Service Brembo Bremszange - Technische Fragen

  • Grüß euch,


    ich komme gleich zur Sache:
    Baue gerade meine KTM SMC 690 Bj 2010 neu auf und stehe vor einem Problem: Die vordere Bremszange und bedingt die hintere Zange.


    Das Problem ist jenes, dass bei mir die Schrauben + Gewindebohrungen, die die zwei Bremssattelhälften zusammenhalten, rostig sind.


    Auf Nachfrage bei einem Mechaniker (Namen werden hier nicht genannt) hieß es, ich dürfe die Bremszange gar nicht trennen, da ich sie sonst nie wieder dicht bekomme und somit eine neue Bremszange brauche.
    Habe dann bei einer anderen deutschen Firma angefragt und folgende Antwort erhalten:

    Zerlegen der Bremszange:

    1. Bremszange muss erwärmt werden, da die Schrauben mikroversiegelt(?) sind bzw. bei Nichterwärmen unbrauchbar werden nach dem Ausbau (wegen der Dehnung der Schrauben).
    2. Beim Wechseln der Dichtringe müssen diese vorher 24h in einem speziellen Fluid eingelegt werden, sodass sie sich vollsaugen können (warum auch immer?)
    3. Dichtringe haben keine bestimmte einbaurichtung, man muss also nicht darauf achten wie man die einbaut (in die richtige nut halt)
    4. Es darf kein Rost auf der Bremszange vorhanden sein (klingt einleuchtend)
    5. Beim Zusammenschrauben der Hälften müssen die Schrauben mit Loctite (nicht hochfest) zuerst auf 15Nm und dann im zweiten Durchgang auf 40Nm gebracht werden.


    Soviel zum Statement der Firma bzw vom mechaniker.

    Hab meine BRemszange natürlich nicht vorher erwärmt und hab auch kein spezielles Fluid wo ich die Dichtringe einlegen kann.
    Jetzt bin ich mir unsicher ob ich meine Bremszange nochmal verwenden soll, da sie ja erstens nicht erwärmt wurde und ich somit neue Schrauben benötigen würde (die es aber nicht im KTM katalog gibt)

    oder ob ich einfach eine neue kaufen soll. Wobei hier ja sicher auch nicht die Dichtringe in diesem FLuid eingelegt wurden.


    Habe dann ein paar ma mit @Weity1980 telefoniert, er meinte das du turbotom dich da ein wenig auskennst.

    Mein Leben ist mir doch wichtig und da muss die Bremse ja einwandfrei funktionieren, möchte trotzdem eure MEinung dazu hören, ob ich meine BRemszange noch verwenden kann oder ob es sinnvoller ist eine neue zu kaufen.

    LG Rene

    PS. Hab meine Daten vom Bike jetzt nicht angeführt da ja diese irrelevant sind.

  • Hallo Rene





    Weity meint ich kenne mich ein wenig aus ...hat er schön formuliert.


    die Firma die du angefragt hast möchte das du deine Zange zu ihnen schickst ..


    dennoch gibt es einiges zu beachten das nach dem trennen die Zange wieder dicht zu bekommen ist .das ist Fakt.


    wenn nicht sauber gearbeitet wird


    kann es durchaus sein das diese dann während der Fahrt undicht werden ..schleichend oder schlagartig.


    so und nun ..


    die Zange wird einfach sauber getrennt ..alle Schrauben schrittweise gelöst ... Zange gerne dann im Ultraschallbad gereinigt ...alle Dichtungen mit Brembo oder ATE


    Bremszylinderpaste benetzen ..alle Dichtungsnuten reinigen ..gut ist ne Ultra Schall Zahnbürste ..keine Ohrenstäbchen


    oder ähnliches ...beim zusammen bauen Gehäuse zusammen stecken und mit den Schrauben leicht fixieren


    liegen lassen ..dann in weiteren 2 Schritten bis 40Nm anziehen.....wenn keine Spannvorrichtung dann ans Bike schrauben


    und dort Schrauben anziehen..


    die Schrauben sind hochfest ..und ja sie können nochmals verwendet werden ..bitte kein Kult daraus machen.


