Beiträge von Hobbit

    Ich sehe nur den Vorteil gegenüber einem guten Kettenöler nicht. Ich habe das HKS schon in den 90er Jahren benutzt, auch das zum träufeln, das gab es damals schon. Ist meiner Meinung nach das beste Kettenspray. Aber an einen sparsammen Öler kommt es weder vom Kompfort noch von der Lebensdauer der Kette hin und sauberer ist es auch nicht.

    Ja, nur sind die Ingenieure, die das angekurbelt haben nicht mehr in der Firma und eine Änderung der Schwinge wäre sehr teuer, darum lassen die das so.
    Lang nach einer flotten Ausfahrt man an die Kette einer Grafitblock "geschmierte" Kette. Aber pass auf, dass Du Dir die Finger nicht verbrennst. Dann überleg mal wo die Wärme her kommt, wenn da doch etwas schmieren soll.


    Lies mal im Versys Forum oder im V-Strom Forum die Langzeiterfahrungen der User. Dann weißt Du bescheid.


    Warum hat Carbon for Bikes zu Beginn des Verkaufs auf der HP behauptet, dass bei einer Motorradkette die Fläche zwischen Rolle und Zahnrad geschmiert werden muss, da das innere Gelenk ja durch die Fettfüllung geschmiert wird? Nach einiger Zeit haben die das alles umgeschrieben und sagen nun, dass sie festgestellt haben, dass der Festschmierstoff auch in den Spalt zwischen Rolle und Innenlasche dringt und dort schmiert.
    Das allerdings glaube ich nicht. Wenn Du scharf drauf bist, probiere das System aus und mach Deine eigenen Erfahrungen. Ich habe in den letzten Jahren dutzende von diesen Systemen, hauptsächlich bei 800er BMW Modellen wieder abgebaut und durch Öler ersetzt. Ich bin auch mit Leuten gefahrem, die es angebaut hatten und habe mir das sehr genau angesehen und auch die Ketten direkt nach der Ausfahrt angefasst und untersucht.
    Es gibt übrigens keinen Langstreckentest von dem System. Selbst der Hersteller hat nur Prüfstandsläufe gemacht und dann die Lebensdauer hochgerechnet. Ansonsten ein paar Runden auf der Rennstrecke gefahren, zu Demonstrationszwecken.
    Das ich in der Sache nicht neutral bin weiß ich auch, nur glaub mir, das kann nicht funktionieren, nicht auf Dauer.

    Hallo,


    ich habe bisher leider keine Bilder bekommen. Der Händler, der sie mir schicken wollte hat mich versetzt. Ich bin am 19.02. Zu einer Händlerschulung im Norden. Da beuen wir einen an die Super Duke an. Dann habe ich Bilder.


    Komme dann am 25.02. von der Messe Hamburg zurück und stell sie ein.


    Übrigens muss eine Motorrdkette nicht auf der Oberfläche geschmiert werden. Wichtig ist die Schmierung zwischen Rolle und Hülse. Mit Feststoffschmierung sehe ich nicht, das da was hin kommt, wo es hin müsste. Der Feststoff hat meines Wissens nach keine Kapiplarwirkung und kann so nicht unter die Rolle gelangen.

    Ist zwar kein Scottoiler sondern ein CLS EVO, aber hier mal Einbaubilder. Ich bin der Chef der Firma CLS die 690er Duke ist mein Mopped. bei vielen Ölermontagen, egal welcher. ist die Verlegung der Ölleitung optisch keine Augenweide. Dabei kann man die Ölleitung, wie hier, mit minimalem Aufwand sehr gut verstecken.


    Ein paar Infos seien erlaubt :zwinker:


    Der 100 ml Tank reicht mit einer 80-90 ml Füllung für etwa 12 000 km ohne ihn leer zu fahren. Damit gibt es keine Sauerei an der Felge oder anderen Teilen.
    Angeschlossen nur mit + und - an die Batterie. Steuerung schaltet sich selbst mit dem Moror ein und aus (Welligkeit in der Spannung).
    Fernbedinbar vom Lenker aus.
    Arbeitet völlig temperaturunabhängig durch eine Hubkolbenpumpe.
    5 Jahre Garantie.


    Allzeit gute Fahrt


    Heiko

    Die Daytonas finde ich nicht so prickelnd. Zum einen sind bei den Daytonas die Heizspiralen im Gummi der Grigge eingegossen. Das hat den Nachteil, dass auf der rechten Seite die Gasgriffhülse nach unten isoliert, sprich die Wärme kommt schön an die Hand, so wie es soll. An der linken Seite dagegen frisst der Lenker erst mal einen großen Teil der Wärme auf und der Griff ist einige Zeit deutlich kühler.


    Bei Oxford haben die Griffe auf beiden Seiten eine Isolation in Form einer Kunststoffhülse eingebaut. Dadurch werden beide Griffe gleich warm.


    Dann ist die zweistufige Schaltung nicht wirklich der Bringer. Stufe eins geht so la la, Stufe 2 Grillen.


    Ein Freund und ich haben zusammen vor einigen Jahren eine Steuerung entwickelt, die über einen Sensor die Heizleistung automatisch an die Außentemperatur anpasst, mit jedem °C. Den Regelbereich der Steuerung kann man auf das Wärmeempfinden anpassen. So werden die Hände nicht zu kalt und nicht zu warm. Das System heizt schon bei relativ hohen Temperaturen, bevor man klamme Finger hat, mit einer Leistung, die man als solche kaum mitbekommt.Das Ergebniss ist immer schön warme Finger, ganz von alleine.


    Weil das so toll funktioniert hat verkaufe ich die Teile auch. Ich bin in der Sache also nicht ganz neutral. Vom Pries her ist das System allerdings in einer anderen Kategorie angesiedelt., es geht bei 199 Euro los.


    Wen das interessiert, der kann mal nach CLS Heat googeln.



    Allzeit gute Fahrt


    Heiko

    Chris


    Ich verstehe was Du meinst. Zum einen stellt man die Ölabgabe auf die Kettendimension ein, indem man die Grundeinstellung über Display, bzw. Drehschalter vorwählt. Damit sorgt mandafür, dass eine schmale Kette nicht gebadet wird und eine breite Kette nicht zu wenig Öl abbekommt. Ebenso schaut man ob die Kette wegen ihrer Länge eine Stufe mehr oder weniger braucht.


    Damit ist der Grundölfluss gesichert. Die Geschwindigkeit spieltauch durch das verwendete Spezialöl dann keine Rolle mehr. Die Ölmenge ist auf einem Minimum gehalten. Dadurch gibt es bei niedrigen Geschwindigkeiten keine Sauerei und die Schmierung ist völlig ausreichend bis ca. 160 km/h Dauergeschwindigkeit. Selbst bei um die 240 km/H kann man in der Grundeinstellung fahren, solange man das nicht länger als 15-20 Minuten macht.


    Offroad ist eine andere Sache. Dazu haben wir zwei Offroadstufen. Einmal für leichtes Gelände und einmal für schweres Gelände. Ebenso gibt es eine Regenstufe (wie beim Pro Oiler auch). In den Stufen mit erhötem Ölfluss schaltet sich übrigens das Display alle 5 Minuten an und blinkt 10 mal auf. So kann man nicht vergessen es zurück zu stellen.


    Wer denkt er kann auf eine Geschwindigkeitssteuerung nicht verzichten, der kann sie haben. Dafür haben wir ja den CLS EVO Sport. Das diese Steuerung im Landstraßenbetrieb eigentlich überflüssig ist haben wir beim Testen des Notlaufprogramms des EVO Sport gemerkt. Da ist es so, dass beim Ausfall des Sensors auf die Steuerung des EVO Tour geschaltet wird. Das Ergebnis war, dass im beschriebenen Bereich überhaupt kein Unterschied fest zu stellen war.


    Zum Tutor Oiler sag ich jetzt mal nix, sonst heißt es ich mache andere Produkte schlecht.


