20W60 in eine LC4 von 2008?

  • Hallo Leute, ich hab das Forum durchsucht nur leider keine genaue Antwort gefunden.


    Ein Freund von mir war letztens bei einem KTM Händler und da wurde ihm von einem Mechaniker ein 20W60 Motorex Öl für seine SMR 2008 empfohlen, weil das angeblich besser für die Kupplung wäre.
    Könnt ihr mir da eventuell ein paar Infos geben?


    mfg
    Patrick

  • Solang die Kupplung von deinem Kollegen nicht rutscht und er mit dem Öl und Ölverbrauch zufrieden ist, würde ich da garnix tauschen. Vor allem weil das 20W60 einfach mal gute 22€ der Liter kostet, würde ich das schon nicht nehmen.
    Was meint denn der Händler warum das Besser ist ? ^^ Besser für seine Kasse bestimmt, aber mehr auch nicht.

    Mehr als 13€ der Liter muss kein gutes Öl kosten !

    ->Yamaha WR125X<- ->KTM LC4 640 Supermoto<- ->KTM EXC 520 Racing Supermoto<-

  • Der Preis ist nebensächlich, aber wofür ein 20er Öl??? Das braucht beim Starten ewig bis es zu den Schmierstellen kommt, mir wäre das in unseren Breitengraden zu hoch

  • Oh, ein Ölthread :grins:



    Gegen 20W60 spricht prinzipiell erstmal nichts. Eine geringe Spanne zwischen der Kalt- und Heißviskosität verspricht i.d.R. ein "stabiles" Öl, welches nicht so schnell altert bzw. auf Additive zur Viskositätserhaltung angewiesen ist, wie z.B. ein 10W60 (den selben "Vorteil" hat aber auch ein 10W50 zu Lasten der schlechteres Heißviskosität).
    Ich bin seit dieser Saison experimentell mit dem Motul 20W50 unterwegs und bisher durchaus zufrieden. Das Steuerkettenschlagen beim Kaltstart ist weg - jedoch fahre ich auch quasi nur noch bei zweistelligen Temperaturen. Darunter wird das Öl spürbar träge, was man allein schon beim Einfüllen bemerkt. Der Ölverbrauch hat sich seither aber nochmal reduziert. Zudem hat sich das Schaltverhalten des Getriebes verbessert, welches von natur aus dickeres Öl bevorzugt.


    Das allseits genannte Kaltstartverhalten spielt eigentlich keine Rolle mehr, so lange man nicht morgens bei 5°C das Mopped anwirft und sofort mit 6000 1/min und hoher Last lossfährt. Alle guten Motorradöle besitzen hervorragende Notlaufeigenschaften, moderne Öle verbleiben zudem beim Abstellen des Motors länger an den Schmierstellen, bevor sie größtenteils ablaufen.
    Wer mal einen Motor zerlegt hat, an welchem noch im warmen Zustand das Öl über mehrere Tage abtropfen konnte, kann das bestätigen. "Trocken" ist da kein Bauteil :ja:


    Zudem darf man auch die Leistungsfähigkeit aktueller Eatonpumpen keinesfalls unterschätzen. Hier wird i.d.R. schon Öl gefördert, wenn der Anlasser betätigt wird, echten Öldruck gibt es dann innerhalb weniger Millisekunden nach dem Start. Schlimmer ist hier sogar eher der Heißstart bei Öltemperaturen >100°C aufgrund der .


    Wieder viel zu viel Text...


    Gruß
    Helge

  • Ein 10W60 ist bei 150°C dickflüssiger als ein 20W60...
    ...das nur so zur Info!
    Der Vorteil mit dem Abtropfen zählt auch nur bei sehr langen Standzeiten (Winterpause) und Motoren mit mangelndem Ölsystem.
    Ducs aus den 90ern bekamen zB das Öl nicht schnell genug in den stehenden Kopf nach dem Winter. Da wars gut das das noch ein kleiner Rest vom 20W50 daran klebte.


    Der Rest der oben postulierten Vorteile hat absolut gar nichts mit der Ölviskosität zu tun.

  • Ein 10W60 ist bei 150°C dickflüssiger als ein 20W60...



    Bitte erklären, mal davon abgesehen das man eher selten 150°C Öltemp fährt.



    lt Datenblatt, CrossPower 10W60 und 20W60er sind bei 100°C 23,4 mm²/s und 24,2 mm²/a. Also da schenkt es sich nicht viel, sollte es ja auch nicht.


    Anders siehts bei 40°C aus, aber wenn man nicht bei niedrigen Temperaturen fährt ist das Öl sicher auch gut geeignet.

    Einmal editiert, zuletzt von Michael_990SD ()

  • Fahre das 20W60 & bin mehr als zufrieden damit . Im Gegensatz zum Motul 15W60 habe ich jetzt nicht mehr dieses metallische klingeln . Mal schauen wie das Öl nach 5000km aus sieht .


    :prost: