Unsauberes schaltgefühl

  • Moin Leute hab da mal ne Frage,

    Ich habe mir vor nem halben Jahr ne Duke 125 2020 gekauft und fahre die seither auch ungefähr 4000 km.

    Das Problem um das es geht tritt auf wenn ich in unteren gängen das heißt 1-4 bei hoher Drehzahl schalten möchte.

    Da ich mit dem fiech auch Ma nicht den ganzen Verkehr aufhalten möchte drehe ich nach Ner Ampel oder so die gänge mal etwas mehr aus.

    D.h. 1 Gang anstatt bis 5000 u-min mal bis zu 8 u-min .

    Im 2 auch so bis 8000u-min.

    Genau das selbe im dritten.

    Oder auf der Landstraße, komme aus nem Feldweg will voll durchbeschleunigen bin Dan im 3 Gang bei 10000 u-min, ziehe die Kupplung (die hat Spiel und trennt auch richtig) und schalte nen Gang hoch lasse Kupplung beim Gasgeben wieder los.

    Hab das Gefühl auch wenn ich alles langsam mache, das heißt Kupplung ziehen minimal warten bis 100% sicher das getrennt wurde dann z.b den 4 einlegen und rums fliegt mir das Getriebe um die Ohren. (Natürlich übertrieben aber finde da schallerts schon ziemlich in etwa so als würde man in den 1 schalten bei laufendem Motor)

    Das Ding ist halt das es vom 4 in den 5 und vom 5 in den 6 gar nicht solche Geräusche macht.

    Wie kommt das glaube nicht daß es an mir oder falsch eingestellter Kupplung liegt. (Falls doch gerne drauf hinweisen)

    Wüsste nur gerne wie das zustande kommt hab Angst das ich mir das Getriebe zerstöre.

    Motoröl ist Motul 15 w 50 falls es wen interessiert.

    Hab relativ wenig Grundwissen im Bereich Motorrad würde mich über ne kurze Antwort freuen muss auch nicht genau erklärt sein will nur wissen ob das schädlich oder ganz normal bei manchen Mopeds ist.

    Danke schonmal im voraus

  • Mir ist gerade noch aufgefallen das wenn ich superschnell schalte das heißt mit Vordruck auf den Schalthebel Dann Kupplung ziehen und nachdem der Gang rein ist diereckt Gas und Kupplung los also alles unter Ner Sekunde.

    Das schwächt das klacken bzw dieses reiben oder wie man's beschreiben möchte ab.

  • Im Getriebe müssen sich die Zahnräder sinchronisieren (zumindest beim Auto). Beim Moped gibt es Drehzahlpunkte, an denen man ohne Kupplung und ohne Krachen hoch schalten kann (versuche ich zu vermeiden) da die Gänge da gerade wunderbar synchron laufen. Wenn Du so extrem hoch drehst, sieht es wohl so aus, als ob die Gänge alles andere als synchron sind und es deshalb ordentlich kracht.

    Wobei sich das auch sehr danach anhört, als ob Deine Kupplung nicht richtig trennen würde. Das kannst Du einfach feststellen, indem Du versuchst in einem höheren Gang das Moped mit gezogener Kupplung zu schieben. Je höher der Widerstand, desto schlechter trennt die Kupplung.

    Oder man merkt es auch ganz deutlich, wenn man an der Ampel vom Leerlauf in den ersten Gang schaltet und die Mühle richtig nach vorne zuckt.

  • Im Getriebe müssen sich die Zahnräder sinchronisieren (zumindest beim Auto). Beim Moped gibt es Drehzahlpunkte, an denen man ohne Kupplung und ohne Krachen hoch schalten kann (versuche ich zu vermeiden) da die Gänge da gerade wunderbar synchron laufen. Wenn Du so extrem hoch drehst, sieht es wohl so aus, als ob die Gänge alles andere als synchron sind und es deshalb ordentlich kracht.

    Bitte! Und ich meine das wirklich ernst, lass das Antworten wenn du keine Ahnung hast.

  • Bitte! Und ich meine das wirklich ernst, lass das Antworten wenn du keine Ahnung hast.

    Bitte! Und ich meine das wirklich ernst, lass das Antworten, wenn Du keine qualifizierte Antwort liefern kannst!


    Ich lasse mich gerne korrigieren, doch solch einen hingerülpsten Müll finde ich ziemlich schwach. Liefere eine bessere / technisch korrekte Antwort und wir lernen alle etwas dazu.