    Allzeit gute Fahrt


    Heiko

    Moment, ich stelle nix über. Ich habe nur versucht zu erklären warum wir bestimmte Dinge so gemacht haben, wie z.B. die Pumpe mit der geringen Dosierung oder ein eigenes Öl zu entwickeln. Natürlich hatte das immer das Ziel besser zu sein als die Mitbewerber und technisch einen Schritt weiter zu kommen. Das sollte aber keinesfalls überheblich sein. Was jemand für wichtig ansieht muss jeder selbst entscheiden, da hast Du Recht.
    Chris hatte ja gesagt, dass die CLS Öler die Felge voll kleckern oder nur teures Spezialöl verwendet wird... Darauf habe ich geantwortet. Ich gestehe, dass ich mich etwas schwer tue. Ich kann natürlich nicht alle Interna veröffentlichen und ich schreibe auch nicht alles was ich zu dem Thema zu sagen hätte, weil das sonst zu sehr in die Richtung ginge, die Du angesprochen hast.
    Ich bemühe mich redlich sachlich zu bleiben.


    Allzeit gute Fahrt


    Heiko

    @Supergrobi


    Die Pumpe des Rehoiler mag bewärt sein, aber die ist für einen völlig anderen Zweck gebaut worden. Von der Dosierung fördert die mit einem Pumpstoß sehr viel Öl. Garantie gibt es auf das System auch nicht. Es ist ein Bastellösung, das kann man mit einem fertigen System nicht vergleichen.


    Allzeit gute Fahrt


    Heiko

    Damit es noch verwirrender wird.


    CLS baut seit dem jahr 2000 elektronische Öler. Ich bin etwa 300 000 km mit diesen Ölern gefahren, ebenso wie mein Ing. Die Systeme sind aus der Praxis und den Erfahrungen mit anderen Systemen heraus entstanden (eigentlich für den Eigenbedarf). Produziert wird das komplette System in einer kleinen Oberfränkischen manufaktur, bei mir im Haus von zwei Damen. Auf Qualität legen wir viel Wert und investieren da auch Geld. Das Ergebnis ist so gut, dass wir 5 Jahre Garantie geben.


    Technisch gesehen haben wir seit Oktober 2012das CLS EVO auf dem Markt. Für dieses System haben wir mir hohem Aufwand eine eigene Hubkolbenpumpe entwickelt. Diese Pumpe fördert einen sehr kleinen Tropfen Öl, was wiederum für eine sehr geringe Verlustschmierung führt. Auch das verwendete Öl ist eine Entwicklung speziell um Motorradketten zu schmieren. Ein halber Liter ist im Kit und reicht für die Masse der Nutzer so lange wie sie das Motorrad haben und länger, nämlich 65 000 km. Das Öl hat hervorragende Kriech-, Schmier- und Notlaufeigenschaften. Um mal was los zu lassen, es schmiert etwa um Faktor 8 besser als einfaches Kettenöl. Gemessen wurde das im Labor anhand eines genormten Verfahrens. Durch den geringen Verbrauch kommt man mit der Tankfüllung etwa 12 000 km weit ohne den Tank ganz leer zu fahren, daher ist auch auf weiten Strecken bzw. Reisen mitführen von Öl nicht nötig, es sei denn man macht eine Weltreise. Die Reichweite von 12 000 km ist der Durchschnitt auch wenn man mal im Regen oder im Gelände fährt. Bei reiner Landstraßenfahrerei im trockenen kommt man sogar noch weiter.
    Auf den geringen Verbrauch haben wir bei der Entwicklung viel Wert gelegt um eine möglichst geringe Verschmutzung zu erreichen. Die Steuerung wird einfach nur an die Batterie geklemmt. Das System erkennt die Welligkeit in der Bordspannung bei laufendem und die Gleichspannung bei stehendem Motor und schaltet sich so selbst mit dem Motor an und aus. Dieses Verfahren haben wir übrigens patentiert. Dadurch ist der Anschluss super leicht, + und - an die Batterie, fertig.
    Die Ölmenge wird beim EVO Tour zeitgesteuert abgegeben, etwa alle 4,5 Minuten ein Tropfen. Wer möchte kann die Ölabgabe auch geschwindigkeitsabhängig haben, dann mit dem EVO Sport. Allerdings ist das erst bei sehr hohen Geschwindigkeiten relevant und auch nur wenn man längere Zeit schnell fährt. Bis 160 km/h Dauergeschwindigkeit ist die Grundeinstellung perfekt. Erst wenn man mehr als 20-25 Minuten über 160-180 km/h fährt würde die Kette langsam zu mager laufen.


