Beiträge von adventuremuc

    Hallo,

    grundsätzlich sollte man bei jedem Service durch den KTM-Händler ein Diagnoseprotokoll bekommen.

    Da stehen dann auch die Daten zu "Motorsteuergerät", Bremsenelektronik" und "Kombiinstrument" mit drauf.

    Ah, danke. Nein das habe ich leider nicht erhalten, aber der 1000er ist ja auch kein "richtiger" Service.

    Was ist gegen ein Clipschloss einzuwenden? Fahre nur Ketten mit Clipschloss und hatte noch nie ein Problem!
    lg

    Wir haben in Schottland mal den Sicherungsclip verloren. War nicht so leicht einen Ersatz zu beschaffen. Und bis dahin fährt man halt mit dem Risiko, dass sich die Kette ungewollt (und natürlich im blödesten Moment) öffnet. Das ist es mir nicht wert für die paar Schrauben die man beim Wechsel einspart.

    bei mir ist noch die Original-Software Version 1V08 drauf.

    Ich hatte bisher noch nie das Problem, dass die Maschine von selbst ausgegangen wäre (vom lockeren Massekabel mal abgesehen).


    Soweit ich das nachvollziehen kann, wurde die Software am 15.07.2020 aufgespielt (ECU-Produktionsdatum 15.05.2020);

    Habe auch 1V08, meine ist nur ein einziges Mal ausgegangen.

    Wo sieht man das Datum des Aufspielens?

    Ich hab auch ne Endloskette drauf gemacht und soweit ich mich erinnere sind es tatsächlich nur 4 Schrauben mehr, die man losschrauben muß.

    Problem ist eher, wenn man keinen Hauptständer hat. Wenn die Schwinge raus muss, kann man sie ja nicht zum Ansetzen des Hebers verwenden.

    Da Martins Duke im Leerlauf normal läuft, wird wahrscheinlich der Stift die Arbeit erledigt haben und die Steuerkette falsch aufgelegt haben, um genau einen Zahn daneben in Richtung "spät".

    da die Maschine zu KTM gebracht wird, werden sie das schon finden.

    Es bleibt aber auch die Frage offen, warum sie im Neuzustand schon viel zu wenig Leistung hatte. Es fehlt ja mindestens ein Drittel.

    Das mag ja alles sein, dennoch würde ich die Kettenspannung mal unter Belastung prüfen. Ist sie dann nämlich schon stramm, wäre das suboptimal. Und für KTM gelten sicher die gleichen geometrischen gestzte, wie für andere Motorräder.

    Gerade wenn die Anleitung Grund zum Zweifel gibt, sollte man unter Belastung prüfen. Das macht evtl. ein wenig Arbeit, aber bestimmt weniger als ein defektes Getriebeausgangslager.

    Und richtig, das ist eine reine Geometriesache, man muss also die Belastung so lange erhöhen, bis der minimale Kettendurchhang erreicht ist.

    Bei vielen Motorrädern ist das der Fall, wenn die Schwinge bis zum Anschlag eingefedert ist.

    Die Kette sollte hinter dem unteren Kettenschleifer ca. 5-7mm spiel zur Schwinge hin haben. Dadurch hat die Kette ein gutes Spiel.

    Probiers mal aus: nach Vorschrift einstellen, dann belasten und dabei messen. Viel bleibt nicht.


    PS: Ja die Anleitung ist seltsam, aber sehr gut umsetzbar weil man einen echten Messpunkt hat. Eigentlich besser durchführbar als die herkömmliche "Durchhang" Bestimmung.

    Eigentlich sollte die Angabe in der Bedienungsanleitung so weit passen, dass man die Kette auch bei voll eingefederter Schwinge nicht überstrecken kann.

    Es soll ja auch schon Fehler in Bedienungsanleitungen gegeben haben. Ich habs nach Anleitung probiert und mir war es zu wenig Spiel.

    Wir sind uns aber einig, dass die Kette beim Einfedern der Hinterachse strammer wird? Je mehr Gewicht, desto mehr Einfedern!

    Das minimale Spiel tritt auf, wenn Ritzel, Schwingenachse und Kettenrad in einer Linie liegen.

    Die meisten Motorräder erreichen diesen Zustand nicht, weil die Federung vorher schon am Anschlag ist.

    Dann ist bei "voll eingefedert" das Kettenspiel minimal und wenn man es genau nimmt, muss man darauf abstimmen.

    Danach kann man dann einen beliebigen Referenzwert nehmen, der für die tägliche Prüfung praktisch ist, z.B. bei "aufgebockt" oder unbelastet auf den Seitenständer.

    Der Hobel hat jetzt knapp über 6K Km runter, vor 4 Wochen habe ich

    ihn mit 5K übernommen. Eigentlich kann die Kette ja noch nicht fertig sein ...???

    Wenn die Kette beim Vorbesitzer mangels Pflege mal heiß geworden ist, ***kann*** folgendes passiert sein:

    Kette wird heiß, das innere Fett läuft an den O-Ringen aus.

    Danach erhöht sich der Verschleiß schnell.

    Alle 500km nachspannen ist dann durchaus realistischen.

    Man kommt also evtl. sogar noch aus dem Urlaub nach Hause, aber dann ist halt eine neue Kette fällig.

    Bei meinen Kisten (Yamaha) waren es immer Shims die getauscht wurden.

    Mit XJ 550 und XJ 900 habe ich insgesamt 250 tkm zusammen gebracht. Ventile (iirc) alle 10 bzw. 12 tkm einstellen. Auch da gab es nur eine Richtung -> Ein neuer Shim war dünner als sein Vorgänger.


    OT:

    Speziell bei der XJ gilt auch die Regel: Lieber ein lautes Ventil als ein verbranntes Ventil. Sprich die "Vorschrift" war ein wenig knapp bemessen. An der Ampel wurde ich dann immer von "Experten" darauf hingewiesen, dass ich dringend die Ventile einstellen müsse ;-)

    ... und jetzt kommt die Gretchfrage, hat der Zulieferer ein Alleinstellungsmerkmal mit seinem Produkt und kann sich die Kunden aussuchen? Oder ist ihm an einer guten Kundenbeziehungen zu einem Hersteller, der langfristig große Stückmengen abnimmt, gelegen.

    nein, nein.

    ja.


    Und dennoch gilt die Regel: Jedes Projekt muss sich rechnen. Selbst wenn man das Bauteil mit null Deckungsbeitrag durchschiebt wird es ja immer noch teurer als das Standardteil.


    Das ganze Konzept der "kleinen" KTM Familie basiert doch darauf, dass man zu einem Preis verkauft, den sich auch Käufer in den Schwellenländern leisten können.

    Und da sind unnütze Preistreiber einfach fehl am Platz, egal ob in der Buchhaltung sichtbar oder beim Lieferanten versteckt.