Nockenwelle Beschädigung

  • Hallo Leute,


    an meiner 990 Superduke habe ich folgende Beschädigung an einer der Nocken der vorderen Auslassnockenwelle festgestellt. Sie lässt sich mit dem Fingernagel spüren.


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    Der Tassenstössel scheint davon "noch" unbeeindruckt zu sein bzw. könnte diese minimale Schattierung leicht unterhalb der Mitte, linke Seite ev. der Beginn einer Veränderung sein. Ich habe den Stössel schon kurz ausgebaut, um ihn zu begutachten, daher nicht wundern, dass die Position dieser Schattierung nicht zur Beschädigung an der Nockenwelle passt.


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    Die Welle selbst weist keine wirklichen Schleifspuren auf und am Kopf würde mir auch nichts Besonderes auffallen.


    Es macht für mich den Eindruck, als hätte irgendwann mal im Leben des Motors ein metallischer Abrieb seinen Weg dorthin gefunden und diese Beschädigung verursacht.


    Wie wäre eure Einschätzung hinsichtlich Nockenwellentausch? Unbedingt notwendig, beobachten oder lassen wie es ist.


    Danke für eure Meinungen.

  • wenn du sie eh offen hast. es gibt für schmales geld gebrauchte NW im netz. dann ventile auf max spiel einstellen und du hast den "macken" an der NW aus deinem kopf und kannst ohne kopfschmerz fahren.

  • Hab die betreffende Nockenwelle jetzt schon gegen eine andere, die leider die doppelte Laufleistung hat, getauscht. Aber zumindest hat die keine Absplitterungen.


    Es würde mich ja trotzdem interessieren, wie dieser Schaden entstanden ist. Müsste nicht eigentlich vorher am Tassenstössel eine Macke drinnen sein, wenn wirklich Metallabrieb dazwischengeraten wäre?


    Zu enges Ventilspiel, wie HIER angenommen wird, würde ich mal ausschließen. Es waren zwar 0,23 auslassseitig, statt des Minimums von 0,25, aber bei dieser geringen Abweichung sollte es doch nicht gleich derart enden.

    Leider kann ich nicht sagen, wie lange es schon so aussieht, da ich den Motor das erste Mal geöffnet habe. Da wäre es natürlich spannend zu wissen gewesen, ob dieses Schadensbild vielleicht schon seit 10.000km besteht und sich nicht weiter verschlimmert hat.


    Oder eventuell Materialermüdung an der Nocke selbst?


    Fragen über Fragen und ohne Glaskugel wird man es nie wissen. :lautlach:

  • solch eine beschädigung habe ich das letztemal bei einem fzg mit obenliegendem shims gesehen. da hatte der besitzer aufgrund fehlenden spezialwerkszeug mit einem schraubenzieher hochkant auf dem rand des tassenstössel nach unten zu drücken um den shim zu wechseln. ergebniss waren so ähnliche beschädigungen der NW. ob das hier ebenso stattfand kann ich nicht sagen aber es sieht, in meiner erinnerung, genauso aus.

  • Was ja im Fall der 990 nicht notwendig wäre.

    Schlitzschraubendreher würde ja maximal beim Heraushebeln des Einsatzes vom Kerzenschacht notwendig sein.

    Ev. ist es so mal passiert.


    Shims waren ja in unterschiedlicher Stärke verbaut. Keine Ahnung, ob ab Werk alle die gleiche Stärke haben und das der Beweis ist, dass die Nockenwellen schon mal demontiert wurden.


    Aber ja, hilft jetzt alles nichts, die Ursache herauszufinden. Problem ist soweit ja mal gelöst.


    Sind eigentlich Auslassnockenwelle Zyl. 1 und 2 ident, abgesehen von der Kennzeichnung vorne und hinten? Ich hab mir jetzt leider nicht die Mühe gemacht, es genau zu vergleichen, sondern gleich die Korrekte verbaut.

    KTM macht ja sogar preislich einen Unterschied oder sind das quasi rein wirtschaftliche Überlegungen, dass der Kunde denkt, man braucht wirklich genau die Nockenwelle vom gleichen Zylinder wieder. :grins:

  • Sieht aus wie Pitting.

    Würde fehler im Randschichthärten der Nocke vermuten.


    Edit:

    Wie im anderen Thread bereits geschrieben... es möchte bitte jemand ein zu enges Ventilspiel als Ursache für den Schaden erläutern.

    Ich warte noch auf eine stichhaltige Erklärung.

    Einmal editiert, zuletzt von Schlusi ()