Beiträge von hakim

    Hallo,

    KTM verbaut meist Tanks aus Polyamid(PA), im Unterschied zum von anderen Herstellern verwendeten Polyethylen(PE). Das Benzol und andere Stoffe im heutigen Kraftstoff sind flüchtig, diffundieren durch die Tankwandung und lagern sich dort auch ein. Hier ist PA empfindlicher als PE. Deshalb quellen diese Tanks mit der Zeit auf und sind dann nur noch schwer montierbar. Man sollte bei langen Wartungsphasen oder Stilllegung diese Tanks nicht abseits vom Motorrad lagern, große Tanks verziehen sich dann zusätzlich. Besser sobald als möglich wenigstens provisorisch wieder aufsetzen und die Halteschrauben eindrehen. Manche haben schon versucht, den Tank in vollständig geleertem, abgebauten Zustand in die Sonne oder neben die Heizung zu legen, in der Hoffnung, daß eingelagerte Stoffe ins Freie abgegeben würden. Leider meist mit nur geringem Erfolg.

    Hakim

    Hallo,

    interessant, darum habe ich mir noch nie Gedanken gemacht. Rad ausgebaut, den jetzt sichtbaren Teil der Bremskolben gereinigt und dann ggfls die Bremskolben ein Stück reingeschoben, damit die neuen Bremsbeläge Platz haben. Theoretisch gesehen kannst Du gefahrlos die Kolben soweit rausdrücken, wie es der Verschleißgrenze der Beläge sowie der Bremsscheibe entspricht. Ich würde mir eine kleine Holzrechteckleiste nehmen, in der Stärke = Minimum der Bremsscheibe (ist auf der Scheibe eingeprägt) + 2x die Dicke der Bremsbelagträgerplatte (sprich bei abgefahrenem Belag). Rad ausbauen, Bremszangen montiert lassen, Holzleiste zwischenstecken und die Kolben ranpumpen. Dann Leiste herausziehen und die Kolben vorsichtig reinigen, soweit sie herausstehen. Dabei natürlich den Bremshebel unberührt lassen. Keinesfalls die Kolben verdrehen, das könnte die Dichtringe schädigen. Reinigen mit Pinsel, groben Dreck ggfls einweichen, keine Lösungsmittel verwenden. Keine Schmiermittel auftragen. Besteht Anlaß, die Bremskolben auf größerer Länge zu säubern, würde ich es vorziehen, die Bremse komplett zu zerlegen und gereinigt und mit neuen Dichtringen versehen wieder aufzubauen.

    Bin gespannt, ob jemand ein Spezialwerkzeug für Deine Fragestellung kennt - wenn´s auch eine einfache Holzleiste tut... :zwinker:

    Hakim

    Hallo,

    zuallererst: korrekt wird der Ölstand wird immer nur bei betriebswarmem Motor gemessen. Warmfahren, Motorrad senkrecht stellen, dann soll das Ölniveau zwischen Min und Max stehen. Zuviel Öl im Motor ist nicht gut, auch wenn ein eventueller Überschuß allmählich via Gehäuseentlüftung in den Luftfilter gelangt. Das Öl nach Volumen aufzufüllen ist leider eher ungenau, vor allem bei einer LC4 mit großem Ölkreislauf und Trockensumpfschmierung bleibt nach dem Ablassen immer mehr oder weniger Öl im Brustrohr hängen. Für ein gutes Ergebnis wie folgt vorgehen: Motor etwas warmfahren, Öl ablassen und Filter erneuern wie gewohnt. Dann ca.1,6Ltr Öl einfüllen. Motor im Stand kurz laufen lassen, bis Öl aus der Entlüftung am Brustrohr austritt. Entlüftung schließen. Weitere ca.0,3Ltr Öl einfüllen. Probefahren, bis Betriebstemperatur. Danach Motorrad einige Minuten stehen lassen, Ölstand ablesen und etwas Öl auffüllen, bis knapp unter Max. Es ist übrigens nicht sehr praktisch, wie eigentlich in der Betriebsanleitung vorgesehen oben am Brustrohr zu entlüften oder gar aufzufüllen. Viel einfacher und in der Werkstattpraxis bewährt hat sich, zum Entlüften links am Motor die Hohlschraube Nr.43 der freiliegenden Öl-Stahlflexleitung anzulösen, dann den Motor für ein paar Sekunden zu starten bis keine Luft mehr austritt. Ist auch nicht weniger Sauerei als oben am Brustrohr zu manipulieren, und es geht so tatsächlich die Luft restlos raus. Bei diesem Verfahren bleibt also die Entlüftungsschraube oben am Brustrohr immer geschlossen! Und aufgefüllt wird immer am regulären Einfüllstutzen!

    Hakim

    Hallo,

    ideal wäre für Dein 265mm-Fahrwerk von der Länge her gesehen entweder der Hauptständer Nr.60003022044 "379mm ´03" oder auch Nr.6000302200030 "379mm ´04". Aber grundsätzlich passen von der Aufnahme her auf Deine 950ADV-S alle Hauptständer der 950er und 990er Adventure, egal ob S, R oder ABS-Modell, egal welches Modelljahr. Es wird wohl darauf hinauslaufen, einen zu kurzen Hauptständer zu finden und die "Beine" durch eingeschweißte Zwischenstücke verlängern zu lassen.

    Frag´ aber auch gerne hier nach:

    forum.LC8.info :: Index

    Manche haben noch wenig nachgefragte Teile vom Ausschlachten liegen.

    Hakim

    Hallo,

    im Schaltplan siehst Du die Position der Komponenten nicht. Aber im Spare Parts Finder unter Fahrwerk/Wiring Harness kannst Du sie lokalisieren (Fahrtrichtung ist immer zum linken Bildrand hin). In der Nähe des serienmäßigen Lima-Reglers unterm linken, hinteren Seitendeckel sitzt bei der 1290SA (2015-17) das Steuergerät Nr.60414039000 für´s Kurvenlicht, das kleinere ist m.W. das Startrelais Nr.61111057000.

    Hakim

    Hallo,

    laut meinem Schaltplan werden bei unserer 1290SA (2016) sowohl Griff- als auch Sitzheizung direkt von der Motorcycle Control Unit (MCU) gesteuert. Das ist die zentrale Steuereinheit unter der Heckabdeckung. Eine separate Steuereinheit für die Heizung gab es nur im Powerparts-Set zur nachträglichen Montage von per Menü ansteuerbaren Griffheizungen z.B. an einer 1190 Adventure.

    Was ist denn genau Dein aktuelles Problem damit?

    Hakim


    Nota am Rande: die 1290 Superadventure 2015 und 2016 tragen nicht das Zusatzkürzel "T", nur die 1290SA aus 2017, um diese von den im selben Jahr erschienenen Neumodellen 1290ADV-S und 1290ADV-R zu unterscheiden. :zwinker:

    Hallo,

    ich kann die speziell für den Gebrauch Off-/Onroad entwickelte Dakar-Linie von KLIM(USA) empfehlen. Nicht zu verwechseln mit den bekannteren Multilayer-Jacken von KLIM, die mir allesamt zu "füllig" und unpraktisch sind. Ich fahre die Dakar-Jacke mit zusätzlich gekauften, zertifizierten Einschubprotektoren plus einem umgeschnallten Nierengurt mit langem Rückenprotektor von ORTEMA. Alternativ - bei noch höherem Schutzbedarf - gibt es von ORTEMA auch enganliegende, flexible Protektorhemden zum Drunterziehen. Dazu hat KLIM passende Endurohosen, sowohl als Over-the-boot als auch In-the-boot-Ausführungen. Die Qualität ist sehr gut. Selbstverständlich haben diese Klamotten keine Membran. Gegen Kälte am Morgen in den Bergen kann man einen POLARTEC-Fleece drunterziehen, wenn´s regnet ziehe ich eine GORETEX-Regenjacke drüber. Am Besten eine ganz dünne ohne Innenfutter. Das kann eine aus dem normalen Wanderbedarf sein, ich selbst habe allerdings die leider teure, aber absolut dichte und eng zusammenrollbare KLIM "Stowaway" seit Jahren in Gebrauch.

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    Hakim

    Und ja, die Yuasa soll auch ok sein, sagt die Werkstatt. Aber was nutzt das, wenn die Messwerte ok sind, aber das Moped nicht startet, bzw. ständig Fehlermeldungen kommen. ;)

    Hallo,

    die Displaywerte sehen nicht schlecht aus, zumal diese i.d.R. der Messung an den Polen etwas nacheilen. Allerdings ist speziell der Spannungseinbruch beim Starten ein etwas variabler Wert, abhängig von diversen Bedingungen wie etwa Motor- und Außentemperatur, Fahrzeit seit dem letzten Start zum ausreichenden Nachladen und dergleichen. Sogar die aktuelle Kolbenposition vorm Startversuch kann eine Rolle spielen. Mal paßt es noch bis 9V runter, mal eben nicht mehr.

    Die Batterie zu verdächtigen ist natürlich naheliegend. Ich habe schon YUASA-Neuware reklamieren müssen, weil sie offensichtlich einen "Schuß" hatten und beim Starten ofters zu weit in der Spannung eingebrochen sind. Problem: Wenn Deine Werkstatt sagt, die Batterie sei OK, wie aussagekräftig ist das? Ich behaupte aus meiner Erfahrung heraus, daß die meisten Motorradwerkstätten kein professionelles Batterieprüfgerät haben für die eigentlich notwendige Prüfung unter definierter Last. Sollte in Deinem Fall aber tatsächlich z.B. die YUASA in Ordnung sein, dann würde ich als Nächstes wie oben schon angeregt die Massepunkte prüfen. Insbesondere das Massekabel vom Motor an seiner Verschraubung am Rahmen ganz lösen. Nicht selten finden sich dort - man kann sagen "in alter KTM-Tradition" - noch Reste der Pulverbeschichtung, die dann zu einem erhöhten Übergangswiderstand führen.

    Was ich persönlich also machen würde:

    1.Massepunkt(e) prüfen und überarbeiten. Kann man auch ohne Mech zu sein gut selbst machen.

    2.SKYRICH HJTZ14S-FPI mit 96Wh einbauen. Denn selbst die Serien-YUASA ist mittlerweile grenzwertig in ihren Eckdaten, angesichts der überbordenden Elektronik der großen Katis.

    Hakim

    PS: Wo genau der Massepunkt bei Deiner 1290SAS sitzt, sollte jemand anders hier gerne beitragen.

    Hallo nochmal,

    habe nachgesehen: in meine 1290SA (2016) paßt anstelle der serienmäßigen YUASA YTZ14S zB. die SKYRICH HJTZ14S-FPI mit 96Wh bzw. 8Ah Kapazität. Leider nicht ganz billig... trotzdem steht sie hier schon bei mir zum baldigen Einbau parat. Paßt übrigens auch ins Batteriefach der 950/990er.

    Hakim

    Hallo,

    nur mal nebenbei, weil der Grundfehler bei Deiner 1290SAS wohl doch woanders liegt: die zuletzt verbaute LiFePo von Skyrich hat mit nur 48Wh bzw. 4Ah zu wenig Kapazität für einen zuverlässigen Betrieb in einer 1290er. Da bricht bei mehrfachem Starten in kurzen Abständen - wie bei Gruppenfahrten öfters der Fall - die Spannung in kritischer Weise ein. Leider werden von den einschlägigen Shops durchgängig zu geringe LiFePo-Kapazitäten als geeignet gelistet. Man schaut nur auf den im Vergleich zu einer AGM-Batterie relativ hohen, nominellen Startstrom und vernachlässigt dabei die Kapazität. Du solltest mindestens eine mit 6Ah oder gar 8Ah verbauen, diese gibt es alle auch in den passenden Abmaßen.

    Hakim

    Hallo,

    gibt es einen spürbaren, leichtgängigen Leerweg am Handrad, wenn Du jetzt daran drehst? Wenn ja, ist das Handrad derzeit ganz herausgedreht - also ganz gegen den Uhrzeigersinn für minimale Vorspannung. Dann gibt es je nach Stand der Ölbefüllung beim Drehen nach rechts erstmal diesen mehr oder weniger kurzen Leerweg, darauf folgt typischerweise ein Punkt mit einen größeren Widerstand. Hat man diesen überwunden, läßt sich das Handrad danach mit normaler Kraft weiterdrehen und die hydraulische Vorspannung erhöhen. Es kann helfen, das Handrad mehrmals hin und her zu drehen und dabei kontrolliert die Handkraft am beschriebenen Punkt allmählich zu erhöhen. Wenn´s geklappt hat, nicht wieder auf Null zurückdrehen und zuhause das Federbein überholen lassen. Achtung: wenn Du diesen Leerweg jetzt nicht spüren kannst, ist wohl eher die Verstellung ganz festgegangen. Dann nicht mit mehr Kraft drangehen, sondern als momentanen Behelf die Dämpfung stärker einstellen. Oben am Federbein gegen das Durchschlagen die Highspeed-Druckstufe (am großen Sechskant) und die Lowspeed-Druckstufe (an der Schlitzschraube inmitten des Sechskants) durch Drehen nach rechts verstärken. Unten/rechts am Federbein (an der messingfarbenen Schlitzschraube) durch Drehen nach rechts die Zugstufe vergrößern, damit das beladene Heck nicht so ins Pumpen kommt. Achtung: dieser Zugstufenversteller ist bei älteren 950/990ern gerne mal festgegammelt. Dann Finger weg bis zur Überholung zuhause!

    Dir noch eine schöne Tour in Kroatien!

    Hakim

    Hallo,

    jetzt bin ich aber auch gespannt, ob das etwa ein "feature" oder ein "bug" ist, daß hinten an ACC2 nix ankommen soll! :zwinker:

    Ich hätte im Zweifel einfach mal ´nen ordentlichen Verbraucher hinten an ACC2 angeschlossen um zu sehen, ob der nun auf Zündung läuft oder ob tatsächlich ein Fehler vorliegt.

    Hakim

    Hallo nochmal,

    Lucky schrieb aber, daß er das gewünschte Signal eben nicht am ACC 2-Anschluß bekommt. Kann es sein, daß an der neuen 1390SAS-Evo die CAN-Bus-Steuerung die ACC-Anschlüsse erst dann bestromt, wenn ein "richtiger" Verbraucher angeschlossen und überwacht wird? Sprich, daß man dort tatsächlich keine bloße Signalleitung mit ihrem sehr kleinen Strombedarf anschließen kann?

    Hakim

    Hallo,

    das Problem gibt es bei modernen Autos schon länger. Früher konnte man an der Lichtmaschine noch ein "D+"-Signal abgreifen, um Zusatzverbraucher anzusteuern und deren Betrieb nur bei laufendem Generator bzw. Motor zuzulassen. Jetzt ist also auch beim "modernen" Motorrad alles im CAN-Bus integriert, es gibt fast keine Flachstecksicherungen mehr und man findet weder D+ noch irgendwo eine Möglichkeit an sog. Zündungsplus (Kl. 15) zu kommen. Ein konventionelles Zündschloß wo man abgreifen könnte gibt es ja auch nicht mehr. Interessanterweise benutze ich schon seit Jahren am Motorrad die "bordspannungsensitiv" gesteuerten Heizgriffe von OXFORD, die sich trotz Versorgung per Dauerplus selbsttätig abschalten, sowie keine Ladespannung mehr anliegt. Aber anderes Motorradzubehör mit solch einer integrierten Sicherungsfunktion ist mir nicht bekannt.

    Das hier könnte Deine gesuchte Lösung werden:

    D+ Simulator | VOTRONIC

    Speziell im Wohnmobilausbau mit seinen vielen, elektrischen Zusatzverbrauchern wird dieser Simulator gerne eingesetzt. Mir ist nicht bekannt, daß den jemand schonmal am Motorrad verbaut hätte, aber warum sollte er nicht auch dort seine Funktion erfüllen?

    Hier eine Bezugsquelle:

    Hakim

    Hallo,

    das "Lochblech" resp. den Kühlerschutz aus den damaligen Powerparts würde ich nicht empfehlen. Der serienmäßige Plastikschutz mit seinen Lamellen hat tatsächlich mehr Flächendurchsatz als das Lochblech. Zudem habe ich bei meinen 950/990ADV immer auch die schwarzen Innenverkleidungen aus den "Hamsterbacken" entfernt. Diese decken die seitlichen Wasserkästen am Kühler unnötig ab, wodurch Kühlfläche verloren geht.

    Hakim

    ...
    Der Drehmomentbegrenzer bleibt beim abnehmen des Deckels auch ab und zu in diesem hängen.

    Hallo,

    das ist genau die Situation, wo dann an der Rückseite des Drehmomentbegrenzers die kleine Anlaufscheibe abfällt und allzugerne hinterm Rotor landet. Daher ist es wichtig, den Deckel möglichst ohne Verkanten abzuziehen - leichter gesagt als getan. Aber wie ich gerne sage: es ist alles nur Mechanik, also lösbar!

    Hakim

    Hallo,

    hier nochmal besser zu sehen mit Hinweispfeilen auf die Position der 3 großen Anlaufscheiben. Die 4. kleine Scheibe ist nicht markiert, sie sitzt hinter dem Drehmomentbegrenzer - das "runde Ding" hinter dem Öleinfüllstutzen auf dem Foto. Besorge Dir auf alle Fälle bei KTM den speziellen Abzieher für den Lima-Deckel.

    Hakim

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