Beiträge von Elasto

    Ja, das waren sie dezidiert.

    Aber was bringt mir inspizieren? Wenn, dann hat nur ein Ausbauen-Spülen-Testen einen Sinn. Oder kann man da sonst noch was machen (außer fragwürdigen Reiniger ins Benzin zu kippen), ohne das Zeug komplett zu zerlegen? :rolleyes:

    Solange alles gut läuft - und das tut sie, sehe ich da keinen Handlungsbedarf. :foto:


    Ich bin da wohl ein bißchen schmerzbefreiter als viele andere. :zwinker:

    (Zum Glück hat noch keiner gefragt, ob ich eh' vorher das Motoröl gewechselt habe. :grins:)

    Nach der langen Standzeit würde ich die Benzinpumpe, die Filter und die Einspritzdüsen inspizieren und reinigen.

    Alter, die Benzinpumpe inkl. aller Filter ist NEU. :rolleyes:

    Und wie soll ich die Einspritzdüsen inspizieren? Alles außer einem Test auf einem externen Prüfgerät ist wie Kaffeesatzlesen.

    Immerhin ein Rückmeldung, wenn auch spät :staun:


    Ein Blick solltest du auch auf die Reifen werden. Auch wenn das Profil noch gut ist.

    Gut Ding will Weile haben :ja: (man könnte aber auch sagen: außer dem erneuten Absterben in Punkt 4 ist der ganze Scheiß vor ein paar Tagen passiert, also prompte Rückmeldung :zwinker: )


    Hab ich. Sind noch da. :Daumen hoch:

    Hi Leute,


    "kurzes" update (ja, ich weiß, meine letzte Rückmeldung zu dem Thema war vor 5 Jahren, aber alles der Reihe nach):


    Rückblick:

    1) Im Mai 2018 schrieb ich, dass meine 06er SD (Highscore Kastl + Belüftung + RC8 Trichter) seit einiger Zeit nach Abgas riecht, was sie vorher dezidiert NICHT gemacht hat. DK wurden nach Auftreten des "Geruchs" synchronisiert, was zwar die Laufruhe nochmals positiv beeinflusst hat, aber am Gestank nix veränderte.

    2) November 2018 (am bike wurde zwischenzeitlich nix gemacht, sondern "nur" gefahren):

    Nach einem Stop an der Tanke weigerte sich die SD anzuspringen.

    Strom war da, Pumpe surrte, Starter drehte - aber Motor sprang nicht an, und im Auspuff stank es nach unverbranntem Sprit.

    3) Oktober 2020 (nach über 2 Jahren Standzeit, mit einigen ergebnislosen Startversuchen):

    Einbau einer neuen Batterie (die alte hatte mittlerweile das Zeitliche gesegnet), um den erworbenen Benzindruckmesser zum Einsatz zu bringen. Nachdem das ordentlich in die Hose ging (siehe weiter oben) drückte ich einfach mal so aufs Startknöpfchen und siehe da .... sie sprang plötzlich wieder an und fuhr dann auch ganz normal.

    Ich vermutete irgendeine Art von Verschmutzung in der Kupplung der Benzinleitung, die durch die DruckprüferMontage/-demontage vielleicht "freigeblasen" wurde.


    Ab hier gibt's was Neues:

    4) Ein paar Tage später (die SD fuhr zwischenzeitlich wieder ganz "normal" - inkl. Geruch) starb sie im Stadtverkehr während der Fahrt einfach ab und wollte - mal wieder - nicht mehr anspringen. Bei einem Gespräch mit meiner KTM Werkstatt in Wien tippte der Mech sofort auf die Benzinpumpe ("ein bekanntes Problem"), worauf ich mir eine Quantum-Pumpe (inkl. aller Dichtungen, Filter, etc.) im Netz besorgte.

    Da das Plastiksichtfenster des Druckprüfers nach der Benzindusche blind wurde - abgesehen davon, dass das "Weibchen" nur mit viel Nachdruck zum Einrasten gebracht werden konnte - schickte ich das Teil zurück und erhielt einige Tage später kostenfreien Ersatz.

    Aus Gründen, die hier und jetzt nicht das Thema sind, stand die SD dann 5 Jahre unangetastet in der Garage.


    5) Vor ein paar Tagen war es dann soweit.

    Nach Einbau einer neuen Batterie (die alte hatte das jahrelange Rumstehen und Nicht-aufladen verständlicherweise nicht überlebt) und eines neuen KNZ (der alte hatte die Standzeit auch nicht überlebt) schloss ich den "neuen" Druckprüfer (diesmal problemloses Einrasten der Anschlüsse!) an und schaltete die Zündung ein. Die alte Benzinpumpe summte für eine Sekunde wie eine altersschwache Stubenfliege, und der Druckprüfer zeigte ... NULL.

    Also: Tank runter - alten Sprit raus - Benzinpumpeneinheit ausbauen - zerlegen - reinigen (alles voller grüner Ablagerungen, besonders das Filtersäckchen sah furchtbar aus !!!) - mit neuer Pumpe wieder aufbauen - einbauen - frischen Sprit rein - Druckprüfer anschließen - Zündung einschalten ..... und ........ tadaaaaaa .... die Pumpe surrte wieder so wie früher (kräftig, ca. 3 Sekunden lang, und dann Ruhe), und die Druckanzeige zeigte ca 3,2bar - SUCCESS!


    Nach Abstecken des Benzindruckprüfers begann dann das Drama:

    Der Druck aufs Knöpfchen ließ zwar den Starter fröhlich orgeln, aber sonst passierte NIX.

    Nach locker 10 langen, aber erfolglosen Startversuchen - es gab nicht mal einen Huster - war ich erstmal mit meinem Latein am Ende, aber wenigstens hatte auf diese Weise das Öl genug Zeit, sich wieder überall zu verteilen.


    Also Fehlersuche: Da es aus dem Auspuff nicht nach Sprit roch, vermutete ich ein Problem mit der Spritversorgung (Sprit war genug im Tank). Ich steckte den Druckprüfer wieder an, um den Benzindruck während des Starvorganges zu checken.

    Also mal wieder Zündung ein - Druck war da - ORGEL, ORGEL - Druck ist immer noch da - ORGEL, ORGEL - HUST.

    WHAT ????

    Druckprüfer sofort abstecken - ORGEL, ORGEL, ORGEL - HUST - HUST - HUST ......... und auf einmal war da Leben drin!!!

    Die Kiste klang zwar furchtbar, und zwar so, als ob sie nur auf einem Zylinder lief, also sehr unrund und willenlos, aber gleichzeitig auch so, als ob sich ein Pleuellagerschaden und ein kaputtes Getrieb die Hand geben würden - richtig gruseliges metallisches Klackern. Zärtliche Gasstöße wurde mit Schießen und Husten und gnadenlosem Absterben quittiert, und auch sonst hörte sich das ganze echt nicht gut an. Sicherheitshalber hab ich dann gleich noch eine Verschlusskappe Einspritzdüsenreiniger beigemischt.

    Egal. Sie sprang jedesmal wieder an, und nach einigen weiteren Versuchen mit zärtlichen Gasstößen wurden die schlimmen Geräusche immer weniger und der Motorlauf immer runder. Nach 3-4 Minuten klang sie dann fast wieder so wie früher, und der Leerlauf war durchaus als STABIL zu bezeichnen.

    Daraufhin wurde ich mutig und wagte eine kleine Probefahrt bei uns in der Gasse.

    Beim Gaszudrehen spotzte sie zwar noch kräftig aus dem Auspuff, aber ansonsten war alles wieder wie früher.

    Am nächsten Tag bekam sie noch frische Bremsflüssigkeit und einen neuen Antriebssatz, und am Tag darauf anstandslos das Pickerl - mit Abgaswerten, die einem Frühlingslüftchen glichen (der Kat ist anscheinend auch OK).


    Fazit: jahrelanges Rumstehen mit Scheiß-E10-Sprit tut den Einspritzdüsen garnicht gut und lässt sie wohl festkleben. Daher kommt ab jetzt nur mehr das gute SuperPlus (E5) hinein.


    Ach ja: sie stinkt mir wieder die Jacke voll, außerdem knallt sie beim hochtourigen Gaszudrehen noch immer wie ein Prolet .... ich habe daher sicherheitshalber gleich mal eine neue Graphitdichtung für den Auspuff bestellt.

    Schau ma mal, ob das (und der Reiniger im Benzin) hilft.

    Ein Tip noch: Überprüfe, ob der Ventilator auch funktioniert. Einfach die Gummitülle über dem Temperaturfühler (unten am Kühler) abziehen, den Motor starten, und bei laufendem Motor die beiden Kontakte am Temperaturfühler mit einem Metallteil brücken, natürlich ohne die Kontakte abzuziehen. Der Lüfter müsste dann arbeiten. Gut. Weiter.

    Wenn nach ein paar Minuten der Lüfter nicht anspringt und irgendwann der Kühler überkocht, ist der Temp.fühler übern Jordan.

    Für eine seriöse Vergaser Abstimmung ist ein Besuch am Prüfstand die effektivste Lösung.

    Jede andere Methode kann zwar auch zu einem guten Näherungswert führen, da es mittlerweile genug Erfahrungswerte gibt, für welche Konfiguration (Motor, NW, Krümmer, Endtopf) welche Bedüsung benötigt wird, aber ein gut laufender Motor mit akzeptablem Spritverbrauch sollte einem schon einen Prüfstandbesuch Wert sein.

    Und das gute Gefühl danach ist unbezahlbar. :grins:

    nur ne Theorie:

    Beim ersten Mal war die Schelle nicht fest genug.

    Bei den folgenden Malen waren Schlauch und Stutzen mit Öl/Kühlwasser verschmiert und dadurch "rutschiger".

    Das in Verbindung mit einem Kühlerdeckel, der nicht bzw. zu spät öffnet, könnte die Ursache sein.

    Wie gesagt, nur eine Idee von mir. :denk:

    klingt für mich nach Massefehler.

    Die 1er und 2er Dukes haben die Anschlüsse für die Blinker am Mainboard hinter der Maske, wobei die Blinker einen gemeinsamen Masseanschluss haben. Diese Steckverbindung bricht gerne ab, dann kommen so komische Effekte.