Beiträge von fanki

    Zitat

    Was wird bei einer Fahrwerksanpassung alles gemach ? Eine andere Person
    kann doch nicht wissen wie ich mein Fahrwerk haben möchte .Wie erkenne ich das mein Fahrwerk nicht passend ist ?

    Da wie oben schon erwähnt das Standard Fahrwerk fast überall auf einen Fahrer mit 75kg (inkl Klamotten?) ausgelegt ist muss bei jemandem der z.B. 120kg wiegt natürlich erstmal die Federrate angepasst werden. Also eine stärkere Feder. Die Dämpfung wird entsprechend deinen Vorstellungen und deinem Einsatzbereich mit verschiedenen Shims und dem Öl (Menge, Luftpolster, Viskosität) abgestimmt. Das alles abzustimmen erfordert eine riesige Erfahrung die nur wenige richtig gut beherrschen (ich jedenfalls nicht).
    Je nachdem was dir am aktuellen Fahrwerk nicht gefällt kann der Fahrwerkstuner dir dein Fahrwerk genau auf dich abstimmen. Daher musst DU natürlich ihm sagen was nicht passt und was du anders möchtest. Je genauer das feedback desto genauer die Abstimmung...so wie beim Racing :zwinker:
    Das Standard Fahrwerk ist halt so abgestimmt dass es für den Grossteil passt. Wenn du z.B. mehr Enduro fährst muss es eben anders sein als auf der Kartpiste. Zudem spielt der Reifendruck auch noch eine wesentliche Rolle und nicht jeder Reifen reagiert gleich auf Fahrwerksänderungen.


    Hier meine persönliche Erfahrungen mit unterschiedlichen Bikes:
    Ich finde z.B die Abstimmung der Hqv 701 En für mich passend für die Strasse (ca. 90kg inkl Klamotten) Auf Schotter ok und auf rauherem Gelände denke ich werde ich in Zukunft etwas mehr mit der Dämpfung spielen und heraustüfteln müssen bis es passt.
    Bei der Duc 821 Hyper SP fand ich die Standardeinstellung zu straff für die normale Strasse, v.a. an der Gabel. Mit etwas rumtüfteln an den Dämpfungsklicks habe ich dann was für mich gefunden um das aggressive Rückschlagen des Lenkers bei Wellen in Kurven auszumerzen ohne dass die Front beim Anbrensen zu tief sinkt.
    Bei der F800GS merke ich jetzt nach knapp 50000km dass beim Reisen mit Gepäck oder Sozia das Heck kaum mehr reserven hat und selbst beim Fahren ohne Gepäck/Sozia die Front mir einfach zu weich ist (was sie aber auch neu schon war). Je schlechter die Strasse je mehr zeigt sich das. Bin dann mal das Tractive Extreme Federbein und die ClosedCartridge Gabel im Standard Setup gefahren. Mensch war das ein Unterschied! Waldwege mit Schlaglöchern, tiefes Kies, mit 30-40km/h frontal über gut 10cm hohe Bordsteinkanten (auf einem Waldparkplatz, nicht im Dorf!)...rein gar nix konnte das Fahrwerk aus der Ruhe bringen wo ich beim Standard Fahrwerk längst vor Schweiss nass gewesen wäre. Selbst auf normalen Strassen war das Gefühl für die Strassenbeschaffenheit wesentlich besser und die Reserven und Anpassungsmöglichkeiten sind bei so einem Fahrwerk natürlich viel grösser als wenn du ausser der Zugstufe am Federbein nichts einstellen kannst... Der Entschluss war klar: dieses Fahrwerk hat mir noch gefehlt und muss vor der nächsten Reise eingebaut werden (folgt noch)!


    Ich sage daher immer: richtiges Tuning beginnt beim Fahrwerk! Wenn ihr nicht nur auf der Quartermile schnell sein wollt dann investiert zuerst in das Fahrwerk statt in die Leistungsteigerung...(wobei ich sagen muss dass die voll einstellbaren Serien WP Elemente ja schon Top sind. Aber eben nicht alle Modelle haben sowas...)


