Beiträge von Mankra

    Tuning = Verbesserung. In diesem Fall fallen Reifen in beide Kategorien, wenn man das überhaupt in so abgegrenzten Kategorien einteilen möchte.

    IMHO gilt das ebenfalls ADVs.

    Sei es, dass man die auf feuchter Straße giftigen Metzlers gleich austauscht, statt zu sparen und runter zu fahren oder Klassiker, in der TET FB Gruppe immer wieder zu sehen: Mit einem zu Straßen lastigen Tourenreifen ins Gelände geht und dann recht schnell auf feuchtem Boden Probleme bekommt.


    Ich hab Deinem ursprünglichen Posting ja nicht widersprochen, sondern nur die Reifen als zusätzlichen Punkt angeführt, welcher IMHO ebenfalls weit vor dem Motor kommt.

    gebe ich dir bezüglich den Reifen Recht, auf Amateurniveau finde ich wird das Thema Reifen und Luftdruck viel zu überschätzt.

    Sehe ich ganz im Gegenteil.

    Schon zigmal erlebt, dass Anfänger mit alten Reifen daherkommen, Schlauch mit zuviel Luft und dann an den einfachsten Hügeln verzweifeln. Überredet auf neue Reifen und ab dem Nachmittag geht es dann auf einmal.


    Ich war ja schon einige Male mit Klaus Kinigadner unterwegs und du würdest dich wundern wo die Guides mit ihren abgefahrenen Schlappen noch hochkommen wo die "Anfänger" sich die Zähne ausbeissen :ja:

    Ja, das wird immer vorgebracht. Ein Pro auf einer 125er wird uns immer locker davon fahren, trotzdem kommen die Wenigsten auf die Idee, mit einer 125er solange zu fahren, bis man den Motor komplett ausreizt, sprich E1 WM wird ;)

    Ja, es wird immer Fahrer geben, die mit minderwertigen Material weiter kommen.

    Trotzdem ist es mit den richtigen Reifen und weniger Druck mit dem aktuellen, eigenen Fahrkönnen leichter gewisse Hänge hoch zu kommen, in Schlammlöchern nicht stecken zu bleiben, bei Schrägfahrten nicht ab zu rutschen, usw.


    IMHO sind die Reifen (inkl. Luftdruck, bzw. Mousse Härte) die Tuningmaßnahme #1.

    Dann erst kommt Fahrwerk und Ergonomie.

    Motortuning geht dann beim technischen Enduro nur Richtung Fahrbarkeit, Spitzenleistung hätte die genannte 125er bereits genug.

    Durch die Masse entstehen andere Drücke und Unterdrücke im System, durch die höhere Geschwindigkeit auf meist eher leichterem Gelände zwischendurch höhere Federungsgeschwindigkeiten auf kurzem Wege, usw.


    Sicher lässt sich Einiges theoretisch per Shim Restackor theoretisch voraus berechnen, aber trotzdem braucht es die Rückmeldungen aus der Praxis, einen Feinschliff.


    Ich hab auch mit 3 FW-Tunern gesprochen, bei denen ich weiß, dass sie gute Arbeit bei Sportenduros liefern. Alle 3 haben gleich ehrlich gesagt, dass Sie keine Erfahrung mit ADVs haben,

    das erste und Beste was man bezüglich Performance dem Motorrad tun kann ist das Fahrwerk.

    + Reifen


    Ich komme ja von der Wettbewerbsenduro-Seite. Speziell Anfänger sieht man immer wieder mit abgefahrenen Reifen, zu hohem Luftdruck. Sparen an der falschen Stelle.


    Btw: Der neue "Gefällt mir" Smiley schaut bißerl komisch aus ;)

    Jetzt ist der Winter nicht weit weg, klar kann man da warten.


    IMHO macht es Sinn, das FW nach 1000 bis 2000km das erste mal zu Servieren. Zum Beginn entsteht der meiste Abrieb.


    Zumindest auf schlechter Straße ist das Pro FW besser als das stockende Orig. FW.


    Wer nicht gleich auf das Pro FW umrüsten möchte, gerade auf FB gesehen:

    KTM 790 / 890 ADV-R - Full Factory Offroad
    KTM 790 / 890 Adventure R KTM Adventure Fork Revalve – $450 KTM 790 / 890 Adventure R The KTM 790 / 890 Adventure R models are amazing go all and do just about…
    www.fullfactoryoffroad.com


    Das Dal Soggio Kit funktioniert in den Sport Enduros sehr gut. Damit wird die orig. Gabel sicher sehr gut funktionieren.


    IMHO ist das Hauptproblem einen FW-Tuner zu finden, der mit den ADV Modellen und weicherer Offroadabstimmung Erfahrung hat.

    Ich würde ein konventionelles Fahrwerk immer vom Spezialisten abstimmen lassen, der Kostenaufwand ist dabei meist überschaubar, die Verbesserung aber um so höher.

    Die Kosten sind auch anteilsmässig geringer, wenn man dies im Zuge des Erst-Service durchführt.