  • Versuch es etwas ruhiger anzugehen, selbst mit einer 125ger hälst du an einer Ampel niemanden auf, ich hab es mir angewöhnt beim Hochschalten Kupplung ziehen das Gas kurz wegnehmen Gang hoch schalten Kupplung langsam kommen lassen und dann wieder Gas zu geben.

    2 Mal editiert, zuletzt von Jogi 390 ()

  • Beim Moped gibt es Drehzahlpunkte, an denen man ohne Kupplung und ohne Krachen hoch schalten kann (versuche ich zu vermeiden) da die Gänge da gerade wunderbar synchron laufen.

    Sehr gerne, ich überlese sogar das "Dahingerülpst".


    a) ein Motorrad- und ein Autogetriebe kann man nicht ohne Weiteres vergleichen.

    b) eine Autogetriebe ist synchronisiert, ein Motorradgetriebe nicht. Die müssen sich beim Auto auch nicht synchronisieren, sie werden aber synchonisiert.



    c) Und das ist das, was mich zu der Aussage gebracht hat, dass du keine Ahnung hast:


    Das Schalten ohne Krachen hat technisch gesehen absolut nichts mit der Drehzahl zu tun.

    Zwei Gänge können auch nie synchron laufen, da sind immer Drehzahlunterschiede vorhanden.

    Nicht die Drehzahl ist für ein mögliches Schalten ausschlaggebend, sondern die Last am Getriebe. Ein Motorradgetriebe lässt sich ohne Last in beide Richtungen schalten.

    Dabei findet auch keine Synchronisierung in dem Sinn (ein mehr oder weniger "langsames" Angleichen der Drehzahlen) wie beim Auto statt. Die Klauen rasten in die entsprechenden Aussparungen ein, da gibt's keine Synchronisierung.

  • a) ein Motorrad- und ein Autogetriebe kann man nicht ohne Weiteres vergleichen.

    b) eine Autogetriebe ist synchronisiert, ein Motorradgetriebe nicht. Die müssen sich beim Auto auch nicht synchronisieren, sie werden aber synchonisiert.

    Vielleicht hast Du auch übersehen, dass ich betont habe, dass die Synchronisation beim Auto durchgeführt wird. Vielleicht hätte ich explizit dazuschreiben sollen, dass ein Motorradgetriebe keine Synchronringe hat... Und so nebenbei: Die Ersatzteilbranche würde sich freuen, wenn Autegtriebe nicht synchronisiert werden würden, denn dann dürfte man wohl bei jedem zweiten KFZ nach 10.000km ein neues Getriebe einbauen. Frei nach dem Motto: "Schalten ist kein Geheimnis, darf ruhig jeder hören!"

    Zitat

    Das Schalten ohne Krachen hat technisch gesehen absolut nichts mit der Drehzahl zu tun.

    Nunja, deswegen ist Zwischengas und Zwischenkuppeln (nur beim runterschalten) bei nicht synchronisierten Getrieben auch vollkommen überbewertet. (Ich betone ausdrücklich, dass ich mich hierbei schwerpunktmäßig auf den Auto- & LKW-Bereich beziehe!)
    Die Drehzahl der Zahnräder im Getriebe ist auf der einen Seite von der Geschwindigkeit und auf der anderen Seite von der Drehzahl des Motors abhängig... Daran ändert auch eine Bold-Schreibweise nichts! ...aber das kann man sicherlich auch anders interpretieren.

    Zitat

    Zwei Gänge können auch nie synchron laufen, da sind immer Drehzahlunterschiede vorhanden.

    "Synchronisiertes Getriebe

    »Synchron« heißt zu deutsch gleichzeitig. Synchronisiert ist ein Getriebezustand dann, wenn das zu schaltende Zahnrad zuvor auf die Drehzahl gebracht wurde, die dem im Moment noch geschalteten Gang entspricht."
    Quelle: https://www.lehrerfreund.de/te…ahnraeder-getriebe-2/3088


    Um den Zustand der Synchronität zu erreichen, hat man Synchronringe (beim AUTO!!!) oder das Zwischengas... Voraussetzung ist eine funktionierende Kupplung.

    Zitat

    Nicht die Drehzahl ist für ein mögliches Schalten ausschlaggebend, sondern die Last am Getriebe. Ein Motorradgetriebe lässt sich ohne Last in beide Richtungen schalten.

    Dabei findet auch keine Synchronisierung in dem Sinn (ein mehr oder weniger "langsames" Angleichen der Drehzahlen) wie beim Auto statt. Die Klauen rasten in die entsprechenden Aussparungen ein, da gibt's keine Synchronisierung.

