Hinterradbremse Geräuschentwicklung

  • Ich habe es in einem anderen Thread schon kurz erwähnt, ich habe das 7.500km Service für meine Duke 390 (Baujahr 2021 / Erstzulassung 05/2023) letzte Woche machen lassen (Wien). Habe mir dieses Service zum Anlass genommen, um auch auf ein paar Kleinigkeiten hinzuweisen, die sich die Werkstatt vl anschauen kann.

    Anmerkungen meinerseits waren:

    • Quickshifter: (Welcher von KTM & Triumph beworben wird, dass er bei jeglicher Drehzahl butterweich funktioniert) schaltet meiner Meinung nach nicht immer "gut". Beim Raufschalten gibts bei ca. <6.000 rpm immer einen kurzen "Ruckler" bevor er wirklich angast und weiterfährt (Da bin ich mit manueller Schaltung besser/schneller und macht mehr Spaß). Runterschalten funktioniert einwandfrei und macht mega spaß.
      • Wurde mir gleich vor Ort beantwortet, Quickshifter funktioniert halt nur "gescheit" bei hoher Drehzahl.
    • N-Gang: wird zeitweise nicht angezeigt. Manchmal passiert es mir, dass wenn ich in neutral schalte, mir am Display kein Gang angezeigt wird. Dann muss ich nochmal mit dem Fuß leicht den Fußhebel antippen, bis er irgendwann den Gang erkennt. Ich habe im Forum schon gelesen, dass das Problem bekannt ist, und es mit der Zeit besser werden sollte. Nach 1 Jahr und über 6.000km ist es bei mir noch nicht besser geworden, daher habe ich es auch nocheinmal angesprochen.
      • Problem wurde aufgeschrieben, damit sich der Mechaniker das beim Service auch anschaut - Ich habe dazu aber keine Antwort mehr bekommen, da das dritte Thema dieses überschattet hat (Ich habe selber aber auch nicht mehr nachgefragt).
    • Hinterradbremse: Ich beschreibe es mal in meinen Worten, wie ich es auch vor Ort getan habe: Wenn ich stark mit der Hinterradbremse bremse, habe ich das Gefühl, dass der Fußbremshebel nochmal kurz leicht nachgibt bervor er wieder kurz nach oben "schnalzt/drückt" (So als würde er kurz "aufmachen"), während zeitgleich ein "krachendes" Geräusch zu hören/fühlen ist. Da ich dieses Problem schon von Anfang an habe, war meine erste Vermutung, dass es sich hierbei einfach um das ABS handeln wird, welches halt primitv und hart vorgeht. Da ich aber keinerlei Erfahrungswerte besitze und keinen Vergleich habe (Mein erstes "Motorrad", wenn man die 125er nicht zählt), hat mich das doch immer wieder beschäftigt und ich habe es jetzt beim Service angesprochen.
      • Am nächsten Tag wurde ich angerufen und mir wurde gesagt, dass in der Tat anscheinend ein Problem vorliegt, er hat es am Telefon auch sehr änhlich beschrieben wie ich, meinte aber auch, sie haben keine Ahnung was das Problem sein könnte, da sie so etwas noch nie erlebt haben. Ich bin daraufhin zur Werkstatt gefahren und hab mir das Bike abgeholt. Auf der Rechnung stand folgender Text: Fehlersuche nach Kundenbeanstandung: Bei Betätigung der Hinterradbremese kommt es zu starker Geräuschentwicklung. Mehrere Probefahrten von verschiedenen Mitarbeitern durchgeführt. Auch im Kupplungshebel ist ein Fehler spürbar. Fehler wird im Antriebsstrang vermutet, kann aber nicht bestätigt werden ohne das Getriebe/Motor zu zerlegen. Eine Weiterfahrt mit dem Fahrzeug wird nicht empfholen! Folgeschäden bei Weiternutzung sind nicht auszuschließen!

    Vor Ort wurde mir dann gesagt, dass das Problem mit der Hinterradbremse unter Garantie fallen sollte, so weit so gut. Problem ist nur: Die Werkstatt sagt, dass sie bis September komplett voll sind und keine Zeit haben das Motorrad anzusehen. Ich persönlich finde es schon sehr hart, dass man nachdem man 415€ fürs Service liegen lässt, einfach nach Hause geschickt wird mit einem Termin für in 3 Monaten. Wenn man auch noch bedenkt, dass ich, laut Hinweis auf der Rechnung "Eine Weiterfahrt mit dem Fahrzeug wird nicht empfholen!", die komplette Hauptsaison mein Motorrad nicht nutzen kann.


