Okay, das mit dem Radumfang leuchtet mir ein.
das hatte ich aber nicht so ganz verstanden/nachvollziehen können.
bei gleicher Geschwindigkeit hast du bei der gleichen Linie mit breiteren Reifen mehr Schräglage. weil die Auflagefläche bei breiteren Reifen mehr wandert.
(deswegen kommen Rennradfahrer auch so storchenbeinig ums Eck, mit ihren 1 cm breiten Reifen. sind aber so schnell wie ein Motorradfahrer)
wenn man dann bremst, ergeben sich andere Aufstellmomente.
der breitere Reifen schafft in der Regel mehr Verzögerung.
die Fahrzeuggeometrie ändert sich, vorne fallen 4 Zoll weg, hinten nur 2 Zoll.
ein 21" Vorderrad hat evtl. eine andere Masse als ein 17" Vorderrad, das könnte eine Rolle spielen beim "Wiederandrehen" nach dem Stillstand, falls so genau kalkuliert wird.
kleiner Einblick:
https://www.motorradonline.de/…uf-das-fahrverhalten-aus/
gibt bestimmt noch zig mehr Artikel dazu
2.) Die Hersteller stecken Unsummen in die Erarbeitung der ABS Abstimmugn pro Fahrzeug. Die Änderung der Rädergröße ist ein massiver eingriff in die Geometrie und wird sich auf das Verhalten des Bikes deutlich auswirken. Ich denke in 90% der Fälle wird es funktionieren, aber beim allerletzten Grenzbereich der Funktion des Kurvenabs wird es Probleme geben. Dieses Risiko muss bewusst sein und abgewägt werden.
Die ABS-Applikation für 790 ADV S und 790 ADV R sind verschieden und da sind die Reifengrößen identisch. Aus Jux und Dollerei macht KTM das vermutlich nicht.
Am Ende liegt der aller letzte Grenzbereich in der Verantwortung des Lenkers und nicht der Systeme. Wenn man sich dort aufhält, sollte man sich auch auf einer Rennstrecke befinden.
<<< Auf der Rennstrecke stellt man das ABS in der Regel aus. Und ein ABS ist dafür da, dass es im Grenzbereich Leben rettet. Wenn einer die Vorfahrt nimmt, dann sollte das ABS auch im "Grenzbereich" "Ausweichen bei 40 km/h im Stadtverkehr" funktionieren. >>>
Ich mache mir diesbezüglich keine Gedanken, bin ich eben der Meinung, dass sich das System bei Fahrtbeginn wie gewohnt einmisst und dann generell immer die plötzlich auftretende Differenz zwischen Raddrehzahl vorn und Raddrehzahl hinten erkennt. Die Schräglage ändert dabei eben auch nichts. Das System erkennt diese eben nur und regelt generell dann softer.
<<< Bei Schräglage ändert sich alleine schon die Raddrehzahl, weil der effektive Abrollumfang kleiner wird. Und bei komplette geänderten Größen und Querschnitten wäre es schon ein ziemlicher Zufall, wenn das Verhältnis vorne und hinten genau identisch wäre. >>>
Und wenn du mit der weit griffigeren Rad-Reifen-Kombination in den Regelbereich kommst, bist die garantiert nicht mehr StVZO konform unterwegs. Auf der Rennstrecke kannst du dann eh mit Offroad-ABS oder ganz abgeschaltet rumballern.
<<< s.o. >>>
Alles anzeigen
Was hier keiner zu behirnen scheint, folgendes Szenario:
Besitzer 1 kommt mit einem Umbau an
TÜV-Prüfer sagt "naja, geradeaus wird es schon funktionieren. beim Kurven-ABS musst du dann selbst aufpassen. ich kann das nicht testen. ich drück mal ein Auge zu, du weißt ja Bescheid."
Besitzer 1 freut sich
Besitzer 1 verkauft die Karre nach 2 Jahren an Besitzer 2 "alles eingetragen, tiptop!" kein Wort von Kurven-ABS..
Besitzer 2 legt sich ab, weil "hab ja Kurven-ABS und alles eingetragen" und es passiert richtig was (Rollstuhl, Wachkoma, Tod).
wer haftet?
Nebenbei:
Ich bin kein Spezialist für ABS Software. Früher (vor 20 Jahren) musste die bei den PKW noch mit viel Aufwand adaptiert werden (das war aber auch andere Hardware und Software mit viel weniger Möglichkeiten und weniger sowie schlechteren Sensoren). Ob das heutzutage so einfach Plug and Play bei Motorrädern ist, wo sich alles selber adaptiert? Ich weiss es nicht. Aber klar: eine Enduro kann mit Stollenreifen oder mit Strassenreifen bewegt werden - ohne das ABS neu anzulernen etc. Wenn das möglich und erlaubt ist, sollten auch 17 Zöller gehen. nur meine Ansicht, ohne Gewähr!
Natürlich muss das auch heute noch mit viel Aufwand adaptiert werden. Die Raddrehzahlsensoren sind heute auch keine anderen als damals und die Technik ist ausgereifter.
Um also einen Fortschritt zu erzielen, muss mehr Aufwand getrieben werden. Ist doch in jedem Bereich so, dass die großen Sprünge nicht mehr zu erwarten sind.
Aber der BMW soll gefälligst vor dem Mercedes stehen. Und dann will Audi besser sein als BMW.
Und da ist noch kein ESP oder ein aktives Fahrwerk im Spiel.