a) ein Motorrad- und ein Autogetriebe kann man nicht ohne Weiteres vergleichen.
b) eine Autogetriebe ist synchronisiert, ein Motorradgetriebe nicht. Die müssen sich beim Auto auch nicht synchronisieren, sie werden aber synchonisiert.
Vielleicht hast Du auch übersehen, dass ich betont habe, dass die Synchronisation beim Auto durchgeführt wird. Vielleicht hätte ich explizit dazuschreiben sollen, dass ein Motorradgetriebe keine Synchronringe hat... Und so nebenbei: Die Ersatzteilbranche würde sich freuen, wenn Autegtriebe nicht synchronisiert werden würden, denn dann dürfte man wohl bei jedem zweiten KFZ nach 10.000km ein neues Getriebe einbauen. Frei nach dem Motto: "Schalten ist kein Geheimnis, darf ruhig jeder hören!"
Zitat
Das Schalten ohne Krachen hat technisch gesehen absolut nichts mit der Drehzahl zu tun.
Nunja, deswegen ist Zwischengas und Zwischenkuppeln (nur beim runterschalten) bei nicht synchronisierten Getrieben auch vollkommen überbewertet. (Ich betone ausdrücklich, dass ich mich hierbei schwerpunktmäßig auf den Auto- & LKW-Bereich beziehe!)
Die Drehzahl der Zahnräder im Getriebe ist auf der einen Seite von der Geschwindigkeit und auf der anderen Seite von der Drehzahl des Motors abhängig... Daran ändert auch eine Bold-Schreibweise nichts! ...aber das kann man sicherlich auch anders interpretieren.
Zitat
Zwei Gänge können auch nie synchron laufen, da sind immer Drehzahlunterschiede vorhanden.
"Synchronisiertes Getriebe
»Synchron« heißt zu deutsch gleichzeitig. Synchronisiert ist ein Getriebezustand dann, wenn das zu schaltende Zahnrad zuvor auf die Drehzahl gebracht wurde, die dem im Moment noch geschalteten Gang entspricht."
Quelle: https://www.lehrerfreund.de/te…ahnraeder-getriebe-2/3088
Um den Zustand der Synchronität zu erreichen, hat man Synchronringe (beim AUTO!!!) oder das Zwischengas... Voraussetzung ist eine funktionierende Kupplung.
Zitat
Nicht die Drehzahl ist für ein mögliches Schalten ausschlaggebend, sondern die Last am Getriebe. Ein Motorradgetriebe lässt sich ohne Last in beide Richtungen schalten.
Dabei findet auch keine Synchronisierung in dem Sinn (ein mehr oder weniger "langsames" Angleichen der Drehzahlen) wie beim Auto statt. Die Klauen rasten in die entsprechenden Aussparungen ein, da gibt's keine Synchronisierung.
Es könnte in diesem Fall Deiner Aufmerksamkeit entgangen sein, dass ich im zweiten Teil meines Postings erwähnt habe, dass evtl. die Kupplung nicht sauber trennt. Und genau in diesem Fall wäre das Getriebe nicht lastfrei und das Delta zwischen dem eingelegten Gang und dem zu schaltenden Gang wäre (besonders bei sehr hohen Motordrehzahlen) so hoch, dass es entsprechend kracht... aber was weiss ich schon, ich habe nur in der Fahrschulde noch gelernt LKW ohne Synchrongetriebe zu fahren... aber das war evtl. vor Deiner Zeit.
Was aber auch sein könnte, dass der Themenersteller beim Kuppeln nicht vom Gas geht und damit die Motordrehzahl extrem nach oben schießt und dies ebenfalls zu unangenehmen Geräuschen aus dem Getriebebereich führt.
Somit könnte der Ansatz von Jogi 390 ziemlich richtig sein.
Kleine Ergänzung:
Dem oben angeführten Punkt a.) stimme ich durchaus zu und schiebe mal ein kleines Zitat hinterher, das dies evtl. verdeutlicht, denn ich mache ungern solche halbgare Aussagen:
"Die meisten modernen manuellen Motorradgetriebe verfügen über Zahnräder mit konstantem Eingriff, die immer ineinandergreifen, sich aber frei auf einer Welle drehen können, bis sie durch eine gezahnte Schiebemuffe oder eine Klauenkupplung blockiert werden . Da sich die Zahnräder ständig drehen und nur sequenziell bedient werden können, ist eine Synchronisation im Allgemeinen nicht erforderlich. Um Platz zu sparen, können beide Wellen eine Mischung aus festen und freilaufenden Zahnrädern enthalten, wobei einige Zahnräder in die Gleitteile eingebaut sind."
Quelle: https://en-m-wikipedia-org.tra…0not%20generally%20needed.