    Auflage für den Schraubenkopf muss klinisch rein sein..wie alles an der Zange


    wenn Loctite ..dann niedrigfest und nur wenig und am Gewindeanfang ..es darf unter keinen Umständen Schraubensicherung


    zur BF gelangen....wenn Titanschrauben verwendet werden ..dann schreib mich an .mit der exakten Titanspezi.


    ich nenne dir dann das erforderliche Drehmoment.


    wenn du bedenken hast wegen einer einwandfreien Funktion und nicht so gut vom Bike springen kannst wie


    Vinales ..dann


    gib mir deine Adresse und ich schicke dir ne neuwertige vordere zu ...


    Gruß


    tt

    2 Mal editiert, zuletzt von turbotom ()

  • Aus welchem Grund ist es schwierig sie wieder dicht zu bekommen, das würd mich jetzt auch mal interessieren.

  • Schuldig im Sinne der Anklage. Ich habe die vordere Bremse an der SMC schon mal neu gemacht. Habe dazu ein Video auf meinem Kanal. Ob das jetzt nach Lehrbuch war, kann ich nicht sagen, aber die Bremse funktioniert schon seit Jahren einwandfrei. Einige Leute haben gesagt, ich hätte zum schmieren der Kolben kein Plastilube nehmen sollen, aber so richtig verifizieren konnte ich das nicht. Vielleicht weiss da der Tom mehr dazu? Beim Rest hatte ich vom Vorgehen her sonst keine Bedenken. Was mich ein wenig gewurmt hat, dass man den Dichtring zwischen den Hälften nicht einzeln bekommen hat.

  • Den O-Ring und die Schrauben, welche die Hälften zusammenhalten, bekommt man bei KTM nicht.

    Wohl aber das Rep. Kit bestehend aus neuen Kolben und Staubmaschetten/Dichtungen.


    Und dann stellt sich mir die Frage, wie man diese beim Festsattel wechseln soll, ohne die Hälften zu teilen?

    Phil Tonic, du bist nicht der einzige der seinen Sattel bereits auseinander- und wieder zusammengebaut hat, und bisher Ist mir kein einziger Fall bekannt bei dem der Sattel danach undicht war. Deshalb auch meine Frage warum der danach nicht wieder dicht sein sollte?


    Für Dichtungen an Bremsen und Armaturen, welche mit Bremsflüssigkeit befüllt sind, verwende ich ausschließlich ATE Bremsenpaste

  • Man bekommt die Kolben einzeln aus den Zylindern raus. Zb. Mit einem Fahrradkompressor oder Pressluft.


    Ein trennen der Hälften ist nicht unbedingt notwendig.

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

  • Drehen den Bremssattel in der Längsachse um 180 Grad.


    Die Dichtungen zuerst in der richtigen Reihenfolge montieren.


    :lol:


    Du hast den Sattel wirklich ganz toll sauber er gemacht.:Daumen hoch:

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

  • Drehen den Bremssattel in der Längsachse um 180 Grad.


    Du hast den Sattel wirklich ganz toll sauber er gemacht.:Daumen hoch:

    Und was genau soll das bringen?

    Täuscht es mich, oder hattest du deinen nicht auch schon zerlegt Kondos?

    Im übrigen, das ist nicht mein Sattel.


    Das ist dazu in der KTM Reparaturanleitung zu finden:


    20210104_162439.jpg



    Und bisher weiß ich immer noch nicht wo das Problem liegt

  • Bei meinen war es nicht notwendig.


    Und es wird viele andere geben du wird es auch nicht unbedingt notwendig sein.


    Was nicht ausschließt das es auch anders sein kann.


    Einverstanden?

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

  • Ja klar einverstanden.

    Bringt uns hier jetzt aber auch nicht weiter dass es bei manchen nicht nötig ist den Sattel zu spalten.

    Und warum ein einmal gespaltener Sattel nicht mehr dicht sein sollte, weiß ich auch immer noch nicht.

    Nicht falsch verstehen, mich betrifft es nicht, aber trotzdem interessiert es mich

  • Neue Dichtungen oder eine Reparaturkit für deinen Sattel, am besten eine Bremskolbenzange und Bremszylinder Paste (die von ATE ist super)

    und los gehts. Da gibt es wirklich nichts Geheimnisvolles. Die Kolbendichtung kann man natürlich ruinieren wenn du versuchst den Kolben mit Gewalt schief einzusetzen. Aber sonst ist es doch komplett ausgeschlossen das die nicht wieder dicht werden. Die Hälften einfach mit neuen O-Ringen und dem richtigen Drehmoment anziehen und gut ist.

  • # Weity:

    Aber wir sind uns einig das man bei der Aktion auch Schrott produzieren kann:


    -Alten Dichtring wiederverwenden

    -Falschen Dichtring verwenden (aus der Louis Großpackung)

    - Anzugsmomente nicht beachten

    - Ohne Drehmo. Schrauben überdehnen

    - Nicht sauber arbeiten.


    Ein Fehler aus der Sammlung reicht aus um potenzielle Lebensgefahr auszulösen.


    Weil der Sattel den Druck nicht mehr halten kann...

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

  • Neue Dichtungen oder eine Reparaturkit für deinen Sattel, am besten eine Bremskolbenzange und Bremszylinder Paste (die von ATE ist super)

    und los gehts. Da gibt es wirklich nichts Geheimnisvolles. Die Kolbendichtung kann man natürlich ruinieren wenn du versuchst den Kolben mit Gewalt schief einzusetzen. Aber sonst ist es doch komplett ausgeschlossen das die nicht wieder dicht werden. Die Hälften einfach mit neuen O-Ringen und dem richtigen Drehmoment anziehen und gut ist.


    Das ist auch meine Meinung zu diesem Thema, aber manche scheinen ein Drama daraus zu machen und da interessiert mich dann eben der Hintergrund warum das so ein Drama sein sollte.

    Ich meine ganz ehrlich... hochfeste Schrauben die defekt sind wenn man den Bremssattel vor dem Lösen der Schrauben nicht erwärmt?!? Ernsthaft?

    Spezielles Liquid in dem die Dichtungen unbedingt eingelegt werden müssen damit sie sich damit vollsaugen können?!? Ernsthaft?

    2 Mal editiert, zuletzt von Weity1980 ()

  • Darauf hatte TT ja schon geantwortet. :rolleyes:


    Du weißt doch selber wieviele Dopellinkshänder sich hier tummeln.


    Wenn die ein Motor zerstören, haben sie eben Pech gehabt.


    Bei Bremsen geht es ganz schnell um die finale Suche nach einem passenden Erdmöbel. :amen:


    PS.

    Frohes Neues mein Gutster. :prost:

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

  • Kondos: wir schreiben hier ja nicht was ein Laie alles falsch machen kann. Darum geht's nicht.

    Es geht um's Prinzip das manche anscheinend der Meinung sind das es grundsätzlich so gut wie unmöglich ist das hinzubekommen und eine Raketenwissenschaft daraus machen

  • Wenn jemand eine Frage zum Teilen eines Sattels stellt, muss man dann wirklich erst seine Eignung dazu testen bevor man einfach mal auf die Frage eingeht?
    Zu den Doppellinkshänder. Ich kann mich an ein paar Themen hier erinnern wo du dich als Profi darstellen wolltest, aber total daneben lagst.

    Vorher hast du aber natürlich trotzdem erstmal andere für bekloppt und unfähig erklären wollen.

  • Hier stand eine Antwort für einen Brustschwimmer.

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke: