du einen kapitalen Motorschaden, und wenn nicht das, dann auf jeden Fall einen sehr starken Verschleiss der Steuerkette und der Spann/Gleitschienen.
    Du solltest die Spanner möglichst schnell wieder ausbauen, und vorschriftsmässig montieren.

    Die Kettenspanner beinhalten zwei grundlegende Funktionen.
    1: Dass über den Öldruck die Kette immer mit einer definierten Kraft (durch den Öldruck) gespannt wird, und 2., dass (durch die Rastung die nur in eine Richtung frei ist) der Spanner sich bei fehlendem Öldruck nicht zurückdrücken lässt, und dadurch bei Start des Motors nicht so einen langen Weg ausfahren muss bis die Kette gespannt ist.

    Wenn du den Spanner jetzt im voll ausgefahrenen Zustand verbaut hast, ist das genau so als ob du ein feste Schraube verbaut hast. Mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit ist die Kette viel zu doll gespannt (du schreibst ja selber, dass du sie mit Druck eingebaut hast). Sollte die Kette wieder Erwarten nicht reissen, wird sie sich aber definitiv so lange längen, oder die Gleitschienen so weit abgeschliffen, bis ein erträglicher Druck auf die Kette hergestellt wird. Das Problem dann ist aber, dass dadurch dass der Kettenspanner jetzt schon am Anschlag ist er nicht mehr nachspannen kann, und damit die Kette klappern wird.

    Also tu dir bitte selber den Gefallen und montier die noch mal richtig.

    Ich bin mal auf die Tests von der 1390 R gespannt. Nachdem ich mir jetzt jede Menge Tests von der 1390 S angeschaut habe, kann ich mich des Gefühls nicht erwehren, dass die Tester alle nach einem KTM Script berichten. Alles ist total anders, viel besser, unglaublich viel Technik...obwohl praktisch alles (bis auft das AMT, die Motorbremseinstellung, Hochkantdisplay) genauso schon bei der 1290er war. Vor allem hört sich das bei allen auch ganz genau gleich an. Als ob irgendwo abgelesen wird, und als ob von den Testern erwartet wird, dass sie so berichten. Besonders deutlich wird das bei Jens Kuck (den ich persönlich sehr schätze. Echt ein netter Kerl).

    Wenn die bei der R auch sagen, dass das Fahrwerk jetzt viel besser ist, dann weiss ich Bescheid, dass es Werbeveranstaltungen sind, und keine Tests.
    Das Fahrwerk ist nämlich laut Ersatzteilkatalog und E-Nummern identisch (was ja auch nicht schlecht ist).

    Was ich auch noch gecheckt habe, und das mag für manchen hier auch interessant sein...die Fussrasten. Bei der neuen sind die Rasten ja knapp 1 cm tiefer, und etwas weiter aussen. Was ich persönlich sehr angenehm fände. Offensichtlich braucht man nur die neuen Fussrastenaufnahmen (die schwarzen Schmiedeteile, wo die eigentliche Fussraste dran befestigt ist) zu tauschen, und hat es dann auf der 1290er auch so. Und teuer sind die auch nicht.