    Es könnte in diesem Fall Deiner Aufmerksamkeit entgangen sein, dass ich im zweiten Teil meines Postings erwähnt habe, dass evtl. die Kupplung nicht sauber trennt. Und genau in diesem Fall wäre das Getriebe nicht lastfrei und das Delta zwischen dem eingelegten Gang und dem zu schaltenden Gang wäre (besonders bei sehr hohen Motordrehzahlen) so hoch, dass es entsprechend kracht... aber was weiss ich schon, ich habe nur in der Fahrschulde noch gelernt LKW ohne Synchrongetriebe zu fahren... aber das war evtl. vor Deiner Zeit.


    Was aber auch sein könnte, dass der Themenersteller beim Kuppeln nicht vom Gas geht und damit die Motordrehzahl extrem nach oben schießt und dies ebenfalls zu unangenehmen Geräuschen aus dem Getriebebereich führt.

    Somit könnte der Ansatz von Jogi 390 ziemlich richtig sein.


    Kleine Ergänzung:

    Dem oben angeführten Punkt a.) stimme ich durchaus zu und schiebe mal ein kleines Zitat hinterher, das dies evtl. verdeutlicht, denn ich mache ungern solche halbgare Aussagen:

    "Die meisten modernen manuellen Motorradgetriebe verfügen über Zahnräder mit konstantem Eingriff, die immer ineinandergreifen, sich aber frei auf einer Welle drehen können, bis sie durch eine gezahnte Schiebemuffe oder eine Klauenkupplung blockiert werden . Da sich die Zahnräder ständig drehen und nur sequenziell bedient werden können, ist eine Synchronisation im Allgemeinen nicht erforderlich. Um Platz zu sparen, können beide Wellen eine Mischung aus festen und freilaufenden Zahnrädern enthalten, wobei einige Zahnräder in die Gleitteile eingebaut sind."

    Quelle: https://en-m-wikipedia-org.tra…0not%20generally%20needed.

    2 Mal editiert, zuletzt von Skiskipowski () aus folgendem Grund: Wikipedia Quelle hinzugefügt

  • Ich weiß absolut nicht, was da dauernd der Quervergleich zum Auto soll.


    Du kannst ja gerne mal versuchen beim Motorrad so Zwischengas zu geben, wie du es beim LKW gelernt hast.


    Oder weiter mit Autotechnik an Problemlösungen für Motorradgetriebe arbeiten.


    Ich bin raus.


    Bei der Beschreibung des Treaderstellers ist im Übrigen so viel unklar und ungenau, dass es in Prinzip alles sein kann, was zwischen Kurbelwelle und Hinterrad sitzt.

  • Hallo!

    Hat schon mal wer ein Motorradgetriebe zerlegt? Und auch verstanden? Hände hoch.

    Es funktioniert komplett anders als ein Autogetriebe!

    Beim Auto werden Zahnräder verschoben und da müssen die "still" stehen zum einrasten. Näher geh ich da gar nicht ein.


    Beim Motorrad werden die Gänge mit sogenannten Klauen verbunden. Auf den Zahnrädern sind 4-6 Fräsungen siehe erstes Bild. Die greifen in andere Zahnrad ein und verbinden so die 2 Getriebewellen. Wenn man am Stand den 1. Gang einlegt hört man immer ein "Klack" das ist genau dass, wenn die 2 Zahnräder einrasten und da Zwischenräume recht groß sind bei den Fräsungen und sich ja auch am Stand alles dreht im Getriebe macht es ein Geräusch. Das ist aber nicht schlimm sondern normal. Beim Gasgeben "verkeilen" sich die 2 Zahnräder bei den Fräsungen so einsteht Kraftschluss. Wenn man vom Gas geht und Kuppelt löst sich der Kraftschluss und man kann schalten. Man kann aber auch schalten wenn man das Getriebe nur mit einen kurzen "gas weg" entlastet. Da passiert nichts! Alle Sequenziellen Renngetriebe sind so aufgebaut. Die schalten mit Zündunterbrecher aber eigentlich das selbe.

    Beim Runterschalten ist es nicht ganz förderlich da ein kleinerer Gang immer schneller drehen muss als der zuvor und dann ist alles gleich Mal lauter.


    Am 2. Bild seht ihr ein zusammengebautes KTM Duke 390 Getriebe.


    Keine Ahnung ob ich das brauchbar erklärt habe.

