Beiträge von Mad69Max

    Lieber Harald, streiten mag ich hier auch mit niemandem. Aber es geht ja drum, was besser ist: die 1290 oder die 890.


    Und selbst KTM sagt, dass die 890 R besser ist. Sie soll es auch ganz bewusst, weil sie als echtes Sportmodell angelegt ist.

    Warte mal die 1290 SD-R R ab, die wird dann ähnlich aggressiv ausgelegt sein, wie die 890 R.


    Stimmt natürlich, was Du sagst: die Bremspumpe und die hydraulische "Übersetzung" spielt bei der Dosierung eine große Rolle. Je größer der Kolben wird, desto mehr steigt zwar die Handkraft, aber es verbessert sich halt auch die Dosierung.

    In der Serieneinstellung findet die 890 R Pumpe ein - für mich - sehr gutes Verhältnis von Initialbiss, Dosierung und Handkraft.

    Anders als bei der 1290 kann man hier ja auch nach Geschmack noch nachtunen und das "Übersetzungsverhältnis" verändern. - Wer lieber ein hartes Gefühl am Hebel und einen kurzen Leerweg hat, geht auf den größeren Durchmesser.

    - Wer lieber weniger Handkraft hat und dafür einen etwas längeren Weg in Kauf nimmt, wählt den kleineren Durchmesser.


    Also gerade gerade zu Deiner 1290 SD-R 1.0 mit Serienbelägen müsste Dir der Unterschied zu einer 890 R doch recht krass auffallen. Ich denke sehr viel besser als bei der 890 bekommt man es nicht hin. Selbst eine viel teurere Panigale V4 S macht das nicht besser. Die 890 R wird auch für mich das erste Motorrad sein, in das ich nicht von Anfang an andere Bremsbeläge einbauen werde. Selbst bei der Tuono Factory habe ich damals andere Beläge rein. Meine Ansprüche würde ich also als sehr hoch bezeichnen.

    Genau so gehts mir auch, aber für manche ist die 890R halt der Gipfel des Motorradfahrens, ohne jegliche Diskussion zuzulassen...

    Sorry Stefan, ich habe alles gefahren, was bei den Naked Bikes Rang und Namen hat. Tuono Factory, Street Fighter V4, SD-R 3.0, SD-R 2.0 ( 2x ), Street Triple, Monster 1200 S, MT-10.

    Und in der Summe ihrer Eigenschaften - meine bescheidene Meinung nach 40 Jahren Motorrad - ist die KTM 890 Duke R die neue Queen der Naked Bikes und sticht sogar die viel stärkeren Power Nakeds aus. Zumindest auf der Landstraße und im Gebirge, wo die Power Bikes ihre Leistung nicht ausspielen können.

    Interessanterweise bin ich mir da auch mit einigen Fachzeitschriften wie z.B. PS einig, bei denen ja auch die 890 die 1290 klar geschlagen hat, weil sie einfach noch mehr Fahrspaß bietet. Ich bin also nicht so besonders alleine mit meiner Meinung.

    Die einzigen Bikes, die sonst noch vom Fahrverhalten auf dem Niveau der 890 R liegen, sind die Street Fighter V4 Normale und die Tuono Factory aktueller Bauart.

    Aber diese beiden kosten mal mindestens 6.000 € mehr als die 890 R und sind zudem nicht so handlich. Und sie entfalten ihre Power erst bei Geschwindigkeiten, die auf öffentlichen Straßen nix verloren haben.

    Für mich kommt die KTM 1290 Super Duke R 3.0 leider erst auf Platz 4 der Rangliste, auch wenn sie für sich betrachtet einen absolut großen Wurf darstellt.

    Wenn der Bauer nicht schwimmen kann, liegt es an der Badehose. :ja::grins::lautlach:


    Wie schon geschrieben, da spielen viele Faktoren eine Rolle. Und Initialbiss, so ist zumindest meine Erfahrung mit diversen Motorrädern, ist meist eine Frage der Beläge, bzw. Paarung Scheiben/Beläge.


    Im Übrigen, wenn wir den Test als alltagstauglich zu Grunde legen, sprechen wir hier von Zentimetern! Auf dem Kringel ist es was anderes.

    Hmm, ich glaub nicht, dass es hier an der "Badehose" liegt ... :achtung ironie: ... deswegen möchte ich untertänigst widersprechen.

