Deinen Beitrag zu zitieren war wohl nicht der richtige. Mir ging es eher darum dass die Verlässlichkeit die ganze Zeit als Hauptargument für die t700 genommen wird und als Entschuldigung wieso bei 10k sicherheitsrelevante Funktionen wie kurvenabs nicht inklusive sind "weil das ja keiner braucht"
Inwiefern das Ding jetzt so viel verlässlicher ist kann man einfach nicht sagen
Natürlich war das nicht der richtige! Aber irgendwas treibt Dich da blind an, um für Deinen orangenen Kosmos Nebelkerzen zu zünden. Ich hatte ganz vergessen, dass es ein separates 1200er Forum gibt. Die anzitierten Fehlerchen von Dir, die haben sich auf Ursachen zurückführen lassen, die außerhalb der Yamaha Verantwortlichkeit liegen.
Aber das bringt mich dazu darauf hinzuweisen, wie japanisch korrekt offensichtlich selber verursachte Fehler behoben werden. Kleiner Rückruf oder auch übers KBA, wenn es auch nur andeutungsweise sicherheitsrelevant ist. Wird dann schnell gemacht, meist ist in der Yamaha Werkstatt noch jemand auf die Behebung abonniert, was Zeit spart. Die erforderlichen Teile sind innert kurzer Zeit beim Händler verfügbar.
Abweichend dazu gibt ein sogenanntes KTM Verhalten, was wesentlich anders als das zuvor beschriebene japanisch korrekte Verhalten zu sehen ist. Kunde wird gerne alleine gelassen, Fehler werden nicht eingestanden, siehe Kipphebel oder Abscheren Getriebeausgangswelle der LC4 Motoren. Kommt es zu Defekten sind Teile über Monate hinaus nicht verfügbar und der Kunde wird auf die lange Werkbank geschoben.
Und ja, angesichts dieser professionell kundenfeindlichen Vorgehensweise, habe ich ein breiteres Vertrauen in die Marke Yamaha sowie die Händler vor Ort. Die sind zusammen mit ihren Kunden immer sehr gut wie geräuschlos in Sachen Nachbesserung oder Kulanz gefahren. Und ja, wenn Yamaha die neue Tenere 700 zur Auslieferung bringt, dann wird sie statistisch weniger Ausfälle haben, wie z.B. irgendein bestimmtes Modell der Marke KTM. Auch wenn ich spekuliere, aber ein Massenprodukt wie die MT-07 rangiert in den Zuverlässigkeitsstatistiken wohl ganz oben.
Aber ich gebe Dir die Möglichkeit sowie Freiheit, wenn Du neben einem Gummi in der Badehose auch Hosenträger benötigst, dann bezahle eben dreitausend oder viertausend Euro mehr für ein Motorrad. Es jetzt schon als sicherheitsrelevant einzustufen, Dein Kurven-ABS, das halte ich dennoch übertrieben. Denn dann wäre sowas nicht deaktivierbar. Aber ich hege die Vermutung, dass ein Motorrad auch ohne dieses teuer zu bezahlende Zusatzfeature nicht schlagartig über die Erdkante ins bodenlose stürzt.
So schliesst sich der Kreis der Argumente, neue Yamaha Tenere 700, tolles und bislang ausnahmslos als toll getestetes Motorrad, zu einem wirklich tollem Preis.
Auf der anderen Seite viel viel mehr Geld für mehr Features, die man haben kann, aber nicht unbedingt benötigt zum Kradfahren. Sie sind sicherlich wichtig, um den Luftraum übern Stammtisch zu beherrschen. Aber sie werden mit Bestimmtheit albern, wenn man mir hier rät, nach einer doch sehr, sehr ernüchternden Probefahrt auf z.B. einer KTM 790 "Adventure", doch erstmal alle Assistenten abzuschalten, um zu erleben, wie toll das Motorrad wäre. Ein Scherz, oder?
Einzig dieser Scherz wird noch persifliert um den Thread im entsprechenden Subforum, wo sich gegenseitig um die Fahrmodi nun beratschlagt wird. Hat was von Thermomix Rezepte Börse, bzw. lässt mich in der Vorstellung schier verzweifeln, was sich die Menschen für viel, viel Geld ein Leid antun, statt einfach Motorrad zu fahren, stehen die überforderten Opfer dort und scrollen sich durchs Menue, und tauschen sich vielleicht noch über eine Whatsäbb Gruppe um das richtige Modi für den Tag aus?