Vorderradbremse entlüften - SMC-R (2019)

  • Servus.


    Habe bei meiner 690 SmcR aus 2019 das Problem, dass ich mir einen Wolf entlüften und vorne trotzdem keinen vernünftigen Druckpunkt hinbekomme. Habe jetzt versucht, von unten also am Bremssattel nach oben zu entlüften. Einmal hat es kurz geklappt, aber ansonsten ist es wie verstopft/blockiert. Da bekomme ich nichts hochgedrückt.


    Das ist doch irgendwas an der Bremspumpe defekt. Seht ihr dass ähnlich? Von oben nach unten bekomme ich kaum was durchgedrückt, da wenn man den Hebel zieht sofort durch eine Bohrung der Pumpe die Bremsflüssigkeit aus dem Behälter spritzt. Wenn ich gaaaaanz langsam am Hebel ziehe, geht es.


    Viele Grüße

  • Also ist das Ding wie ich vermutet defekt und ich brauch ne andere/Neue.

  • Zieh den Bremshebel mal über Nacht mit nem Gurt oder Kabelbinder Richtung Lenker. So, dass das System unter Druck steht. Da lösen sich oft paar Luftblasen und wandern dann langsam nach oben in den Behälter.

  • Vielen dank für den Tip. Hab ich schon gemacht. Mehrmals und für bis zu 2 Tage.

  • Habe da auch schon viel Zeit geopfert und ja, auch mit den Spritze von unten hochdrücken hat nicht geklappt. Das alleine spricht noch nicht für einen Defekt. Ich habe dann zwar Stahlbus Entlüftungsventile eingebaut, die sind beim normalen Entlüften Gold wert, helfen aber nicht mehr, wenn zu viel Luft im System ist.

    Letztlich erfolgreich habe ich es mit Unterdruck hin bekommen, nämlich mit der Spritze von unten gesaugt. Es entsteht dabei ein enormer Druck in der Spitze. Wichtig ist daher, dass die Spritze keinen mm gelöst wird, solange die Entlüftungsschraube offen ist, sonst wird aufgrund des Druckes in der Spritze wieder Luft ins System gedrückt. Also langsam in Etappen arbeiten. Jeweils etwa den halben Vorratsbehälter durchziehen, dann zudrehen und Spitze ab, damit der Druck rausgeht. Das Ganze einige Male wiederholen.

  • Eigentlich funktioniert klassisch von Oben nach unten - stahlbus ist letzten endes eine komfortsache. Von unten nach oben mit großer Spritze aus der Apotheke fand ich schwierig - da ist wohl das ABS modul im weg.

    Wenn letztendlich gar nichts helfen sollte - beim KTM Händler machen lassen - nur der kann das ABS Modul in einen Wechselmodus bringen...

  • DAs dachte ich auch. Von unten nach oben ging gar nichts. Einmal ganz kurz und das wars. Das Problem ist auch, dass eigentlich bei jedem Hub mit dem Bremshebel gefühlt das meiste durch eine Bohrung im Reservoir wieder austritt und nicht nach unten zum Sattel gepumpt wird.


    Beim Händler war ich schon. Aussage vor Ort: Wir können bei dem MOdel das ABS MOdul nicht ansteuern.

  • Du irrst dich. Da wird nur etwas aus der Lüftungsöffnung rausgedrückt. Wenn der Geberkolben weiter gedrückt wird baut sich auch Druck im System auf.


    Dreh den Handhebel am Einsteller mal weg vom Lenker, das erhöht den Hebelweg.

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

  • Das ist echt auch immer ein Mysterium mit dem ABS-Regelblock. Kann der dann erst bei den Modellen danach angesteuert werden?

    Das weiss ich nicht. War mit dem MOped vor Ort und da hieß es: Sorry geht nicht.

  • Du irrst dich. Da wird nur etwas aus der Lüftungsöffnung rausgedrückt. Wenn der Geberkolben weiter gedrückt wird baut sich auch Druck im System auf.


    Dreh den Handhebel am Einsteller mal weg vom Lenker, das erhöht den Hebelweg.

    Ich probiere das gerne nochmal aus.

  • Mich wunderst es halt, dass das bei der Kiste nicht funktioniert. Normal ist das ja ob mit oder ohne ABS echt kein Hexenwerk. Schlauch über den Nippel und während einer immer schön den Nippel auf und wieder zu dreht, pumt der Andere gemütlich vor sich hin. Quasi: Auf langsam pumpen. Zu langsam loslassen usw

  • Langsam loslassen ist falsch. Der Bremshebel soll zurück-"schnalzen".
    Das hat damit zu tun, dass ein Dichtungsbereich "umklappen" muss was normal gut funktioniert - aber wenn viel Luft drinnen ist, dann halt nicht.


    Beim meinem PKW ist mal die Kupplung leergelaufen. Mit Unterdruck entlüften hat nix gebracht, einzig zigmal Schnalzen lassen war die Lösung.

  • Hatte das Problem auch lange Zeit bei der Duke.

    - Mehrmals entlüften

    - von unten nach oben drücken

    - Kabelbinder um Bremshebel

    - Unterdruch Entlüfter vom Auto

    Hat alles nichts gebracht.


    Dann im Herbst nochmal mit einer 2. Person.

    Hebel oben min. 10 mal schnell gezogen.

    Bein 10ten mal festhalten und unten kurz auf.

    Das Ganze mehrmals wiederholt (2 Ausgleichsbehälter durchgeschickt)

    und endlich habe ich einen für ein ABS System festen Druckpunkt.

    Auch nach mehreren Woche Nichtbewegen immer noch fest, war zuvor

    nach ein paar Tagen immer sehr weich und musste vor Fahrt erst einmal

    gepumpt werden.


    Versuchen, kostet nicht.

  • Eine eine einfache Mivac etc handpumpe habe ich - geht auch nur eingeschränkt bis gar nicht an meiner 701 = Duke clone.


    Das ABS gerät als teil der leitung erfordert scheinbar mehr druck/zug - ich habe da nur Luftblasen am fest aufgesteckten Schlauch erzeugt.

    Wie oben schon gesagt habe ich dann bei der 701 in eine Stahlbusschraube investiert (weil ich nur zwei Arme und Hände habe) und durch pumpen mit der Handbremspumpe die Flüssigkeit gewechselt. (vorher die Bremskolben reinigen und zurückdrücken)


    Ich besitze auch noch klassische Motorräder ohne ABS, aus dem letzten Jahrtausend, - da funktioniert das mit leichtem Unterdruck in einem Sammelgefäss mit Schlauchverbindung zur Bremszange einwandfrei...

    PS: Ein defekt/verschleiss der Handbremspumpe ist unter umständen nicht ganz auszuschliessen ...

  • Ob Duke oder 701, sind ja diesbezüglich ähnlich.

    Hat die 701 nicht sogar eine hochwertigere Handpumpe ?

    Hatte einen Entlüfter der am Kompressor angeschlossen wird benutzt, auch damit kein Erfolg.

    Es scheint bei den Dingern nicht ganz so einfach zu sein.