    Die Ölleitung lässt sich sehr gut verlegen und ist mit einem rechteckigen Stahldraht versehen, der die Positionierung sehr einfach und präziese macht. Dazu kommt Montagematerial und ein Industriekleber. Damit ist die Montage für fast jeden kein Problem.


    Wer mal ein Problem hatte wird bestätigen, dass auch bei CLS der Support nicht so schlecht ist. Preislich gesehen kosten die CLS Systeme etwas mehr, ich habe diePro Oiler Preise nicht im Kopf. Der KTM Kit von CLS liegt bei 288 Euro.


    Was man nimmt ist dann Geschmackssache. Bei dem erwähnten Vergleichstest lag der CLS 200µ, also das Vorgängermodell vom CLS EVO in der Bewertung vor dem Pro Oiler. Mit dem EVo System ist die Montage noch mal einfacher geworden und die Betriebssicherheit gestiegen.


    Allzeit gute Fahrt


    Heiko

    Hallo,


    mir bist Du nicht zu nahe getreten, alles locker.


    Öl ist so eine Sache. die meisten Industrieketten haben keine Dichtringe. Viele Öle lassen Dichtungen quellen. Daher muss das Öl sich mit den Dichtungen Deiner Kette vertragen. Das kann Dir so hier keiner beantworten, dass musst Du beim Hersteller des Öls anfragen oder ausprobieren.


    Allzeit gute Fahrt


    Heiko

    Hallo Chris,


    beim Ölverbrauch geht es nicht um die Kosten. Es geht um die Verschmutzung. Du kommst mit 250 ml 10 000 km. Ich mit 90 ml 12 000 km. Das ist deutlich weniger. Du brauchst fast drei mal so viel Öl und das sieht man an der Felge. Ansonsten ist der Pro Oiler schon ok.


    Übrigens ist Motoröl nicht das Beste zum Schmieren der Kette, einen Vorteil sehe ich da nicht. Der geringe Ölverbrauch des CLS EVO kommt auch durch das verwendete Spezialöl. Mit den 0,5 Liter im Set kommt man etwa 65 000 km und der halbe Liter kostet 19 Euro für die nächsten 65 000 km.
    Der Kostenfaktor ist da eigentlich egal.


    Allzeit gute Fahrt


    Heiko


    P.S. wir sind nicht die CLS Fraktion sondern die Fraktion der CLS Fahrer

    nesh


    Jetzt musst Du mir mal erklären was zwei Düsen besser machen als eine.


    Bei einer Düse, die richtig angebaut ist, wird das Öl an der Kettenradflanke als Faden nach außen gedrückt und dann in den Spalt zwischen Innenlasche und Rolle eingedrückt. Durch die Kapilarwirkung des Öls zieht sich das Öl unter der Rolle durch und bildet zwischen Rolle und Hülse einen Ölfilm. Das Öl zieht sich komplett durch und kommt auf der anderen Seite zwischen Innenlasche und Düse wieder heraus.


    Der Vorteil einer zweiten Düse liegt eher auf der Psychologischen Seite.


    Eine Pumpe haben andere Öler auch. Die Pumpe meines CLS EVO Systems fördert mit einem Hub sogar eine geringere Menge Öl und damit verteilt sich das Öl besser und es wird noch weniger abgeschleudert. Abgesehen vom geringeren Verbrauch, was eine höhere Reichweite bedeudet. Mit dem halben Liter Öl aus dem Set kommt man etwa 65 000 km weit. Die 80-90 ml im Tank reichen ohne sie leer zu fahren etwa 10-12 000 km weit.


    Eine Geschwindigkeitssteuerung ist zwar nett, für die Masse der Nutzer aber ehr nicht wichtig. Dabei ist es mir neu, das der Pro Oiler auf GPS zurück greift. Er wird eigentlich irgendwie an das Tachosignal gekoppelt (was bei CAn Bus Technik nicht so ohne ist).
    Bis zu einer Dauergeschwindigkeit von etwa 160 km/h ist bei einem gut dosierenden Öler mit einem guten Öl eine Veränderung der Ölmenge nicht nötig. Auch bei kurzzeitig (bis zu 20 Minuten) höherer Geschwindigkeit muss man nichts verstellen. Erst ab etwas über 20 Minutenmit über 160 km/h wird es mit der Schmierung eng.