    Mein Problem war jedoch, egal mit wem ich von den empfohlenen Tunern telefoniert hab, kam immer das Aber: Dann wirds auf der Straße zu schwammig. Auch wenn ich ihnen sagte, das wäre mir egal, ich will eine reine Offroad Abstimmung.

    Der große sichtbare Unterschied ist die Gabelfaust. Während bei der 790 Adv R unten nur eine einfache Schraube die Cartridge hält, ist bei der 350er ein zusätzliches Basevalve eingebaut.

    Gabelfaust, Federn, Anschläge, etc. ist klar. Wo sollte man den rechten Bremssattel anschrauben bei einer EXC/690er Gabel :teuflisch::teuflisch::teuflisch:


    Das Innenleben, die Dämpfung ist recht ähnlich aufgebaut. Gut ich kenne die 790er Gabel nicht im Detail. Noch simpler, ohne BV, OK, wußte ich nicht.

    Trotzdem, auch wenn ich selber die "Baustelle" Fahrwerksabstimmung nicht aufmachen möchte (damit kann man ein eigenes Hobby beginnen und hast wohl Jahrelang "Spaß" damit ;) ) , das Ganze durchgerechnet mit ShimReStackor, zur Not das zusätzliche BV verbaut (wobei das orig. ungute (Unter) Drücke aufbaut, zumindest laut ein paar Jungs im Offroad Forum, die ein günstiges Tuning hier gefunden haben), etc.

    Dann bekommt man das orig. FW sicher recht nah ans WP-Pro-FW ran.


    Im AVD Rider Forum gibt es hierzu einen längeren Thread, wo die Jungs diverse Abstimmungen probieren, Erfahrungen austauschen. Scheinbar bringt es schon viel, nur das erste Shim im Stack der Druckstufe gegen ein dünneres Shim zu tauschen.

    Ebenso machte der Felgenring die Erfahrung so schnell keine Schläge mehr einstecken zu müssen.

    Leider bei mir nicht, hat nach dem ersten Tag im richtigen Gelände schon böse gelitten. Erst nach Umbau auf einen fetteren Vorderreifen mit Mousse war Ruhe.


    Ich hab auch das Pro FW seit Sommer verbaut. Das orig. FW mit der Orig. Abstimmung, zumindest die Gabel ist recht Straßenlastig abgestimmt. Die Shims so abgestimmt, dass das Losbrechmoment recht hoch wird, schnelle Schläge kommen stark durch und natürlich nimmt das Grip vom Vorderrad.


    Mit dem Pro FW fährt sich die 790er nun wirklich sehr, sehr gut. Schnell, langsam, paßt.

    Ich bin mir jedoch ziemlich sicher, dass man das orig. FW auch auf 95% hin abstimmen könnte. Das gleiche Dämpfungssystem funktioniert in den 690/701 und Wettbewerbsenduros auch weit besser.

    Die sieht auf den ersten Blick 1:1 gleich aus, wie die Winde vom Zgonc hier in Österreich. Nur um 20,- günstiger.


    Ich hab die Winde hier liegen, aber noch nicht ausprobiert. Mit einer 50cm breiten und 240cm langen Rampe bekom ich die Karre auch alleine, rückwärts in den Bus. Zwar schwer zu balancieren, geht aber.

    Natürlich muss man auch den manuellen Tripmaster immer wieder anpassen. Bei offenen Strecken, mit langen, schnellen Geraden ist das GPS sogar genauer (wahrscheinlich wegen Schlupf am Vorderrad beim manuellen Tripmaster).

    Wenn es eng wird, ist die Genauigkeit des 5hz GPS grenzwertig, aber meist noch handelbar, wenn man drauf eingestellt ist.


    Bei FIM Rallyes nicht, die aber die Mnderheit sind. In Summe gibt es mehr Non-FIM Rallyes als FIM Rallyes.
    Wer solche Veranstaltungen, wo das E-RB erlaubt ist, mitfahren möchte, wäre es gut zu wissen, ob man andere Geräte auf 5Hz GPS betreiben kann oder nicht.

    Wenn nicht, dann bleibt nur das CI oder ein Tachokabel zu legen, mit 1hz wird es zu ungenau werden in engeren Abschnitten.

    Mit den 5hz ist die Genauigkeit soweit OK, dass man schon mal ne Rallye damit mitfahren kann. Bei der 790er ohne normalen Tachokabel ist das eine Lösung, ohne gröbere Umbauten.


    Wenn man ernsthafter Rallye fährt, empfehle ich weiterhin auf Papier und normalen Tripmaster zu setzen. Meine 450er bleibt auf Papier-RB und normale Tripmaster mit 2 Tachokabel.

    Nochmal: Die Standardgenauigkeit ist der eine Faktor. Der andere Faktor ist die Abtastfrequenz, wie genau Kreisbögen, sprich Kurven, erfasst werden. Bei 1hz und z.B. 72km/h wird nur alle 20m ein Standort erfasst und diese Punkte per Gerade verbunden, statt eines Kreisbogens erhält man ein Vieleck, eventuell sogar nur einen Spitz.