Beiträge von DrummerBoy

    Jetzt berichte ich mal kurz über meine Erfahrungen mit dem Motoz Tractionater GPS (siehe auch Welcher Reifen für 790ADV):


    Ich bin damit jetzt knapp 4000km, hauptsächlich in Griechenland und mit Sozia gefahren, davor hatte ich den Pirelli Scorpion Rally STR drauf.


    Beim Abholen von der Werkstatt (RDKS wurde mit eingebaut) haben sie mir geflüstert, dass die außergewöhnlich robuste Karkasse des Hinterreifens beim Montieren aufgefallen ist.

    Der Hinterreifen lässt sich ja in 2 Richtungen montieren, entweder mehr straßenorientiert oder "reversed", mehr Offroad-orientiert (siehe auch die Tabelle von Stephan oben).

    Ich habe mir den Reifen in der 50/50-straßenorientierten Richtung montieren lassen, weil ich wusste, dass ich auch viele Straßen-Kilometer damit zurücklegen werde.


    Auf den ersten Metern sind mir dann im Vergleich zum Scorpion Rally STR gleich 2 Dinge aufgefallen:

    Die hohe Eigendämpfung der Reifen (kein Wunder bei der Profiltiefe, jedoch ohne irgendwie zu "schwimmen") und die starke Tendenz des Vorderreifens geradeaus laufen zu wollen, auch bei niedriger Geschwindigkeit.
    Zuerst dachte ich, dass mit meinem (verstellbaren) Lenkungsdämpfer etwas nicht stimmt, aber es ist wahrscheinlich die Profilform des Vorderreifens, der diesen Geradeauslauf "erzwingt" - daran musste ich mich erst gewöhnen.
    Bei einer Geschwindigkeit um ca. 10 km/h spürt man auch die einzelnen Profilblöcke des Vorderreifens und die Front wackelt ordentlich hin und her.


    Zum Einfahren bin ich dann solo ca. 250 km möglichst kurvige, schnelle Asphaltstrecken gefahren, um Vertrauen zu dem Reifen aufzubauen.

    Das Kurvenverhalten ist sehr angenehm, beim schnellen Herausbeschleunigen aus Kehren lässt sich der Hinterreifen an der Kante sehr kontrolliert zum "Schmieren" bringen.

    Bei höheren Geschwindigkeiten (getestet bis 160-170 km/h) fährt sich der Reifen auch Dank des durchgehenden Mittelstreifens sehr ruhig und auch ein "Singen" ist kaum wahrnehmbar.


    In Griechenland habe ich den Reifen dann unter unterschiedlichsten Bedingungen erlebt (immer mit Sozia):
    - Mit maximaler Beladung (Sozia + 60kg Gepäck inkl. Koffer) auf Autobahnen, Schnellstraßen und kurvigen Landstraßen:

    Hier war ich sehr positiv überrascht von der Stabilität - kein Schwimmen, kein Eiern des Vorderreifens oder sonstige negative Erscheinungen.
    - Ohne Koffer auf SEHR kurvigen Landstraßen unterschiedlichster Qualität mit angemessener Geschwindigkeit (Griechenland!):

    Keinerlei negative Erscheinungen und vollstes Vertrauen.

    - Offroad, von Schotter-Autobahn bis zu steilen, teils grob-schottrigen und ausgewaschenen Passagen, tiefen Schlammlöchern und erdigen/sandigen Passagen:

    Trocken (auch grober Schotter) geht eigentlich Alles, mit guter Seitenführung und Traktion, besonders wenn man den Reifendruck entsprechend reduziert.

    Im tiefen Schlamm und auf sandigen Passagen stößt der Reifen profilbedingt an seine Grenzen (durchgehender Mittelsteg), wobei die Selbstreinigung durch die doch relativ großen Abstände der Blöcke sehr gut ist.

    - Bei Nässe auf Asphalt:

    Bisher keine unangenehmen Erfahrungen, wobei ich die Möglichkeiten hier sicher nicht ausgereizt habe - nasse Straßen in Griechenland sind in jeder Hinsicht mit großer Vorsicht zu genießen!


    Was mich bisher jedoch am meisten erstaunt hat, ist die geringe Reifenabnutzung.

    Ich bin bisher noch keine Reifen länger als 6.000 - 7.000 km gefahren, dann waren sie immer alle.

