"Wenn Dichtringe verloren gehen, ist die Fettkammer zwischen dem Bolzen und der Hülse verloren gegangen. Dass passiert, wenn zwische Rolle und Hülse die Schmierung nicht vorhanden war"
Ähmmm, das sollte wohl eher anders rum sein, oder?
Der Dichtring ist ja grade dafür da, dass das Fett zwischen Hülse und Bolzen nicht verloren geht. D.H. erst wenn der Dichtring kaputt ist, verlierst du das Schmiermittel.
Bei O- oder x-Ring Ketten schmiert man den wichtigen Teil (die Fettkammer zwischen Bolzen und Hülse) gar nicht wenn man von aussen Kettenspray oder mit dem Öler aufträgt. Wenn die Dichtringe intakt sind wird lediglich verhindert, dass die Kette rostet (was der Lebensdauer der Dichtringe zugute kommt), und die Kette läuft leiser, weil zwischen Ritzel/Kettenrad und Kette ein Schmierfilm ist. Zwischen Ritzel/Kettenrad und Kette ist nämlich nur vernachlässigbare Reibung. Da reibt fast gar nichts.
Die Dichtringe verschleissen vornehmlich durch 3 Ursachen:
1: Reibung zwischen Dichtring und Lasche (innen ist aber der Fettfilm)
2: Wassereintritt bei intaktem Dichtring z.B. durch Hochdruckreiniger welche dann das Fett verseifen lässt und die Schmierwirkung verringert (und dann kann, muss aber nicht, der Dichtring kaputt gehen)
3: Falsches Schmiermittel (oder Reinigungsmittel). Das ist ein ganz wichtiger Punkt!!! Wenn das Schmiermittel nicht für den Dichtring geeignet ist, kann es zum Aufquellen und weichwerden des Dichtrings führen. Und dann kann er platzen. Und das passiert häufiger als man denken würde.
Darum ist grade bei Kettenölern darauf zu achten ein geeignetes Öl einzufüllen. Ich kenn welche, die fahren mit altem Motoröl, Getriebeöl oder was auch immer, hauptsache billig.
Die Ironie dabei ist, dass man der Kette etwas Gutes tun will, aber sie damit zerstört.
Wie Rockymountain oben auch bestätigt, haben viele Tests gezeigt, dass die Lebensdauer nicht sonderlich unterschiedlich ist, ob man die Kette nun schmiert, oder nicht. Zumindest solange die Dichtringe in Ordnung sind. Ist ja auch logisch