Beiträge von srk

    Richtig geil wird es ja, wenn man sich das Motorrad-Bewertungsschema komplett vor Augen führt:


    1000-Punkte-Wertung:
    1. Platz KTM 1190 R und 1050 Adventure, BEIDE mit 696 Punkte
    3. Platz wäre demnach Honda AT mit 694 Punkten.


    Testsiege bisher:


    1. Vergleichstest AT, V-Strom 1000 und KTM 1050: Es gewinnt die AT. Bisher noch ohne Korrektur durch Motorrad, soweit ich weiß.
    2. Vergleichtest AT, BMW F 800 GS, KTM 1190 R, Tiger 800 XCA, Yamaha XT 660 Z Tenere: Es gewinnt wieder die AT. Obwohl die KTM mehr Punkte im Test hat und die Landstrassenwertung ganz klar gewinnt. Jetzt wird der ganze Test plötzlich in Richtung Offroad und Reise gewichtet und in beiden Disziplinen ist die AT vor der KTM 1190 R.


    Wirklich verstehen muss man das jetzt nicht mehr. Die geben sich echt viel Mühe, um der AT die wohl nötigen Testsiege zu verschaffen.


    Im Heft 12/1215 hatte die 1050er übrigens noch 698 Punkte! Sie wurde wohl aufgrund neuer Testrichtlinien bis zum Test 4/2016 auf 696 abgewertet. Nur bei der AT hatte man diese Abwertung erst nach dem Vergleichstest in 4/2016 vorgenommen. Gibts doch nicht!

    Im 1000ps-Channel auf youtube gibt es einen kleinen Praxistest zum Verbrauch der AT.


    Kurz zusammen gefasst: Im Wanderdünenmodus gehen knapp unter 4 Liter auf 100 Kilometer. Spaßig bewegt bis zu 6 Liter. Das kann die AT besser als die KTM 1050, die ja wohl etwas drüber liegt. Allerdings hat die Honda auch nur einen 18 Liter Tank und keine 23 Liter wie die KTM.


    Von der Reichweite her tut sich das wenig. Beide können über 400 Kilometer, wenn man sie laufen lässt und nicht zu sehr beansprucht.

    Nun, wenn Du es ganz genau haben willst:


    1. Eine Motorrevision bei 100 Tsd. KM steht nicht an. Es gibt dazu keinerlei Vorschriften seitens KTM.


    2. 100 Tsd. KM habe ich nicht auf dem Tacho und kenne auch niemanden, der das mit den 1190ern geschafft hat. Und selbst wenn, was sagt das denn aus? Wir dürfen alle davon ausgehen, dass die Maschinen deutlich länger halten.


    Dennoch würde ich bei 67.000 Km schon schlucken. Im Prinzip müsste sich das ganz deutlich im Preis nieder schlagen. Bei einer Jahresfahrlesitung von 35 bis 40 Tsd. KM macht so eine Maschine jedenfalls keinen Sinn. Da geht nur neu kaufen, bis 200 Tsd. KM fahren und dann für 2500,- Euro verkaufen und die nächste nehmen. Auch wenn Du das jetzt so nicht hören magst.

    Mhhhh.....


    Das heißt aber auch, dass zumindest mal im Januar mehr 1050er KTMs verkauft und zugelassen worden sind, als eben ATs. Damit ist die Preispolitik von KTM ja mal eben aufgegangen. Das wird sich sicher in den kommenden Monaten verändern, denn Honda hat sich schon sehr hohe Verkaufsziele gesetzt. Ich bin gespannt.

    Nu rdas die 1050er eben nicht bei 6 Tsd. Umdrehungen abwinkt. Die dreht ganz normal bis in den Begrenzer und beschleunigt dort auch ganz normal. Nur nicht mit dem hinterhältigen Punch der 1190er. Aber ohne direkten Vergleich fehlt Dir da gar nichts. Du merkst nichts von einer wie auch immer gearteten "Kastration". Mir bereitet die 1050er sogar mehr Freude als die 1190er, weil ich das besser unter Kontrolle habe, wenn ich sie aus wringe. Bei der 1190er habe ich mich eher als Passagier, als denn als Pilot gefühlt. Und das war nicht so meines.

