Kettenspannung lt. handbuch 5 bis 7 mm ??

  • Hallo an alle KTM Fahrer ☺

    Bin Rainer, KTM 390 ADV , Wiedereinsteiger, kurz vor längerer Marokko off-onrad Tour, mittelmässiger Schrauber

    Verfolge das Forum schon länger. Den ein oder anderen Tip konnte ich schon hier finden. Danke dafür.


    Hätte eine Frage :

    Letzte woche Werkstatt, Inspektion und u.a. einen neuen Original KTM Kettensatz. Jetzt 100 km gefahren u wollte Kettenspannung kontrollieren . Motorrad aufgebockt und 55 mm gemessen

    Lt Handbuch darf die Kette 5 bis 7mm Spiel haben.


    Ist 5 bis 7 mm nicht viel zu wenig ??

    Diese Angabe macht mich etwas stutzig.


    Wieviel Kettenspiel fahrt ihr?


    Danke schon mal für evtl Antworten

  • Du mußt die Abbildung im Handbuch genau studieren.

    Der Abstand der unteren Kette hochgedrückt zur Schwinge soll 5 - 7 mm betragen.

    Aus diesem Grund ist es hier genau anders als sonst: Je kleiner die Zahl, desto größer dass Spiel.

    Gruß

    Richard

    Einmal editiert, zuletzt von adventuremuc ()

  • Die 690er Enduro hat auch diese Meßmethode. Fand ich zunächst schwierig einzustellen (sind es nun 4 oder eher 6 mm?) Im Werkstattschrank lag noch ein Profiltiefenmesser. Der ist genau 5mm dick und damit hat man auch unterwegs ein perfektes Hilfsmittel. Geht natürlich auch mit jeder anderen 5mm Leiste...

  • Bitte seht mir die Frage nach - ich bin neu bei KTM und auch neu beim Thema Kette (bisher Kardan und Zahnriemen).

    Ich hab' die Bedienungsanleitung aufmerksam durchgelesen und auch die Threads zu dem Thema, bin aber immer noch unsicher.

    Meine 390 Adventure hat nun 1300 km, vor ca. 150 km war die Einfahr-Inspektion.

    Auch wenn ich den genauen Punkt zur Kettenspannungsprüfung nicht entdecken kann (nur den Aufdruck auf dem oberen Kunststoff-Kettenschutz) - ich kann die Kette nahezu im gesamten Bereich der Schwinge nach oben locker bis an die Schwinge heben, angefangen von hinteren Ende unterer Kettengleitschutz. Das gilt sowohl auf dem Seitenständer, Maschine senkrecht stehend und sogar aufgesessen (ca. 85 kg mit Ausrüstung).

    Nach Allem, was ich bisher lese konnte, ist das dann doch deutlich zu locker. Aber wie kann das so kurz nach der Inspektion sein? Oder hab' ich doch was gründlich missverstanden?

  • Das kommt weil KTM die billigsten Ketten verbaut, die gerade noch gehen.


    Und das meine ich Ernst!


    Bei meiner 1290 SDR war die erste Kette nach 11.500 km an der Verschleißgrenze!


    Überprüfe und ggf. korrigieren den Durchhang alle 1000 km.

    Ab 10.000 km prüfe auch dem Kettenverschleiß nach Handbuch.


    Eine gerissene Kette ist nicht lustig und kann einiges zerschlagen.

    Und das ist schon einigen hier passiert.

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

  • vor ca. 150 km war die Einfahr-Inspektion.

    Nur der Vollständigkeit halber: Wie lange ist das her, und was ist mit der Maschine in der Zwischenzeit passiert?


    Ich rechne damit, dass die Antwort völlig unspektakulär ist, aber ich kenne auch "Spezialisten" :grins:

    Gruß

    Richard

  • Ich habe hier auf der Insel mit Vertragshändlern bisher ausschließlich ganz mieserable Erfahrungen gemacht. Pfusch, Arroganz, ewig langsam und am Ende ist nichts erledigt. Kleine Werkstätten können dagegen sehr OK sein. Einige Dinge wurden ja auch vom Händler angebaut (Heckträger, Tankträger, Motorschutzbügel). Entweder sind die Schraubenköpfe aus Weichmetall, oder jemand hat da mit "etwas" zu viel Kraft gearbeitet - spricht also gegen die Werkstatt oder verwendete Schraubenqualität.

    Was die rund 100 km zwischen 1000er Inspektion und Übergabe angeht, kann ich nichts sagen. Wäre etwas Besonderes vorgefallen, würde sich der (private) Verkäufer auch kaum sinnvoll äussern. Ich habe aus anderen Threads schon mitgenommen, dass der Kettensatz wohl die erste sinnvolle Austauschaktion ist. Ich werde die Kette jetzt mal nachspannen, bis ich (senkrecht stehend ohne Fahrer) die Kette so eben bis an die Schwinge bekomme und dann in kleinen Abständen kontrollieren. Sollte sich da schnell was ändern, kommt eher früher als später 'ne neue Kette drauf. Dass man bei noch keinen 1300 km über so was nachdenken muss, ist allerdings schon strange. :alter schwede:

    Einmal editiert, zuletzt von 90t MiLe ()

  • Eigentlich nicht. Denn eine neue Kette setzt sich auf den ersten Kilometern. D.h. sie längt sich.

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

    Einmal editiert, zuletzt von Kondos ()

  • Dass man bei noch keinen 1300 km über so was nachdenken muss, ist allerdings schon strange. :alter schwede:

    Manches kann man kaum glauben. Siehe nebenan die Schalthebeldiskussion. Die Ruckdämpfer im Hinterrad sind auch so ein Kandidat. Bei mir haben sie keine 5 tkm gehalten.

    Gruß

    Richard

  • Eigentlich nicht. Denn eine neue Kette setzt sich auf den ersten Kilometern. D.h. sie längt sich.

    Das kann ich ja nachvollziehen. Aber wenn sie - was ich doch stark hoffen will - bei der 1000er Inspektion auf die richtige Spannung gebracht wurde und 100 km später wieder dermaßen locker ist, dann wäre das schon arg bedenklich. :denk:

    Ich vermute also eher, die Werkstatt (einziger KTM-Vertragshändler auf der Insel) hat Pfusch gemacht - die Schrauben der zusätzlichen Anbauteile sprechen auch dafür.

    Also demnächst Inspektionen besser selber machen, war bei der BMW-Niederlassung in Deutschland leider auch nicht anders. :traurig:

  • wenn man streng nach KTM Handbuch spannt habe ich die Erfahrung gemacht dass die Kette idR zu straff wird beim draufsitzen. Je nach Gepäck und Fahrergewicht und Fahrwerkseinstellung kann das unterschiedlich sein

    Wenn man drauf sitzt und sich die Kette nicht leicht mit dem Finger auf und ab drücken lässt sondern sich schon auf Zug anfühlt, ist sie zu straff. gerade bei Enduros mit langen Federwegen ein Thema. Daher lieber auf das maximale Spiel einstellen und nicht das minimale

  • Das kann ich ja nachvollziehen. Aber wenn sie - was ich doch stark hoffen will - bei der 1000er Inspektion auf die richtige Spannung gebracht wurde und 100 km später wieder dermaßen locker ist, dann wäre das schon arg bedenklich. :denk:

    Ich vermute also eher, die Werkstatt (einziger KTM-Vertragshändler auf der Insel) hat Pfusch gemacht - die Schrauben der zusätzlichen Anbauteile sprechen auch dafür.

    Also demnächst Inspektionen besser selber machen, war bei der BMW-Niederlassung in Deutschland leider auch nicht anders. :traurig:

    Zu Deutsch: Du hast es nicht kontrolliert.


    Dann weißt du was du jetzt besser machen must.

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

  • Wie geschrieben, ich habe sie mit rund 1250 km gebraucht gekauft, nachdem die 1000er Inspektion (angeblich) vom Verkäufer gemacht wurde. Sagt er. Auf die Rechnung warte ich noch, ist aber im Ausland ohne spanisch-Kenntnisse alles gar nicht so einfach. Ich konnte also direkt nach der Insoektion nichts kontrollieren, und wer prüft schon die Kettenspannung und -Verschleiss beim Kauf eines Töffs mit 1200 km?

    Jedenfalls sprechen die Daten von Odometer, Service-Anzeige, Reifenverschleiss, Reifen-DOT, Zustand Motoröl und Firmware-Revision alle dafür, dass das Moped mit EZ 11/2021 tatsächlich erst gut 1200 km auf dem Buckel hatte und der 1000er-Service gemacht wurde.

  • Jetzt rede dich doch nicht raus.

    Dein Motorrad, deine Sicherheit, deine Verantwortung.


    That's it. :prost:

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

  • Je mehr ich lese und mich mit der Thematik Kette beschäftige, desto verwirrter bin ich. Die Angaben im Handbuch und den Aufdruck auf der oberen Schwingen-Abdeckung finde ich auch mehr irreführend als hilfreich.


    Zunächst einmal die Daten: EZ 11/2021, gekauft letzte Woche mit rund 1300 km.


    Odo-Service-Software.jpg


    Die Daten scheinen plausibel, auch in Verbindung mit Reifen und Zustand des Öls. Wäre keine Inspektion durchgeführt worden, hätten wir andere Daten für den nächsten Service und auch der Softwarestand wäre bei EZ 11/2021 wahrscheinlich niedriger als 1V10.


    Die max. zulässige Kettenlänge zwischen 20 Bolzen wird von KTM mit 301,6 mm angegeben, bei mir sind es gemessene 303,5 mm. Nach 1400 km? Echt jetzt????? :staun:


    Kettenlänge.jpg


    Im Ausgangszustand ließ sich die Kette selbst aufgesessen (alleine etwas schwierig, eventuell fehlen ein paar kg Last) locker an den unteren Schwingenrand heben.


    Ausgangszustand Kette.jpg


    Die Markierungen zur beidseitig gleichen Einstellung der Kettenspanner finde ich auch wenig präzise - nach allen erdenklichen Messungen war das Hinterrad auch minimal schief fixiert.

    Um die Keette korrekt zu spannen (eher etwas zu locker als zu fest), war nur ca. eine 2/3 Umdrehung der Spannschraube erforderlich, also relativ wenig. Die Position zur Schwinge links/rechts hab' ich dann per Schieblehre in gleicher Entfernung Ende Kettenspanner zu Ende Schwinge eingestellt - hoffe, dass das so passt?


    Spanner links Ende.jpg


    Spanner rechts Ende.jpg


    Am Ende die Achsmutter wieder mit 100 Nm angezogen und nochmal die Kettenspannung an mehreren Punkten kontrolliert - scheint jetzt zu passen.

    Aber die Kettenlänge und die ungleiche Positionierung links/rechts kurz nach der 1000er Inspektion irritieren mich dennoch. :denk:

    Einmal editiert, zuletzt von 90t MiLe ()