    Das EINZIGE, was für die mögliche Bremsleistung wirklich zählt, ist das, was der Reifen an Verzahnung mit dem Untergrund schafft. Und ein Cup 2 muss einfach genügend warm sein, um sich gut zu verzahnen. Und wenn die Bremsleistung der 890 R gleich 2 m schlechter waren, als bei der 1290, was eine ganze Welt ist, dann lag das am Reifen und nicht an der Bremse!


    Merke:

    Die beste Bremsanlage ist mit einem Holzreifen hilf- und zahnlos.

    Selbst eine Zweikolben-Anlage kann mit einem perfekten Reifen sehr gute Bremswerte schaffen!


    Ich habe beide Modelle ausgiebig getestet. Und gerade Bremsen ist mir wegen der Rennstrecke extrem wichtig.

    Bin ja zu 100% bei Dir, dass auch bei der 890 R und der 3.0 die Reibpaarung den Ausschlag gibt.

    Die Entwicklungsingenieure bei KTM, mit denen ich gesprochen habe, müssten dann auch einen schlechten Job gemacht haben,

    wenn es nicht so wäre.

    Denn sie haben BEWUSST die 890er wesentlich sportlicher ausgelegt, als die 1290 3.0. Das ist so. Die 890 R orientiert sich damit viel stärker an der alten KTM 990 Super Duke R, die eine ebenso giftige Bremse hatte und das letzte Modell von KTM gewesen ist, das mit einer derart aggressiven Auslegung gebaut wurde. Seit Einführung des ABS, sind die KTM Modelle sehr auf Sicherheit und Stabilität und nicht mehr auf kürzeste Bremswege ausgelegt.

    Die 890 R ist das ERSTE Modell aus der Neuzeit, bei dem auch das ABS auch wieder aggressiver regeln darf. Deshalb lässt die 890 R mehr oder weniger spektakuläre Stoppies zu und die 1290 nicht, die diese komplett unterbindet. :sensationell:

    Markus, ich habe ja exakt die gleiche Mischung wie Du!

    Besser hätte ich es selbst auch nicht ausdrücken können.


    Für mich ist die 890 R derzeit das BESTE Naked Bike! Sogar noch besser als die berühmte Tuono Factory!


    Anmerkung: dabei spielt natürlich auch das Preis-/Leistungsverhältnis eine große Rolle. Für rund 14.000 € bekommt man mit der KTM 890 Duke R ein sehr komplettes und edel ausgestattetes Motorrad, das man mit dem gesparten Geld sogar noch extrem tunen könnte, oder eben eine sehr große Summe für Motorradreisen oder Renntrainings übrig hat. Zudem ist die 890 R im Unterhalt SEHR VIEL günstiger als alle Power Nakeds und verbraucht mindestens 2 Liter weniger bei gleichem Tempo.

    Ich könnte eine 890 R komplett auf Öhlins umrüsten und alles in Carbon machen und hätte trotzdem gerade mal den Listenpreis der anderen Bikes erreicht.


    Und mit KEINEM anderen dieser Bikes kann man so dermaßen enge Linien fahren, wir mit der 890 R. Klar, schmalerer Reifen und viel weniger Gewicht bedeutet einfach weniger Schräglage bei gleichem Tempo. Deshalb fahre ich auch mit einer 890 R in der Außenkurve an einer 1290 R vorbei, ohne dass die auch nur den Hauch einer Chance hätte. Simple Fahrphysik. :sensationell:

    War das nicht die 3er im Alpenmasters?

    Ah, sorry, den Test hatte ich nicht parat.

    Ich muss zugeben, dass mich die Werte sehr wundern.

    Kann mir dann eigentlich nur vorstellen, dass es dem Michelin Power Cup 2 eventuell zu kalt gewesen ist.

    Der muss wirklich eine gute Temperatur haben, damit er volle Performance bringt.

    Von der Bremse her würde ich vermuten, dass die Kleine die Große schlagen müsste.

    Ist Dein Profil nicht aktuell? Du hast doch eine SD-R 2.0 laut Photo und Text.... :denk:

    Also im Vergleich zu einer 2.0 fährt sich die 890 R wie ein Fahrrad. Da liegen Welten dazwischen in der Handlichkeit. Und auch bei der Präzision und bei der Kurvenstabilität speziell in engen Kurven sehe ich die 890 R da weit vorne.

    Die 3.0 stellt gegenüber der 2.0 eine Verbesserung in der Handlichkeit dar. Aber sie kommt auch nicht an die 890 R ran.


    Zur Bremse: da kann ich mich über Deinen Spruch nur wundern. Du hattest selber vorher einen SMC690 und jetzt eine SD-R 2.0 und willst mir erzählen, dass diese Bikes eine "sportliche" Bremsanlage haben, die sich nicht von der 890 R unterscheidet?


    Nee, sorry, da müssen wir uns dann darauf einigen, dass wir geteilter Meinung sind.:kapituliere:


    Meines Erachtens hat die 890 R einen viel besseren Initialbiss, lässt sich feiner dosieren und benötigt weniger Handkraft, als die Anderen.

    Die Anlagen von der SMC und der SD-R sind in meinen Augen "normal", guter Standard.

    Der von der SDR ist aber kürzer!


    Entscheidend ist dabei aber heute oft nicht die Bremsanlage selbst, sondern die Regelempfindlichkeit des ABS. regelt das ABS konservativ, wird der Bremsweg länger.

    Hallo Harald, woher nimmst Du Dein Wissen?

    Also ich habe noch keinen Bremsvergleich zwischen 1290 3.0 und 890 R gesehen, bei dem Werte ermittelt wurden.

    Mich würde das auch wirklich sehr wundern, weil das ABS der 1290 weniger aggressiv ausgelegt ist, als das der 890 R und keine Stoppies zulässt.

    Ich habe beide mit gezielten Vollbremsungen getestet und die maximalen Bremsungen bis zum Stillstand gemacht.

    Und mir kamen die Bremswege der 890 R kürzer vor.

    Ich würde auch vermuten, dass ein Michelin Power Cup 2 im warmen Zustand besser bremst, als ein Bridgestone S22.


    Schick doch bitte mal einen Link zu Deinen Werten.

    Ja, ist so. Durchzugsmessung im letzten Gang! Daher finde ich die Messung 50 auf 100 km/h auch sinnfrei. 50 km/h im 6. Gang bei der SDR geht gar nicht. Bin froh, dass sie jetzt im 3. Gang Stadtverkehr zulässt.

    Hallo Harald, so sinnfrei ist das gar nicht, weil es die Simulation ist, wenn man aus der Ortschaft rausfährt und dann bis Landstraßentempo beschleunigt. Bloß, weil Dein großer V2 das nicht zulässt, muss es noch lange nicht gleich sinnfrei sein.

    Ich kann das mit meiner K1300 R zum Beispiel hervorragend machen. Schön leise im 6. Gang in der Ortschaft fahren und am Ortsende einfach das Gas aufmachen und satt durchbeschleunigen. Geht mit einem Reihenvierer prima.

    Ich würde Dir sowieso raten, Deine SD-R vorne und hinten einen Zahn kürzer zu übersetzen, weil Dein 6 Gang bis 290 übersetzt ist und damit VIEL ZU LANG.

    Sorry, hab ich bei der Probefahrt der 890er überhaupt nicht so empfunden , eine völlig normale und unauffällige Bremse.

    Servus Mike, dann gib es drei Möglichkeiten:


    1. Du hast eine 1290R 3.0 Brille auf :tröst:

    2. Du musst einfach noch ein wenig an Deinem Feingefühl arbeiten :kapituliere:

    3. Du hast ein Modell mit einer schlechten Bremse erwischt :gute besserung:

    Nee, mal ehrlich: Ich habe die 1290 3.0 einen ganzen Tag lang gefahren, genauso wie die 890 R. Und dann die 890 R gekauft.

    Mit ein Punkt war die Bremsanlage. Die 890 R hat viel mehr Initialbiss und benötigt auch weniger Handkraft. Und das ist von KTM auch offiziell so gewollt, sagen zumindest die Entwickler.

    Die Bremse der 890 R "normal" und "unauffällig" zu nennen halte ich schon für stark untertrieben.

    Was den Initialbiss, die Dosierung und die Handkraft anbetrifft, spielt die Anlage der 890 R in einer Liga mit der Ducati Street Fighter und der Panigale V4. Und etwas Besseres als die gibt es im Moment beiden Serienmotorrädern nicht.