    Disclaimer: Ich habe das Motorrad dort nicht gekauft, bin aber schon langjähriger Kunde. Sie meinten ich soll mich an meinen ausführenden Händler richten, der sollte sich da schneller drum kümmern können. Hab ich auch gleich gemacht, das Problem ist nur, der Chef ist auf Urlaub und mir wurde gleich gesagt, dass sie natürlich auch schon komplett voll sind und es daher zu einer Standzeit kommen wird. Mal abgesehen davon, dass die in Oberösterreich an der Grenze zu Deutschland sitzen und ich mich um den Transport kümmern muss. Schöne Scheiße


    Am nächsten Tag habe ich noch ein Video gemacht, damit man sich mehr darunter vorstellen kann. Ich habe das Ganze auch einmal im Supermoto Modus (Ohne ABS hinten) getestet, hier trat diese Geräuschentwicklung nicht auf (Daher meine Vermutung, dass es vl doch einfach nur das ABS ist, welches halt einfach sehr hart eingreift). Ich habe mir vorab auch eine zweite Meinung eingeholt (Fahrer am Bike im Video, Jahrzehnte lange Motorraderfahrung als Hobby sowie Beruflich, aber keine KTM Erfahrung) und dieser meinte, dass das für ihn normal wirkt und es sich hier einfach um das ABS handelt. Seiner Meinung nach ist das eine Fehleinschätzung der Werkstatt.

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    Daher jetzt einmal grundsätzlich an Alle ein paar Fragen: Ist das Geräusch Eurer Meinung nach normal? Ist das das ABS? Kennt jemand das Problem? Wenn es wirklich nur das ABS ist, wie kann es sein, dass 2/3 der Mitarbeiter einer "renommiert" KTM-Vertragswerkstatt das nicht erkennen? Wenn ich mit dem Fahrzeug weiterfahre, trotz der "Warnung" auf der Rechnung, wird sich KTM bei der Garantie dann querstellen? Kann mir jemand eine KTM-Werkstatt empfehlen? Was soll ich tun? :kapituliere:


    Ich weiß, Ferndiagnose ist immer so eine Sache, aber ich bin einfach über jeden Input froh!

    Danke

    2 Mal editiert, zuletzt von MisterPiratePete () aus folgendem Grund: Rechtschreibung/Format/Ergänzung


  • Ich weiß, Ferndiagnose ist immer so eine Sache, aber ich bin einfach über jeden Input froh!

    kommt mir sehr seltsam vor.


    Tritt der Fehler auch bei gezogener Kupplung auf? Der Antrieb wäre dann ja ohne Last (außer Reibung).

    Welcher Fehler ist im Kupplungshebel spürbar?

    Welcher Fehler im Antriebsstrang wird vermutet?

    Welche Folgeschäden werden vermutet?

    Wie sollen diese Folgeschäden auftreten, wenn man das Motorrad nicht (oder nur im echten Notfall) in den ABS Regelbereich bremst?

    Gruß

    Richard

  • kommt mir sehr seltsam vor.


    Tritt der Fehler auch bei gezogener Kupplung auf? Der Antrieb wäre dann ja ohne Last (außer Reibung).

    Habe ich heute getestet. Ja der tritt auch bei gezogener Kupplung auf.


    Alles sehr gute fragen, mit den Infos von der Werkstatt die ich bekommen habe, kann ich keine davon beantworten. Ich werde dort nochmal anrufen/anschreiben.

    Kurzer Nachtrag zur Frage mit dem spüren im Kupplungshebel: ich vermute sie meinen das Fußpedal und nicht den Hebel? Ich spüre nämlich nichts im Hebel sondern nur im Pedal, eben wenn das Geräusch Auftritt, ist auch im Pedal ein "knacken" spürbar, was aber von wo anders herkommt.


    Danke jedenfalls

  • Habe ich heute getestet. Ja der tritt auch bei gezogener Kupplung auf.

    Hab ich mir schon gedacht. Nächster Test wäre jetzt mit demontierter Kette auf abgesperrter nicht öffentlicher Strecke bergab. Klar, das macht Arbeit und dreckige Finger, aber wenn es dann immer noch da ist, kann es nicht am Antrieb liegen, oder?



    Kurzer Nachtrag zur Frage mit dem spüren im Kupplungshebel: ich vermute sie meinen das Fußpedal und nicht den Hebel?

    Das vermute ich auch. Wenn aber zwischen dem Erkennen des Fehlers und der Übermittlung zum Rechnungsschreiber schon solche Fehler reinkommen?

    Könnte dann nicht auch "Antriebsstrang" und "Getriebe/Motor" mit dem ABS-Modul verwechselt worden sein?

    Gruß

    Richard


  • Das vermute ich auch. Wenn aber zwischen dem Erkennen des Fehlers und der Übermittlung zum Rechnungsschreiber schon solche Fehler reinkommen?

    Könnte dann nicht auch "Antriebsstrang" und "Getriebe/Motor" mit dem ABS-Modul verwechselt worden sein?

