Ist es nicht so, daß im Laufe der vielen tausend Kilometer das Ventilspiel durch das Setzen der Ventilsitze zwangsläufig immer kleiner wird?!
Um zu verhindern, daß es irgendwann überhaupt kein Ventilspiel mehr gibt, stellt man es deshalb auf das größtmögliche Spiel (oberstes Limit der Toleranz), d.h. wenn die Karre irgendwann mal mit den Ventilen klappert, klappert sie am Anfang bzw. unmittelbar nach dem Einstellen. Nicht erst irgendwann nach 5000km oder gar 30.000km.
Aber ich weiß schon......die urbane Legende, das man eine überfällige Ventilspieleinstellung am Klappern der Ventile hören kann, hält sich hartnäckig im Forenhalbwissen. 
Meistens ist es so, zumindest im Automobilbereich, dass das Ventilspiel sogar größer wird, weil sich Ablagerungen auf den Ventilen bilden. Außer man fährt mit Gas und der Motor kann es ohne Zusätze (zB Flashlube) nicht ab, dann wird das Ventilspiel tatsächlich kleiner. Ist die Verbrennung sauber (und auch der Sprit), die Materialpaarung Ventil zu Sitz gut gewählt und der Motor wird nicht gequält, dann braucht man auch kein Ventilspiel einstellen. Mein Auto hat auch Tassenstößel, mittlerweile 203tkm drauf und es sind immer noch die ersten Tassenstößel drin mit denen er ausgeliefert wurde - also das Ventilspiel noch in der Werks-/Neutoleranz. Und das obwohl ich doch mal öfter auf Touristenfahren unterwegs bin. Da ich laut Fahrzeughersteller das Auto unter "erschwerten Bedingungen" betreibe, halbiert sich der Ölwechselintervall - daran habe ich mich seither gehalten, und nehme dazu sehr hochwertiges Öl (5W50 statt 5W30 was vorgeschrieben ist).
Meine KTM war im März auch beim Händler (30tkm Inspektion), Ventilspiel wurde geprüft und musste nicht eingestellt werden, dennoch werden die Betriebsgeräusche mit steigender KM-Zahl (4500km seit Inspektion) wieder etwas lauter - auch könnte man meinen, dass ein Ventil klappert. Aber das sind einfach normale Betriebsgeräusche, die einfach durch das gebrauchte nicht mehr frische Öl rauskommen denn vor dem Ölwechsel klang sie genauso "klapprig".
Beim Auto merkt man das nicht, der Motor ist ja auch nicht unter einem und mittlerweile zum Fahrer hin sehr gut gedämmt. Wenn ich an meinem Auto einen Ölwechsel mache, ist der die ersten XXXkm auch deutlich leiser, kurz bevor ich den Ölwechsel mache "klappert" der wie ein Sack Nüsse - so hört es sich zumindest an.
Also einfach keinen Kopf machen, setzt auch mal beim Auto auf den Motor und lass jemand anderen Fahren - da hört ihr auch besorgniserregende Geräusche, die ihr sonst nie und nimmer wahr nehmen werden.
LG Alex