Aufhängung Schutzblech - Schraube gebrochen

  • Meine 1190 hats mit den Schrauben.
    Kürzlich die Schraube des Mittelständers, und jetzt ist eine Schraube des Bodenschutzblechs gebrochen.
    Bei einem KTM Kurven-ABS Training fiel mir nach intensivem Kurvenfahren ein unangenehmes Vibrationsgeräusch auf. Der Fehler war schnell gefunden... Die Schraube hinten rechts, gleich neben dem Mittelständer is weggeschert/gebrochen. Ich nehme an dass das ständige starke Beschleunigen und die starken Motorvibrationen der Schraube einfach zufällig während dem Training den Rest gegeben haben.


    Der Bodenschutz (Orginal KTM) ist nie aufgebockt und hat bisher keinen massiven Schlag abfangen müssen. Ich bin zwar öfters im Schotter unterwegs, aber mehr als ein paar grössere Kieselsteine musste der Bodenschutz bisher nie abhalten.


    Bilder siehe unten.


    Fragen:
    - Kann es sein dass der Bodenschutz unter Spannung montiert wurde und die Schraube deswegen abgeschert wurde?
    - Kann es sein dass die Schraube einfach von minderer Qualität war?
    - Ist euch schon mal etwas ähnliches passiert?
    - Das Gewinde ist ja im Motorblock wie ich das sehe. Wie ist das Beste Vorgehen um den Rest der Schraube raus zu holen?


    Grüess
    Dan



    TDM 45-55tkm,Varadero1 0-35tk,Varadero2 0-135tk,XRV750 70-98tk,990@ 0-63tk,1190R@1'15 0-60tk,1190R@2'17 0-115tk

  • - Das Gewinde ist ja im Motorblock wie ich das sehe. Wie ist das Beste Vorgehen um den Rest der Schraube raus zu holen?


    Anbohren und mit einem Linksdreher versuchen die Schraube rauszudrehen, oder eine Mutter anlegen innen verschweißen und dann rausdrehen.

    9 Monate KTM 1190 T und ich hab´s überlebt. :knie nieder:

  • Ich würde am ehesten eine nicht komplett angezogene Schraube vermuten, die dann durchvibriert ist, anstatt sich durch die unter leichter Spannung stehende Aufnahme nach außen durchzuarbeiten.


    Von Anbohren und Linksausdreher würde ich persönlich die Finger lassen; reiner Erfahrungswert. Wenn man die Bruchfläche erst mal vermackt hat und dann zum Profi muß, hat der es wesentlich schwerer. So wie´s jetzt ist macht der Meister das mit professionell vergütetem Ausziehwerkzeug oder einem schnellen Schweißpunkt wesentlich einfacher, buchstäblich im Handumdrehen.
    Grüße
    Chris

    Meine Beiträge geben meine private Meinung wieder, ohne Anspruch auf Richtigkeit / Vollständigkeit.

  • Anbohren, Torx reinklopfen und vorsichtig drehen. Wenn schwergängig dann mit Heissluftfön oder nach der nächsten Ausfahrt probieren. Eventuell ist Loctite dran?


    Kann auch eine überdehnte Schraube gewesen sein, die dann durch die Vibrationen gänzlich gekillt wurde.

    Besoffen aufreissen ist wie hungrig einkaufen

  • So wie´s jetzt ist macht der Meister das mit professionell vergütetem Ausziehwerkzeug oder einem schnellen Schweißpunkt wesentlich einfacher, buchstäblich im Handumdrehen.


    Da würde aber ein vorher gebohrtes Loch auch nicht entscheidend stören, also doch vielleicht erst mal selber probieren. Oft hilft es auch, einen alten Schraubenzieher in das gebohrte Loch zu klopfen.

  • Anbohren, Torx reinklopfen und vorsichtig drehen. Wenn schwergängig dann mit Heissluftfön oder nach der nächsten Ausfahrt probieren. Eventuell ist Loctite dran?


    .


    Das wäre auch meine Empfehlung. :Daumen hoch: Linksdreher habe die Dumme Angewohnheit abzubrechen wenn sie nicht sollen. Gehärteter Stahl lässt sich nur sch...... Bohren. :kotz: Deshalb hat man nachher meist mehr Arbeit als vorher. Die letzten abgebrochenen Schrauben gingen super heraus mit eingeschlagenen Torx. Ein Heissluftfön ist ebenfalls nie verkehrt wenn man nicht weiß ob Schraubensicherung im Spiel ist.

  • Off Topic...
    Danke für den Torxx Tipp!
    Nach div. abgebrochenen Linksdrehern mal nen Alternativvorschlag den es zu erproben gilt !
    :sensationell: :peace:

  • Off Topic...
    Danke für den Torxx Tipp!
    Nach div. abgebrochenen Linksdrehern mal nen Alternativvorschlag den es zu erproben gilt !
    :sensationell: :peace:


    Der Tipp funktioniert. Habe ich bei meinen Vorgänger-Mopeds schon mehrfach erfolgreich angewendet. Wichtig: Das Bohrloch sollte schon so tief sein, dass der Torx-Bit möglichst weit hinein geht. Und es sollte ein Bit ausgewählt werden, der so groß ist, dass er nur mit ein paar Hammer-Schlägen ins Borloch befördert werden kann.
    Der Vorteil ist, dass wenn es nicht funktionieren sollte, also sich der Bit durchdreht, man diesen wieder herausziehen kann und man eben nicht einen abgebrochenen Linksausdreher (aus gehärtetem Stahl) im Bohrloch stecken hat. Auch diese Erfahrung hatte ich zuvor leider schon machen dürfen.

  • Anbohren, Torx reinklopfen und vorsichtig drehen. Wenn schwergängig dann mit Heissluftfön oder nach der nächsten Ausfahrt probieren. Eventuell ist Loctite dran?


    Kann auch eine überdehnte Schraube gewesen sein, die dann durch die Vibrationen gänzlich gekillt wurde.


    Super Idee. Das werde ich mal ausprobieren.
    Ich hätte auch mit Linksdreher probiert, aber das mit dem abbrechen tönt nicht grad angenehm..
    Dan

    TDM 45-55tkm,Varadero1 0-35tk,Varadero2 0-135tk,XRV750 70-98tk,990@ 0-63tk,1190R@1'15 0-60tk,1190R@2'17 0-115tk

  • Ausgebohrt und Linksdreher. War eigentlich ganz einfach. Aber das Schutzblech musste vorher demontiert werden. Und das war bei anderen "verhockten" Schrauben etwas knifflig.
    Danke für eure Tips.
    Dan

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