Beiträge von go_modem_go

    Ich habe keine R - aber R-Teile verbaut (R-Fußrasten Fahrer, Auspuffhalter ohne Beifahrer-Raste) sowie SW-Motech Seat Rack...


    Bei Nicht-R ist das nicht geregelt, jedenfalls nicht in den "Deutschen" EU-Papieren Teil I. Da steht unter Ziffer S.1 Immer die "002", also Zweisitzer, und keine Bemerkung das Einsitzer auch ginge. Bei Japsen steht oft eine Zusatz-Klausel unter Ziffer 22, das dies an Bedingungen geknüpft ist (nur mit Fußrasten / Sitz).


    Dem TÜV ist es eigentlich egal, aber diversen Idioten der mobilen Rennleitung nicht (Bullerei). Ich kenne ich ein paar Fälle, wo fehlende Fußrasten bzw. Sitz moniert wurden und zu Strafen führten. Da riskiere ich lieber nichts:


    Daher der gesonderte Eintrag, um meine KTM auch als Einsitzer zu "§legalisieren", ohne jedoch die Option zu verlieren, auch mal bei Bedarf eine Sozia mitnehmen zu dürfen, bzw. bei Verkauf nicht nochmal den KfZ Schein mitsamt TÜV-Vorführung zurückändern zu lassen... :grins:


    Typisch Deutsches Bürokratieproblem, gibt es wohl sonst nirgends sonst auf der ganzen Welt (evtl noch CH?)!


    Ist aber ein anderes Thema, und nicht Stage III-relevant...

    :arsch::lol: hahaha :peace:
    Such dir lieber nen anständigen TÜV oder lass den TÜV beim händler machen .
    Also find ich schon sehr amüsant, da legt highscore viel wert auf lautstärke Abgasnormen und trotzdem fällt der durch den TÜV ..
    Selbst ohne cat komm ich seit Jahren durch den TÜV :grins::titten:
    Und der kat ist noch des kleinste übel :lol:


    Händler ist 40km weg, Mühle hat noch Garantie (und gerade Kipphebel / Motorschaden repariert bekommen!), da wollte ich den ersten TÜV lieber selbst machen...


    Ich mußte zum TÜV Süd, weil ich eine Eintragung in die Papiere habe machen lassen:


    Wahlweise 1/2 Sitzer (bei Entfernung Fussrasten bzw. Sitz).


    In der Form wollten das nur die eintragen, alle anderen Prüfstellen (GTÜ, Dekra, etc) konnten nur Zweisitzer austragen und Einsitzer für immer eintragen, ohne Option "2-Sitzer bei Bedarf"...


    Ich will mir aber die Option 2-Sitzer erhalten - "just in case" - ist auch besser beim Verkauf! ;-)


    Hat ja geklappt. Nächstes Mal weiss ich Bescheid (wenn die '14er KTM so lange hält, bisher ist die Motorstandfestigkeit die schlechteste die ich jemals in einem Fahrzeug hatte, inkl. Kleinvieh wie 50er... :D)

    Hi,


    Kurzes Feedback über meinen ersten TÜV Termin (HU & AU):


    Nach Tel. Absprache mit Christian (HighScore) habe ich nur die Löcher im Luffi "gedeckelt" und bin so zur HU gefahren.


    Also Luftfiltergehäuse ohne Zusatzlöcher, Schwämme entfernt, K&N / HS-Stack, HS-Remus Vorschalldämpfer, Remus-Kat und Kastl aber noch drin / dran.


    Mit Org. Duke IV Auspuff (Nicht-R).


    Fazit:

    Bei der AU wäre ich durchgefallen - keine Chance, CO auch im Stand zu hoch
    (der Prüfstand beim TÜV will für meine 2014er <0,3% sehen, es waren aber >1,x %).


    Habe dann vor Ort beim TÜV das Lambda Eliminator-Kabel entfernt, sowie das Map "KTM690 Duke IV Serien-Box & Stack - 1.bdf" (Stand 21.04.2015) aufgespielt.


    Damit kam die Duke durch. :applaus:


    Der CO Wert sank nach ca. 10-15 Sekunden durch die wieder aktive Lamdasonden-Korrektur auf die geforderten niedrigen Werte. :amen:


    Zum Glück keinen Aufpreis gezahlt, der Prüfer fand die Software- / Kabelzieh-Aktion à la VW-Schummelsoftware ganz lustig... :lautlach:


    Also, als zukünftiger Tip für Deutsche HU mit Stage III beim TÜV Süd:


    - Luffi komplett wieder schließen
    - Lambda Eliminator Zwischenkabel entfernen, d.h. Lambda-Sondensignal wieder aktivieren
    - evtl. ein im Standgas / unterem Drehzahlbereich auf mager gesetztes Map aufspielen (mag nicht nötig sein, ich habe es vorsichtshalber trotzdem gemacht)


    Zurück in der Garage natürlich alles wieder Rückgängig gemacht (Luffi-Deckel raus, Schwämme rein, Lambda-Eli rein, Stage III VSD Map ins Kastl aufgespielt).


    Nun ist für die nächsten 2 Jahre erstmal wieder Ruhe!


    ______________________


    Off-Topic:


    HU ist totaler Schwachsinn, und reine Geldmacherei!


    In Frankreich brauche ich für Motorräder keinerlei TÜV - nada, niente, rien, zilch. Ebenso sind in vielen anderen EU-Ländern Motorräder gänzlich vom TÜV befreit (sogar Belgien hat keinen Zweirad-TÜV, und auch in den Niederlanden sind Motorräder von der APK / Keuring befreit...)...


    Ich habe in Südfrankreich über die Eltern einen Zweitwohnsitz, nur sind die Motorrad-Versicherungen wesentlich teurer als hier in DE.


    Da es aber keinerlei KfZ-Steuer gibt (für keine privaten Fahrzeuge!), und auch nie TÜV HU/AU Gebühren, würde es sich finanziell bei einer Duke fast lohnen in Frankreich anzumelden (Bei den 1000ern und größer eher nicht)...


    Ich bin fast am Überlegen das 18cm breite und mit 20cm überlange Teutonische Riesenkuchenblech loszuwerden. In Frankreich: Standard wäre 17X13cm (in etwa so groß wie in DE die schmalsten 125er Schilder), aber kleiner geht immer, da man Nummernschilder in Eigenregie selbst im Supermarkt oder Online besorgen muß - Aufkleber / Plaketten gibt es keine. Viele Bikes haben superschmale einzeilige 14x4cm, oder sogar zweizeilige 8,5x8,5cm!

    pässefahrer: Yamaha hat den Ventiltrieb im von Minarelli in Italien gebauten XTZ/XTZ Tenere / SZR / Quad / MZ Skorpion / Baghira / Mastiff 660er Motoren im Griff - mit nur einer Nockenwelle. Und das bei 5 Ventilen.


    Die neueren Yamaha 4-Ventiler Köpfe bei den Modellen mit Einspritzung dürften auch haltbar sein (z.B. XT / Teneré 660 / MT03 alt / Aprilia Pegaso III / Derbi Mulhacen etc).


    Rotax (BMW / Aprilia 650er alt), Suzuki, Honda und die Anderen können es bei Ihren Eintöpfen ja auch...


    Allerdings bewegen wir uns in einer ganz anderen Leistungsklasse:


    48PS ist das Höchste der Gefühle, die Drehfreudigkeit, Leistungsabgabe und Drehmomentverlauf meines Yamaha Eintopf ist um Welten schlechter als beim Duke IV 690 Motor!


    Das Alleinstellungsmerkmal der Duke 690 ist nunmal der starke Eintopf, im ganz normalen Strassentrim - ohne Race-Wartungsintervalle nach einigen Betriebsstunden bei den Wettbewerbsmotoren diverser Sportmaschinenhersteller. Wie lange hält so ein Husaberg FS570 Motor?


    Bin auch gespannt ob sich für 2016/17 an der Zuverlässigkeit des KTM 690 Ventiltriebs etwas ändert:


    Denn es wird ja noch mehr an der Leistungsschraube gedreht - nochmal 1000/min oben drauf gepackt, noch Kurzhubiger!


    Siehe MCN Prototypen-Testbericht:


    Und das auch noch mit einem Kompakterem Zylinderkopf, weniger Gewicht und größeren Ventilen... Ob das gut geht? :staun:


    Ich wünsche es KTM.


    Aber ich bleibe vorerst skeptisch. Die neue Version sollen Andere "Early Adopters" zuerst auf Ausgereiftheit und Langlebigkeit testen...


    Wenn es mit der Zuverlässigkeit klappen sollte, hole ich mir dann irgendwann eine leicht gebrauchte 1 Jährige wenn die Garantieverlänegerung meiner 2014er Duke abgelaufen ist... :zunge:

    Und wieder Kipphebel. Man kann es ja kaum noch hören. Schon traurig das so viele Modelle nicht mal ne ordentliche Laufleistung hinbekommen. Und das bei dem Preis und dem angeblich so hohen Qualitätsstandard den KTM meint zu haben.


    Drück Dir die Daumen das die Reparatur wenigstens ordentlich abgearbeitet wird.


    Am Samstag habe ich die Duke wieder abgeholt, Sie war schon vorher fertig.


    Es wurde wohl ordentlich abgearbeitet - und das Ganze kostet mich keinen cent. Top Service!


    Ich bin sehr zufrieden mit meinem KTM Stützpunkt (Stega Racing in Worms). Die können ja nichts für eventuelle Probleme bei der Konstruktion & Herstellung!


    Es gab:


    - Neue Kipphebel (alle)
    - Neue Kipphebelbolzen
    - Neue Nockenwelle
    - Neues Öl / Filter


    Wahrscheinlich auch die ganzen Dichtungen neu und Motorspülung (Kopf war ab).


    Läuft absolut sauber, und auch leiser als vorher! :peace:


    -> In 1000km bekomme ich nochmals einen Gratis Öl- und Filterwechsel.


    Der Schaden war wohl mehr als der "übliche" Kleinkram.


    Dabei bin ich kein Anfänger-Idiot, der einen Eintopf kalt direkt bei Abfahrt fordert - ich fahre IMMER über längere Strecke warm (15-20km nur max. Halbgas und niedrige Drehzahlen), und checke den Ölstand gewissenhaft. Es kommt nur das Beste Markenöl rein, nach Vorschrift (meine KTM braucht aber für einen Eintopf recht wenig - meine SZR 660 brauchen wesentlich mehr Öl, und zwar beide!)


    Das ich natürlich die Hälfte meines Urlaubs ohne Moped im tiefsten Balkan dastand, und diverse Saisonabschlußtouren mit der KTM verpasst habe, ist natürlich nicht so erquickend. Kann ja mal passieren - aber ich scheine nicht der Einzige zu sein.


    Behalten werde ich die Duke trotzdem - trotz des Vertrauensverlustes in die Motorlanglebigkeit.


    Denn ich habe einen sehr guten Händler, der sich kümmert und wo Service noch groß geschrieben wird.


    Außerdem macht mir die Kleine einfach viel zu viel Spass! :wheelie:


    Allerdings werde Ich auf jeden Fall eine 2-Jährige Garantieverlängerung abschließen (Neugarantie läuft Anfang 2016 aus), sowie mindestens eines meiner anderen Mopeds parallel zur Duke ganzjährig angemeldet lassen. Bisher hatte ich immer nur eine Maschine ganzjährig, die Anderen auf Saisonkennzeichen 03-10... Ist also insgesamt nicht billig, KTM Duke zu fahren (Wegen Folgekosten / Risikominimierung... :grins: )!


    Tja, so ist es nunmal, das Ideal gibt es wohl nicht:


    Bei Aprilia gab es kaum motivierte Händler, schlechten Service, katastrophale Garantieabwicklungen. Über lange Zeit war die Ersatzteilsituation absolut miserabel (vor und während Piaggio-Merger): Es war z.T. unmöglich, Teile zu bekommen - selbst einfachen Kram! Ich hatte schon Lieferzeiten von über 6 Monaten, und habe in der Not und aus Kostengründen sogar Gleich- bzw. kompatible Teile von anderen Marken verbaut, u.A. auch einen Beta Motors / KTM Duke Anlasserfreilauf (prophylaktisch bei ca. 60tkm gewechselt...). Vieles bekam ich gebraucht, aus RSV Mille Schlachtmopeds. Das was man über den Händler bekam, war und ist z.T. heute noch zum 3- bis 10-fachem Preis am Start als das was Andere für quasi baugleiche Ware wollen (KTM Freilauf knapp über €60, Aprilia baugleich €350.-...)


    -> Dafür ging an der Aprilia über 80tkm aber nie etwas kaputt, was die Weiterfahrt verhindert hätte. Von Motorschäden hörte man in den Foren kaum - und wenn, war meist die Peripherie und der Besitzer schuld (meist Anlasserfreilauf-rückschlag beim Starten mit entladenen oder zu Alten Batterien).


    Vor Allem der Rotax V990 Motor war & ist langlebig ohne Ende, und man vernetzte sich eben über Foren weltweit um an Teile zu kommen....


    Bei KTM gibt es super Händler mit guten Service (leider nicht direkt bei mir vor Ort, jedes Mal 40km Fahrt...), Ersatzteile sogar zu recht günstigen Kursen (relativ gesehen!), gute Garantieabwicklung und auch Garantieverlängerungspolicen.


    -> Dafür scheint der Duke 690 Motorventiltrieb nicht gerade den Ruf der Langlebigkeit gepachtet zu haben... Ist der Ventiltrieb für einen Leistungstechnisch fast ausgereizten, hoch drehenden 690cm³ Einzylinder evtl. doch viel zu leicht und zu frickelig gebaut? :tröst:

    Update:


    meine Duke wurde vorletzte Woche aus dem Kosovo angeliefert.


    Heute mündlich vom KTM Händler Bescheid bekommen:


    Ein Kipphebel ist gebrochen. Ist wohl ein Garantiefall.


    Motor wurde Vorsichtshalber geöffnet, da nicht alle Lagernadeln zusammen waren.


    Da wohl noch Teile bestellt werden müssen, kann es noch etwas dauern. Schade - wollte eigentlich noch kleine Wochenendtouren fahren.


    Sobald ich mehr Infos habe, poste ich hier...

    Faritan: Du hast absolut recht.


    Die Eierlegende Wollmilchsau gibt es bei Reifen nicht - ich bin mir nur meiner Einsatzprioritäten besser bewußt geworden. Der Conti TA ist ja nicht schlecht, vor Allem vorne (absolut neutral!), nur das unsichere sehr abrupte Wegschmieren beim Angasen in starker Schräglage hinten hat es mir versaut.


    Der PP tut das auch ab und zu, fängt sich aber besser, und macht dies viel weniger abrupt. Wesentlich besser kontrollierbarer Grenzbereich. Und an dem fahre ich nunmal häufig... :wheelie:


    Was bei meiner GSX 1200 Inazuma naked auf der letzten Balkantour 2013 noch funzte (Michelin Anakee III Enduroreifen hinten - ja, auf 'nem Japse-Big Bike! :lautlach: ), kommt bei meiner Fahrweise auf der Duke nicht ganz so gut.


    Der Einzylinder reißt einfach viel Ärger am Hinterrad als ein Vierzylinder - und die Duke schmeiße ich auch viel sportlicher / schräger in die Kurven als meinen "fetten" 211kg-Japsen. Da hielt der Anakee 8000km! :applaus:


    Nächstes mal werde ich wohl eher vorne Sportreifen montieren, und hinten einen sportlichen Sporttourer-Schluffen (der hält dann auch weit genug für meine Standard-Tour, unter 5000km). Wenn es das mit der KTM noch Gehen sollte - die Mühle ist mir ja im Kosovo verreckt und steht immer noch dort, siehe hier...


    Ein paar dutzend Km Zufalls-Schotter packe ich mit Sporttourer-HR dann auch noch... :ja:


    Wobei der Satz Conti TrailAttack mit nur ~1500km fast noch im Neuzustand ist... Braucht die jemand? :kapituliere:

    Hi,


    Ich habe den Wilbers S966 - 640er Reihe (Adjustline Mono Road, Blackline Option) - die "mittlere Preislinie", also nur Zugstufendämpfung, aber die gleichen Innereien wie die Teuren Versionen.


    Das Teil funzt wunderbar, um WELTEN souveräner als org. WP / KTM. Man merkt das Wilbers dadurch, das man nichts mehr merkt - der WP war unterdämpft und schaukelte sich auf, zumindestens im Grenzbereich auf hoppeligen Pässen / stramm gefahren Serpentinen in den Vogesen auf (am Limit - für "herumgondeln" ist WP ok!). Ist mit dem Wilbers passé, der bügelt alles weg!.


    Federvorspannung und Zug-Dämpfungsstufe hätte ich evtl. höher stellen sollen, wg,. Gepäck (ca. 15-20kg mehr).


    Ich bin vorher noch mit dem Pilot Power und Testgepäck (12kg) einige stramme Runden im Odenwald gefahren, da gab es keinerlei Probleme. Gleicher Luftdruck.


    Der Gripverlust in starker Schräglage und weichere Flanken liegen m.M.n. definitiv am Conti TrailAttack Hinterreifen!

    Ja, bin nur knapp 1500km weit gekommen, bis zum Motorausfall im Kosovo - KTM steht noch immer da unten rum... :grins::prost:


    Hier der Update zum Schluffen:


    Der Conti TrailAttack II Reifen ist nix - jedenfalls nicht für mich.


    Hinten: viel zu grobe Negativprofile an der Kante & zu weiche Flanken - ich habe den auf Serpentinen beim Angasen aus Kurven am äußerem Rand z.T. angeschreddert ("Gummiröllchen", Rand "löst sich auf"). Schmiert bei meiner Fahrweise viel zu oft weg (ich nutze öfter die volle Schräglage). Geradeaus und bis 2/3 Schräglage ist er ok. Also eher etwas für BMW-Fahrer... :lautlach:



    Auf Schotter ok, aber aufgrund geringem "Offroadanteil" bis zum ungewolltem Tourende wäre Michelin PiPo wohl besser gewesen.


    Vorne: ok, keine Probleme. Wirkt "stabiler" (bzw. schwerfälliger - wie man's nimmt) als Sportreifen wie PiPo, da um Einiges schwerer. Fand ich ok für die Tour.


    Verschleiß: Sehr gering - wobei ich nur ca. 1500km drauf bekommen habe.


    Und das obwohl mir der HR den Heckfender komplett abgenagt hat (wg. Gepäck etwas zu oft den vollen Federweg ausgenutzt - irgendwann fehlte was, da war vor Abfahrt noch ein Katzenauge-Reflektor dran! :crazy: )



    Guter Gedanke!


    Das Kastl passt aber nur die Einspritzmenge an (fetter, im Schnitt je nach Drehzahl und Gasstellung 3-10% "Zuschlag). Ist also kein intelligentes "Chiptuning", das sämtliche Parameter inklusive Zündkurven ändern kann. Daher gibt es auch keine Mehrleistung, der offene Luffi bringt in Verbindung mit mehr Sprit nur eine stark und merklich verbesserte Drehmomentkurve bei unteren & mittleren Drehzahlen, und eine wesentlich bessere Fahrbarkeit unten rum (weniger Ruckeln).


    Das Bad Fuel Map gibt es bei meiner Duke IV leider nicht - jedenfalls nicht laut Betriebsanleitung. Die Stellung "0" entspricht wohl der Normalstellung (3-9).


    Ausserdem hat meine Duke schon vorher Ventilgeschnatter gehabt, auch mit Deutschem 98 Oktan Super+ (das ich normalerweise tanke) oder sogar Aral Ultimate 102.


    Nun ja, eine endgültige Aussage bekomme ich wohl erst, wenn die Maschine wieder in DE ist. Und das kann dauern - die KTM Saison ist für mich gelaufen.


    War gestern wieder mit der Suzuki GSX 1200 unterwegs, die läuft - und lief vor 2 Jahren auch problemlos auf dem gleichem Balkansprit. Habe die KTM aber gleich wieder vermisst, der GSX-Eisenhaufen ist schon ein schwerer Trümmer im Vergleich zur Leichtigkeit der Duke!


    Wieso Roaming?
    Gibt doch eigentlich überall am Balkan in Hotels, Restaurants und Campingplätzen kostenloses Wifi!


    Klar, stimmt schon, aber im Urlaub hatte ich besseres zu Tun als mich ins Hotel zu verbarrikadieren um auf einem Mini-Handybildschirm im Netz zu surfen, speziell wenn es sich um einen 70-Seitigen Thread über potentielle Garantiedefekte an KTMs handelt (von denen es soviele gibt, das wollte ich mir gar nicht antun da rein zu schauen!... :staun: ).


    Navi hatte ich auf Handy (HERE App Offline Modus, mit Openstreetmap - da ist jede kleinste Gasse drin, auch Schotter), das ging auch ganz ohne Netz.


    Da die KTM noch Werksgarantie hat, kann und sollte ich bei einem Garantiefall keinen Nicht-KTM Mechaniker daran ewig rumbasteln lassen. Und der "Offizielle" ist wie bereits beschrieben weit, weit weg - in Podgorica / MN, das waren locker 7h Fahrt über Serpentinenmagistralen ins Ausland. Und selbst der steht z.Z. ganz ohne fähigem Mechaniker da (was er mir ja auch sagte, der gute Herr A. Pejovic...). Der nächste wäre wiederum in Sarajevo oder Zagreb gewesen, glaube ich - da gibt die KTM Webseite nicht viel her, die Länder existieren für die einfach nicht (ehem. Österreiche "Kolonien" immerhin"). Belgrad / Serbien wäre auch nicht in Frage gekommen, hatte keine Einreiseerlaubnis wg. Kosovo-Stempel im Pass (wäre nur über Drittland gegangen)... Das es einen KTM Dealer in der Nähe von Split gibt und sogar einen in Sibenik (wo ich mein Auto in der Nähe hatte), habe ich eben erst rausgefunden - man hätte die Stadt oder PLZ wissen müssen, um es zu finden... :sehe sterne:


    Also mußte der ADAC ran, hatte keine Lust mich mit Mühle zerrupfen und Wochenlangem Warten auf Ersatzteile zu befassen, die dann noch in ein anderes Land geliefert worden wären - oder fast 2 Tage gegondel nach Sibenik, um mein Auto zu holen, und das ganze wieder zurückzufahren. Ohne Versicherung für Kosovo...


    Selbst im Montenegro gibt es angeblich nur eine andere Duke 690 IV ABS - im Kosovo gar keine offizielle. Nur die Offroad-KTMs hatten die da, oft 2-Takter (Vollcross / Hardenduro ist in Peja / Kosovo beliebt, auch im Strassenverkehr ganz ohne Nummernschild... :lautlach: )


    Fazit: Abenteuer ja, aber wenns mal schiefgeht lasse ich das Fahrzeug zurück nach DE bringen und schaue hier weiter (ist mir mit dem Auto auch schon mal öfter passiert, aber immer mit alten Schrottkisten).

    go_modem_go
    Noch was vergessen zu fragen.
    Wie hast du hinter Rollen etc befestigt??


    Meinst du mit Rollen Gepäck?


    Ich hatte: Den kompletten Q-Bag Satz Veneto 40l Heckrolle & Q-Bag Veneto Satteltaschen Satz von Polo, montiert auf SW-Motech Seat-Rack. Die Q-Bags habe ich bei meinem lokalem Polo Laden extrem günstig als "gebrauchte" Ausstellungsstücke bekommen.


    Die Seitentaschen sind auf das Bike anpassbar, werden übergeworfen, und mit Klicklaschen befestigt (Gegenstück unten an Auspuffhalter bzw. Fußraste, bzw. von oben an den Q-Bag Rolle). Sitz super, da bewegt sich nichts! Ist auch sehr schnell in Sekunden montiert & demontiert. (Klick-System Seitentaschen, 4 Haken mit starkem Gummiband für die Sitzrolle sowie zusätzliche Klicklaschen als Halterung an der Rolle für die Seitenbags).




    Eine Eigenkonstruktion, um das Zelt besser hinten zu halten - Balkan-Style, habe ich selbst unterwegs aus herumliegendem Metallmüll gebaut (war wohl ein Regalhalter aus Metall), befestigt mit Ledergürtel und Velcro-Band am Seat-rack :peace:




    Am Anfang hatte ich Idiot hinter der Q-BAg Rolle noch eine Riesengroße 60l Seesackrolle für Zelt, Schafsfell, zusätzliche Klamotten und Decken (Rolle wasserdicht) dabei. Den Seesack habe ich aber bereits nach nur 1 Tag wieder runtergemacht und an einem Campingplatz in Kroatien deponiert (bei Rückfahrt abgeholt), und bin mit leichterem Gepäck ohne Decken und LuMa etc. weitergefahren. Daher die Eigenkonstruktion mit Sissybar - Metallbügel hinten hoch - war aber auch später sehr praktisch! :knie nieder:


    Gepäckphotogalerie


    So bin ich losgefahren - das währte nicht lange (1 Tag!), VIEL zu viel Gepäck und Hecklastig für die KTM:



    So ging es weiter - ohne Seesack, nur noch Q-Bags sowie das kleine Zelt separat hinten mit Expandern fest. Obendrauf noch ein kleiner Rucksack, per Expander festgemacht. War alles bombenfest!



    PS: Die kleinen Taschen an den Seiten am Rahmen sind Fahrrad-Dreieckstaschen, per Klettband befestigt. Für Kleinkram, statt Tankrucksack. Sowie eine 500ml Benzinreserve-flasche (org. alte Apothekenmetallflasche für Äther) an org. KTM Fahrradtrinkflaschenhalter am Sturzbügel - passt einwandfrei, hält und stört nicht beim Fahren.



    Thermoklamotten? :staun:
    Die sind doch üblicherweise extrem voluminös!?
    Da musst doch Mega-Platz für brauchen...
    Welche hast du genau?


    Thermoklamotten:


    Hatte ich nicht wirklich, aber eine sehr gute, kurze Hein Gericke Touareg Air Jacke mit herausnehmbaren Membran-Innenfutter. Das war meistens ab, aber in den Bergen z.T. drin. Habe nie einen Pullover gebraucht, immer T-Shirt oder dünner Rollkragensweater drunter.


    Sowie Leder-Touring-Latzhose von Held, ein echtes Original aus den späten 80ern. Handschuhe: Nur kleine, kurze Motocross Handschuhe, durch die Hand-Guards braucht man nichts Anderes. Griffheizung war nur 2x auf tiefster Position an (ist aber ein Segen, ich hätte mir sowas nie gekauft, war aber bei Kauf der Duke schon dran - org. KTM Powerparts Heizgriffe)


    War alles oft viel zu warm, außer ganz oben auf den Pässen bzw. früh morgens.

    go_modem_go
    Das war auch nicht böse gemeint.


    Habe ich auch nicht so aufgefasst! :zwinker:


    Hättest vorher jedoch den gesammelten Defekte-Thread einmal komplett durch gelesen, wärst du sicher auf ein paar mögliche Ideen vor Ort gekommen – genau dafür hab ich den erstellt.


    Der Thread ist Gold wert!


    Vor Ort im Kosovo hatte ich allerdings kein mobiles Internet (ist ja nicht EU, da gelten die EU-Roaming Regeln nicht). Ich hatte mich vorher schon hier im tollem Forum informiert, und bin wegen meiner Skepsis beim Ventiltrieb schon 3x beim KTM Händler(n) gewesen. Mir wurde von 2 Händlern 3x sogar nach Ventilkontrolle gesagt es wäre alles im Lot... Tja, was soll ich dann noch sagen? Wenn es der Ausfallgrund ist, wäre ich berechtigterweise richtig sauer. Wenn - was es ja noch zu beweisen gilt (vom KTM Händler).


    Ich schraube ja sonst selbst, an ALLEN meiner anderen Bikes. Schon immer - alle Inspektionen, Kupplungswechsel und alle Fahrwerksumbauten / Lagererneuerungen / Dichtringwechsel rundum immer selbst erledigt - Ausnahme Öhlins Innereien, das lasse ich machen. Bis hin zu Komplettrestaurationen. Sehr Zeitaufwendig! Nur an 4-Takt Motorinnereien (d.h. Kurbelwelle, Getriebe, etc) traue ich mich nicht ran. 2-Takter Zylinder / Kolbenwechsel und 4-Takt Ventileinstellen bei der Suzuki GSX mal ausgenommen, das kann ich aus dem FF.


    Die neue KTM habe ich gekauft weil Sie Werksgarantie hat, und ich wenigstens bei einem meiner Zweiräder nicht selbst schrauben will.


    Tja, mein Vertrauen ist erschüttert - und bestätigt nur, was ich vorher schon wusste: Die Werksschrauber haben auch nicht unbedingt immer viel mehr Ahnung als ich, und die neuen "Produkte" sind eben genau das: Immer komplexere, z.T. unausgereifte elektronisch "verseuchte" Konsumprodukte, in Kürze am PC per CAD hauptsächlich nach Kosten & Gewichtsersparnisvorgaben entwickelt und daher gerade gut genug für die Kurzzeitnutzungsdauer eines Durchschnitts-Users der Leasing / Kredit Wegwerfgesellschaft. Bei Autos ist es ja noch schlimmer...


    Das mag jetzt verbittert klingen, aber ich bin zu 99% sicher, das mir das mit meinen 15-20 Jahre alten Uralt-Bikes nicht passiert wäre... Wobei ich ja immer noch nicht weiß, was denn die tatsächliche Ursache des Motorausfalls ist.


    Allerdings darf ich nicht im Glashaus sitzen: Der quasi wirtschaftliche Totalschaden, den ich an meiner Aprilia vor dem KTM Kauf im Frühling zugezogen hatte, waren einzig und Allein auf meine eigene Idiotie zurückzuführen (eine der 6 Kupplungsschrauben beim Check vergessen anzuziehen, hat sich während der Fahrt gelockert und durch Aufsägen des Gehäuses einen Motortotalschaden verursacht! Hurra, durch Selbstschrauberei mal wieder richtig Geld gespart! :denk::arsch::applaus: ).


    Aber es war wenigstens keine Ausfall aufgrund einer Fehlkonstruktion (wie gesagt, hochdrehender Rotax V990 auf ca. 130PS bei 11.000/min getunt und über > 12 Jahre / 80tkm z.T. sehr hart rangenommen, nicht EIN EINZIGES MAL mussten die Tassenstößel-Ventile nachgestellt werden - die sind immer noch voll im Lot, mehrfach checken lassen. Der Rotax Motor in der 'Prilla ist Engineered & Made in Austria - es geht doch!).


    Vielleicht sollte KTM beim Quasi-Nachbarn Bombardier-Rotax Powertrain in Gunskirchen / AT die Einzylinder-Ventiltriebe zuverlässiger machen lassen. BRP-Rotax baut neben ein paar ehemaligen Mopedapplikationen (BMW, Aprilia, Buell, CanAm) hauptsächlich kleinere Flugmotoren, Marineantriebe (Jetski) und SkiDoo Schneemobilantriebe - und die müssen aufgrund Ihrer Einsatzzwecke sehr zuverlässig sein! Ein Ventilkipphebelschaden im Flug oder in der tiefsten Kanadischen Wildnis bzw. auf offener See geht eben potentiell anders aus als ein Mopedausfall selbst im Kosovo!). Ich bilde mir ein, das würde man auch an der Konstruktion des V990 merken...


    Ok, genug Frust abgeladen... :crazy:


    Ich werde berichten wie es weitergeht.

    Das du einen sportlichen Einzylinder nicht mit nem Japaner vergleichen kannst, sollte die schon vorab bekannt gewesen sein...


    Ich vergleiche die KTM mit meiner 2000er Aprilia Falco SL1000 mit Rotax V2, die ich 80tkm problemlos durch die Welt geheizt habe: keinerlei Ausfälle, nur ein paar "Verbesserungen" an der italienisch-Japanischen Elektrik waren nötig, um spätere Schäden zu vermeiden (Hauptstromkabel verstärken, damit der Anlasserfreilauf nicht mit der Zeit beschädigt wird - es ist übrigens ein KTM-Freilauf in meiner Aprilia verbaut :zunge: ).


    Weiterhin könnte ich mit meiner inzw. 20 Jahre alten 95er Belgarda SZR660 vergleichen, mit Japanischem Yamaha Einzylinder (660cm³ 5-Ventil Eintopf aus der XTZ660, Motor gebaut bei Minarelli / Italy, im Rahmen einer Yamaha-Belgarda TZR125RR verbaut). Ausser üblichem Verschleiß an Fahrwerk (Lager) keinerlei Probleme bisher, obwohl die XT-Motoren gerne mal die Hauptschraube an der Kurbelwelle ablockern / abscheren. Aber erst bei 35-60tkm... Und die kleinen SZR Kiste habe ich wirklich arg geheizt, es ist auch keine "Japanerin", sonder eigentlich eine zu 100% echte Italiener (wirklich alle Komponenten außer Teikei-Vergaser & Denso-Zündung komplett Made in Italy, inkl. Minarelli Motor, Brembo Bremsen & Felgen, CEV Elektrik / Veglia / Tomaselli Armaturen, org. Lafranconi Auspuff!


    Weder die Aprilia noch die Belgardas sind sonderlich Tourentauglich, erst recht nicht für den Balkan. Im Gegensatz zur KTM - die kann alles außer Autobahn (eh nicht mein Ding)


    Ok, mit meiner 1200er GSX naked ist der frickelige, hochgezüchtete KTM Einzylinder natürlich nicht vergleichbar, denn der Öl- / Luftgekühlte und auf zahme 98PS gedrosselte seit Jahrzehnten bewährte GSX "Big-Block" hält normalerweise ewig und 3 Tage. Meiner hat 68tkm auf der Uhr, bei zig-Vorbesitzern (möchte gar nicht wissen wie oft da schon am Tacho gedreht wurde - ich tippe auf weit über 100tkm real, auch dem Getriebesound nach zu urteilen... :D). Der Rest der Suzuki lässt sich notfalls auch noch mit Hammer & Brecheisen zurechtbiegen... Ist aber sehr lieblos gebaut, die Kiste rostet sogar, im Gegensatz zur ebenfalls 15 Jahre alten Aprilia, die vollkommen Korrosionsfrei dasteht (obwohl Sie 10 Jahre lang bis zu 6 Monate / Jahr draußen stand). Aber es scheint zu halten! :applaus:


    Die 15 Jahre alte GSX war vor 2 Jahren für eine 3-Wochentour auch Balkantauglich, nur ist Sie mir eben etwas zu schwer, zu "schaukelig" und zu "Vierzylindrig" (wenn ihr wisst was ich meine? 4-Japsepötte = Gähn!) - daher kaufte ich mir die KTM - mehr Fahrspass, 1 Zylinder wie die SZR, 60kg weniger & superleichtes Handling, auch mal gröbere Wege befahrbar als meine alte €1500 Japaner-Fuhre! :ja:



    Viellicht war ich etwas zu gutgläubig, und hoffte KTM hält auch was aus, zumindest auf den Zuverlässigkeitslevel meiner Italo-Zicken? :denk:


    Ist das da nicht inzwischen auch schon viel zu kalt? :staun:


    War es zum Glück nicht - z.T. 25° in den Ebenen / Poljes und an der Küste, immer noch 18° in den Bergen, nur früh morgends war es in Kolasin / Montenegro im Skigebiet etwas kühler (immer noch zweistellig). Ich habe auch mal zwischendurch gezeltet - in Neum / Bosnische Küste, und an der Montenegro-Küste - vollkommen problemlos, ab 8h morgens war es in der Sonne schon viel zu heiß im Zelt!


    Passende Thermo-Klamotten und Griffheizung waren dabei wurden daher eher selten gebraucht, ich habe insgesamt viel mehr geschwitzt als gefroren :grins: .


    Allerdings war der ultrastarke Borawind an der Kroatischen Küste bei Zadar unerträglich (bläst die Küsten zwar wolkenfrei, aber mit Böen bis weit über 100km/h). Daher "Rückzug" hinter die Bergketten in die Herzegowina und Bosnien (mit Wolken, aber fast windfrei und immer noch wohltemperiert).


    Tippe grundsätzlich auf Kipphebel.


    Jetzt wo ich die anderen Soundproben der Duke-Fahrer mit Ventilschäden gesehen habe: Genau das Geräusch (schnattern) hatte ich auch.


    Aber was soll man machen, wenn man als Unwissender von gleich MEHREREN KTM-Händlern gesagt bekommt, es sei alles ok, ist bei KTM 690ern normal? Auch nach teurer Inspektion vor gerade mal 500km vor Abfahrt, bei der der Ventildeckel zum Ventileinstellen angeblich ab war? :motzki:


    PS: Den Tip mit dem freischaffenden KTM-Mech in Podgorica hätte ich vorher gebraucht... Denn der offizielle Händler meinte nur "sein Mech wäre noch bis nächste Woche in Urlaub"... Na toll :denk:


    Danke für die Tips!


    Morgen drehe ich wegen fehlender Duke mal wieder eine Runde durch den Odenwald auf meinem alten Japse-Muli. Die alte, seit KTM-Kauf etwas vernachlässigte Suzi-Tourenschlampe ist in meiner Wertschätzung nach der KTM-Schadenserfahrung stark gestiegen!


    Vor allem, weil Sie im Vergleich zur Duke so teuer war! :achtung ironie:

    Moin Leute,


    Ich habe mich gerade von einer geplant 15-Tägigigen Balkan-Mopedtour aus dem Kosovo zurück nach Deutschland gekämpft - war sehr interessant! :ja:


    Leider ohne meine KTM, denn die steht noch im Mercedes-Depot in Peja / Kosovo und wartet auf den Rücktransport durch den ADAC... Kann wegen Flüchtlingsgrenzproblemen für LKW bis zu einem Monat dauern... :rolleyes:



    Moped:


    - KTM Duke IV 690 Bj. 2014, 18tkm zum Zeitpunkt der Panne.


    - Highscore Stage II (also Remus VSD mit Kat, offener Luffi und "Kastl")


    - Letzte Inspektion gerade erst im August 2015, Ventiltrieb explizit auf mein Verlangen checken und V-Spiel einstellen lassen. Laut KTM-Dealer keine Auffälligkeiten.


    Vorgeschichte:


    Die Ventiltrieb klappert und klickert schon immer sehr Laut - lauter als die 2012er Duke 690 IV eines Kumpels.


    Ich habe das bereits beim KTM Händler nachgefragt, die Mechaniker meinten es wäre wohl noch im Rahmen des Normalen...


    -> Es wurde bereits in Bosnien-Herzegovina sukzessive & gefühlt lauter (mit einem zusätzlichem, unregelmäßig auftretendem Quietschen / Zirpen zwischen dem lautem Geklicker / Ventilklappern).


    -> Ich bin daraufhin in die Richtung des einzigen offiziellem KTM-Dealer des Südwestbalkans nach Podgorica / Montenegro gefahren: Dort bekam ich ebenfalls die Aussage "Ist noch Normal"


    Hier mal ein Youtube-Soundvideo, das ich ca. 350km vorher in Bosnien aufgenommen habe: Soundvideo


    Es war neben dem üblichen lautem Ventil-klickern noch ein unregelmäßiges, zirpendes "Ticken" zu vermelden. Ein sehr metallisches "Ping" - nicht zu verwechseln mit "Klingeln" wegen schlechtem Sprit (der da unten in BiH und vor Allem im Montenegro, Kosovo und Albanien eher normal als die Ausnahme ist.. :prost: )


    Der Schaden:


    Beim Aufbruch von Peja / Kosovo in Richtung Albanische Berge (Ziel war in etwa Kalimash über Bajram Cuuri) habe ich nochmal vollgetankt. Das was es bei der örtlichen "Petrol Company" Tanke gab - den üblichen "95er" Einheits-Kacksprit. Damit lieft die KTM vorher auch.


    Ich schaffte etwa 15km auf einer Nebenstraße, bis der Motor sukzessive an Leistung verlor. Ventilgeklapper besonders laut. Angehalten, Motor ging aus. Sprang aber wieder an. Sofort umgedreht um wieder auf die Hauptstrasse Richtung Peja zu kommen (5km zurück).


    Der Leistungsverlust wurde immer schlimmer, auf der Hauptstrasse nahm der Motor zum Schluss kein Gas mehr an und ging endgültig & komplett aus.


    Zum Glück sind die Kosovaren extrem hilfsbereite Menschen: Ich wurde von einem Passenten spontan 10km zurück in die nächste Stadt gefahren, vorher gesicherter Unterstellplatz bei Nachbarn organisiert und Gepäck abgeladen.


    ADAC Auslands-Pannenhilfe hat einen Abschleppwagen organisiert. Die KTM wurde daraufhin in ein Mercedes-Benz Depot in die Stadt Peja gebracht.




    Diagnose:


    - Keinerlei FI-Codes. Soweit ohne Diagnosegerät feststellbar scheint elektronisch alles im Lot zu sein.
    - Zündung geht
    - Spitpumpe läuft - aber nur "initial", d.h. normales zirpen / zischen bei Zündung an & Anfangsdruck wird auf die Leitung gegeben.
    - Benzinschlauchventil getrennt und per Schraubendrehen das Rückschlagventil geöffnet: Man kann den Tank nicht leerpumpen, die Pumpe läuft nicht durch. Es gibt nur einen einzigen kräftigen Spritzer, dann nichts mehr.
    - Motor dreht per Anlasser frei, ohne schlimme Geräusche, springt aber nicht mehr an.
    - Mappingschalter auf "0" Stellen bringt auch nichts...


    Da die KTM noch Werksgarantie hat, und kein Kosovarischer Mechaniker sich an die KTM herantraute, haben wir von weiterer Zerlegung abgesehen. Es war sowieso Wochenende (letzten Samstag / Sonntag).


    Zurück ging es dann nach 2 Tagen in Peja per Eigeninitiative (ADAC hat da unten keine wirkliche Präsenz - die zahlen nur Rückreisekosten bis €500...). ->Im 1985er Benz W124 200D Kosovo-Taxi mit 1,5 Millionen km Laufleistung quer durch Montenegro (war eine wirklich Klasse Fahrt, im Ernst!), dann ab Kroatischer EU-Aussengrenze an der Magistrale bei Pločice (zu Fuß überquert, quasi als Flüchtling - die haben nicht schlecht gestaunt!) per Ruf-Taxi zum Flughafen Dubrovnik, ab da im Mietwagen die Küstenstrasse / Magistrale Dubrovnik - Neum - Split bis Zadar hoch. Rest im Überlandbus und Auto durch Slowenien, Österreich bis zu mir nach Hause (bei Heidelberg / DE).


    Anyway:


    -> Was meint ihr, was das Problem sein könnte?


    -> Sollte die Benzinpumpe Dauerdruck liefern, wenn der Motor nicht läuft?
    -> Ventiltriebschaden durch gebrochenem Kipphebel oder rausgewanderte Kipphebelachse? Davon hört man ja häufiger... Daher auch meine "Ventiltrieb-Paranoia", die ich vor Abfahrt schon hatte.
    -> Einfach nur schlechtes Benzin? Mit dem aber alle anderen Autos laufen, auch hochmoderne Neuwagen der teuersten Preisklassen (sogar nagelneue Lamborghini und AMG-Mercedes, die bei den Mafiosis dort gar nicht so selten sind)?


    Bin eigentlich recht enttäuscht von der KTM Zuverlässigkeit, es ist mein erstes neueres Moped - nur knapp über 1 Jahr alt, und dann gleich so ein Komplettausfall in der tiefsten Pampa (hätte aber noch schlimmer kommen können: z.B. auf Albanische Grenzgebiet-Feldweg im Hochgebirge, was mein Tagesziel war!).


    Ich hatte in 140tkm auf diversen uralten Japanischen & Italienischen "Zicken" noch nie einen Ausfaller oder größere Probleme, auch nicht bei vergangenen Touren durch den Balkan. Im Kosovo war ich allerdings zum erstem Mal, vorher nur Bosnien, Albanien, Serbien, Montenegro etc.


    Ich werde weiter Berichten, sobald die KTM bei meinem Dealer steht (Kann etwas dauern... :rolleyes: )


    Übrigens, die Tour war bis zum Totalausfall richtig geil, ich liebe die leeren Strecken durch die Berge und Schluchten bzw. Poljes (Hochebenen) in der Herzegowina, Bosnien und Montenegro - Kroatische Küste ist zwar schön, aber auch etwas zu voll / bebaut. Und die freundlichen Leute im Kosovo haben sowieso begeistert - erst recht nach dem Ausfall, da war die Panne sogar ein richtiger Glücksfall - viele Leute kennengelernt, und 3 Tage gechillt bzw. auch mal ordentlich abgefeiert!


    Hier mal ein paar Eindrücke mit KTM im Bild:


    Es ist aber nicht zufällig der "Not-aus-Schalter" in der "aus"-Position, oder?!? :-)


    zu 99% der Killschalter... passiert jedem mal. Wenns doch net der Schalter is geb ich aufem Treffen n Bier aus :Daumen hoch:


    Genau das wars...


    Beim Umfallen Notausschalter umgelegt, in der Dunkelheit nicht erkannt... :lautlach:


    Na dann bin ich mal froh. Habe bisher noch bei keinem meiner vielen Mopeds einen Notausschalter erlebt, der den Tacho lahmlegt! :kapituliere: