Super Duke GT ABS Fehlverhalten

  • Hallo alle zusammen.

    Seit einiger Zeit habe ich bei meiner 2021 1290 Super Duke GT ein ABS Fehlverhalten und komme nicht dahinter. Folgendes passiert:


    1. Gelegentlich ist der Druckpunkt der vorderen Bremse sehr weich. Waehrend des Bremsvorgangs wird die ABS Pumpe aktiviert. Man fuehlt ein pulsieren im Handbremshebel, der Hebel "kickt" aus und die Bremsen beissen zu bedingt durch den Druckanstieg in den Leitungen. Besonders nervig, wenn man tief in eine Kurve reinbremst.

    2. Ich bremse "normal" bis zum Stillstand z. B. an einer Ampel, komme zum Stehen und halte sie mit zwei Fingern mit wenig Druck auf der Bremse. Waehrend ich stehe, laesst der Druck nach und ich kann den Bremshebel ohne Muehe bis zum Griff heranziehen. Zweimal pumpen und der Druck ist wieder OK, da die Leitungen aus dem Behaelter nachgefuellt werden. Wenn ich dann losfahre, springt beim naechsten bremsen die ABS Pumpe an (siehe Punkt 1.)


    Der Druckverlust wird vom Druckregelventil gesteuert, dass eigentlich nur oeffnen sollte, wenn das Rad waehrend der Fahrt blockiert. Hier scheint es ohne Grund zu oeffnen, was dann waehrend des Bremsvorganges von der Pumpe kompensiert wird.


    Ein elektromagnetisches Druckregelventil oeffnet und schliesst nur, wenn es ihm von der Kontrolleinheit gesagt wird, also mit Spannung versorgt wird.


    Ich habe den Abstand der Radsensonsoren zur Scheibe geprueft, alles innerhalb der Toleranz (vorne 1.3mm, hinten 0.8mm). Da die Geschwindigkeitsanzeige fehlerfrei funktioniert, scheint der vordere Sensor OK zu sein.

    Ich habe Sicherung Nummer 7 gezogen (ABS Pumpe). Der Druckverlust ist immer noch da, nur springt die Pumpe nicht mehr an - macht Sinn.

    Ich habe den Kabelbaum zur ABS Einheit, soweit moeglich, auf Beschaedigungen untersucht, nix gefunden.

    Ich war bei meinen 2 lokalen KTM Haendlern, die koennen auch nichts finden und haben keine Ahnung. Der Test PC in deren Werkstatt hat keinen Fehler finden koennen.

    Das Bremssystem hat einen kompletten Service bekommen inkl. neuer Druckbefuellung mit Bremsfluessigkeit. Die Symptome passen nicht zu Luft im System.


    Als Ingenieur bin ich langsam auch mit meinem Latein am Ende. Habe im Moment keine Lust, auf "Gut Glueck" eine neue ABS Einheit montieren zu lassen.


    Irgendwelche Ideen, Erfahrungen oder Kontakte, die mir weiterhelfen koennten? Ich habe in zwei Monaten einen Trackday geplant und mit dem ABS sieht das nicht gut aus.

  • Bist du sicher, dass im Hauptbremszylinder die Dichtungen ok sind?

    Bremshebel ohne Muehe bis zum Griff heranziehen. Zweimal pumpen und der Druck ist wieder OK, d

    klingt nach Luft im System oder ner Undichtigkeit.

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    Nicht jeder, der sich gestern vor Wissen nur so brüstete, ist heute noch von Gestern.


    Wg. Krach fahr ich aus der Haut: loud is out!
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  • Hi kt-shifter


    Der ploetzliche Druckverlust (Ventli oeffnet) und das Anspringen der ABS Pumpe (wird von Kontrolleinheit veranlasst) passt nicht zu Luft im System. Keine Undichtigkeiten, alles geprueft.


    Gruss.

  • Könnte auch ein defekter Geberzylinder sein.


    Hast du das geprüft?

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

  • Hatte etwas ähnliches an meiner Tuono vor 2 Jahren in Frankreich auch mal, nach neu entlüften trat es nicht mehr auf. Der daRainer hatte das selbe auch, Lösung bei ihm weiß ich aber nicht.

  • Wenn der Geberzylinder wirklich dicht ist, bleibt nur die ABS-Einheit.

    Gibts denn da keine Einträge im Fehlerspeicher?

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  • Hatte selbst ganz komisches Bremsverhalten. Ich bim Automibildiagnostiker und habe somit das Gefühl ein bisschen in der Materie drinn zu sein. Trotzdem bin ich auch einen ganzen Sommer mit dem Problem herumgefahren. Manchmal mehr, manchmal weniger. Kurven- ABS hat beim Bremsen immer reingefunkt. Bremse hinten viel während Passabfahrt plötzlich durch. War 2 mal im der Werkstatt und wir konnten das Problem nicht reproduzieren. Dann auf der Autobahn im Stau konnte ich plötzlich kaum mehr losfahren, da das Vorderrad blockierte. Lösung dabei war Schlussendlich relativ einfach: neue Bremsbeläge. Die alten haben sich aufgelöst und somit kam auch das Rechenmodell der ABS- Einheit durcheinander. Bei die klingt das zwar ein bisschen anders, jedoch kostet die Beläge kontrollieren oder wechseln nicht viel.Evtl bringt dir das ja was...

  • Durch einen intakten ersetzen und hoffen, dass es das war 😎


    Edit:
    Du könntest mittel Spannvorrichtung den Hebel unter Spannung setzen. Wenn alles dicht ist darf er sich auch nach 2h kaum bewegen

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  • Das kann man mit einem Kabelbinder machen.

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  • Handbremshebel bis die Bremsbeläge Anliegen anziehen und dann mit dem Kabelbinder fixieren.

    Das muß man auch nach jedem Wechseln der Beläge, bevor man die Bremssättel richtig fest schraubt machen, damit die Sättel sich ausrichten können.


    Gruß Gerd

    :wheelie:Allzeit eine Knitterfreie Saison:wheelie:

  • Naja.

    Kann man machen. Müssen tut man das nicht.

    Den Hebel für ein paar Stunden zu spannen ist eine reine Diagnose-Maßnahme.

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  • Schätze du ahnst, worauf das raus läuft.
    Bevor ich da was kaufe, ging ich definitiv zu ner Werkstatt, allein schon wg. Fehlerprotokoll

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  • Ich war bei meinen zwei lokalen KTM Haendlern, die haben getestet und keinen Schimmer, was los ist...


    Ich befuerchte, es laeuft darauf hinaus, dass ich auf "Gut Glueck" eine neue ABS Einheit montiert bekomme. :-(

  • Vielleicht solltest Du mal den ABS- Sensor Ring am Vorderrad kontrollieren. Eventuell hat der einen Schlag oder ähnliches.

    Nur so eine Idee...

    Gruß Gerd

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