Genau. Weil die KTMsen unter uns regelmäßig zusammen brechen und eine Weltumrundung nur auf ner Yamaha möglich ist.
Bei meiner Jahresfahrleistung von 20k brauche ich so drei bis vier KTMs, um durchzukommen. Also pro Jahr versteht sich.
In Wirklichkeit waren die letzten 60000 Kilometer auf KTM für mich relativ problemlos. Aber das passt ja nicht ins japanische Weltbild, oder?
Meine Tourplanung der nächsten anderthalb Jahre: Rumänien, Griechenland, Marokko, Island und dann vielleicht noch Albanien. Und selbst so?
Anzahl an MT-07 bei anderen Tourteilnehmern: Null. Anzahl von MT-07 in den Reiseländern generell: Außerhalb der Städte auf den Trails: Null. Generelle Anzahl von Yamahas, die man im Offroad trifft: Naja, ratet mal. Fahrzeuge wie die Super Tenere sieht man zumindest in Deutschland mal in der freien Wildbahn. Eine XT660 der letzten Baureihe ist so selten, ich würde mal behaupten, ich hab noch nie eine in echt gesehen.
Bei aller Lobhudelei oder Verdammung einzelner Marken: Macht euch da mal nix vor. Das Fernreisesegment wird in ganz Europa von BMW dominiert. Gefühlt zu 80 Prozent. Im offroadlastigeren Bereich behauptet sich KTM noch ganz gut. Japaner spielen in diesen Segmenten nur eine untergeordnete Rolle. Und damit meine ich, dass weit weniger als 5 Prozent der Fahrer, die weit und herausfordernd fahren, dass mit Japanern tun. Und da ist die Africa Twin mit drin! Wir werden sehen, ob dass die T700 ändern kann. Etwas mehr Farbe im Reigen der silbern,schwarzen und beigen (!!!) BMWs fände ich ganz gut.
Yamaha müsste 100.000 T700 alleine in Deutschland verkaufen, um das zu ändern. Realistisch sind so 2000 im ersten vollen Jahr, 3000 wäre schon phänomenal. Dem gegenüber stehen dann um die 1000 790 Adv/Adv R, nochmal tausend 1290er ADV/ADV R und eben mal 7000 1250er GSen! Ach ja, nochmals 2500 AT nicht zu vergessen. Insgesamt entscheiden sich selbst bei grandioser Markteinführung der T700 90 Prozent der Adventure-Fahrer und Neukäufer für andere Marken und Modelle.