    Das sind die Testergebnisse aus unserer Entwicklung. Ich habe auch ein System mit Geschwindigkeitssensor. Das empfehle ich bei Rennstreckenfahrern und Autobahnheizern. Für die Landstraße ist das nicht nötig.


    Hier mal eine Grafik zur Kettenpflege:


    Just me


    Ich nehm mal zwei dutzend flache und zwei dutzend runde Steine :grins:

    Hallo,


    ich weiß jetzt eigentlich nicht welchen Kleber Du meinst, weil Du vergessen hast zu erwähnen was für Heizgriffe Du verbauen möchtest.


    Ich verwende Bei der Montage von Heizgriffsystemen (ich verbaue im Jahr so 30-50 Stück) einen guten Zweikomponenten-Kleber (5 Minuten Epoxiharzkleber). Der vob UHU ist echt klasse.


    Ohne Kleber wird sich der Griff irgendwann drehen.


    Allzeit gute Fahrt


    Heiko

    Ich habe einen Einteiler ohne Höcker aus Rinderleder mit meinem Firmenlogo drauf, die High-End Protektoren mit Carbonfolie (verteilt sich der Druck auf den ganzen Protektor).
    Hat 1600 Euro gekostet.


    Allzeit gute Fahrt


    Heiko

    Kommt drauf an. Der jetzige Standardtank hat 100 ml. Wobei man ihn nicht ganz voll macht, es kommen so 80-90 ml Öl rein. Die sollten eigentlich für 10-12 000 km gut sein ohne den Tank ganz leer zu fahren. Früher hatte ich noch 150 und 250 ml Tanks.


    Wenn der Tank nach 8000 km schon leer ist ist das System etwas fett eingestellt oder Du fährst viel im Regen.

    Ich bekomme in den nächsten Tagen Anbaubilder eines CLS EVO Tour an von einer Superduke. Ich stelle die Bilder dann rein, sobald ich sie habe.


    Eine Kette ohne Schmierung zu fahren ist technisch gesehen eine Vergewaltigung. Und 10% Abzug bei der Laufleistung glaube ich nicht. Schmieren muss man bei einer Motorradkette auch nicht nur die Oberfläche. Die Fläche zwischen Rollen und Kette sind eigentlich gar nicht so wichtig. Wichtig ist die Fläche zwischen der Rolle und der darunter liegenden Kettenhülse.


    Immer wenn die Kette in ein Zahnrad einläuft bleibt die Rolle stehen (eigentlich rollt da gar nix) und die Hülse dreht sich beim Umlenken der Kette ein Stück in der Rolle und um den Bolzen. Zwischen Bolzen und Hülse ist ja die Fettfüllung, zwischen Rolle und Hülse muss man schmieren.


    Ich bin mir übrigens sehr sicher, dass der Grafitklotz nur die Oberfläche schmiert. Da das Material keine Flusseigenschaften besitzt kann es eigentlich gar nicht unter die Rollen kriechen.
    In den vergangenen Jahren habe ich dutzende dieser Feststoffschmierungen , gerade aus 800er BMWs, wieder ausgebaut. Bei allen war die Kette jetzt nicht wirklich geschmiert, nur die Oberfläche mit Grafitstaub bedeckt. Alle Ketten wurden im Fahrbetrieb sehr heiß, was ein Zeichen von Reibung zwischen Rolle und Hüls ist.
    Bei diversen Motorradtreffen habe ich nach Ausfahrten die Ketten von Trockenschmierschienen "geschmierten" Moppeds angefasst. Immer das Selbe, man verbrennt sich fast die Finger.


    Ein Öler gibt einen Öltropfen an die Kettenradflanke ab. Dort wird der Tropfen als Faden weggezogen und durch die Fliehkraft genau in den Spalt zwischen Rolle und HInnenlasche gedrückt. Genau da muss das Öl hin. Durch die Kapilarwirkung zieht sich das Öl unter der Rolle durch und kommt auf der anderen Seite wieder heraus.
    Der ölverbrauch des CLS EVO Tour liegt bei etwa 0,6 ml/100 km. Deshalb ist das Mopped auch so schön sauber.


    Hier noch eine Grafik, die eine Kette mal von Innen zeigt und ein Bild der Kette der 690er Duke meiner Frau. So sauber bleibt die Kette im Fahrbetrieb.