    Stiffmasta:
    ich würde an deiner Stelle sicher erstmal eine stärkere Feder mit höherer Federrate hinten rein machen und ggf vorne die Dämpfung erhöhen. Das geht ja bei der Enduro super. Das ist die günstigste Variante. Wenn Geld eine untergeordnete Rolle spielt kann ich dir natürlich auch sehr das Tractive Extreme Federbein empfehlen. Gibts für deine auch bei Touratech. Die können dir an einigen Standorten auch ein individuelles Setup machen. Gerade in Niedereschach war ich von der Beratung sehr angetan. Der Typ heisst Philipp, Nachnamen weiss ich nicht mehr. Fährt aber selbst Enduro und scheint das Gebiet der Fahrwerksanpassung wirklich zu verstehen. Oder du lässt dir wie von meinen Vorrednern geschrieben dein WP Fahrwerk von einem Spezialisten überarbeiten, was je nach Km-Laufleistung und Anwendungsbereich m.M.n nach 5 Jahren eh nicht herausgeschmissenes Geld ist

    Dann ist auch das mit Abstand allerallerbeste "andere Kühlmittel" möglich:
    Destilliertes Wasser - frostfreie Garage vorrausgesetzt.
    (JEDES "andere Kühlmittel" als Wasser besitzt weniger Wärmekapazität,
    d.h. es kann weniger Wärme transportieren.)

    Das sehe ich leicht anders. Frostschutz besteht zum grössten Teil aus Glykol (ca. 90%). Das andere sind Additive.
    Glykol senkt nicht nur den Gefrierpunkt sondern hebt auch die Siedetemperatur der Flüssigkeit. Eine Mischung mit Wasser im Verhältnis 1:1 erhöht den Siedepunkt des Kühlmittels auf ca. 107°C.
    Die Aussage mit dem Destillierten Wasser galt vor gaaanz langer Zeit als noch phosphathaltige Kühlmittel eingesetzt wurden welche sich nicht gut mit den Mineralien aus dem Leitungswasser vertragen hatten.
    Heutzutage ist normales Leitungswasser mit Frostschutz absolut kein Problem mehr.
    Wenn manche für Ihre Renner nur Wasser nehmen liegt das wie von Babsi beschrieben daran dass reines Wasser die Wärme beser leitet als Glykol. Aber für den Strassengebrauch würde ich das nicht empfehlen, ausser du hast Lust nach jeder Fahrt Wasser nachzufüllen weil einfach deutlich mehr verdampft...Auf der Rennstrecke mag das nach jedem Lauf ja ok sein aber im normalen Gebrauch wäre mir das zu aufwendig.

    Die Blizzard sind eigentlich schon so kontipiert dass sie über den Soziussitz gehen. Weiter hinten wird eher das Problem dann dass dir die Seitenverkleidung ausgeht wo sie sich abstützen da sie ja ohne Kofferträger auskommen sondern nur über den Sitz gelegt und z.B. an den Fussrasten oder Rahmen unten festgezurrt werden. Das hinter dem Sitz anbringen sehe ich bei der Doppelauspuffanlage der 690sm etwas problematisch da die Abstützung ja direkt am Auspuff wäre statt an der Seitenverkleidung. Leider kenn ich die sm zu wenig aber für mich siehts nach den Bildern zumindest so aus.
    Zudem sind die Blizzard ja für den (Sport)Endurobetrieb konzipiert worden, also wo eh kein Soziusbetrieb gefragt ist. Wenn du mit Sozia fährst bin ich nicht sicher ob das die richtige Lösung ist...

    genau...oder den Pirelli MT 60 rs...


    den M7rr hatte ich mal auf der Hyper. Kann ich auch rundum empfehlen. Kann aber nicht sagen ob besser oder schlechter als der CSA2 den ich anschliessend drauf hatte. Denke die beiden schenken sich nix...

    Zitat von »Highfender«
    Da wo die 701er die meiste Kraft auf den Asphalt drückt, zwischen rund 6500 bis 8500 U/min, führt es zu keinem zu mageren Gemisch (Beweis: Piratenvideo, Diagramm von hin, Diagramm von fanki).


    Das Video hat Highscor hinreichen analysiert,
    das Diagramm von Hin und seine Interpretation der Messwerte besagen das Gegenteil
    und von Fanki hab ich bei raschen Durchschauen kein Diagramm gefunden - wo ist das bitte?

    siehe Post 149 von Highscore. das oberste Diagramm ist meine Messung aus dem Husky-Forum. Wurde auch des öfteren hier schon verlinkt.

    Glückwunsch Fanki :lol:
    jetzt gehörste auch zu den ungebildeten Idioten.

    Dass ich bei dem Club gut vorne dabei bin ist mir schon länger bewusst... :lautlach:früher hätte man solche Ketzer wie mich verbrannt...


    Vielleicht liegt es an der HS Definition von Spitzendrehmoment, aber in Fachkreisen ist Spitzendrehmoment = max Drehmoment und da läuft sie weder bei 5000rpm mit Evo Deckel zu mager (schon gar nicht signifikant) und erst recht nicht oberhalb. Erst lese ich dass es dort bei 5000rpm gefährlich sei, stelle klar dass das Diagramm was anderes zeigt. Dann ist wieder der mittlere Bereich wo der Evo Deckel viel bringt tödlich. Angeblich jetzt wegen dem dort herrschenden max Verbrennungsdruck? Also das ist definitiv falsch dass der Verbrennungsdruck bei 4500rpm mit Evo Deckel höher ist als bei 6000 rpm mit/ohne Deckel. Bei Zweifel einfach nochmal die Definition von BMEP beachten und wie sich BMEP im Drehmoment-Drehzahlkennfeld verhällt. Also ich komme mit diesen hin und her der Interpretationen nicht mehr mit :sehe sterne: ...je nach Mondphase scheint das zu ändern. Dass sie von 4-5000rpm abmagert hat ja keiner bestritten, aber das wurde schon am Anfang im Konjunktiv durchgekaut...


    Mit den vorliegenden Daten lässt sich anscheinend immer hin und her argumentieren was im mittleren Bereich passieren würde/könnte/sollte/dürfte. Wirklich sehen ob der Motor Schaden nehmen könnte, wäre wenn man in den Zylkopf eine Bohrung für einen Indizierquarz machen würde. Dann würde man genaustens den Verbrennungsverlauf beobachten können und jedes kleinste Klopfen/Klingeln sehen. Idealerweise noch mit T-Sensor am Auslass. Und kommt jetzt nicht wieder das sei zu träge. Denn genau so wird es gemacht wenn der Motor am Dyno an der Vollast stationär appliziert wird. Und da wird der Punkt minutenlang gehalten und nicht nur paar Sekunden beim Durchbeschleunigen. Da gibts i.d.R. gerade in der Mitte der Vollast für den erforderlichen Homologationszustand (Vorbeifahrtgeräusch) sehr wohl Reserven die noch angezapft werden können. Im Bereich zwischen Nennleistung und Nenndrehmoment ist das in der Regel weniger der Fall. Wer also hier mehr Drehmoment herausholt hat bei Zugabe an Kraftstoff zwar keine thermische Mehrbeladstung aber dennoch höhere Verbrennungsdrücke die auf Lager und Kopf wirken. Was ich damit sagen will: hier scheinen einige immer nur auf das Thema Temperatur abzuzielen und vergessen die Mechanik.


    Wahrscheinlich werde ich jetzt zum 1000sten Mal verbrannt...seis drum :zunge:


    PS: das mit dem dutyCycle wäre schon nicht uninteressant. I.d.R gibt es aber in der ECU Funktionen die das über die Lebenszeit versuchen auszugleichen. Aber da halte ich mich jetzt raus.

    ich will jetzt wirklich nicht streiten aber etwas sehe ich anders in den Diagrammen

    Zitat

    m Bereich gerade um das Spitzendrehmoment herum, das ca. bei 5000 UPM
    mit Evo-Deckel drauf anliegt, magert der Motor signifikant ab. Das zeigt
    Fankis Dynorun sei deutlich, wie es auf meiner Messung erkenntlich ist.

    Das Spitzendrehmoment liegt ob mit oder ohne Evo Deckel nach 6000rpm an. Das zeigt die HS Messung deutlich. Und da läuft meine definitiv nicht signifikant zu mager...im Gegenteil
    Bitte die Achsenskalierung genau beachten!
    Im Bereich wo meine "kritisch" wäre zwischen 4-5000rpm ist sie weit unter dem Spitzendrehmoment. Gem HS Messung etwa gut 10Nm. Und damit eben auch unter dem max. Verbrennungsdruck welcher in der Regel nach meiner Erfahrung zwischen der Drehzahl mit dem max. Drehmoment und der Drehzahl mit der max leistung ziemlich konstant anliegt bzw so appliziert wird. Also beim lc4 etwa grob zwischen 6-8000rpm


    Man beachte ausserdem wie mager bereits meine in Serie zu laufen scheint. Muss ich jetzt Angst um den Motor haben wenn ich ihn in Serie lasse? Weil da wo die Max Leistung und das max Drehmomen anliegen (also zwischen 6-8000rpm) sehe ich absolut kein "zu mager laufen" im ggs zur Serie. Oder bin ich blind?
    Und ja...die Drehzahlangaben habe ich richtig den km/h zugeordnet...könnt ihr selber nachrechnen oder hier schauen http://www.gearingcommander.com/ meine 701En ist 15/45 übersetzt


    beim Rest habe ich nichts auszusetzen

    Richtig Siciliano!
    Ich erinnere mich noch gut an einen meiner ersten Beiträge hier im Forum wo ich bezüglich Ölverdünnung meine Meinung sagte und damit indirekt nicht gleicher Meinung war wie der Pirat gabs von einer gewissen Seite aus dem Nichts völlig unverhofft ...Zitat: "vollsten Applaus". Kurz darauf als ich zu einem anderen Thema sagte ich sehe das anders wurde der Ton sofort sehr unterschwellig und verachtend. Ich meine ich komme damit klar, aber es ist einfach nicht die seriöse Art von Geschäftsleuten andere Mitbewerber und Forumsmitglieder mit anderen ansichten schlecht zu machen oder zu unterstellen sie würden ihre 690er nicht richtig fahren können etc. Der Gipfel fand ich folgendes:

    Zitat


    Vielleicht ist unser Forum hier doch der Ort, wo sich Leute auskennen

    Andere dermassen herabzukanzeln ist einfach nur widerlich! Es geht ja nicht nur um die Quantität der Beiträge...
    Das sucht m.M.n in der ganzen Motorradforumszene wohl seinesgleichen. Jedenfalls ist mir was im entferntesten ähnliches noch nie untergekommen. Wer was wirklich tolles am Markt hat, sollte sowas nicht nötig haben :kapituliere: :sehe sterne:


    Wie kann einer gegen solche "Meinungstäter", die mit so wenig so zufrieden sind, argumentieren? Solche Diskussionen sind so mühsam wie vergebens,



    keine Sorge, Deine Leistungs/Lambdakurve interpretiere bei nächster Gelegenheit.

    eben...darum lass/en wir/ich es besser einfach mal gut sein bevor das ganze hier wieder polemisch ausartet und ausser Unterhaltungswert nichts der Sache beiträgt und dann wieder zugesperrt werden muss...


    Nicht nötig...Es wurde doch schon alles gesagt/interpretiert und wiederholt sich eh nur ständig...wie ich schon mal sagte...soll doch jeder machen was und wie er es für sich akzeptabel hält und interpretieren wie es für ihn persönlich passt. Lassen wir doch die zufriedenen zufrieden bleiben...


    PS: Der Dogmatismus scheint mir übrigens nicht ungleichmässig vertreten zu sein...


    Phil Tonic: Danke für deinen Pragmatismus, so ist es!

    Danke für den Link!
    ja dass viele zufrieden mit 15er Ritzel fahren habe ich schon gelesen.
    Daher war meine Frage ja auch mehr noch was ihr von 15/44 haltet und ob es da schon Erfahrungen gibt... (die originale Kettenlänge müsste passen, die Distanz Ritzel-Kettenblatt wird nur 5mm kürzer)

    Ich fahre 15/42 Duke R 2014 und bin ganz zufrieden damit.


    Spasseshalber habe ich mal 16/48 montiert, musste aber die Kette verlängern!

    das wäre ja dann auch jeweils vorne 1 Zahn weniger und hinten 2 mehr als Original, genau so wie ich mir das für die SMC dachte...


    und wie verhält sich das 16/48? Ist ja noch mal minimal kürzer als 15/44...

    Hallo,


    ich werde wohl bald eine der letzten neuen SMC-R kaufen.
    Die originale Übersetzung ist mir definitiv zu lang für mein enges und winkliges Geläuf. Ausserdem brauch ich eh nie mehr als 140km/h Topspeed und das auch nur schnell auf der Autobahn was eh sehr selten vorkommt.
    Daher will ich sicher das 15er Ritzel nehmen. Mit dem Tool http://www.gearingcommander.com/ bin ich gerade etwas am spielen. Fährt jemand auch mit 15/44? Oder denkt ihr 15/42 sei kurz genug übersetzt? Meine Vorstellung wäre etwa dass auch 50 km/h innerorts im 4ten fahrbahr sind. Oder ist das auch mit 15/42 möglich ohne das das Ding ruckelt und auf der Kette hackt? Von meiner 701 En Bj16 bin ich eben schon etwas verwöhnt was einen kultivierten und direkten Lauf anbelangt :verliebt: Von der SMC meine ich bei der Probefahrt in Erinnerung zu haben dass unter 3000rpm sie kaum fahrbar ist...daher auch die Idee mit der kurzen Übersetzung.