    Als Laie hätte ich ja gar nicht auf den Antriebsstrang, das Getriebe oder den Motor getippt, sondern gleich auf das ABS-Modul.

    Ich versteh nur nicht, wie eine KTM-Vertragswerkstatt solche simplen Tests (ABS ausschalten, mit gezogener Kupplung Bremsen) nicht gleich von Anfang an machen können, um gewisse Bereiche auszuschließen. Zum Glück gibt's es in einer Landeshauptstadt ja genug Auswahl an Vertragswerkstätten...genau 2.


    Die werden das Service erledigt und sich 5min mit der Problematik befasst haben, bevor sie den "Garantiefall" gleich in den Herbst verschieben wollten. Aber hey, ein Schelm wer böses denkt.

  • also ich war letzte Woche mit meiner Triumph beim Händler zum Service. Die Firma Eckl ( nähe Amstetten)hat eine KTM sowie eine Triumph Vertretung - an diesem Tag waren alle Motorradbesitzer die ich dort getroffen habe aus Wien - schon komisch! :lautlach:

    Triumph Speed 400 ex: :Kürbis:  Duke 390/18    Duke 690/12

    Duke 390/14      SM 690/08      620-LSE/97


  • Unglaubliche Entwicklungen haben sich ergeben.


    Nachdem ich mich mit meinem ausliefernden Händler in Verbindungen gesetzt hatte, hat er gleich den Werkstattleiter einer KTM-Vertragswerkstatt (in meiner Nähe) kontaktiert und wir konnten binnen kürzester Zeit einen Termin für eine kurze Probefahrt vereinbaren. Heute war ich nun dort und siehe da, auch er meinte es sei das ABS und alles sei normal. Er konnte kein Problem feststellen, die Bremsen funktionieren einwandfrei, und das Geräusch kommt vom ABS in Verbindung mit der Kette, aber sei ganz normal. Weder das Getriebe, der Motor, der Antriebsstrang, noch die Bremsen weisen Probleme auf. Eine Weiterfahrt ist somit überhaupt kein Problem, es kann auch nicht zu Folgeschäden kommen, da überhaupt nichts kaputt ist.


    Nachdem wir kurz über "Il Moto" und deren Fehleinschätzung geplauscht hatten, dachte ich mir, ich sprech die anderen, oben genannten, Punkte auch kurz an. Daraufhin hat er sich gleich zu einer zweiten, etwas längeren Probefahrt aufgemacht.


    Quickshifter: Schaltet eindeutig nicht richtig, funktioniert nur ab und zu "gut", wurde definitiv falsch oder gar nicht angelernt (Wurde bei Il Moto freigeschaltet).

    N-Gang: Für die Fehlanzeige hatte er keine wirkliche Lösung parat, jedoch scheint die Kupplung durch den Hebel nicht zu 100% getrennt zu werden (Habe beim ersten Service von Il Moto V-Trec Hebel montieren lassen), was dazu führt, dass ich im Stand sehr schwer bis gar nicht in Leerlauf schalten kann. Fairerweise sei er sich aber nicht sicher, ob es wirklich am Hebel liegt, es könnte auch an der Kupplung an sich liegen.


    Nicht nur, dass sich hier endlich jemand mit meinen "Problemen/Anmerkungen" ernsthaft beschäftigt hat, es wurde mir daraufhin auch noch ein Tausch des kompletten Kupplungssatzes und ein neues Anlernen des Quickshifters auf Garantie angeboten, mit Termin im August.


    Also hier kam echt so viel "unglück" zusammen, so viel, dass man gar nicht mehr von "unglück" reden kann, sondern nur noch von Inkompetenz seitens Il Moto. Ich wollte bis jetzt auch eigentlich diese Werkstatt nicht namentlich nennen (Anspielung gab es schon), aber ich muss hier schon einfach eine Warnung an alles ausrichten, was dort für eine "Qualität" geboten wird. Mit so einem Service, kann ich mir nicht vorstellen, dass die noch lange eine KTM-Vertragswerkstatt bleiben.


    Das 7.500km Service war definitv mein letzter Service dort.


    Edit: Auf meine Mail mit weiteren Fragen von letzter Woche habe ich übrigens noch immer keine Antwort erhalten.

  • Ich wollte bis jetzt auch eigentlich diese Werkstatt nicht namentlich nennen

    ich hab meine 200er und die 390er dort gekauft und war mit Verkauf/Beratung, Schauraum, Ersatz,- bzw Zubehörteile sehr zufrieden...

    vertrieben hat mich dort die Werkstatt


    KTM-Vertragswerkstatt (in meiner Nähe)

    Kaudela ?


    Eine Weiterfahrt ist somit überhaupt kein Problem

    freut mich das sich dass zum guten entwickelt hat und du beruhigt fahren kannst :Daumen hoch: