Beiträge von hakim

    Hallo,

    ob Du beim Tankausbau zuverlässig hast feststellen können, daß der Schnellverbinder zuvor richtig eingerastet war, wäre ich mir nicht so sicher... Man hört das korrekte Einrasten ja nur am Klicken der Verriegelung beim Zusammenschieben. Ist nicht korrekt eingerastet worden, kann die Maschine eine ganze Weile unauffällig laufen. Bis dann durch den Benzindruck der Schnellverbinder etwas auseinandergedrückt wird. Da reicht ein Millimeter und der Kraftstoffdruck sinkt soweit, daß der Mindestdruck unterschritten wird. Motorstillstand und Fehlermeldung!

    Aber nachdem Du die Pumpe bereits ausgebaut hast:

    - an 12v anschließen (Plus und Minus beachten wegen der Drehrichtung) und sehen, ob sie läuft;

    - wenn ja, unbedingt in ein Gefäß mit Sprit reinhalten und sehen, ob sie auch fördert;

    - da so kein Gegendruck vorhanden ist, darf kein Sprit über den Druckregler zur Seite rausfließen;

    - Daumen auf den Schlauchausgang, die Pumpe muß den Sprit über den Druckregeler rausdrücken;

    - Daumen runter, der Druckreglerausgang muß wieder dicht machen;

    - wenn alles OK scheint, dann prüfe noch die Pins an beiden Seiten der Steckverbindung darauf, ob alle korrekt arretiert sind. Es kam schon vor, daß beim Tankanbau nach Inspektion so ein schlecht arretierter Pin zurückgeschoben wurde und irgendwann später keinen Kontakt mehr gibt.

    Viel Glück!

    Hakim

    Hallo,

    wie des Franzosen KI weiß:

    "En résumé, les emplacements recommandés pour la vignette Crit'Air sur une moto sont :

    • Pare-brise (si présent), en bas à droite.
    • Fourche avant.
    • Garde-boue avant.
    • Toute autre partie du carénage avant, de manière visible. "

    Für Nichtfrankophone: Windschild (falls vorhanden) unten rechts, Gabel, Frontfender oder jeder andere Bereich der vorderen Verkleidung, so daß sie sichtbar wird.

    Du kannst also diese häßliche Crit´Air-Vignette aufpappen wo Du willst, irgendwo im vorderen Bereich - z.B. rechts am Gabelholm. Meine steckt immer in meiner Jackentasche. Ich habe bislang kaum ein französisches Motorrad mit Vignette gesehen - aber ich fahre auch nur in den Alpen rum und nicht in großen, strengen Umweltzonen wie Paris oder Grenoble. Ich glaube, den meisten ist das genauso schnurz wie etwa rückstrahlende Sticker am Helm oder zertifizierte Handschuhe. Wo doch die Gendarmes immer noch gerne im blauen, kurzärmeligen Flatterhemd rumdüsen.

    Hakim

    Hallo,

    der genaue CO-Wert steht in Deiner EU-Konformitätsbescheinigung (COC), welche Du beim Kauf ausgehändigt bekommen hast. Im Zweifel hier eher eine "1" als eine "0" eintragen. Meine 1290SA (2016, noch Euro 3) liegt bei 1,16g CO/km. Für Euro 4 liegt der Grenzwert bei 1,14g und für Euro 5 bei 1,0g CO/km.

    Wo bestellst Du die Crit´Air-Plakette? Am preiswertesten direkt in Frankreich, für 4,91 Euro:

    Le site officiel de la vignette Crit'Air (certificat qualité de l'air) - Ministère de la Transition écologique

    Es braucht bis zu 14 Tage Zeit bis die Plakette gedruckt ist und Dir zugestellt wird. Aber zwischenzeitlich kannst Du mit der Bestellbestätigung legal fahren. Es wird ohnehin in der Praxis nur der ruhende Verkehr kontrolliert, wenn überhaupt. Auch empfehlenswert um sich zeitnah zu informieren ist die App dazu:

    App
    App Die Green-Zones App hilft dir den Überblick zu behalten. Mit über 200 Umweltzonen in Europa hast du alles auf einem Blick. Wo gibt es Fahrverbote? Bin ich…
    www.green-zones.eu

    Dir einen schönen Moppedurlaub in Frankreich,

    Hakim

    Hallo,

    einfach mehr den Tempomaten nutzen, das ist ja gut gemeint und für manchen sicherlich auch ein passender Ratschlag. Ich persönlich begegne aber auf meinen Touren und Reisen keinem Geläuf, wo ich diesen sinnvoll einsetzen könnte. Sogar auf meiner üblichen Autobahnstrecke durch die Schweiz in die französischen Alpen ist der Verkehr meist so dicht oder auch so unregelmäßig fahrend, daß das sinnlos wäre. Dazu mag ich ehrlicherweise einfach dieses Gefühl nicht, daß ich vom Motorrad gefahren werde. Aber mit der oben vorgeschlagenen Gasgriffhilfe bleibt meine Gashand immer aktiv, und wird trotzdem entlastet.

    Hakim

    Hallo,

    die Federkraft verstellen kann man da m.W. nicht. Eine passende, schwächere Feder einzubauen wäre sicher denkbar, aber leider kenne ich keine. Ich habe an meinem "Eisberg" zum einen den Umfang der Heizgriffe vergrößert, was letztendlich nicht nur besseren Grip bringt, sondern auch die aufzubringende Kraft an der Gashand verringert. Zuerst bin ich lange mit "Grip Puppies" gefahren, wobei hier der Griff sehr bequem, aber doch auch sehr dick wird. Dann habe ich stattdessen über beide Griffe mithilfe der Heißluftpistole dicken Schrumpfschlauch gezogen. Hält bombenfest und gibt eine angenehme Handhabung. Auf längeren Etappen gerade auch auf der Autobahn montiere ich am Gasgriff zusätzlich die altbekannte Gasgriffhilfe:

    https://www.louis.de/artikel/louis-gasgriffhilfe/10009280

    Die entlastet meine Gashand natürlich am meisten. So gut, daß ich den ungünstig platzierten und fummelig zu bedienenden, serienmäßigen Tempomatschalter garnicht mehr benutze. Zum Thema Langstreckenkomfort: die 2-teiligen Sitze aus den Powerparts sind nochmal einiges bequemer auf Langstrecke als die serienmäßigen Sitze mit dem grauen Alcantarabezug, dazu auch rutschfester und schmutzunempfindlicher. Nicht zu verwechseln mit der 1-teiligen PP-Sitzbank, welche weniger gepolstert und auch nicht höhenverstellbar ist.

    Dir auf alle Fälle viel Spaß mit dem "Eisberg"! Ein absolut souveränes, komfortables und zuverlässiges Motorrad!

    Hakim

    Hallo,

    wenn ich das richtig sehe, ist an dieser Stelle serienmäßig die Seitenständerkonsole mit einer Schraube M10x30 befestigt. Für die Montage des HEED-Motorschutzes kam eine längere, mitgelieferte Schraube rein. Vielleicht hast Du diese tatsächlich überdreht, vielleicht ist auch die Schraube zu kurz und hat zu wenig weit im Gewinde des Motorgehäuses gegriffen. Lassen kannst Du das so nicht, denn bei jedem Abstellen der Maschine auf dem Seitenständer spreizt dieser sich weiter zur Seite ab - wie Du ja an den ca.10mm siehst, um welche die Schraube bereits herausgezogen wurde. Die hält hier nichts mehr, die übrigen beiden Seitenständerschrauben werden sehr ungünstig belastet und es droht ein massiver Motorgehäuseschaden! Ich würde die HEED-Schraube entfernen, die Gewindebohrung ausblasen, das Gewinde versuchen nachzuschneiden. Wahrscheinlich ist die Bohrung auch tief genug, das Gewinde noch etwas tiefer reinzuschneiden als Serie. Dann ausmessen und eine passende, längere M10 einsetzen. Grundsätzlich kann man Gewinde auch mittels Helicoil gut instandsetzen, allerdings weiß ich nicht, ob hier für M10 ausreichend "Fleisch" im Motorgehäuse vorhanden ist. Bei Zeitmangel vorm Urlaub alternativ: HEED-Motorschutz komplett demontieren, Gewindebohrung reinigen, möglichst auch wenigstens die vorhandenen Gänge nachschneiden und schauen, ob mit der originalen M10X30 oder besser einer etwas längeren Schraube genügend Halt für den Seitenständer - ohne montierten HEED - erreichbar ist. Vorgabe sind 45Nm + Loctite (mittelfest). Wenn das alles nicht umsetzbar ist: ohne Benutzung des Seitenständers ab- und aufsteigen und ausschließlich auf dem Hauptständer abstellen.

    Hakim

    Den Motor direkt vor dem Tüv Termin richtig warm fahren...dann sollte es mit dem Werten passen

    So hat es mit meiner alten 950SMR funktioniert

    Hallo,

    das ist auch meine Erfahrung. Dazu natürlich wie Schlusi oben schrieb saubere, frisch synchronisierte Vergaser etc., aber auch neuen Luftfilter und neue Zündkerzen. Falls das alles aber nicht ausreicht - was durchaus realistisch ist - und man die Möglichkeit haben will, den CO-Ausstoß über die Gemischeinstellschrauben ohne großen Aufwand vorübergehend zu verringern, kann man die "Flex Jets" von ROTTWEILER montieren. Damit lassen sich jederzeit von außen die beiden Gemischeinstellschrauben einregulieren.

    Flex Jets
    Flex Jets
    shop.rottweilerperformance.com

    Wer nicht direkt in den USA bestellen will, kann mal bei https://rally-motor.nl/collections/rottweiler anfragen. Dort sind zwar die Flex Jets wegen geringen Bedarfs aus dem regulären Programm rausgefallen. Aber auf meine Anfrage hin war man vor einiger Zeit so freundlich, mir diese doch mit der nächsten Importlieferung mit zu besorgen.

    Hakim

    Hallo,

    auf meiner 1290Superadventure (2016) fahre ich nur Reifen mit einem niedrigeren Speedindex als die verlangten "W". Auf Anraten vom TÜV-Prüfstellenleiter selbst(!) habe ich mir von diesem folgenden Passus eintragen lassen:

    "zu 15: M+S-BEREIFUNG MIT NICHT V-MAX-TAUGLICHEM GESCHWINDIGKEITSINDEX ZULÄSSIG NACH 97/24/EG KAP1 BEI VORHANDENEM GESCHWINDIGKEITSSCHILD IM FAHRERSICHTBEREICH"

    Gib Dich nicht mit dem HU-Prüfer für die Werkstatt ab, sondern fahre mit den montierten Heidenaus zu einer größeren TÜV-Prüfstelle und sprich dort direkt mit einem "Sachverständigen". Nur dieser darf solche Eintragungen vornehmen. Stolperstein könnte allenfalls speziell bei den Heidenaus sein, daß diese eine Mischkarkasse mit Kennzeichnung "B" haben, anstatt der eingetragenen Radialkarkasse mit "R". Es gab dazu mal eine Regelungserweiterung, aber den neuesten Sachstand hierzu kenne ich leider nicht. Kostet Dich jedenfalls nichts, einen TÜV-Sachverständigen zu befragen und die vermutlich aktuell erforderliche HU-Nachprüfung gleich mit zu erledigen.