    Ist die superduke wesentlich länger übersetzt als die bmw oder wieso wird sie im 50-100 durchzug so traurig zerrissen von der Konkurenz?

    Salut Alain, die KTM ist im 4., 5. und 6. Gang zu lang übersetzt. Daher kann sie die unbändige Kraft des V2 einfach nicht ausspielen. Die S1000 R ist dagegen sehr kurz übersetzt im 6. Gang. Deshalb hat sie einen sog guten Wert beim Durchzug, obwohl ihr motor de facto weniger Drehmoment hat und auch weniger PS. Die KTM dreht bei 100 im 6. Gang gerade mal 3.500 Umdrehungen, während die BMW schon 4.700 dreht.

    ADR richtig klasse. Nach den o.a. Schilderungen, ist es also nicht ganz so einfach mal schnell das Optimum zu erreichen, oder ?

    Über die Scheiben habe ich mir noch nie Gedanken gemacht. Bringen die denn wirklich eine Verbesserung ausser Optik ? Was ich auf gar keinen Fall möchte, ist eine Verschlechterung durch "Basteln". Ansonsten scheue ich mich nicht davor, etwas Kleingeld in die Hand zu nehmen um eine Optimierung für mich zu erreichen. Fakt hier für den Thread : Die 890 bremst meiner Meinung nach gefühlt besser, oder mit weniger Handkraft! Weiterhin sind schnelle rechts /links Wechsel mit der 890 vom Handling gefühlt wesentlich angenehmer. Dafür zirkelt die 1290 stabiler durch die Kehren. Bei der 890 hab ich immer das Gefühl, in der Kurve nach innen rauszufahren ( jetzt kommt bestimmt, dann bist du zu langsam:-). Sobald ich hier mit dem Forum vertraut bin, werde ich berichten was ich erreicht habe. Und an Xmas gibst dann statt Familie Bremsscheiben . Bleibt fit.

    Lass Dich nicht kirre machen. Ich habe selbst Jahre lang die Wave-Scheiben von Galfer ( KTM ) gefahren und das auch auf der Rennstrecke. Diese Scheiben sprechen besser an und sie sind vollkommen unempfindlich gegen Fading. Sie bringen aber eigentlich nur dann Vorteile, wenn man sehr sportlich fährt.

    Aber es stimmt natürlich: auch die Brembo D'Oro oder z.B. Alphatechnik Scheiben sind besser als die Originalscheiben. Beide habe ich ebenfalls getestet, allerdings auf BMW nicht auf KTM. Beide sprechen im Vergleich zum Original besser an.


    Das wichtigste aber sind die Beläge. Mit denen kannst Du die größten Unterschiede erzielen. Brembo Beläge sind in der Regel etwas teurer aber dafür auch sehr zuverlässig. Sie sind nicht die Halbarkeitsweltmeister, aber sie sind sehr zuverlässig. Jeder hat da so seins. Die einen schwören auf AP, die anderen auf SPS, wieder andere meinen, Lucas Bremsbeläge wären das Gelbe vom Ei.

    Und ich sage Dir: Brembo Z04, es gibt nichts Besseres. Aber die sind auch höllisch teuer. Bis zu 400 € für beide Scheiben vorne.

    Ich denke, da musst Du ein wenig Geld in die Hand nehmen und einfach mal ausprobieren. auf jeden Fall solltest du aber beläge nehmen, die einen guten Initialbiss haben.


    Was Du beschreibst ist absolut richtig. Die 890er hat einen besseren Initialbiss und benötigt auch weniger Handkraft, als die 1290 3.0.

    Das ist so und bei KTM sagte man mir, dass das auch bewusst so gewollt ist, weil die 890 R ein Sportmodell ist. Mit Sicherheit werden auch bei der kommenden 1290 RR andere Beläge, vielleicht auch andere Scheiben eingebaut sein, so dass sie auch giftiger bremsen wird.