  • Danke, gut erklärt! :-)


    Gemeinsam haben beide Getriebe, dass es für die Lebensdauer von Vorteil ist, wenn beim Schaltvorgang die Kupplung sauber trennt und kurz das Gas weggenommen wird.

    Damit komme ich zu meiner Vermutung vom Anfang: Die Kupplung trennt nicht sauber und/oder das Gas wird nicht runter gedreht. Dann kracht es auf jeden Fall.

  • Moin, danke erstmal für eure zahlreichen Beiträge.

    Da es hier etwas fachlich wird bin ich eher raus.

    Was ich sagen kann ist dass ich meine Kupplung so eingestellt habe dass sie richtig trennt.

    D.h. ich kann bei gezogener Kupplung beim rollen ganz einfach in den neutral, an der Ampel habe ich kein verdächtiges zucken im bezug auf einen minimalen Kraftschluss der kupplung, und der schleifpunkt ist erst kurz vor Ende des Kupplungshebelweges also sie kuppelt erst richtig spät. In meinem Verständnis trennt die dann auch früher und sicher.

    Gas nehme ich meistens auch weg (hab es auch probiert erst die Kupplung, dann das Gas, dann in den nächsten, also alles hintereinander.

    Hat trotzdem geschallert.

    Also das Geräusch kommt nur beim Gang einlegen nicht beim auskupleln einkuppeln sonst was.

    Das passiert auch erst ab 9000 Umdrehungen bei 8 ist das noch nicht so.

    Nur nochmal so ich habe sehr wenig Ahnung und das sind meine Gedanken. Kann gut sein das ich da was falsch geschrieben habe oder so wenn ja einfach korrigieren bitte nicht auf mir rumhacken (hab das Gefühl ist hier so'n bissl öfter Passiert)

    Falls sich da nichts tut fahre ich Mal in die Werkstatt und erkläre denen das genau also wie sich das wann verhält.

    Die können ja dann ne Probefahrt bzw nen kleinen Prüfstand lauf machen.

    Aber nochmals danke ann alle die hier fleißig geantwortet haben.

  • Wenn das Geräusch erst bei so hohen Drehzahlen auftritt, könnte es sein, dass etwas kaputt ist. Da kannst Du viel Geld in Werkstätten liegen lassen, die Probefahrten machen und den Prüfstand verwenden. Das geht schnell an den wirtschaftlichen Totalschaden.

    Doch vielleicht ist es bei diesen Drehzahlen auch normal, dass der Schaltvorgang etwas lauter ist. Das kann Dir evtl. ein direkter Vergleich mit einer anderen 125er Duke zeigen.

    Der Lebensdauer der gesamten Antriebseinheit und dem Gehör Deiner Mitmenschen wäre es vielleicht zuträglicher, wenn Du einfach früher schaltest. Der Zugewinn an Leistung ist in diesen letzten 1-2.000 Umdrehungen zwar durchaus gegeben, wie man an der blauen Linie im Diagramm sieht, doch allgemein entspannter ist man mit einem Schaltpunkt um die 8.000 unterwegs. An der Ampel kommst Du sowieso schneller als die meisten Autos vom Fleck, ausser ein Stromer meint seinen E-Motor ausreizen zu müssen.
    Somit würde ich das Thema erstmal entspannt angehen und der 125er ein wenig Enspannung gönnen.


    1371915.jpg

  • ganz komm ich nicht mit ich fahre auf der Rennstrecke sehr hohe Drehzahlen und schalte nur mit einen "Gaszupfer" rauf. ohne Kupplung. Runter mit Kupplung. Bei mir gibts da keine ungewöhnliche Geräusche. Viell mal wenn ich zu eifrig von 6 auf 2 runter schalte.

    Die Getriebe sind sehr robust gebaut. Meines hatte NULL Verschleißspuren (siehe Fotos oben). Und ich schenke ihr teilweise überhaupt nichts. Sollte ein Lage defekt sein dann hörst du es. Die sind aber auch sehr stabil gebaut.


    Zu deiner Kupplungsvermutung... was will da Geräusche machen? entweder sie trennt oder nicht. Ist aber beim Raufschalten egal.

    Tippe da eher auf die Kette die locker ist und jedes mal voll schnalzt wenn du die Kupplung auslässt.

  • Ok, danke nochmals das hat mir auch nochmal geholfen.

    Werde versuchen in Zukunft dann etwas entspannter zu fahren und außer im 5 oder 6 die Gänge nicht so auszureizen.

    :Daumen hoch: