Und ja, die Yuasa soll auch ok sein, sagt die Werkstatt. Aber was nutzt das, wenn die Messwerte ok sind, aber das Moped nicht startet, bzw. ständig Fehlermeldungen kommen. ;)
Hallo,
die Displaywerte sehen nicht schlecht aus, zumal diese i.d.R. der Messung an den Polen etwas nacheilen. Allerdings ist speziell der Spannungseinbruch beim Starten ein etwas variabler Wert, abhängig von diversen Bedingungen wie etwa Motor- und Außentemperatur, Fahrzeit seit dem letzten Start zum ausreichenden Nachladen und dergleichen. Sogar die aktuelle Kolbenposition vorm Startversuch kann eine Rolle spielen. Mal paßt es noch bis 9V runter, mal eben nicht mehr.
Die Batterie zu verdächtigen ist natürlich naheliegend. Ich habe schon YUASA-Neuware reklamieren müssen, weil sie offensichtlich einen "Schuß" hatten und beim Starten ofters zu weit in der Spannung eingebrochen sind. Problem: Wenn Deine Werkstatt sagt, die Batterie sei OK, wie aussagekräftig ist das? Ich behaupte aus meiner Erfahrung heraus, daß die meisten Motorradwerkstätten kein professionelles Batterieprüfgerät haben für die eigentlich notwendige Prüfung unter definierter Last. Sollte in Deinem Fall aber tatsächlich z.B. die YUASA in Ordnung sein, dann würde ich als Nächstes wie oben schon angeregt die Massepunkte prüfen. Insbesondere das Massekabel vom Motor an seiner Verschraubung am Rahmen ganz lösen. Nicht selten finden sich dort - man kann sagen "in alter KTM-Tradition" - noch Reste der Pulverbeschichtung, die dann zu einem erhöhten Übergangswiderstand führen.
Was ich persönlich also machen würde:
1.Massepunkt(e) prüfen und überarbeiten. Kann man auch ohne Mech zu sein gut selbst machen.
2.SKYRICH HJTZ14S-FPI mit 96Wh einbauen. Denn selbst die Serien-YUASA ist mittlerweile grenzwertig in ihren Eckdaten, angesichts der überbordenden Elektronik der großen Katis.
Hakim
PS: Wo genau der Massepunkt bei Deiner 1290SAS sitzt, sollte jemand anders hier gerne beitragen.