Beiträge von deutz

    Vielleicht möchte Sebi3194 noch etwas bezüglich des Einbau schreiben, ich glaub das dürfte vielleicht den einen oder anderen auch noch interessieren wie das gemacht wird

    Das wäre klasse. Außerdem stellt sich mir die Frage, ob es beim Umbau ein Problem mit dem Quickshifter geben kann. Also ob der Schaltwellensensor z.B. neu eingelesen werden muss oder was auch immer an Überraschungen da lauern kann.

    Dem Problem der viel zu harten Grunddämpfung der mehr auf Straße ausgerichteten 690er, was übrigens auch alle 690 vor MJ19 betrifft, hat sich u.a. die Firma Berreiter gewidmet:

    https://www.rbx-tech.de/portfolio/ktm-690-enduro-ab-2019/


    Vielleicht mal Kontakt aufnehmen.

    Habe heute mit Bereiter telefoniert. Der hat mir sehr ausführlich erklärt, was KTM alles für Einsparungen bei Gabel und Federbein vorgenommen hat und auch die damit verbundenen Auswirkungen. Das passt exakt zu dem, was ich erlebe und beschrieben habe. So ist vor allem der linke Gabelholm so gut wie wirkungslos, das spürt man auch gut, wenn man versucht, die Low-Speed-Dämpfung zu verstellen. D.h., man spürt eigentlich nichts, da tut sich nämlich auch so gut wie nichts. Nur die Zugstufe lässt sich spürbar verstellen. Die sei aber deutlich unterdimensioniert. Im Federbein wurde ein Plastikkolben statt Stahl verbaut, mit der Folge hoher Reibung, also schlechtem Ansprechen und extremer Hitzeentwicklung. Alles ohne Gewähr frei übersetzt aus dem Bayrischen.

    Er bietet diverse Umbaumaßnahmen an, das volle Programm macht aus den Billig-Xplor-Komponenten wieder ein vollwertiges Xplor-Fahrwerk, wie es das wohl vor 2015 gab und das er für gut befindet. Das schlägt dann mit knapp 1100€ zu buche.

    Thor_du

    Thanks for the detailed answer, but I'm sure that adjusting the fork and rear shock will not solve the problem.

    I have gone through all this and even tried to change the geometry by putting the fork more or less through. Even when riding with weight shifting, more or less payload, nothing significant changes.


    @all

    Ich weiß schon ganz gut, wie ein Fahrwerk funktionieren sollte und es wäre nicht das erste, das ich von einem Fachmann überarbeiten lasse. Daher wollte ich auch gar keine Tipps zur Fahrwerksanpassung sondern nur wissen, ob das beschriebene Verhalten konstruktionsbedingt ist, also viele das gleiche Problem haben, oder ob es nur bei mir dazu kommt. Wäre nett, dazu ein paar kurze Rückmeldungen zu bekommen. Dann kann ich abschätzen, ob ich ein Montagsfahrwerk erwischt habe und vielleicht etwas über Garantie nachbessern lassen kann oder ob ich das Zeugs besser umbauen lasse.


    Flash_Gordon

    Genau das wäre dann meine erste Wahl.

    Ich bin unzufrieden insbesondere mit dem Ansprechverhalten von Gabel und Federbein. Feine Unebenheiten wie Kanaldeckel, Kopfsteinpflaster, kleine Schlaglöcher o.ä. werden quasi 1:1 an den Hintern durchgereicht.

    Mit viel Tempo durch gröberes Terrain funktionierte es gut. Fahre aber aktuell fast nur Straße.


    Habe fahrfertig ca. 100kg. Wenn ich bei der Gabel Dämpfung und Zugstufe ganz öffne, geht es einigermaßen aber Freude kommt da nicht so recht auf. Wobei die Verstellung der Dämpfung ohnehin wenig bewirkt. Das Federbein ist auch in der Position "ganz offen" für meinen Geschmack deutlich zu unkomfortabel. Das Hauptproblem scheint mir aber das träge Ansprechverhalten vorne wie hinten zu sein.


    Habt ihr ähnliche Erfahrungen?

    Deutz kannst du eine Anleitung bzw. Bilder uploaden

    Erst mal brauchst du einen Lenkerschalter. Gibt es in der Bucht in allen möglichen Varianten für ein paar Euro. Bei mir sieht das so aus:


    schalter.jpg

    Innen habe ich den mit Silikon ausgefüllt, so dass er wasserdicht ist. Kannst natürlich auch gleich einen wasserdichten kaufen. Aber nicht überall wo wasserdicht dran steht ist das Teil wirklich dicht.


    Am Lenker sieht das dann so aus:

    schalter2.jpg


    Das Anschlusskabel des Schalters fädelst du oben in die Lampenmaske ein. Die Lampenmaske vorher abschrauben (je 2 Schrauben T27 an den Seiten). Von vorne gesehen oben rechts findest du einen Stecker mit einem blauen und einem schwarzen Draht. Das ist das Kabel vom Kupplungsschalter. Die schwarze Hülle ein Stück weit entfernen. Beide Drähte durchschneiden, abisolieren und mit den Drähten des neuen Schalters verbinden. So dass der neue Schalter, wenn er betätigt wird, eine Verbindung zwischen dem blauen und dem schwarzen Draht herstellt.

    stecker.jpg

    An den beiden Klemmstellen hast du jetzt also jeweils 3 Drähte miteinander zu verbinden:

    • Klemmstelle A: 2 mal blau + Schalterdraht 1
    • Klemmstelle B: 2 mal schwarz + Schalterdraht 2

    Das Ganze geht auch ohne die Original-Drähte durchschneiden zu müssen, sofern dich das stört. Dazu verwendet man spezielle Klemmen, die einfach aufgequetscht werden und dann eine Abzweigung herstellen. Findest du unter dem Stichwort "Stromdieb".

    Hi, ich habe das auch ... anscheinend hauptsächlich, wenn ich mit 2 Fingern kuppel und dementsprechend den Hebel nicht bis zum Griff ziehe. Könnte es sein, dass dann der QS den Kupplungseinsatz nicht mitbekommt, und daher das Gas steuert, als wenn ich mit QS schalte?

    Genau so ist es wohl, der Kupplungsschalter wird erst kurz bevor der Hebel den Lenker erreicht betätigt. Die Kupplung trennt schon deutlich früher, so dass die wenigsten den Kupplungshebel so weit ziehen werden. Das Resultat ist eben, dass auch beim Schalten über Kupplung der Quickshifter mit im Spiel ist. Mich nervt das auch.

    Leider ist der Kupplungsschalter nicht einstellbar.

    Aber selbst das hat meine Shido nicht im geringsten gejuckt :zwinker:

    Das ist einfach eine Frage der integrierten Elektronik, ob sie Spannungs- und Stromspitzen sauber eliminiert. Den Shidos wird eine besonders gute Elektronik nachgesagt. Ob es tatsächlich so ist, kann ich nicht beurteilen. Sicher ist aber, dass du manch eine LiFePo mit den 30V-Spannungsspitzen dauerhaft schädigst.

    Die Shidos haben (wie viele andere auch) ein integriertes Batteriemanagementsystem, eine spezielle Ladekennlinie ist daher nicht erforderlich. Es kann ein ganz normales Ladegerät für Bleiakkus verwendet werden.


    Von Erhaltungsladung, Desulfatierung oder sonstigen Spezialitäten aber unbedingt die Finger lassen.

    Gefährlich würde es etwa, wenn das Ladegerät meldet, die Batterie sei tiefentladen. Dann auf keinen Fall einen auf Bleiakkus abgestimmten Reparaturmodus starten. Die Batteriemanagementsysteme schalten bei Unterschreiten einer bestimmten Spannung komplett ab und der Akku wirkt dann wie tiefentladen. Um ihn aus diesem Modus wieder rauszuholen, muss man schon eine spezielles LiFePo-Ladegerät haben oder wissen, was man tut.

    Zum E-12 habe ich bei Mitas angefragt, ob es verschiedene Ausführungen (mit/ohne Bezeichnung "Rally" bzw. mit Speedindex R/T) gibt. Antwort:

    Ich habe einfach die beiden Drähte, die zum Kupplungsschalter gehen mit einem Kippschalter überbrückt und den Kippschalter am Lenker montiert. Die Drähte sind unter der Lampenmaske leicht anzuzapfen. Das funktioniert prima, ich kann so jederzeit während der Fahrt umschalten. Kleiner Nachteil ist, dass bei überbrücktem Kupplungsschalter der Anlasser auch bei eingelegtem Gang und nicht gezogener Kupplung dreht. Aber was soll's schon.

    ich hab das gefühl die power wird dann nur etwas gedrosselt und nicht komplett abgeschaltet.

    Daraus entnehme ich, dass du eben auch oft das Gefühl hast, die Power würde komplett abgeschaltet? Hast du auch den Quickshifter+ also mit Blipper? Wenn ja, achte mal auf deinen linken Fuß. Bei der leichtesten Berührung des Schalthebels unterbricht der kurz die Zündung. Im Gelände wie auch beim Wheelie passierte mir das anfangs auch andauernd. Ich hatte auch alle möglichen Tests gemacht mit bzw. ohne Mappings, TC, ABS. Erst als ich mich auf meinen linken Fuß konzentrierte, ging es besser und erst seit ich den QS abgeschaltet habe, geht es einwandfrei.

    E 12 ist nicht = E12 Rally

    Sagst du. Meine Vermutung ist, dass das der gleiche Reifen ist und sich nur hier in D dieser Fehler mit Speedindex T eingeschlichen hat. Und dass der Reifen im Ausland vorwiegend mit dem Zusatz "Rally Star" vermarktet wird, bei uns eher ohne diesen:

    uk.jpg

    lv.jpg

    ru.jpg


    ca.jpg


    wie war das mit schau auf die Hersteller Mitas Webseite, im Netz steht nur Mist ?

    Was soll ich machen, wenn es den Reifen mit dem Zusatz "Rally" oder "Rally Star" in den Katalogen nicht gibt?


    Mitas hat den E-12 im 2018er Offroad-Katalog in der Kategorie Rally geführt. Vielleicht kommt daher der Zusatz.


    m18.jpg


    Der aktuelle Offroad-Katalog kennt keine solche Kategorie mehr und führt auch den E-12 nicht. Der ist dafür im Enduro-Katalog (den es 2018 nicht separat gab). Der beschreibende Text wie auch die technischen Daten sind aber inhaltlich identisch:



    e12-20.jpg


    Daher vermute ich, dass es der gleiche Reifen ist, sich allenfalls die Vermarktungsstrategie verändert hat.


    Letztlich sehe ich es aber auch so:

    hier hilft nur das Foto vom Reifen... alles andere führt doch zu nix... danach wird eine Seite dumm aus der Wäsche gucken und sich vielleicht kleinlaut entschuldigen... sollte es die Tage kein Foto geben, dann ist es komisch...

    Wäre ja schon erstaunlich, wenn du einen Reifen auf deinem Moped inkl. TÜV-Segen hättest, den Mitas gar nicht listet. Aber ich lasse mich gerne überraschen.