Ölverbrauch gesunken

  • bei Motoröl handelt es sich bekanntlich nicht um einfache Hühnerbrühe und das Motorgehäuse ist auch kein Thermomix


    das bedeutet , dass sich das mit Hilfe von Additiven gebundene Kondenswasser nicht einfach durch eine erhöhte Betriebstemperaturen "abkochen" lässt


    die im Motorgehäuse entstandenen "Emulsionen" sind im Fahrbetrieb nicht reversibel


    bei babsis post entsteht ein bisschen der Eindruck man könne häufige "Kaltstarts" durch "heftiges hernehmen" egalisieren


    das halte ich eher für fraglich


    wer für 5.000 km im Schnitt 100 Startvorgänge benötigt sollte den Ölwechsel einfach häufiger vornehmen , als jemand der bei gleicher Wegstrecke nur 30 mal den Startknopf betätigt


    nur damit das nicht falsch verstanden wird - ansonsten stimme ich ihren Ausführungen weitgehend zu

  • Dito!
    Genau dieses Problem hatte ich sogar bei meinem alten Corsa, als ich ich ihn von ner Hausfrau (von Zuhause zum Einkaufen und zurück) abgekauft hatte.

  • wer für 5.000 km im Schnitt 100 Startvorgänge benötigt sollte den Ölwechsel einfach häufiger vornehmen , als jemand der bei gleicher Wegstrecke nur 30 mal den Startknopf betätigt



    +1

    Threema: NBDA3UU8 | Street Triple RS

  • Doch:
    Das mit Hilfe von Additiven gebundene Kondenswasser lässt sich einfach durch eine erhöhte Betriebstemperatur "abkochen".
    Das zeigt sich bei Fahrzeugen, die immer im Kurzstreckenverkehr bewegt werden, sobald die Urlaubsfahrt angetreten wird:
    Plötzlich scheinbar hoher Ölverbrauch, der nach dem Nachfüllen nicht mehr auftritt, ist die Folge.


    Allerdings wollte ich NICHT den Eindruck erwecken,
    man könne häufige Kaltstarts durch heftiges hernehmen egalisieren ,
    denn das Öl (und auch der Motor!) leiden auch durch andere Faktoren, die beim "Rumtuckern" auftreten,
    z.B. gelangt mehr Ruß durch die beim kalten Motor noch undichten Kolbenringe
    und den kann man nicht so leicht "abkochen".


    Deshalb ist Mezzos Tipp goldrichtig,
    bei vielen Kaltstarts (oder sonstig schwierigen Betriebsbedingungen) kürzere Ölwechselintervalle zu wählen
    und die 5000 km passen da wunderbar.


    Schöne Grüße
    Babsi

    "Highscore" Fa. Myjet

    Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Tuning-Kits und -Teilen für Motorräder

    (Zwangs-)Mitglied der Wirtschaftskammer Österreich, da Gewerbeschein-Besitzer

    weitere Bikes: Kawasaki KLE500 (daily commuter), Buell 1125R (die mit dem starken Herz aus Österreich), KTM Duke 790, Kawasaki Z1000´76

  • Wasser kann auch "sublimieren", also direkt von festen Zustand in den gasförmigen übergehen, was an besagter Beispiel mit der Wäscheleine beobachtet werden kann.
    Und ja Wasser verdunstet schon bei niedrigeren Temperaturen als bei genau 100C (bei Normdruck, am Everest-Gipfel schon bei gut 80C, im Kelomat bei ein paar bar Druck erst viel später).


    Und ja, jeder Verbrennungsmotor braucht Öl, es gibt keine Ausnahmen!
    Wenn ein Motor scheinbar kein Öl verbraucht, dann liegt das am Gleichgewicht zwischen Eintrag (Ob Ruß, Benzin oder Kondensat ist irrelevant) und Verbrauch.


    Zitat

    ist also deiner Meinung nach hauptsächlich auf die 15W Ausgangsviskosität zurückzuführen , dass der Ölverbrauch zurückgegangen ist


    Komplett falsch.
    15W kennzeichnet nur einen zulässigen Viskositätberereich bei 40°C und das sollte keine relvanter Motorbetriebspunkt sein.
    Das Mobil1 wird wohl bei höheren Temperaturen deutlich weniger verdampfen als das andere Öl.
    Ist übrigens eine bekannte Eigenschaft von den Mobil1-Ölen...

  • Das Mobil1 wird wohl bei höheren Temperaturen deutlich weniger verdampfen als das andere Öl.
    Ist übrigens eine bekannte Eigenschaft von den Mobil1-Ölen...

    den Gedanken hatte ich auch noch irgendwo im Hinterstübchen , als ich mich fürs Mobil1 entschieden hab


    vor mehreren Jahren hatte ein Kumpel von mir auf dem GS 500 Treffen am Kyffhäuser erhöhten Ölverbrauch beim ständigen Kehren rauf und runter hetzen . De Kiste hat richtig gestunken - ich bin am Anfang ein paarmal hinter ihm hergefahren , bis ich schließlich im wahrsten sinne des wortes die Nase voll hatte .Er mußte dann an der Tankstelle einen kompletten Liter nachfüllen ( und die hatten eben nur Mobil1 auf Lager )


    am zweiten Tag dann wieder dasselbe Spiel - nur immer stupid den Kyffhäuser rauf und runter - am Abend war der Ölstand bei seiner Kiste dann aber erstaunlicherweise kaum gesunken


    scheint also wirklich eine "spezielle" Eigenschaft des Mobil1 zu sein , dass es weniger "abraucht" als andere Öle


    ich werd die regelmäßige Ölstandskontrolle deswegen aber natürlich nicht vernachläsigen , nur werd ich halt auf der geplanten Tour im Mai dann wohl bloß nen ½ Liter im Bordgepäck mitführen anstatt nem ganzen .


    ...und den freigewordenen Stauraum stattdessen lieber mit frischen Socken auffüllen :grins: