Ausfall Lichtmaschine bei 1290 Superadventure S BJ 2020

  • Mein offizieller Liefertermin ist jetzt um den 29.08.2025.


    :motzki:


    Noch eine Frage an alle bei denen die Lima mind. Schon einmal geputt gegangen ist:


    Habt ihr entsprechend Zubehör verbaut wie navi, öler, etc…


    Der freundliche meinte zu mir, es ist zu viel angeschlossen… daher wäre natürlich auch spannend zu wissen, die Auslegung der Lima.


    Denke so lange jetzt nichts direkt an der Batterie abgegriffen wird, sondern über die ACC Stecker, also Dauerplus bzw. Geschalteter +, sollte sich ja alles im

    Rahmen der „Legalität“ bewegen. Und so erwarte ich auch das Hersteller die entsprechende Auslegung bei der HW vornehmen.

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  • Hallo,

    bin nun ebenfalls im "Club"! Leider auch von mir nur ein weiterer Erfahrungsbericht und keine tiefere Erkenntnis, außer: Lichtmaschinen sind hitzeempfindlich, ein alter Hut! Nur daß meiner Meinung nach bei KTM von den ersten, erfahrungsgemäß hier noch wenig anfälligen 950er LC8 über die 1190er und 1290Superadventure (´15-´17) bis zu den aktuellen 1290er Adventures die Kühlung der Lima weder mit der Leistungsentwicklung der Motoren Schritt gehalten hat, noch bei der Gestaltung der Verkleidungen und Tanks hinsichtlich der Fahrtwindkühlung ausreichend berücksichtigt wurde. Qualitätsschwankungen bei der Statoren mal außer Acht gelassen, das alleine würde die Häufung der Ausfälle über so lange Zeit nicht erklären...

    Meine 1290Superadventure 2016, absolut problemlos in jeglicher Hinsicht bis über 70tsd km!

    Differenz Ladespannung zwischen Multimeter an Batterie und Cockpitdisplay ca. 0,5V, im Stand bei etwas erhöhter Drehzahl abgelesen (altes Display wie bei den 1190ern).

    Im Frühjahr bei 73.500km wegen kleiner Undichtheit den Lima-Deckel gezogen. Alle Wicklungen hell und unauffällig, Leitungen i.O., Steckerpins gegeneinander gemessen bei 0,1 Ohm, Pins gegen Masse alle "unendlich". Also alles gut!

    Jetzt bei 75.500km in den Alpen, 32°C Außen, Öl bis 99°C: Ladespannung laut Cockpit bis runter auf 13,0V, ohne Halogen-Abblendlicht und ohne laufenden Lüfter. Entspricht ca. 13,5V an der Batterie, also am unteren Rand des Solls von 13,5-14,0V laut KTM-WHB.

    Was tun? Vor uns noch mehrere Tage in Hitze über Izoard, Bonette usw. Neuen Stator und Dichtung im Gepäck. Aber mal eben vorm Hotel machst Du das nicht. Es ist Freitag Abend und die regionalen Werkstätten - wo ich mir einen Platz zur Eigenreparatur hätte erbeten können - haben bereits Samstags zu. Also: Tourabbruch und 450km heim, mit massiven Staus bei Basel. "Fahren nach Voltmeter", das trifft es genau! Starke, auffällig schnelle Schwankungen der Anzeige zwischen 13,7 und 13,0V. Am Berg und auf der Autobahn offenkundig weniger von der Öltemperatur abhängig (durchweg 95-99°C) als von der Kühlung durch Fahrtwind. Aus dem Stau raus, innerhalb des ersten Kilometers Anzeige wieder auf mind. 13,5V rauf.

    Ergebnis zuhause: Durchmessen des Stators nach wie vor sollgerecht! Wicklungen oben/rechts deutlich dunkler als die anderen. Nach dem Ausbau: auf deren Rückseite erste schwarze "Verkrustungen" zu sehen, die Leitungen - vormals verdeckt durch die breite, blecherne Haltefeder - sind in ihrer Isolierung schwarz angeschmort.

    Probefahrt mit neuem, originalem Stator und altem Regler: Ladespannung an Batterie bis 14,2V, in Fahrt lt. Cockpit 13,7-13,8V, mit Halogen-Abblendlicht ca. 13,6V. Bei zusätzlich laufendem Lüfter ca.13,4V.

    Zweite Probefahrt mit neuem, originalen Regler: ähnliches Ergebnis, aber augenscheinlich noch stabiler bleibende Werte.

    Was bleibt angesichts längerer Touren? Am eigenen Motorrad zuhause die Spannungsdifferenz zwischen Multimeter an Batterie und Cockpitanzeige eruieren. Unterwegs ab und zu ablesen. Wird der untere Grenzwert des Solls lt. WHB - ohne Zusatzverbraucher und ohne Lüfter - erreicht, kann es nach meiner Erfahrung bereits kritisch geworden sein mit dem Gesundheitszustand der Lima. Vorsorglich einen neuen Stator + Deckeldichtung + Regler im Gepäck zu haben, ist sinnvoll auch dann, wenn man die Reparatur nicht selbst vornehmen kann. Zumal diese durchaus sehr aufwändig werden kann, weil einem wie bei mir diese verdammte kleine Anlaufscheibe des Drehmomentbegrenzers natürlich hinter den Rotor fällt und dieser gezogen werden muß.

    Hakim

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  • Das tut einem Leid zu lesen! :kapituliere: und beunruhigt einem zugleich auf große Tour aufzubrechen. Ich starte Samstag vermutlich für 2 Wochen zum Nordkapp und zurück, habe aber paranoiderweise auch den Stator als Ersatz dabei. Den haben Moppedfan und ich uns im Prinzip besorgt und werden den wohl nun immer abwechselnd mit auf größere Tour nehmen(müssen).

    Die Operation an offenem Herzen unterwegs ist natürlich die Hohe Kunst. Zutrauen würde ich mir das prinzipiell schon, habs ja schon zig mal zu Hause gemacht. Werkzeug hätte ich auch dabei, ebenso wie einen Faltkanister auf PCV (eigentlich zum Wäschewaschen), den man zum Auffangen des Öls nehmen könnte. Fraglich wäre aus meiner Sicht, ob überhaupt Öl rausläuft, wenn man die Kiste auf die rechte Seite legt, zb im 45grad Winkel :denk: Aber du hast auch Recht: man muss in jedem Falle auf die Anlaufscheiben achten. Die Kleine vom Drehmomentbegrenzerrad bleibt zwar regelmäßig im Deckel mit dem Rad stecken, aber die Großen der Ausgleichswellen fallen gern mal ins Nirvana - hinter dem Rotor habe ich es auch schon gehabt. Dann hat man vorm Hotel natürlich den Zonk gezogen.


    Bedenkenswert bei dir finde ich auch, dass du den Stator ja erst kurz vor der Fahrt kontrolliert hast! Das ist schon krass wie schnell der scheinbar abraucht.


    Noch krasser finde ich aber die Tatsache, dass du die in Stein gemeißelte Grundregel durchbrochen hast, dass nun doch genau das Teil kaputt geht, was man als Ersatzteil dabei hat :kapituliere: Ich dachte immer das ist ausgeschlossen und schlage vor, das als nächstes Weltwunder anzumelden(Spaß muss beim Ernst der Lage auch mal sein)


    Ja ich bin im ADAC und ja ich fahre immer erstmal mit dem Moppedanhänger zumindest an den Fährhafen oder in die Grenzregion Deutschlands und könnte sicherlich die Maschine dadurch innerhalb weniger Tage selbst nach Hause holen. Aber irgendwie ist das alles nicht zufriedenstellend :knie nieder:

    Grüße
    André :wheelie:

  • ..., dass du die in Stein gemeißelte Grundregel durchbrochen hast, dass nun doch genau das Teil kaputt geht, was man als Ersatzteil dabei hat :kapituliere: Ich dachte immer das ist ausgeschlossen und schlage vor, das als nächstes Weltwunder anzumelden(Spaß muss beim Ernst der Lage auch mal sein)...

    Hatte ich vor 4 Wochen in Kroatien auch... Laderegler abgeraucht... hatte einen Neuen dabei.

    Am Wegesrand im Schatten unter einem Baum bei 30°C innert 15 Minuten wieder Fahrbereit...

  • also zu(r) anlaufscheibe(n); da hilft es das teil mit fett "anzukleben"; dann fällt da nix irgendwo hin und muss auch nicht vorsichtig justiert oder gar gesucht werden. und das fett löst sich in wohlgefallen auf :grins: :grins:

    würden wahlen irgend etwas verändern,

    wären sie längstens verboten

    was sagt der faschist: "ich bin der antifaschist, das musst du mir glauben"

  • v2lover : bei der Montage sind die Scheiben nicht das Problem, sondern bei der Demontage! Du siehst nur den Deckel vor dir, hörst ein "klick" und siehst aber nicht wo das Drecksteil hin ist :kacke:


    edit: Bäda war schneller

    Grüße
    André :wheelie:

  • ah, ok werds mir beim nächsten mal genauer ansehen (müssen) :ja: :ja:.

    würden wahlen irgend etwas verändern,

    wären sie längstens verboten

    was sagt der faschist: "ich bin der antifaschist, das musst du mir glauben"

  • ...Fraglich wäre aus meiner Sicht, ob überhaupt Öl rausläuft, wenn man die Kiste auf die rechte Seite legt, zb im 45grad Winkel :denk: Aber du hast auch Recht: man muss in jedem Falle auf die Anlaufscheiben achten. Die Kleine vom Drehmomentbegrenzerrad bleibt zwar regelmäßig im Deckel mit dem Rad stecken, aber die Großen der Ausgleichswellen fallen gern mal ins Nirvana - hinter dem Rotor habe ich es auch schon gehabt. Dann hat man vorm Hotel natürlich den Zonk gezogen.

    ...

    Hallo André,

    ich denke, bei 45° nach rechts geneigt wird da kein Öl rauslaufen. Senkrecht auf dem Hauptständer stehend sind es ca. 0,5Ltr. Nur, wenn Du die Maschine so weit nach rechts neigst: ist dann nicht die Gefahr noch größer, daß so eine Anlaufscheibe hinter dem Rotor verschwindet? Bevor Mißverständnisse entstehen: wie bekannt handelt es sich um insgesamt 4 Anlaufscheiben, davon 3x stopdisk mit 25mm Außendurchmessser und sechseckig ausgeformtem Innenrand, positioniert auf 3 Wellenstümpfen als Anlaufscheiben zum Lima-Deckel. Wenn diese nach Abziehen des Deckels nicht auf den Wellen der Zahnräder zu finden sind, kleben sie tatsächlich meist noch am Deckel. Die 4.Anlaufscheibe (Nr.60038007010, Pos. 5 beim Starter im Teilefinder) ist mit nur 16mm kleiner und sitzt - vielleicht habe ich Dich ja mißverstanden - nicht vorne auf dem Drehmomentbegrenzer zur Bohrung im Lima-Deckel hin, sondern auf der Rückseite des Begrenzers. Bei mir jedenfalls ist beim Demontieren des Deckels immer auch der Drehmomentbegrenzer mit abgezogen worden und im Deckel stecken geblieben, die dahinterliegende Scheibe runtergefallen. Keine Chance gehabt, sie per Magnet hinterm Rotor rauszufischen. Ich hänge mal ein hier m.W. bereits gepostetes Foto an, mit der Position der 3 größeren Scheiben. Der Drehmomentbegrenzer sitzt ganz oben/links, an seiner Rückseite die kleine Scheibe.

    Wenn Du im kommenden Urlaub Stator, Deckeldichtung und möglichst auch den Spezial-Deckelabzieher dabei hast, optimal zusätzlich einen neuen Regler und den Rotorabzieher, bist Du sicher gewappnet. Du würdest sicherlich eine Ecke in irgendeiner Werkstatt finden, um in Ruhe arbeiten zu können. Und ein paar nützliche Werkzeuge dazu wie Wanne, Plastikhammer, usw. und sicherlich einen Kaffee dazu.

    Dir eine schöne, unbelastete Norwegentour!

    Hakim

  • Du hast alles richtig beschrieben. Der Drehmomentbegrenzer bleibt bei mir auch immer im Deckel kleben, komischerweise aber mit der Scheibe. Mir sind bisher immer nur die großen Scheiben weggekommen.

    Insgesamt hast du recht, die Gefahr beim nach rechts geneigten Mopped ist sicherlich größer, dass die Scheiben wegkommen. Ist wohl ne Wahl zwischen Pest und Cholera wie man es macht :kapituliere:

    Grüße
    André :wheelie:

  • Du hast alles richtig beschrieben. Der Drehmomentbegrenzer bleibt bei mir auch immer im Deckel kleben, komischerweise aber mit der Scheibe. Mir sind bisher immer nur die großen Scheiben weggekommen.

    Insgesamt hast du recht, die Gefahr beim nach rechts geneigten Mopped ist sicherlich größer, dass die Scheiben wegkommen. Ist wohl ne Wahl zwischen Pest und Cholera wie man es macht :kapituliere:

    Ein 1cm Holzplatte unter dem Hauptständer links reicht vollkommen das kein Öl kommt.

    Lass dir Leben und Tod gleich wichtig sein,
    und dein Verstand wird ohne Angst sein.

  • hakim

    ich teile deine Erfahrung was die Öltemperatur, Ladespannung und Fahrgeschwindigkeit. Hohe Temperaturen, Stau in der Stadt - Öltemperatur geht hoch auf über 100Grad - Ladespannung von durchschnittlich 14,1V geht runter auf 13,7V. Landstraße, Leichtes Angasen (>= 100km/H) bei hohen Aussentemperaturen - Öl bei 99Grad - Ladespannung ist bei 14,0V bis 13,9V - also relativ normal.

  • hakim

    ich teile deine Erfahrung was die Öltemperatur, Ladespannung und Fahrgeschwindigkeit. Hohe Temperaturen, Stau in der Stadt - Öltemperatur geht hoch auf über 100Grad - Ladespannung von durchschnittlich 14,1V geht runter auf 13,7V. Landstraße, Leichtes Angasen (>= 100km/H) bei hohen Aussentemperaturen - Öl bei 99Grad - Ladespannung ist bei 14,0V bis 13,9V - also relativ normal.

    Okay ist mir nicht so aufgefallen.

    Mehr so das ich kurz nach dem starten nie die 14,1V hatte sondern zunächst 13,9V (immer die Werte vom Dashboard). Paar min fahren dann war’s immer auf 4,1V. Ich bin ja die letzten Monate viel langsam gefahren, offroad.. bei hohen Temperaturen in Albanien… und dann jetzt hier mehrere kleine Touren.


    Und kurz vor dem Ausfall ging die Batterie Spannung runter in kleinen Schritten über wenige Minuten. ( das heißt die Lima ist dann schon ausgefallen und Motorrad wurde über Batterie versorgt. Dann bei 8,x V war Schluss.

  • Auf keinen Fall langsam Offroad fahren in warmen Ländern mit der Enduro.

    Davon geht die kaputt. Steht so nicht im Prospekt.

    Steht aber so in den Videos von Chris Birch. SAY NO TO SLOW.

    Dem ist wahrscheinlich noch nie ein Stator im Gelände abgeraucht.


    :grins:

  • Hi.

    War diese Woche mit meiner 2019er ADVR. In den Alpen CH/IT/FR auch Megastau bei Basel und auch langsam fahren sonst wo. Natürlich war ein Stator im Gepäck. Kilometerstand so 45000. Im Süden Frankreichs waren wir irgendwann bei 39° Aussentemperatur. Die Tachoanzeige war immer zwischen 14.1 und 14.3V wenn ich geschaut habe. Öl max. bei 99°. Läuft immer noch. Das heisst jedoch nicht das sich nichts bei der Hitze verabschiedet hat. Der KNZ war halt nicht im Gepäck. Bin trotzdem heim gekommen. :crazy:

  • Bin wieder zurück aus Südtirol.
    Aktueller Stand bzgl. sh775.it-Regler und China-Stator:
    Seit ca. 12.000km verbaut und hält soweit. Bordspannung hat sich bei hohen Aussentemperaturen (25°C) auf 13.5-13.6V laut TFT eingependelt

    Da der Regler am Einbauort nicht wirklich belüftet ist, überlege ich ein Gitter in der Seitenverkleidung einzubauen oder einfach Belüftungslöcher in die Verkleidung zu bohren.

    Wofür eigentlich 4-Zylindermotoren? Am Motorrad sind es 2 zu viel und im Auto 2 zu wenig....

    Einmal editiert, zuletzt von Weltenfresser ()

  • Hallo Weltenfresser


    Ladespannung net ein bisserl niedrig?

    Nehme an du liest das übers Dashboard aus.


    Bei mir waren es immer 14,1V lt. Dashboard.

    Nur kurz vor dem Sterben auf knapp unter 14V gefallen beim starten. Nach kurzer Fahrt wieder 14,1V