    Einen Nachtrag noch: Aufgrund der aktuellen Gesetzgebung (Euro 4) dürfte es für jeden Tuner sehr schwer werden, eine gesetzeskonforme und damit zulassungsfähige Leistungserhöhung durchzuführen, denn jede Änderung an den ECU-Daten ist per se Abgas-relevant.

    Und genau das ist ja bei der 1050er nicht so. Die Abgasmessung erfolgt in einem bestimmten Zyklus. Und zwar unterhalb der Drehzahlen, bei denen es hier eine Veränderung gäbe. Lediglich die Drosselklappenstellung oberhalb von 6 Tsd. Umdrehungen müsste geändert werden. Die Abgassmessungen bleiben völlig gleich, zumindest innerhalb des Testzyklus.


    Wenn die ECU nicht gesperrt wäre, könnte jeder von uns das übrigens recht leicht mit Tune-Ecu machen. Aber die KTM-ECUs sind zu, d.h. Zugriff nicht möglich, oder?

    Übernehmen dann eigentlich solche Tuningfirmen auch Garantie auf den Motor falls er doch kaputt gehen sollte?

    Viele machen das. Wobei man natürlich sehen muss, dass diese Garantien meist nur wenige Monate gelten und das Fahrzeug ja vielleicht noch zwei Jahrzehnte lang auf der Strasse sein soll. D.h. das Risiko des Motorschadens bleibt letztlich beim Besitzer hängen. Deshalb sollte man auch nicht irgendwas tunen lassen, sondern es nur tun, wenn die Maschine (ebenso wie Fahrwerk, Bremsen etc.) sowieso schon auf mehr Leistung ausgelegt sind. Auch da kann man sich vom Tuner beraten lassen. Bei der 1050er gehe ich einfach mal davon aus, dass das Fahrzeug auch locker die 120 PS, die hier maximal im Raum stehen, vertragen kann. Das Risiko für Schäden ist hier also sehr, sehr klein.

    Mal was zur rechtlichen Seite:


    Ein solches Tuning über die ECU muss natürlich eingetragen werden und auch der Versicherung gemeldet werden. Das ist bei einem seriösen Tuner aber auch der Fall. D.h. wenn dort sagen wir mal 500 Euro fürs Tuning aufgerufen werden, dann mit der Eintragung in die Fahrzeugpapiere. Würde ja sonst keinen Sinn ergeben. Das ist übrigens ebenfalls beim KFZ-Tuning üblich und wird auch so gemacht.


    Sollte man das nicht eintragen lassen, dann erlischt erst mal die Zulassung und der Versicherungsschutz. Aber auch nur theoretisch. Letztlich und wenn es ganz knüppeldicke kommt, müsste gutachterlich fest gestellt werden, dass der Unfall auch aufgrund der Leistungsänderung geschehen ist. Solche Fälle gibt es - sie sind aber extrem selten. Im Prinzip könnte man ja, wenn man ohne einen solchen gravierenden Unfall irgendwo angehalten wird, und der Verdacht besteht, dass manipuliert wurde, einfach das alte Mapping wieder aufspielen und weiter fahren. Ich habe aber noch nie davon gehört, dass solche Dinge tatsächlich Anlass einer Prüfung sind. D.h. die meisten illegalen Tunings werden gefahren nach dem Motto: Wo kein Kläger, da kein Richter. Aber es bleibt ein Restrisiko, weshalb man das auch niemanden ernsthaft empfehlen könnte.


    Ich für meinen Teil warte eher auf eine Lösung seitens KTM, auch wenn diese unwahrscheinlich ist. Ein Plug-In für die ECU mit dann freigeschalter voller Leistung für sagen wir mal 199,- Euro - das wäre doch was. Brauchen tue ich das nicht, sonst hätte ich gleich die 1190er genommen. Aber wenn es möglich wäre, würde ich das auch kaufen. Nur um zu erfahren, wie sich eine offene 1050er anfühlt.

    Also insgesamt 1,5h? Er muss ja wieder rein, der Heckrahmen. oder war das schon komplett?


    Darf ich noch fragen, was Du für das Pulvern bezahlt hast? Ich denke, ich werde meinen in schwarz pulvern lassen....


    Oder in orange???

