Also, das mit dem Baujahr der Kipphebel wurde ja schon erklärt. Du bekommst sicher etwas recht aktuelle. 2016er, 17er oder 18er wenn du jetzt bei nem großen Onlinevertrieb bestellts. Körnen würde ich persönlich auf jeden Fall. (Ich habe auch von anfang an auf die KTM Garantie geschissen und mitlerweile über 50.000 km runter ohne Liegenbleiber)
Die Wellen musst du getrennt mitbestellen. Auf der Stirnseite der Wellen ist ein Punkt eingestanzt. dieser muss in richtiger Einbaulage nach oben zeigen. Ich weiß jetzt aber nicht ob die von dir angesprochene Ölfase dann auch nach oben zeigt.
Öldruck messen schadet sicher nicht.
Ich habe bei mir auch so Riefen der Länge nach auf einer der Nocken. Schon seit Anfang an, es wurde auch nicht schlechter. Siehe unter:
Technik allgemein: Kipphebel-Fehlerteufel 690er Motoren
Dort kannst du an der linken Nocke diese Längsriefe erkennen. Bei dir wirkt diese Riefen auf der Nocke viel breiter. Kann sein, dass sie durch den Kipphebeldefekt entstanden ist. Ich würde die Nocke rundherum mit dem Daumennagel auf fühlbare Unebenheiten prüfen und wenn diese nicht vorhanden sind neue Kipphebel/Achsen rein. Nach 5000 nochmal prüfen wie sich der Nocken entwickelt. Neue Kipphebel bedeuten auch ein neues Tragbild auf den Nocken da sich Nocken und Kipphebelrolle erst aufeinander einlaufen müssen. Sollte deine Nockenwelle beschädigt sein, kannst du es nach 5000km vielleicht feststellen.
Ja, auch 0,07 ist noch möglich, da es noch in der Toleranz liegt. Erfahrungsgemäß ändert sich das Ventilspiel beim 690er LC4 nach dem ersten Mal Einstellen so gut wie gar nicht mehr nach unten hin. Die Ventilsitze scheinen gut designt worden zu sein. (Das mit dem geringen Ventilspiel ist aber meine bevorzugte Theorie. Es gibt auch Verfechter des größeren Ventilspiels und, dass dadurch weniger Druck auf den Kipphebel kommt)
Zum Körnen:
Ich habe selber meinen ersten Kipphebelarm mitverbogen sodass die Rolle leicht am Rand anlief. Hab ihn dann mit einem gezielten Schlag wieder etwas gegengebogen und die Rolle lief wieder frei. (Hielt dann 47000 km
)
Um diese zu vermeiden nehme ich eine Kleine Nuss aus dem Steckschlüsselsatz, welche minimal kleiner im Durchmesser ist als es der Bolzen der Kipphebelrolle ist. Auf dieser setze ich dann den Kipphebel mit dem Bolzen so auf, dass nur der Bolzen auf der Nuss aufliegt. Dann wird gekörnt. Ist zwar ein wenig wackelig und man muss mit Unterlegen von Holz oder Metallplättchen versuchen, das Konstrukt fürs Körnen stabil zu kriegen, aber nur so ist gewährleistet, dass man den Bolzen beim Körnen nicht im Bolzenauge verschiebt oder gar einen Arm der Bolzenaufnahme mitverbiegt.
@all: Bitte nicht KÖRNERN sagen sondern KÖRNEN oder ANKÖRNEN

Beste Grüße,
cometeus