    Diese Reifen jedoch haben auf den ersten 4000 km vorne lediglich 1,5mm (zu Beginn 7,5, jetzt 6mm) und hinten 2,5mm (zu Beginn 12,5mm, jetzt 10mm) eingebüßt, und außerdem ist sowohl vorne als auch hinten keinerlei Bildung von Sägezahn-Profil erkennbar - bin gespannt, ob ich damit das erste Mal über 10.000km komme!


    Bis jetzt bin ich mit dem Reifen also sehr zufrieden - der beste On-/Offroad-Kompromiss, den ich bisher gefahren bin - für mich auch besser als sein direkter Konkurrent, der Heidenau K60 Scout.


    So sieht der Hinterreifen aktuell aus:

    DSC_0057.JPG


    DSC_0058.JPG

    Ich war heute beim Händler und er meinte, er müsse sich das selber anschauen und Fotos machen, bevor er einen möglichst erfolgreichen Garantie-Antrag stellen kann.
    Nächste Woche werde ich dort vorbeischauen, sobald das Wetter wieder besser wird.

    Inzwischen habe ich nachgemessen, Fotos gemacht und Weiteres entdeckt:


    Die Gesamtlänge des lockeren Floaters entspricht exakt der der anderen Floater (10mm) und die Vernietung innen ist sauber und zeigt keine Beschädigung:

    _DSC0510.JPG


    Hier sieht man die Federscheibe, die zwar noch vorhanden, jedoch komplett flach ist, also keine wellige Form mehr aufweist:

    DSC_0060.JPG


    Als ich dann noch ein Foto des benachbarten, vermeintlich unversehrten Floaters gemacht habe, musste ich entdecken, dass dessen Federscheibe zwar noch eine wellige, federnde Form aufweist, jedoch gebrochen ist:

    DSC_0061.JPG


    Durch die gebrochene Federscheibe ist auch dieser Floater axial bereits beweglicher als die anderen!


    Ich werde weiter berichten...

    Ich schaue mir das noch einmal genau an und werde versuchen, aussagekräftige Fotos zu machen (man kommt da mit der Kamera nicht wirklich gut dazu).

    Außerdem werde ich noch die Gesamtlänge des betroffenen Floaters im Vergleich zu den anderen messen, vorausgesetzt, ich komme mit der Schiebelehre hin.
    Das geht jedoch erst frühestens morgen, weil ich keinen Strom / kein Licht in meiner Garage habe...


    Den Händler habe ich gestern schon angeschrieben und das Filmchen mitgeschickt.
    Als Reaktion kam bisher nur die Rückfrage nach meinem aktuellen Kilometerstand.
    Ich habe ein gutes Verhältnis zu meinem Händler und nehme an, dass die gerade in Klärung mit KTM sind bzgl. Garantiefall.

    Hier in Salzburg habe ich ja den Vorteil, dass sowohl der Händler, als auch KTM in nächster Nähe sind...

    Habe heute Abend nochmal nachgeschaut und ich kann jetzt beim Drehen des Hinterrades keine ungleichmäßige Reibung der Beläge an der Scheibe mehr feststellen.

    Meine "gewagte" Theorie:

    Der Bereich, wo die Scheibe nicht ganz plan ist, ist dort, wo jetzt der lockere Floater sitzt.

    Sprich, durch die erhöhte axiale Belastung des Floaters hat sich sein Spiel mit der Zeit vergrößert, nämlich dadurch, dass die Federscheibe letztendlich ermüdet ist und flach wurde.

    Und die unregelmäßige Reibung der Scheibe an den Belägen ist deswegen nicht mehr spürbar, weil die Scheibe dort jetzt axial sehr beweglich ist.

    Ist aber wie gesagt nur eine Theorie...

    Danke Ruby, die Beschreibung hatte ich auch schon gefunden.

    Aus der Erinnerung von heute Morgen weisen unsere Floater jedoch keinen Sprengring auf, sodass sich der Floater zerlegen lässt, sondern sie sind "genietet".
    Muss ich mir nochmals anschauen...

    Andererseits weiß ich nicht, ob ich Bock darauf habe, die Scheibe selber zu reparieren - da möchte ich erst einmal hören, was die Werkstatt dazu sagt.

    Mir ist übrigens schon früher aufgefallen, dass meine Bremsscheibe nicht 100% plan ist.
    Beim Drehen des Hinterrades mit der Hand hat die Scheibe in einem gewissen Bereich immer etwas mehr an den Belägen geschliffen.
    Beim Bremsen selber ist mir diesbzgl. jedoch nichts aufgefallen.

    Ich werde noch prüfen, ob der Bereich, der etwas mehr schleift, genau jener ist, bei dem der Floater jetzt das große Spiel aufweist.

    Evtl. wurde der Floater und die Federscheibe aufgrund der Nichplanarität mit der Zeit "ausgeschlagen"?

    Habe heute Morgen nachgeschaut (war gar nicht so einfach): Die Federscheibe ist noch da, sie ist jedoch im Gegensatz zu den Restlichen flach wie eine Flunder und daraus resultiert das große axiale Spiel.

    Wie kann da sein, sind diese Scheiben nicht aus Federstahl?

    Ich verstehe es ja selber nicht und kann auch nicht sagen, seit wann dieser eine Floater ein so großes axiales Spiel hat (aktueller Km-Stand ca. 16.200).
    Die restlichen 5 Floater weisen ein ganz normales geringes Spiel auf.

    Ich werde damit demnächst beim Händler / in der Werkstatt vorstellig werden...

    Beim Putzen nach der 3-wöchigen Griechenland-Tour ist mir auf gefallen, dass einer der 6 Floater (runde Verbindungselemente zwischen Außen-und Innenring) der hinteren Bremsscheibe im Vergleich zu den anderen ein extrem großes Spiel (ca. 1mm) aufweist, speziell in Querrichtung, also senkrecht zur Scheibe.

    Man hört ihn sogar "klackern", wenn man das Hinterrad per Hand dreht und der Außenring ist an dieser Stelle sehr beweglich.


    Ist das normal, bzw. gibt es Grenzen für das normale Spiel?


    Zur Veranschaulichung hier noch ein kurzes Video: Floater.gif

    Wenn Dir das mit der Lampenmaske zu kompliziert ist, kannst Du auch den Strom vom Heck nach vorne Ziehen, musst halt unter dem Tank durch.

    Der Tankabbau und wieder Aufbau ist gegenüber der Lampenmaske ein Kinderspiel.

    Kann ich so nicht bestätigen.

    Wenn man weiß, wie man die Lampenmaske von vorne öffnet (im Forum mehrfach beschrieben), ist man in 5 Minuten an den Stromanschlüssen.

    Und wenn man sich die Stromversorgung schon von hinten holt, muss der Tank nicht abgebaut werden - die Kabel lassen sich (mit entsprechenden Hilfsmitteln) relativ einfach unter dem Tank durchfädeln.

    Hier auf die Schnelle ein paar Impressionen aus Griechenland -


    Einer der unzähligen Strände an der Ostküste der Halbinsel Pilion:

    _DSC0167.JPG


    Strand mit integrierter Prokinitaria (Gedenkhäuschen) und leider auch Plastikmüll:

    _DSC0178.JPG


    Zur Rast entlang des TET Griechenland (Sektion 7) in den dichten Bergwäldern der Ostküste Mittel-Griechenlands:

    _DSC0352.JPG


    Auf dem 1800m hohen Ossa, auf den wir uns entlang des TET Griechenland über einen 8km langen steilen Schotter-Stich hoch (und auch wieder runter) gekämpft haben - im Hintergrund das Massiv des Olymp:

    _DSC0389.JPG


    Der Verlauf des TET im Ossa-Massiv (blau) und der Stich auf den Gipfel (rot):

    Ossa.JPG


    Ja, ich weiß, das Topcase - gar nicht artgerecht :grins:(die Seitenkoffer bleiben in der Unterkunft).

    Es ist halt sehr praktisch, robust, absperrbar, wasserdicht, und zwischen mir und dem TC sitzt ohnehin die beste aller Offroad-Sozias...

    Servus.....habe gestern das aktuelle Video von Pirate-Racing gesehen.....790 Duke Orginal und Booster Plug.....

    Evtl schon jemand so ein Teil bei der 790 Adventure verbaut oder ausprobiert?:denk:

    Hatte so ein Teil damals in meiner 800 GS Adventure,die lief damit im unteren/ mittleren Bereich besser als im Orginalzustand......

    Hatte so etwas ("Ansaug-Lufttemperatur-Bescheißer") auch auf meiner F800GS, wo es wirklich etwas gebracht hat.

    Habe mir dann auch einen für die 790ADV-R angeschafft, wo er jedoch kaum/nicht den gewünschten Effekt gezeigt hat.

    Danach habe ich mir die Coober-ECU gegönnt (kostet natürlich um Einiges mehr) und bin damit sehr happy.