    Hakim

    PS: Hier gibt´s einen Überblick zur Zulässigkeit von Motorradreifen, upgedatet zum 22.August 2024:

    https://bikereifen24.de/motorrad-reifenmagazin/motorradreifen-zulassung/

    Hallo nochmal,

    wie Schlusi bereits schrieb, nennt KTM für das Nadellager des Kupplungskorbs keine Prüfmöglichkeit oder Verschleißgrenze. Nach meiner Erfahrung spürt man schon am neuen LC8-Motor ganz leichtes Spiel, wenn man händisch den Korb auf dem recht filigranen Nadellager zu kippen versucht. Dazu muß man bedenken, daß der Korb sich ja auf dem Stumpf der Getriebeeingangswelle dreht, welche wiederum über ein fettes Wälzlager im Gehäuse gelagert ist. Es können sich also die Radialspiele von Nadel- und Kugellager addieren. Woher nun allfälliges Lagerspiel genau rührt, kann man recht leicht feststellen, wenn man den Korb mit beiden Händen umfasst, gezielt bewegt und genau hinsieht. Ist die Getriebeeingangswelle noch radialspielfrei - etwas Axialspiel ist dagegen gewollt - und der Korb läßt sich zu sehr kippen, muß man dessen Nadellager erneuern.

    Hakim

    Hatte ich vor kurzem an anderer Stelle schon geschrieben: Die Summe der Zahnflankenspiele auf der Primärseite des Motor zusammen mit der ungleichmäßigen Kurbelwellenbeschleunigung durch 70 Grad V2 führt zu Drehschwingungen und Geklacker im Leerlauf. Wenn die Kupplung gezogen wird wirkt sie quasi als Ruckdämpfer.

    Hallo,

    Kondos: bin da technisch ganz bei Dir - nur zur Erinnerung: der LC8-Motor hat 75° Zylinderwinkel. :Kürbis:

    @Holger: m.E. kann auffälliges Klopfen im Leerlauf weniger vom Druckverstärker kommen, eher von einem eingelaufenen Nadellager des Kupplungskorbs. Der Korb "taumelt" dann und kann solch ein Geräusch verursachen. Ziehst Du die Kupplung, richtet sich der Korb unter dem Federdruck gerade aus und wird stabilisiert - das Geräusch ist weg. Einfach mal das Lagerspiel prüfen, den angegriffenen Druckverstärker würde ich trotzdem erneuern. Und schau auch mal nach dem Schwingungs-/Geräuschdämpfer, welcher beim 990er Motor an der Innenseite des Kupplungsdeckels verschraubt ist. Es kam schon vor, daß dieser sich gelockert hat.

    Hakim

    Hallo,

    zum Rausdrehen der Öldüse nehme ich einen extra langen 6-Kant-Bit aus meinem Hand-Schlagschrauber-Satz und den dazu passenden Maul- oder Ringschlüssel. Zum Entfernen der gelösten Düse aus ihrem Schacht hat sich bei mir nach wie vor bewährt, kurz den Starter zu betätigen und die Düse mit etwas Öl rauszuschwemmen. Ich mache das immer am Anfang des Ölwechsels, da steht die Wanne eh schon drunter. Ein um den Düsenbereich gelegter Lappen verhindert, daß die Düse sich ins Nirvana verabschiedet.

    Hakim

    ...Fraglich wäre aus meiner Sicht, ob überhaupt Öl rausläuft, wenn man die Kiste auf die rechte Seite legt, zb im 45grad Winkel :denk: Aber du hast auch Recht: man muss in jedem Falle auf die Anlaufscheiben achten. Die Kleine vom Drehmomentbegrenzerrad bleibt zwar regelmäßig im Deckel mit dem Rad stecken, aber die Großen der Ausgleichswellen fallen gern mal ins Nirvana - hinter dem Rotor habe ich es auch schon gehabt. Dann hat man vorm Hotel natürlich den Zonk gezogen.

    ...

    Hallo André,

    ich denke, bei 45° nach rechts geneigt wird da kein Öl rauslaufen. Senkrecht auf dem Hauptständer stehend sind es ca. 0,5Ltr. Nur, wenn Du die Maschine so weit nach rechts neigst: ist dann nicht die Gefahr noch größer, daß so eine Anlaufscheibe hinter dem Rotor verschwindet? Bevor Mißverständnisse entstehen: wie bekannt handelt es sich um insgesamt 4 Anlaufscheiben, davon 3x stopdisk mit 25mm Außendurchmessser und sechseckig ausgeformtem Innenrand, positioniert auf 3 Wellenstümpfen als Anlaufscheiben zum Lima-Deckel. Wenn diese nach Abziehen des Deckels nicht auf den Wellen der Zahnräder zu finden sind, kleben sie tatsächlich meist noch am Deckel. Die 4.Anlaufscheibe (Nr.60038007010, Pos. 5 beim Starter im Teilefinder) ist mit nur 16mm kleiner und sitzt - vielleicht habe ich Dich ja mißverstanden - nicht vorne auf dem Drehmomentbegrenzer zur Bohrung im Lima-Deckel hin, sondern auf der Rückseite des Begrenzers. Bei mir jedenfalls ist beim Demontieren des Deckels immer auch der Drehmomentbegrenzer mit abgezogen worden und im Deckel stecken geblieben, die dahinterliegende Scheibe runtergefallen. Keine Chance gehabt, sie per Magnet hinterm Rotor rauszufischen. Ich hänge mal ein hier m.W. bereits gepostetes Foto an, mit der Position der 3 größeren Scheiben. Der Drehmomentbegrenzer sitzt ganz oben/links, an seiner Rückseite die kleine Scheibe.

    Wenn Du im kommenden Urlaub Stator, Deckeldichtung und möglichst auch den Spezial-Deckelabzieher dabei hast, optimal zusätzlich einen neuen Regler und den Rotorabzieher, bist Du sicher gewappnet. Du würdest sicherlich eine Ecke in irgendeiner Werkstatt finden, um in Ruhe arbeiten zu können. Und ein paar nützliche Werkzeuge dazu wie Wanne, Plastikhammer, usw. und sicherlich einen Kaffee dazu.

    Dir eine schöne, unbelastete Norwegentour!

    Hakim

    Hallo,

    bin nun ebenfalls im "Club"! Leider auch von mir nur ein weiterer Erfahrungsbericht und keine tiefere Erkenntnis, außer: Lichtmaschinen sind hitzeempfindlich, ein alter Hut! Nur daß meiner Meinung nach bei KTM von den ersten, erfahrungsgemäß hier noch wenig anfälligen 950er LC8 über die 1190er und 1290Superadventure (´15-´17) bis zu den aktuellen 1290er Adventures die Kühlung der Lima weder mit der Leistungsentwicklung der Motoren Schritt gehalten hat, noch bei der Gestaltung der Verkleidungen und Tanks hinsichtlich der Fahrtwindkühlung ausreichend berücksichtigt wurde. Qualitätsschwankungen bei der Statoren mal außer Acht gelassen, das alleine würde die Häufung der Ausfälle über so lange Zeit nicht erklären...

    Meine 1290Superadventure 2016, absolut problemlos in jeglicher Hinsicht bis über 70tsd km!

    Differenz Ladespannung zwischen Multimeter an Batterie und Cockpitdisplay ca. 0,5V, im Stand bei etwas erhöhter Drehzahl abgelesen (altes Display wie bei den 1190ern).

    Im Frühjahr bei 73.500km wegen kleiner Undichtheit den Lima-Deckel gezogen. Alle Wicklungen hell und unauffällig, Leitungen i.O., Steckerpins gegeneinander gemessen bei 0,1 Ohm, Pins gegen Masse alle "unendlich". Also alles gut!

    Jetzt bei 75.500km in den Alpen, 32°C Außen, Öl bis 99°C: Ladespannung laut Cockpit bis runter auf 13,0V, ohne Halogen-Abblendlicht und ohne laufenden Lüfter. Entspricht ca. 13,5V an der Batterie, also am unteren Rand des Solls von 13,5-14,0V laut KTM-WHB.

    Was tun? Vor uns noch mehrere Tage in Hitze über Izoard, Bonette usw. Neuen Stator und Dichtung im Gepäck. Aber mal eben vorm Hotel machst Du das nicht. Es ist Freitag Abend und die regionalen Werkstätten - wo ich mir einen Platz zur Eigenreparatur hätte erbeten können - haben bereits Samstags zu. Also: Tourabbruch und 450km heim, mit massiven Staus bei Basel. "Fahren nach Voltmeter", das trifft es genau! Starke, auffällig schnelle Schwankungen der Anzeige zwischen 13,7 und 13,0V. Am Berg und auf der Autobahn offenkundig weniger von der Öltemperatur abhängig (durchweg 95-99°C) als von der Kühlung durch Fahrtwind. Aus dem Stau raus, innerhalb des ersten Kilometers Anzeige wieder auf mind. 13,5V rauf.

    Ergebnis zuhause: Durchmessen des Stators nach wie vor sollgerecht! Wicklungen oben/rechts deutlich dunkler als die anderen. Nach dem Ausbau: auf deren Rückseite erste schwarze "Verkrustungen" zu sehen, die Leitungen - vormals verdeckt durch die breite, blecherne Haltefeder - sind in ihrer Isolierung schwarz angeschmort.

    Probefahrt mit neuem, originalem Stator und altem Regler: Ladespannung an Batterie bis 14,2V, in Fahrt lt. Cockpit 13,7-13,8V, mit Halogen-Abblendlicht ca. 13,6V. Bei zusätzlich laufendem Lüfter ca.13,4V.

    Zweite Probefahrt mit neuem, originalen Regler: ähnliches Ergebnis, aber augenscheinlich noch stabiler bleibende Werte.

    Was bleibt angesichts längerer Touren? Am eigenen Motorrad zuhause die Spannungsdifferenz zwischen Multimeter an Batterie und Cockpitanzeige eruieren. Unterwegs ab und zu ablesen. Wird der untere Grenzwert des Solls lt. WHB - ohne Zusatzverbraucher und ohne Lüfter - erreicht, kann es nach meiner Erfahrung bereits kritisch geworden sein mit dem Gesundheitszustand der Lima. Vorsorglich einen neuen Stator + Deckeldichtung + Regler im Gepäck zu haben, ist sinnvoll auch dann, wenn man die Reparatur nicht selbst vornehmen kann. Zumal diese durchaus sehr aufwändig werden kann, weil einem wie bei mir diese verdammte kleine Anlaufscheibe des Drehmomentbegrenzers natürlich hinter den Rotor fällt und dieser gezogen werden muß.

    Hakim

    Hallo,

    daraus daß der im Leerlauf bzw. bei leicht erhöhter Drehzahl gemessene Benzindruck mit 4 Bar OK ist, kann man nicht schließen, daß der Durchsatz unter Last und bei hohen Drehzahlen ausreicht. Eine naheliegende Ursache wäre ein verschmutzter Feinfilter an der Benzinpumpe. Diesen sollte man erfahrungsgemäß zusammen mit dem "Teebeutel"-Sieb alle paar 10tsd km prophylaktisch erneuern - auch wenn das so nicht im Wartungsplan vorgesehen ist. Auf Motorradreisen immer das passende Filterset dabei zu haben, wäre mein Tipp. Aber wenn Du das nicht selbst tauschen könntest unterwegs, und die Werkstatt vor Ort voll ausgelastet ist, bringt Dich das auch nicht weiter. Shit happens - immerhin konntest Du offenbar weitergondeln und die heimische Werkstatt aus eigener Kraft erreichen!

    Hakim

    PS: Natürlich kommen auch noch andere Ursachen in Frage. Würde mich schon auch interessieren, was es letztendlich war.

    Hallo,

    laut sparepartsfinder besitzt auch das GB-Modell der 950ADV(2004) den üblichen Seitenständerschalter (siehe Pos.11 im Screenshot). Einfach nachrüsten, der entsprechende Steckverbinder liegt vermutlich irgendwo linksseitig am Rahmen verräumt. Dieser Stecker sollte gebrückt worden sein, damit die Maschine überhaupt läuft - es sei denn man hat ihn einfach abgeknipst und die beiden offenen Leitungsenden zusammengedröselt. Originalstecker als Ersatz gibt es bei KTM.

    Achtung: Der Seitenständerschalter der 950er wird über nur 2 Leitungen versorgt, die an der Steckverbindung außerdem ihre Farbe wechseln. Im fahrzeugseitigen, 3-adrigen Kabelstrang liegen pink (+) und braun(-). Die dritte Leitung wird nicht verwendet! Im kurzen Stück zwischen Steckverbinder und Schalter wird pink zu schwarz und braun zu grün.

    Hakim

    Hallo,

    laß Dir doch einfach von Fa.Zweirad-Dietrich einen Kostenvoranschlag machen. Dort hat in 2021 der Umbau meiner 990ADV (2012) von 210mm auf 265mm rund 1000 Euro gekostet. Wegen damals schon nicht mehr lieferbarer KTM-Einzelteile - z.B. die passenden Hydrostops - kamen zwei neue, komplette Cartridges in die Gabel. Für das Federbein gab es von KTM schon damals nur noch die 150er Feder zu kaufen. Solltest Du die 140er wie Serie bevorzugen, dann besorge Dir diese im Vorfeld z.B. von Slavens Racing(USA) und schicke sie mit zu Thorsten Dietrich. Vielleicht einfach mal anrufen und die aktuellen Möglichkeiten erfragen, ich bin nicht auf dem neuesten Stand, was die Verfügbarkeit benötigter Teile und auch zusätzlich mögliche Modifikationen (z.B. Umbau der Gabeldämpfung auf Membran) betrifft. Da ist Schlusi sicherlich besser informiert, auch was Alternativen angeht.

    Hakim

    Hallo,

    ich habe keine 1050er, aber der Lüfter wird in der Regel von einem einfachen Temperaturschalter angesteuert, der hinten am Kühler sitzt. Vermutlich linksseitig, wenn der Teilefinder mich nicht in die Irre führt. Wenn Du den Schalter bei eingeschalteter Zündung brückst und der Lüfter springt an, ist dieser OK und Du mußt tatsächlich den Schalter erneuern.

    Hakim

    Nein, auch wenn das immer wieder wiederholt wird, man muss weder die Schwingenachse ziehen noch zum Dremel greifen.

    Das Motorrad muss runter vom Hauptständer, leicht einfedern, dann lässt sich auch das 17er Ritzel problemlos abziehen.

    Hallo,

    ich vermute, es gibt kleinere Unterschiede zwischen den verschiedenen Modellen. Du hast die 1190R mit 20mm mehr Federweg als meine 1290SA, da mag leichtes Einfedern des Hinterrads helfen um das 17er Ritzel optimal zur sonst etwas zu steil stehenden Schwinge zu positionieren. Damit habe ich an meiner auf dem Hauptständer stehenden 1290SA kein Problem. Allerdings hakt dann das Ritzel hinter dem schwarzen Schwingengleitschutz. Nicht um sehr viel, aber es ginge ohne stärkere Hebelei nicht vorbei. Da ist es für mich das Schonendste, per Dremel einen Zahn zu kappen. Aber schön, daß wir diverse Tipps zusammengetragen haben.

    Hakim

    Hallo,

    um an meiner 1290SA das zu wechselnde 17er Ritzel bequem abzuziehen greife ich zum Dremel mit kleiner Trennscheibe. Die Spitze eines Zahns abgeflext und das Ritzel läßt sich am Kettengleitschutz der Schwinge vorbeiziehen. Das neue 17er exakt ansetzen und mit einem leichten Schlag des Kunststoffhammers am Gleitschutz vorbei treiben. Ein 16er Ritzel läßt sich natürlich ganz easy aufschieben.

    Hakim