    Die schnellen Wechselkurven nimmt die 890er hauptsächlich auf Grund ihres niedrigeren Gewichts zackiger, aber auch, weil der Fahrer insgesamt näher am Lenkkopf sitzt, als bei der 1290. Was Du beschreibst, ist absolut richtig. Wenn man normale Motorräder gewohnt ist, dann fährt man mit der 890 R permanent zu weit innen ans Bankett. Das liegt aber nicht an mangelnder Stabilität. Die 890R braucht einfach einen viel schwächeren Lenkimplus, als z.B. die 1290. Wenn man daran nichts so gewöhnt ist, dann "überfährt" man die Kurven permanent. Man überlenkt also unwillkürlich. Da hilft nur eines: Du musst Dein Sensorium einfach an die 890 anpassen und weniger Lenkimpuls geben. Dann wirst Du sehen, dass die 890 bolzenstabil genau dahin fährt, wo Du es willst und außerdem wesentlich engere Linien zulässt, als Deine neue 3.0. Da ist die 890 der 1290 einfach mal um eine Klasse überlegen und nur die Ducati Street Fighter V4 bietet Dir ein ähnlich präzises und leichtes Lenkgefühl.

    Glaub mir, DU bist nicht zu langsam. Du musst einfach nur Deine Dosierung der 890 R anpassen.

    Das ist ja auch bei der Bremsanlage nicht anders.

    Wenn Du von der 1290 auf die 890 umsteigst, dann hast Du bei den ersten Bremsungen erst mal ein heftiges Nicken, weil Du eigentlich überbremst. Und erst nach ein paar Metern stellt sich die Sensorik wieder auf die Referenzbremse der 890 R ein.

    Danke für die Tips. Ausprobieren macht schlau. Leider ist das Fahren wetterbedingt ja nun eingeschränkt. Ich habe die Gabel in Zug- und Druckstufe nun jeweils vier Klicks weicher eingestellt und für das Federbein die von PS empfohlenen Wert übernommen. Wobei die Federvorspannung bei PS härter ist als Serie, nur die Druckstufen drehen die extrem auf (High Speed sogar komplett offen).

    Bin mal gespannt, was Du dann zurückmeldest.

    Ich denke, ich werde früher oder später meine Federelemente nochmal überarbeiten lassen, so dass die Dämpfung einfach besser passt.

    So, Winterputz, jetzt ist Pause. Vorher noch das Federbein an die Einstellungen von PS angepasst. Ich bin gespannt, wie das im Frühjahr fährt. Mit Ausnahme der Federvorspannung sind der Empfehlung in der PS zufolge Druck- und Zugstufen ja noch deutlich weicher als die Komfortempfehlung von KTM. Da bin ich mal gespannt.

    Ich wollte auch erst mal nach "PS" einstellen. Aber dann habe ich einfach mal aufgemacht in der Druckstufe, die Zugstufe habe ich gelassen, wie sie ist, weil auch auf schlechtem Terrain die Räder am Boden geblieben sind.

    Ich rate Dir, auch ruhig mal ganz die Druckstufe aufzumachen, vorne wie hinten. Und sollte sie dann weniger stabil oder zielgenau werden, dann kannst Du ja klickweise wieder zumachen. Zuerst aber wohl eher die Gabel, weil das Federbein wirklich ziemlich hart abgestimmt ist. Dann findest Du Deine "eigene" Abstimmung, die am besten zu Deinem Geschmack passt. Denn, auch beim Fahrwerk gilt: alles Geschmacksache.

    Mit der Orignaleinstellung fährt die 890 R ja auch bestens. Nur eben ziemlich unkomfortabel.

    Ich weiss. Probieren macht schlau. Wie oben bereits erwähnt, ist mir die Abstimmung von Gabel und Federbein auf schlechtem Geläuf in Summe zu hart. Daher der Versuch, das ganze komfortabler, aber trotzdem stimmig zu bekommen. Im Zweifel ist da viel trial and error involviert.

    Servus Holger, also ich habe jetzt am Freitag einfach mal komplett die Druckstufe vorne wie hinten aufgemacht. Ganz, bis auf den letzten Klick.

    Und war überrascht.

    Man sollte meinen, dass das Bike dadurch an Fahrstabilität verlieren würde oder schwammiger werden, aber nichts dergleichen. Fahrstabilität, Präzision, Handlichkeit: alles beim Alten.

    Dafür hat sie aber an Komfort gewonnen.

    Gut, vielleicht ist mein Fahrwerk mit 1500km einfach noch zu neu. Aber ich würde einfach mal sagen:

    die Druckstufen Dämpfung der 890 R ist einfach zu hart abgestimmt. Beim Federbein noch mehr, als bei der Gabel.

    Jetzt spricht sie einfach ein wenig "freundlicher" an als vorher.

    Mit MOS-Spray auf die Gabel hat das nix zu tun.

    Bei der 890 R ist einfach die Druckstufe zu hart ausgelegt.

    Ich war vor ein paar Wochen auf Korsika und musst mal so richtig heftig bremsen, da ein Betonmicher eine Kurve geschnitten hat und der Platz ausging. Dbeia bin ich auch ein Stück auf dem Vorderrad gefahren. Aber das Gefühl dabei war sicher. Das Motorrad war auch da noch stabiel und hat mir ein klares Feedback vom Vorderrad gegeben. Das funktioniert richtig gut.

    Absolut, Heiko! Das macht sogar richtig Spaß, weil man das gute Gefühl hat, Herr der Lage zu bleiben, selbst wenn das Hinterrad oben ist.

    Was die Bremsanlage betrifft,

    bin ich mir etwas unsicher. Die 890 R , die ich weiterhin fahre, ist meiner Meinung nach viel giftiger und "ankert" gefühlt besser.

    Vielleicht gib sich das auch noch nach der Einfahrphase, aber das brauchte die 890 auch nicht. Hat jemand zufällig ähnliche Erfahrungen

    gemacht ? Mir ist klar, dass die 1290 etwas schwerer ist, aber gefühlt bremst sie wie meine alten 790 er. Ich möchte das sie so ankert

    wie die kleine Schwester. Habt ihr für mein kleinens Luxusproblem eine Ideen ? Vielen Dank schonmal dafür. Ich habe es hier mal eingestellt, da ich mir erhoffe, dass einige von euch bereits verglichen haben.

    Servus Olaf, ich kann Dir versichern, dass Du absolut Recht hast. KTM hat jetzt lange eine Strategie gefahren, bei der relativ "zahme" und günstige Beläge von Brembo eingesetzt werden. Das gilt auf jeden Fall für die Super Dukes mit den M50 Zangen, als auch für die neue 3.0 mit den Stylema Zangen. Die 890 ist da vollkommen anders ausgelegt worden und viel giftiger.


    Ich möchte meinen Vorredner deshalb gerne höflich widersprechen.


    - Doch, die Anlage der 890 ist wesentlich bissiger

    - Nein, Deine Anlage ist nicht schlecht entlüftet

    - Nein, die 1290 hat nicht die gleiche Anlage wie die 890

    - Nein, es liegt nicht an der MCS Pumpe der 890


    Des Pudels Kern liegt hier eindeutig bei den Belägen, also der Reibpaarung zwischen den Bremsbelägen und den Scheiben. Diese Paarung ist bei der 890er um ein Vielfaches besser gewählt und das ABS ist auch drauf gut abgestimmt, ebenso wie die Stoppieerkennung. Die Abstimmung der 890er Anlage ist also eine ganz Andere als bei der 3.0, die wesentlich milder und passiver ausgelegt ist. Was die reine Bremsleistung anbetrifft, ist die 1290 kein Gramm schlechter. Sie braucht bloß mehr Kraft dazu am Hebel, lässt sich nicht ganz so fein dosieren und hat weniger Initialbiss. Zudem ist auch das ABS der 1290 etwas "sanfter" abgestimmt. Man bekommt sie kaum in einen Stoppie, die Stoppiekontrolle macht früher auf, als bei der 890, die rund 30 cm Stoppies zulässt und deshalb kürzere Bremswege erzielt. Die 890 ist in dieser Hinsicht eindeutig sportlicher als ihre große Schwester.


    Wenn Du jetzt daran etwas ändern möchtest, dann gibt es ein altbewährtes Hausmittel:


    - aggressivere Bremsbeläge, eventuell noch andere Scheiben


    Ich empfehle hier gerne die KTM Wavescheiben und dazu passend die Brembo Z04 Beläge, die aber leider keine Straßenzulassung haben. Damit bekommt man tatsächlich die gleiche Qualität, wie bei der 890, allerdings mit einer im warmen Zustand leicht progressiven Bremscharakteristik.

    Falls Du gerne mit ABE fährst, wären dann die Brembo SA Beläge ( rot ) ein gutes Mittel für mehr Initialbiss und weniger Handkraft.

    Allerdings muss man wissen, dass sich mit den aggressiveren Bremsbelägen die Bremswege mit ABS - also im Regelbereich - etwas verlängern, weil das ABS nicht auf die aggressiveren Beläge ausgelegt ist.

    Wer es aber schafft, auch ohne Regelbereich scharf zu bremsen, der erzielt auf jeden Fall kürzere Bremswege.

    Ich glaube, die gönne ich mir auch noch. Ist ein Augenschmaus und die individuelle Anpassungsmöglichkeit ist top.


    Kannst du mal was zur Enigma-Kette schreiben? Ich hatte deswegen auch bereits per PN angefragt.

    Hallo Holger, die Regina ist wohl doch noch nicht lieferbar. Da war mein Freundlicher vielleicht ein wenig optimistisch.

    Da kann der Herr B. nix dafür, die Info war von Herrn G.

    Als Termin wurde uns nun der Januar genannt. Na ja, die montierte Kette ist ja neu. So schnell bekomme ich die wohl nicht kaputt.

    Und die Gilles Anlage ist wirklich sehr schön gemacht und passt vor allen Dingen auch gut ans Mopped!


    Tieferlegungskit habe ich mir inzwischen abgeschminkt. Die Kati bleibt selbst beim absolut heftigen Ankern absolut stabil und ich finde es sogar ganz witzig, wenn sie ein wenig abhebt. Das wird mich also auf der Rennstrecke auch nicht signifikant stören.

    Ich habe Erfahrungen mit folgendem Zubehör gemacht und möchte gerne meine Erfahrungen teilen.


    1. Gilles Tooling Fußrastenanlage VCR38GT2*

    - Die Anlage ist fein verarbeitet und lässt sich leicht anbauen.

    - Die Verstellung ist einfach über zwei Schrauben zu erledigen und in Sekundenschnelle gemacht.

    - Der Verstellbereich ist groß genug und besitzt 12 Positionen. 6 unten ist meine Stellung, die passt zum sportlichen Charakter der 890 R

    2. moto gadget mo.view pace Lenkerendenspiegel

    - glaslos Rückspiegel in sehr guter Verarbeitung und sehr gutem Finish

    - vielfach einstellbar, sehr gut Rücksicht, ersetzen die Lenkerendgewichte

    3. KTM PP Cockpit Scheibe

    - sieht flott aus

    - bringt erst im Liegen etwas Windschutz


    *nach Anbau der Anlage kann es sein, dass der QS neu angelernt werden muss. Bei mir war eserforderlich. Lasst Euch bloß nicht erzählen, dass das nicht geht!

    Ja, inzwischen habe ich das erst mal wieder zurückgestellt. Der Gedanke dabei ist, dass die Kati dann beim heftigen Anbremsen auf der Rennstrecke nicht mehr ganz so tief eintaucht und dadurch nicht mehr so Stoppy anfällig wird.
    Aber wie gesagt, ich versuche es jetzt erst mal so und ändern kann ich das immer noch.

    Aufsetzen werde ich mit den Gilles Tooling Rasten aber nicht.

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    Das Bike hier ist die Basismaschine für meinen Umbau. Den Akra wird sie wieder loswerden, weil mir der Originale vom Klang besser gefällt. Und anders als die Maschine von Kreo werde ich meine mittlere Kati so weit wie möglich auf Weiß umstellen. Sprich: der Heckrahmen wird weiß, die Soziusabdeckung wird weiß und der Tank wird weiß. An den Serienauspuff kommt eine Carbonabdeckung. Die Lenkerendenspiegel kommen von moto gadget und die Bremsscheiben kommen von Galfer.
    Möglicherweise werde ich sie auch die 25 mm tiefer legen mit dem KTM-Kit, damit sie besser auf der Rennstrecke liegt. Bei den Fußrasten habe ich die neue Anlage von Gilles Tooling geplant damit sie mir nicht aufsetzt.
    Natürlich bekommt sie eine LiPo Batterie und die Übersetzung wird vorne einen Zahn kürzer. Und die neue wartungsfreie Kette von Regina ist schon bestellt. Das Windschild habe ich mir auch gegönnt. Das Große, weil ich ein Sitzriese bin. Und natürlich auch die +20 mm PP Sitzbank.