    Zur 1000 V-Strom kann ich noch was beitragen. Die bin ich nämlich neben der 1050er KTM auch Probe gefahren und habs sie nicht haben wollen. Der Grund war neben der Optik und der Verarbeitung (Spiegel und Lenker etc.) der Motor der V-Strom. Das Mopped fährt sich nämlich auch so, wie aus der Leistungs/Drehmomentkurve ersichtlich. Bis ca. 4 Tsd. Umdrehungen ist alles super, darüber wirds immer unwilliger. In der Praxis fühlt sich das so an, jetzt mal übertrieben ausgedrückt, als klebe der Motor bei ziemlich genau 4 Tsd. U/Min fest. Man fährt auch intuitiv fast immer mit diesen 4 Tsd. Umdrehungen. Fand ich seltsam.


    Der KTM-Motor ist dann genau das Gegenteil. Von knapp über 2 Tsd. bis 8 Tsd. fette Beschleunigung. Unten kommt er besser raus als der 1190er (also gaaanz unten bei ca. 2 Tsd. Umdrehungen), hat dann richtig Wumms bis kurz vor dem Begrenzer. Einfach toll gemacht und super gut fahrbar.

    So, in der morgen erscheinenden Motorrad 4/2016 gewinnt die Africa Twin mit ganzen drei Punkten Vorsprung, weil die Tester den Angebotspreis der KTM nicht berücksichtigen wollten. Hätte man den Angebotspreis von 9000 Euro der KTM mit in die Wertung einfließen lassen, dann wäre die 1050er KTM "nicht zu toppen". Weiterhin heißt es bezüglich der 9000 Euro für die 1050er Adventure "Mehr Motorrad fürs Geld bietet kein anderes Modell." Und gemeint ist damit kein anderes Mopped in dieser Preisklasse und nicht nur im Vergleich zur AT oder V-Strom!


    Zu den Fahrdaten heißt es: ": Mit bester Beschleunigung und feurigstem Durchzug glänzt die KTM. Am anderen Ende des Spektrums liegt die durchzugsschwache Honda." Damit können wir diese Debatte vielleicht mal beenden. Das wird sich für uns Normalos nicht viel anders anfühlen wie für die Profi-Tester. Da hat Honda Nachbesserungsbedarf!


    Mehr möchte ich hier nicht aus dem Test zitieren. Wer es genauer wissen will, der kann ab morgen zum Zeitschriftenhändler und sich die Ausgabe kaufen. Dann diskutieren wir hier weiter. Ich freu mich drauf!

    Das ist ja nahe am Pudels Kern. Du müsstest allein vom Preis her die 1190er mit der AT vergleichen. Das ist ja genau das Thema. Und jetzt behaupte noch mal einer allen Ernstes, dass die AT da irgendwie dran vorbei käme. Und ich meine nicht auf der Strasse von den Fahrleistungen her, da kann die AT mit keinem der Mittelklasse-Adventure-Bikes mithalten (schon dreimal nicht mit ner 1190er), sondern auch von der Ausstattungsseite her betrachtet sieht es da nicht so rosig für die Honda aus.


    Klar kann man sich rein emotional auch für ein Mopped entscheiden und natürlich tun wir das auch alle. Hab ich auch getan. Ändert aber nichts daran, dass man sich ebenso die hard facts anschauen kann. Das widerspricht sich nicht unbedingt.



    Was ein wenig störend ist, ist der Nimbus, den die AT bei einigen Motorradfahrern hat. Einfach nur, weil man vor zwanzig Jahren einen (ungewollten) Mythos geschaffen hat, der bis heute in den Köpfen weiter lebt. Die neue AT ist an sich nicht schlecht und im leichten Gelände wird sie auch Vorteile für sich verbuchen können. Aber eben nur dort. Auf Strassen jeglicher Colour ist sie für das gebotene schlicht zu teuer. Da nehme ich mir doch gleich eine 1190er, im zweifelsfalle die R-Version, und habe das viiiiiiiiiel geilere Mopped. Nur es steht eben nix von Afrika drauf.

    Zumal die Vorstellung vom "Outback" (welches ja bekanntlich in Australien, einem zivilisierten Land mit etlichen KTM-Dealern und -Freunden liegt) auch schon eine sehr besondere ist. Da stehen doch nicht hunderte von Motorradreisenden in Australien im Busch und lassen in irgendwelchen Bambushütten ihre Stahlrahmen richten. Das ist doch auch bei Weltreisenden totaler Quatsch. Zudem werden da Bilder transportiert, die gibt es so seit Jahren nicht mehr live zu sehen. Fahr mal nach Afrika. Da kannst Du heutzutage asphaltiert bis nach Madagaskar reisen und hast durchgängig Handyempfang. Oder Marokko, also ein Beispiel, was eher mal in Reichweite liegt. Nagelneue, topfebene Strassen so weit das Auge reicht. Dort kann man auch noch Offroad fahren, aber man muss es es dann schon wollen. Und es gibt dort mangels Festnetztelefonie sehr weitreichende Handy- und mobile Inetabdeckung. Igrendwann im letzten Wüsenwinkel sicher nicht mehr, aber so einsam wie vor dreißig Jahren ist man da auch nicht mehr. Eine Marokko-Tour gehört inzwischen zum normalen Tourenprogramm westeuropäischer Moppedtreiber und kann für überschaubares Geld als geführte Tour bei etlichen Anbietern gebucht werden. Also nix schlimmes mehr. ;-))


    Honda hat technisch die einfachere und günstigere Variante gewählt. Reparaturfreundlichkeit gilt selbst unter Globetrottern kaum noch was, weil der Bedarf an Reparaturen so einfach nicht mehr vorhanden ist. Man kann mit aktuellen Moppeds wie der 1190r oder auch der AT, aber auch einem Simson-Mopped, ohne weiteres einmal quer durch Afrika fahren, warum auch nicht? Machen die Afrikaner mit viel abenteuerlichen Gefährten und kommen auch durch.


    Hier findet auch keiner die AT schlecht oder uninteressant. Wir vergleichen nur. Die Kaufentscheidung fällt sowieso jeder für sich allein.

    Hast Du davon, also vom Remus, Bilder an der 1050er und vielleicht sogar ein Soundfile? Interessiere mich nämlich auch für den Auspuff.


    Und merkst Du was bei der Leistung? Soll ja angeblich der einzige sein, der mehr Leistung und Drehmoment generiert.

    Ich habe beim Kaufpreis auch keinen Rabat mehr bekommen. Nur ein paar Euro auf das Zubehör sowie kostenlosen Anbau der Teile. War mir aber Recht so, denn den Hauptständer oder die Heizgriffe zu montieren ist auf jeden Fall Aufwand, den ich mir gerne erspart habe.


    Die Eifel, die ja zu meinen bevorzugten Revieren gehört, ist eigentlich sogar prädestiniert für eine 1050er Adventure. Die Strassen sind eher schlecht, die Kurven eng, da gehört sie hin! Und Leistung ist mehr aus satt vorhanden.

    Da werden Dir die 1190er Besitzer allesamt schreiben, die 1050 geht gar nicht. Keine Austattung, zu wenig Leistung etc. Und die 1050er Besitzer werden Dir schreiben: Supergeiles Mopped, geiler Preis, reicht für uns jedenfalls alles dicke aus.


    Mir war die Leistung der 1190er zu viel und ich mochte die 1050er auf Anhieb gut leiden. Deshalb hab ich mir die 1050er gekauft und noch ne Menge Geld gespart. Aber das kann man natürlich auch anders sehen....

    Da möchten wir in einem KTM-Forum unsere KTMs mit dem Wettbewerbern vergleichen und sind deshalb jetzt schon erbärmlich und vergleichen unsere Schwänze?!?


    Und ja, ich freue mich über die Vielfalt in der Klasse der 1000er Reiseenduros. Hier hat niemals jemand was anderes behauptet.


    Den Umgangston von einigen hier finde ich inzwischen allerdings bedenklich. Keine Ahnung, warum man das so machen muss. Wird hier der Stress im Real Life abgebaut? Ich für meinen Teil würde ganz gerne sachlich diskutieren. Und auch vergleichen dürfen, messen, von meinen ErFAHRungen berichten und von anderen hören.

    Darum geht es doch gar nicht. Es geht hier um den Vergleich der 1050er mit der AT. Wir wissen alle, dass die 1190 mehr Leistung hat. Und die 1290er noch mehr. Ist aber hier gerade mal egal und wurde auch von niemanden in Frage gestellt.


    Alles, was ich geschrieben habe, war doch, dass das Leistungsdiagramm der 1050er deutlich besser ausfällt, als das der AT. Das muss doch gesagt werden dürfen???